In den USA wurden von Konservativen bis extrem Rechten immer wieder Fragen zur Person Obama gestellt die uns im gewohnheitswählenden und lethargischen Europa mitunter überzogen erscheinen, nicht selten als krude Verschwörungstheorien. So stand lange die Frage ob Obama überhaupt geborener US-Bürger sei im Mittelpunkt. Daraufhin veröffentlichte der Präsident seine Geburtsurkunde. Als die Datei, die 2011 ins Netz gestellt wurde, jenes Dokument aber mit mehreren Bildebenen wiedergab, wurden sofort Spekulationen über Fälschung laut. Unsere Medien berichteten darüber mit der Erklärung, es handele sich um einen Scan inklusive Texterkennung, so dass dieses Ergebnis ganz normal sei.
Ich habe viel zu wenig Ahnung von Technik, um das einschätzen zu können, glaube aber den Erläuterungen mit einer verbleibenden Skepsis ob so viel Schlampigkeit.
Danach war Obamas Religionszugehörigkeit dran. Er selbst erklärte, er sei in den frühen 80ern einer schwarzen Gemeinde von Christen beigetreten und habe darin ein soziales Element erlebt, dem er seitdem folge. Viel Wert wird darauf gelegt zu betonen, in welche Gemeinde er gehe oder nicht mehr gehe, welche Priester mit ihm in Kontakt stünden und zu welchen er den Kontakt abbrechen würde.
Zuletzt wurden fünf "Reverends" benannt, mit denen Obama verkehre. Dabei wurde sich scheinbar bemüht keine Konfession zu bevorteilen - m.W. ist aber kein Katholik unter den akzeptierten Geistlichen. Es gehe eher "progressiv zu", teilte man mit.
Und auch hier entwickelten sich Zweifel. Schon vor seiner Wahl recherchierten Journalisten, Blogger und Neugierige über Obamas Vergangenheit. Einige hielten fest, was Obama über seine Religion verlautbarte und überprüften diese Aussagen. In der Folge wurden Obamas Statements immer wieder den neuen Informationen angepasst - von "ich war immer schon Christ, ich bin und war nie ein Muslim, ging nie in die Moschee" zu "ich war kein praktizierender Muslim und war nur der Freunde wegen in der Moschee, entdeckte das Christentum in den 80ern für mich".
Nur ein paar Ausschnitte: 2007, also noch vor seiner Wahl zum Präsidenten zitierte Obama für einen Journalisten der NY Times den Gebetsruf der Muslime in arabisch und ohne größere Probleme. Der Ruf ist nicht ohne Bedeutung in der islamischen Kultur, sein Inhalt soll allen, ob Muslim oder nicht, vor Augen führen, wer nach islamischem Recht "der Chef" ist.
2008 kam ihm in einem Interview ein "mein muslimischer Glaube" über die Lippen.
Es wird ihm nachgesagt bei Reisen nach Kenya und in die Türkei zwar Moscheen aber keine Kirche besucht zu haben.
Eine Liste mit Argumenten, Verdächtigungen bis hin zu schlichtem oder paranoidem Quatsch findet sich im Netz.
Als Präsident beließ Obama es nicht nur bei Besuchen islamischer Länder. Er betreibt die Politik der ausgestreckten Hand - bspw. durch die Entschärfung der Sicherheitsvorkehrungen in Botschaften und Konsulaten - eine der potentiellen Folgen, die Attacke auf das Konsulat in Benghasi wird noch immer heftig diskutiert.
Besonders sein Besuch und seine anhaltende Unterstützung der Muslimbrüder in Ägypten stach dabei hervor - einem Land stetig wachsender Christenverfolgung und Diskriminierung seit es unter der gewählten Fuchtel der islamistischen Muslimbrüder und ihrer noch fanatischeren Verbündeten, den Salafisten, steht. Seine Unterstützung für die Muslimbrüder drückte sich dabei nicht nur in Geldzusagen aus.
Dazu kommt, dass eine seiner Beraterinen, Dalia Mogahed,
von den Medien oft als Expertin und Kennerin der islamischen Welt
präsentiert und auf diesem Gebiet Obama unter die Arme greifend, nicht
nur einen überraschend häufigen Kontakt zur Muslimbruderschaft oder von dieser aufgebauten Organisationen hat - völlig ohne Kritik von Obama oder seiner Regierung, sondern auch die Scharia als "missverstanden" und "kompatibel" mit westlichen Werten propagiert.
In seinem Bemühen zu gefallen präsentierte er sich als Kenner der Sitten und Gebräuche - und so möchte ich es sehen, wenn er einem Saal voller Muslime einen Gruß äußert, der nach religiöser Vorschrift ausschließlich unter Muslimen erlaubt ist.
Es gibt, wie oben ein Beispiel aufgeführt, einige Internetpräsenzen welche seitenweise Äußerungen, Vorkommnisse und vermeintliche Belege aufführen, dass Obama zum Islam konvertierte bzw. ihm angehört(e). Eine Auseinandersetzung mit diesem Thema lohnt durchaus, mehren sich doch die Widersprüche und Seltsamkeiten, die zumindest daran zweifeln lassen, dass Obama ein gläubiger Christ ist. Und in meinen Augen disqualifiziert es einen Politiker, umso mehr den "leader of the free world", wenn er sich aus reinem Opportunismus als Christ bezeichnet.
Eine dieser Merkwürdigkeiten ist jener Auftritt Obamas, bei welchem er Gottes Segen auf die Organisation "Planned Parenthood" aussprach, einer Organisation die Abtreibungen in großer Zahl durchführt und als legitimes Mittel der "Verhütung" betrachtet - nach Informationen investigativer Journalisten sogar in späten Monaten der Schwangerschaft - und das während gegen einen Abtreibungsarzt wegen mehrfachen Mordes an Neugeborenen und unterlassener Hilfeleistung verhandelt wurde. Gleichzeitig zwingt das von Obama eingeführte neue Gesundheitssystem auch katholische Kliniken und christliches Krankenhauspersonal jeder Konfession auch Abtreibungen vorzunehmen und Nachverhütungsmittel auszugeben. Eine Weigerung sollte rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen - dagegen lief ein Teil der US-Gesellschaft Sturm.
Obama erklärt seine zurückhaltende und unterstützende Politik in islamischen Ländern wie auch seine Befürwortung einer Moschee unweit des berühmten "Ground Zero" mit dem Versuch eines Dialoges mit den Muslimen, gleichzeitig scheint ihm die Kriminalisierung von Katholiken in Sachen Verhütung und Abtreibung keine Sekunde Kopfzerbrechen bereitet zu haben.
Das klingt für mich nicht wirklich nach einem gläubigen und praktizierenden Christen.
Sonntag, 2. Juni 2013
Samstag, 1. Juni 2013
Christliche Partei?
In der deutschen Parteienlandschaft gibt es heute wenige Parteien, die sich im Namen und / oder im Programm als "christlich" bezeichnen. Die größte und bekannteste ist mit Sicherheit die CDU, die "Christlich Demokratische Union". Wer Christ ist, erwartet von solch einer Partei verständlicherweise, dass sie sich für Christen einsetzt, auf christlichen Werten ihr Programm aufbaut, gläubige Kandidaten für Ämter aufstellt sowie die christliche Botschaft verteidigt und verkündet. Kurz gesagt: Christus und seiner Botschaft besonders viel Aufmerksamkeit schenkt.
Nun gibt es die CDU nicht erst seit einigen Monaten sondern bereits seit 1945, also 68 Jahre. Einige ihrer Gründer haben am Grundgesetz mitgearbeitet. Ihr Wirken kann man bspw. an der Präambel erlesen, wenn von der Verantwortung vor Gott und den Menschen die Rede ist.
Wie aber sieht das heute aus?
Ich könnte es mir jetzt einfach machen und auf Ihre Eminenz Kardinal Meisner verweisen. Der hatte seit Jahren bereits mehrfach Kritik an der CDU geübt, ja schonmal gefordert, das C endlich weg zu lassen, wenn die Partei nicht bereit sei, die Werte dahinter zu vertreten.
Oder auf die Bemühungen, atheistische und muslimische Interessen, die oft eben nicht identisch oder ähnlich den christlichen sind, zu vertreten.
Ganz so einfach ist es aber wieder nicht. Natürlich gibt es engagierte Christen und auch Katholiken in der Partei, und natürlich finden diese Gehör - leider aber zu selten und von einer Identifizierung mit christlichen geschweige denn katholischen Werten und Regeln kann schon lange keine Rede sein, nur wenig mehr bei der breiteren Bezeichnung christlich. Letzteres jedoch auch nur, weil unter den christlichen Kirchen mittlerweile einige einen Recht weitgefassten Definitionsrahmen eröffnen - bspw. wenn Scheidung und Wiederverheiratung trotz den eindeutigen Versen der Bergpredigt durchgeführt werden, als seien es Alltäglichkeiten. (Ich gestehe ein, hierbei bin ich auch kein guter Christ, denn ich halte eine Scheidung im Fall von häuslicher Gewalt u.ä. durchaus für angebracht - jedoch nur als Notmittel).
Wolfgang Bosbach ist in vielen Dingen einer jener CDUler, die das Christentum noch vertreten. So in die ungeprüfte Ablehnung mit ein - allerdings kritisierte er gleichzeitig wenigstens auch die hemmungslosen Attacken bestimmter Politiker, s. etwa den geschichtsunwissenden Holocaustbezug unserer Justizministerin. An anderer Stelle verweist er auf die christlich-jüdische Tradition und Herkunft der europäischen Staaten, wenn die Forderung nach muslimischen Feiertagen mal wieder aufkommt.
setzt er sich für den Schutz der Christen im Orient ebenso ein, wie er sich für Lebensschutz stark macht. Leider haben seine Worte in der Merkel-CDU kein Gewicht, seine Mahnungen verhallen ungehört. Während er die Kunst des Kompromisses keineswegs als einzigen Lösungsweg anzusehen scheint, ist sein Kollege Volker Kauder da ... bedauerlicherweise offener. Als vor einigen Wochen die Klage des Erzbischofs Müller über die Stimmung gegenüber der katholischen Kirche zu einem medialen und politischen Aufschrei, oder besser, zu einem beleidigenden und argmentationslosen Furor führte, da stimmte auch Herr Kauder
Oder Katherina Reiche, die sich vehement für die ein Familienbild einsetzt, welches nunmal der christlichen Vorstellung entspricht - wohlwissend, wie ihre Position von unseren Medien präsentiert und weitervermarktet würde ( während die SZ noch versucht, ihr und allgemein den Konservativen unangebrachte Emotionalität und mangelnde Intelligenz zu unterstellen geht der Spiegel weiter und zeichnet ein Bild einer geistig Unzurechnungsfähigen).
Vom Augenschein sind ein evangelischer Pfarrer als Bundespräsident und eine Pfarrerstochter als Kanzlerin zudem ebenfalls eine Empfehlung.
Von der CDU aber erhalten engagierte Christen kaum Rückendeckung, im Gegenteil. Besagte Frau Reiche sah sich von Parteikollegen in einer Talkrunde erst mäßig verteidigt, dann aber ebenfalls offen attackiert - aufgrund des beschränkten Wissensfeldes der eigenen Erfahrung, dem Empirismus. Die Medien berichteten denn auch von ihrem schwulen Parteifreund, welcher ihr in die Parade fuhr und dabei äußerte "ich nehme niemandem etwas weg". Das dies eben nicht der Fall ist wagte niemand zu formulieren (Stichworte wie "Kindeswohl, Identität, Abstammung, Blutsverwandtschaft" oder einfach "bezahlte Leihmütter" kamen nicht vor).
Zum Affront wird dann die alltägliche Arbeit der CDU - jedenfalls aus politischer Sicht. Wenn die CDU bspw. Wahlleute bestellt um den Bundespräsidenten zu wählen, wen entsendet sie?
Da wäre Alice Schwarzer zu nennen, die zwar hin und wieder mit erstaunlichem Realismus auffällt, bei der Wahl des Kardinals Ratzinger zum Papst "indirekt" aufforderte auszutreten. Ihre Position zu Themen wie Homosexualität, Scheidung, Lebensschutz etc. sind hinlänglich bekannt und leicht nachzulesen, ebenso wie ihre Haltung zu Christen, die sich da aufgrund ihres Glaubens nicht so leicht mit abfinden. Für jene, die sie nicht kennen hier ein Auszug:
Gegen Ende des Briefes führt sie übrigens Austritte etc. auf diese Ablehnung eines angeblichen Grundrechtes auf Abtreibung zurück, ungeachtet der Tatsache, dass Kirchen, die dies anders auslegen unter viel stärkerem Austrittstdruck leiden.
Und so jemand wird als Sprachrohr der CDU entsandt.
Oder der Fall der 34 Jahre jungen Muslimin Cemile Giousouf, welche mit dem sicheren Rückhalt von
Quoten- und Integrationsposten einen garantierten Listenplatz erhält, während ihr Gegenkandidat, aktiver evangelischer Christ mit einem betont christlichen und familienfreundlichen Programm angetreten, auf keine parteibasierte Förderung bauen kann und erwartungsgemäß leer ausgeht.
Und hier kommt für mich noch der Aspekt des gezielten Betruges zum tragen. Während die CDU auf die Kandidaten als Vertreterin der Muslime und der Zuwanderer setzt, nutzt diese bei ihrer Vorstellungsrede vor der Wahl verweise auf christliche Aspekte, wie etwa den Advent oder eben das C im Parteinamen. Hier wird den Wahlleuten etwas vorgespielt, dass bei den eigentlichen Wahlen und wohl auch bei der Aktivität nach der Wahl keine Rolle mehr spielen wird. Das mag angesichts der üblichen Praxis unserer "Demokraten" viel zu versprechen und nur Wenig und zumeist Gegenteiliges zu tun kleinlich von mir wirken. Aber ein Betrug wird durch die Gewohnheit nicht zum Recht.
Blickt man gezielt auf das katholische Element der Partei, die dereinst vom rheinischen Katholiken Adenauer groß gemacht wurde, dann sieht es noch finsterer aus. Nicht nur, dass ein katholischer Arbeitskreis schnell mit Unterstellungen und Diffamierung bekämpft wird, auch die Balance bei der Ämtervergabe, dereinst durchaus von Interesse, wird stillschweigend verscharrt. Mit Schavan ging die vorletzte katholische Ministerin, auch wenn diese eher zum reformatorischen ZdK-Flügel gehörte und die Gründung eines katholischen Arbeitskreises scharf kritisierte (obwohl es dessen pendant bereits seit den frühen 50ern gibt...). Übrig bleibt der Umweltminister Altmeier. Von diesem fühle ich mich weder als Bundesbürger noch als Katholik vertreten, aber das ist ein eigenes Thema. Da ist der Parlamentspräsident Lammert eher eine Vertretung.
Dabei waren zumindest bis 2009 die Mehrheit der Wähler eben Katholiken.
Und während ich darüber schreibe wird eines für mich auch deutlich: Kritik der CDU an kirchlichen oder christlichen Positionen wird immer dann laut, oder zumindest laut wiedergegeben, wenn es Katholiken trifft. Sei es der damalige Bundespräsident Wulff, welcher den Papstbesuch (auf Einladung des CDU Politikers Lammert) nutzte, um das Zöllibat und die Haltung zur Scheidung anzuprangern oder Kanzlerin Merkel, welche die Rücknahme der Exkommunikation, des Ausschlußes aus der Gemeinschaft der Gläubigen dazu veranlasste eine Klarstellung vom Papst mit Nachdruck zu fordern und diesen zu kritisieren - eine Frau die auf Gewalt aus bestimmter Richtung mit einem Schulterzucken und der Forderung nach Toleranz reagierte.
Vom Bemühen um Verständnis, Vertretung und Kompromiß kann schon lange keine Rede mehr sein.
Äußert sich eine der Kirchen nicht im Sinne der Partei, die sich immer mehr dem Mainstream und dem Zeitgeist anpasst, so erfährt sie eher Kritik als Unterstützung durch die CDU. Dabei bemühe ich noch einmal jene "aufkommende Pogromstimmung". Statt dass sich CDUler daran begeben, mal nachzuforschen, wie viele verbale und körperliche Übergriffe gemeldet wurden, um die es in jener Rede ja ging, statt mal darauf hinzuweisen, wie oft mittlerweile Kirchen, Kapellen und Wegekreuze Ziel von Vandalismus und Schändung sind, wurde nur in den Chor mit eingestimmt, welcher von "Wehleidigkeit" sprach.
Und was unseren Bundespräsidenten angeht, so hatte ich dazu ja bereits früher etwas geschrieben, wiederhole es aber in Kurzform: ein Priester als Bundespräsident, welcher in seiner Ansprache zu Weihnachten aus diesem Christusfest ein interkulturelles Event macht und kaum einen Bezug zum religiösen Hintergrund nennt hat in meinen Augen den Anspruch verloren, den seine Weihe ursprünglich einmal mitbrachte.
Und dabei sind wir noch gar nicht in die moralischen Untiefen der Politik der letzten 15 Jahre eingetaucht... Da dies aber kein Buch werden soll, belasse ich es dabei.
Mein Fazit lautet also: es gibt sie noch, die CDUler, die sich Christen nennen und bemühen. Die das C nicht nur zum Stimmfang anstehen lassen. Am Ruder sind aber solche, die das C ausgehöhlt und nur noch als Etikettenschwindel haben. Und auch ein großer Teil der Mannschaft steht nicht mehr dafür ein - einige die behaupten und denken es zu tun sind vom "Zeitgeist" besessen - als wäre dieser nicht der Ursprung so vieler Übel. In diesem Sinne empfinde ich die Bezüge zur CDU im Artikel: "Ist die AfD eine Alternative für Christen?" als unangebrachte und gefolgschaftsblinde Parteienwerbung.
Ob die AfD besser ist, weiß ich nicht. Ich denke, dies wird erst ein vollständiges Programm und die Erfahrung zeigen. Das sowohl CDU als auch AfD noch eher wählbar sind als Grüne, SPD oder Linke steht außer Frage. Aber "eher" bedeutet nicht "ausschließlich".
Ich jedenfalls sehe mich weiter um nach einer Partei, die meine Interessen, als katholischer Christ, von einem gut integrierten Einwanderer in zweiter Generation abstammend, vertritt. Und sollte diese jemals an die "Macht" kommen und von dieser korrumpiert werden - dann suche ich eben erneut. Die Werte und ihre Umsetzungen sind es, die für mich zählen. Keine warmen Worte, keine Beschwichtigungen.
Nun gibt es die CDU nicht erst seit einigen Monaten sondern bereits seit 1945, also 68 Jahre. Einige ihrer Gründer haben am Grundgesetz mitgearbeitet. Ihr Wirken kann man bspw. an der Präambel erlesen, wenn von der Verantwortung vor Gott und den Menschen die Rede ist.
Wie aber sieht das heute aus?
| Kardinal Meisner |
Oder auf die Bemühungen, atheistische und muslimische Interessen, die oft eben nicht identisch oder ähnlich den christlichen sind, zu vertreten.
Ganz so einfach ist es aber wieder nicht. Natürlich gibt es engagierte Christen und auch Katholiken in der Partei, und natürlich finden diese Gehör - leider aber zu selten und von einer Identifizierung mit christlichen geschweige denn katholischen Werten und Regeln kann schon lange keine Rede sein, nur wenig mehr bei der breiteren Bezeichnung christlich. Letzteres jedoch auch nur, weil unter den christlichen Kirchen mittlerweile einige einen Recht weitgefassten Definitionsrahmen eröffnen - bspw. wenn Scheidung und Wiederverheiratung trotz den eindeutigen Versen der Bergpredigt durchgeführt werden, als seien es Alltäglichkeiten. (Ich gestehe ein, hierbei bin ich auch kein guter Christ, denn ich halte eine Scheidung im Fall von häuslicher Gewalt u.ä. durchaus für angebracht - jedoch nur als Notmittel).
| Wolfgang Bosbach |
setzt er sich für den Schutz der Christen im Orient ebenso ein, wie er sich für Lebensschutz stark macht. Leider haben seine Worte in der Merkel-CDU kein Gewicht, seine Mahnungen verhallen ungehört. Während er die Kunst des Kompromisses keineswegs als einzigen Lösungsweg anzusehen scheint, ist sein Kollege Volker Kauder da ... bedauerlicherweise offener. Als vor einigen Wochen die Klage des Erzbischofs Müller über die Stimmung gegenüber der katholischen Kirche zu einem medialen und politischen Aufschrei, oder besser, zu einem beleidigenden und argmentationslosen Furor führte, da stimmte auch Herr Kauder
Oder Katherina Reiche, die sich vehement für die ein Familienbild einsetzt, welches nunmal der christlichen Vorstellung entspricht - wohlwissend, wie ihre Position von unseren Medien präsentiert und weitervermarktet würde ( während die SZ noch versucht, ihr und allgemein den Konservativen unangebrachte Emotionalität und mangelnde Intelligenz zu unterstellen geht der Spiegel weiter und zeichnet ein Bild einer geistig Unzurechnungsfähigen).
Vom Augenschein sind ein evangelischer Pfarrer als Bundespräsident und eine Pfarrerstochter als Kanzlerin zudem ebenfalls eine Empfehlung.
| Katharina Reiche |
Zum Affront wird dann die alltägliche Arbeit der CDU - jedenfalls aus politischer Sicht. Wenn die CDU bspw. Wahlleute bestellt um den Bundespräsidenten zu wählen, wen entsendet sie?
Da wäre Alice Schwarzer zu nennen, die zwar hin und wieder mit erstaunlichem Realismus auffällt, bei der Wahl des Kardinals Ratzinger zum Papst "indirekt" aufforderte auszutreten. Ihre Position zu Themen wie Homosexualität, Scheidung, Lebensschutz etc. sind hinlänglich bekannt und leicht nachzulesen, ebenso wie ihre Haltung zu Christen, die sich da aufgrund ihres Glaubens nicht so leicht mit abfinden. Für jene, die sie nicht kennen hier ein Auszug:
Sie haben es erreicht, dass Ihr absurd-lebensfernes Lebensschützer-Vokabular in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen ist, in dem Sie von der „Menschenwürde“ eines 0,1 Millimeter kleinen befruchteten Eis sprechen oder der „Tötung eines Kindes“, wenn ein Fötus abgetrieben wird.
Gegen Ende des Briefes führt sie übrigens Austritte etc. auf diese Ablehnung eines angeblichen Grundrechtes auf Abtreibung zurück, ungeachtet der Tatsache, dass Kirchen, die dies anders auslegen unter viel stärkerem Austrittstdruck leiden.
Und so jemand wird als Sprachrohr der CDU entsandt.
Oder der Fall der 34 Jahre jungen Muslimin Cemile Giousouf, welche mit dem sicheren Rückhalt von
| Cemile Giousouf |
Und hier kommt für mich noch der Aspekt des gezielten Betruges zum tragen. Während die CDU auf die Kandidaten als Vertreterin der Muslime und der Zuwanderer setzt, nutzt diese bei ihrer Vorstellungsrede vor der Wahl verweise auf christliche Aspekte, wie etwa den Advent oder eben das C im Parteinamen. Hier wird den Wahlleuten etwas vorgespielt, dass bei den eigentlichen Wahlen und wohl auch bei der Aktivität nach der Wahl keine Rolle mehr spielen wird. Das mag angesichts der üblichen Praxis unserer "Demokraten" viel zu versprechen und nur Wenig und zumeist Gegenteiliges zu tun kleinlich von mir wirken. Aber ein Betrug wird durch die Gewohnheit nicht zum Recht.
Blickt man gezielt auf das katholische Element der Partei, die dereinst vom rheinischen Katholiken Adenauer groß gemacht wurde, dann sieht es noch finsterer aus. Nicht nur, dass ein katholischer Arbeitskreis schnell mit Unterstellungen und Diffamierung bekämpft wird, auch die Balance bei der Ämtervergabe, dereinst durchaus von Interesse, wird stillschweigend verscharrt. Mit Schavan ging die vorletzte katholische Ministerin, auch wenn diese eher zum reformatorischen ZdK-Flügel gehörte und die Gründung eines katholischen Arbeitskreises scharf kritisierte (obwohl es dessen pendant bereits seit den frühen 50ern gibt...). Übrig bleibt der Umweltminister Altmeier. Von diesem fühle ich mich weder als Bundesbürger noch als Katholik vertreten, aber das ist ein eigenes Thema. Da ist der Parlamentspräsident Lammert eher eine Vertretung.
Dabei waren zumindest bis 2009 die Mehrheit der Wähler eben Katholiken.
Und während ich darüber schreibe wird eines für mich auch deutlich: Kritik der CDU an kirchlichen oder christlichen Positionen wird immer dann laut, oder zumindest laut wiedergegeben, wenn es Katholiken trifft. Sei es der damalige Bundespräsident Wulff, welcher den Papstbesuch (auf Einladung des CDU Politikers Lammert) nutzte, um das Zöllibat und die Haltung zur Scheidung anzuprangern oder Kanzlerin Merkel, welche die Rücknahme der Exkommunikation, des Ausschlußes aus der Gemeinschaft der Gläubigen dazu veranlasste eine Klarstellung vom Papst mit Nachdruck zu fordern und diesen zu kritisieren - eine Frau die auf Gewalt aus bestimmter Richtung mit einem Schulterzucken und der Forderung nach Toleranz reagierte.
Vom Bemühen um Verständnis, Vertretung und Kompromiß kann schon lange keine Rede mehr sein.
Äußert sich eine der Kirchen nicht im Sinne der Partei, die sich immer mehr dem Mainstream und dem Zeitgeist anpasst, so erfährt sie eher Kritik als Unterstützung durch die CDU. Dabei bemühe ich noch einmal jene "aufkommende Pogromstimmung". Statt dass sich CDUler daran begeben, mal nachzuforschen, wie viele verbale und körperliche Übergriffe gemeldet wurden, um die es in jener Rede ja ging, statt mal darauf hinzuweisen, wie oft mittlerweile Kirchen, Kapellen und Wegekreuze Ziel von Vandalismus und Schändung sind, wurde nur in den Chor mit eingestimmt, welcher von "Wehleidigkeit" sprach.
Und was unseren Bundespräsidenten angeht, so hatte ich dazu ja bereits früher etwas geschrieben, wiederhole es aber in Kurzform: ein Priester als Bundespräsident, welcher in seiner Ansprache zu Weihnachten aus diesem Christusfest ein interkulturelles Event macht und kaum einen Bezug zum religiösen Hintergrund nennt hat in meinen Augen den Anspruch verloren, den seine Weihe ursprünglich einmal mitbrachte.
Und dabei sind wir noch gar nicht in die moralischen Untiefen der Politik der letzten 15 Jahre eingetaucht... Da dies aber kein Buch werden soll, belasse ich es dabei.
Mein Fazit lautet also: es gibt sie noch, die CDUler, die sich Christen nennen und bemühen. Die das C nicht nur zum Stimmfang anstehen lassen. Am Ruder sind aber solche, die das C ausgehöhlt und nur noch als Etikettenschwindel haben. Und auch ein großer Teil der Mannschaft steht nicht mehr dafür ein - einige die behaupten und denken es zu tun sind vom "Zeitgeist" besessen - als wäre dieser nicht der Ursprung so vieler Übel. In diesem Sinne empfinde ich die Bezüge zur CDU im Artikel: "Ist die AfD eine Alternative für Christen?" als unangebrachte und gefolgschaftsblinde Parteienwerbung.
Ob die AfD besser ist, weiß ich nicht. Ich denke, dies wird erst ein vollständiges Programm und die Erfahrung zeigen. Das sowohl CDU als auch AfD noch eher wählbar sind als Grüne, SPD oder Linke steht außer Frage. Aber "eher" bedeutet nicht "ausschließlich".
Ich jedenfalls sehe mich weiter um nach einer Partei, die meine Interessen, als katholischer Christ, von einem gut integrierten Einwanderer in zweiter Generation abstammend, vertritt. Und sollte diese jemals an die "Macht" kommen und von dieser korrumpiert werden - dann suche ich eben erneut. Die Werte und ihre Umsetzungen sind es, die für mich zählen. Keine warmen Worte, keine Beschwichtigungen.
Freitag, 24. Mai 2013
In memoriam
...an den Ehemann, Partner, Vater, Sohn, Bruder und Kameraden Lee Rigby. Er wurde mit nur 25 Jahren Opfer zweier Islamisten, die ihn auf offener Strasse erst anfuhren und dann mit Messern auf derart grausame Art umbrachten, dass die ersten Berichte von einer Dekapitation sprachen.
Da sich in Medien und Politik vor allem die Stimmen durchsetzen, welche das Opfer und die Tat kleinreden während für die Täter oder ihre Gemeinschaft Entschuldigungen gesucht werden, wie etwa der ZdM, finde ich es angebracht zumindest in Blogform des Opfers zu gedenken.
Er starb nicht durch einen Unfall oder "außergewöhnliche Umstände" wie es in manchem anglo-amerikanischen Blatt heisst. Er wurde in herausragend grausamer Art und Weise umgebracht und dies war auch als Botschaft gemeint. Wer immer versucht, dies herunterzuspielen, der versündigt sich an diesem armen Mann. Sein Leid, die Qual und die Angst seiner letzten Augenblick verdienen Mitleid und Beachtung. Keine Verleumdung.
Seine Familie verdient Mitgefühl, Respekt und angesichts des Motives der Täter und seiner eigenen Tätigkeit auch die Unterstützung des englischen Staates. Die Tat hätte bei einem ehrlichen Umgang mit der Problematik verhindert werden können.
Tiefen Respekt verdienen all jene Menschen, die in der Annahme, ein Unfall sei geschehen helfen wollten und inesbesondere jene junge Frau, die sich dabei mutig den Mördern in den Weg stellte um danach noch Zeugen der anschließenden Schiesserei zwischen den Schlächtern und der Polizei zu beruhigen.
Ich werde des Trommlers Rigby am Sonntag gedenken und eine Kerze für ihn aufstellen. Möge er in Frieden ruhen.
Da sich in Medien und Politik vor allem die Stimmen durchsetzen, welche das Opfer und die Tat kleinreden während für die Täter oder ihre Gemeinschaft Entschuldigungen gesucht werden, wie etwa der ZdM, finde ich es angebracht zumindest in Blogform des Opfers zu gedenken.
Er starb nicht durch einen Unfall oder "außergewöhnliche Umstände" wie es in manchem anglo-amerikanischen Blatt heisst. Er wurde in herausragend grausamer Art und Weise umgebracht und dies war auch als Botschaft gemeint. Wer immer versucht, dies herunterzuspielen, der versündigt sich an diesem armen Mann. Sein Leid, die Qual und die Angst seiner letzten Augenblick verdienen Mitleid und Beachtung. Keine Verleumdung.
Seine Familie verdient Mitgefühl, Respekt und angesichts des Motives der Täter und seiner eigenen Tätigkeit auch die Unterstützung des englischen Staates. Die Tat hätte bei einem ehrlichen Umgang mit der Problematik verhindert werden können.
Tiefen Respekt verdienen all jene Menschen, die in der Annahme, ein Unfall sei geschehen helfen wollten und inesbesondere jene junge Frau, die sich dabei mutig den Mördern in den Weg stellte um danach noch Zeugen der anschließenden Schiesserei zwischen den Schlächtern und der Polizei zu beruhigen.
Ich werde des Trommlers Rigby am Sonntag gedenken und eine Kerze für ihn aufstellen. Möge er in Frieden ruhen.
Mittwoch, 22. Mai 2013
Tagesmeldungen - sieht noch jemand einen Zusammenhang?
Da haben wir zum Beispiel die Ermordung eines britischen Soldaten in unmittelbarer Nähe seiner Kaserne auf offener Strasse. Die BBC berichtet u.a. über Zeugenaussagen, welche die Täter in die Nähe der bekannten Täter rücken.
Randbemerkung: während ich den livestream der BBC ansehe äußert eine Kommentatorin: vielleicht könne man dieses Ereignis zu etwas Nützliches für die Gemeinschaft machen (to turn this happening to etwas useful for the community).
Sie wird daraufhin sofort von der Nachrichtensprecherin danach befragt und erzählt, wie toll nach 9/11 die Menschen zusammen gerückt seien und dies vielleicht auch jetzt die Menschen einander näher bringe.
Ich finde das zynisch.
Im Netz findet sich zudem ein Video des Täters, der mit blutverschmierten Händen und einem Messer in den Händen islamische Hassparolen und "Rechtfertigungen" in die Kamera ablässt. Ich verlinkte es mit Absicht nicht, es lässt sich schnell finden unter den Stichworten Woolwich und Terrorist.
Zweite Meldung: seit drei Tagen tobt im Stockholmer Stadteil Husby ein Strassenkampf zwischen Polizei und "Migranten". Unsere Presse verliert darüber kaum ein Wort, das Wallstreet Journal schreibt:
"mostly immigrants and refugees from Turkey, Lebanon, Syria and Somalia "
Und während der die Polizei interne Ermittlungen einleitet wegen des auslösenden tödlichen Schusses von Polizeibeamten auf einen jener Migranten während dessen versuchter Festnahme äußert Schwedens Ministerpräsident folgende bemerkenswerte Sätze:
Schweden sei "ein Land, das große Gruppen von Menschen aus anderen Staaten aufnimmt, und ich bin darauf stolz. (...)Jeder muss dafür Verantwortung übernehmen, dass wieder Ruhe einkehrt"
Das er somit die gesamte Gesellschaft anspricht, in einem Land, welches europaweit die höchste Vergewaltigungsrate hat - und jeder darf selbst nach Informationen über die dominierende Herkunft der Täter suchen (aber vorsicht, das Netz ist voll von den Berichten der Opfer und ihrer Vertreter, diese Geschichten können einem ans Herz gehen) - finde ich eine Schweinerei.
Mittlerweile steht nahezu fest, dass der Bombenleger vom Bonner Bahnhof auch für den Anschlag auf den Pro-NRW Chef Beisicht verantwortlich ist und es sich somit um einen Salafisten handelt. Gerade wer den General-Anzeiger, die Regionalzeitung von Bonn verfolgt wird sich vielleicht erinnern, wie oft versucht wurde, genau von dieser Schlussfolgerung wegzulenken.
Das erste Urteil im sogenannten Solinger Salafistenprozess wurde gesprochen. Ein Jahr auf Bewährung - Reue wurde wohl keine festgestellt, wohl aber eine plötzliche und schlagartige "Abkehr" von Gewalt. Das dies ausgemachter Humbug ist beweist Suleiman selbst. Er kommt zu spät zum Prozess, beklagt das ja er das Opfer sei und findet kein Wort der Entschuldigung oder Reue. Wohin diese Reise geht kann sich jeder ausmalen.
Ein Freund des Bostoner Bombenlegers Tamerlan Tsarnaev wurde in den USA bei einem Verhör gewaltätig. Da er, wie Tsarnaev Kampfsportler war, sahen sich die Beamten gezwungen auf ihn zu schiessen. Mit tödlichem Ausgang.
Und die Aktivistin Amina wurde in Kairouan, Tunesien, festgenommen, nachdem sie eine (fast) typische Femenaktion durchgeführt hatte und dabei von einem spontan zusammengekommenen Mob bedroht wurde. Der zuständige Polizeibeamte äußerte dabei Verständnis für die Einwohner.
Dies nur wenige Tage, nachdem sich Polizei und Soldaten eine Strassenschlacht mit Salafisten geliefert hatten.
Es gab noch einige mehr, meine Zeit, Energie und Nerven reichen momentan aber nicht für mehr.
Gleichzeitig wurde in Göttingen wiedermal von deutschen Tätern Gewalt ausgeübt. Allerdings anders als es die Presse gerne berichtet.
Angesichts der Omnipräsenz der NSU in unseren Medien (3 Täter und 10 Opfer - ohne Frage schlimm und ein Skandal) frage ich mich schon, wie solche Berichte bei der vielfachen Zahl an Tätern und Opfern unter "ferner liefen" abgebucht werden können.
Randbemerkung: während ich den livestream der BBC ansehe äußert eine Kommentatorin: vielleicht könne man dieses Ereignis zu etwas Nützliches für die Gemeinschaft machen (to turn this happening to etwas useful for the community).
Sie wird daraufhin sofort von der Nachrichtensprecherin danach befragt und erzählt, wie toll nach 9/11 die Menschen zusammen gerückt seien und dies vielleicht auch jetzt die Menschen einander näher bringe.
Ich finde das zynisch.
Im Netz findet sich zudem ein Video des Täters, der mit blutverschmierten Händen und einem Messer in den Händen islamische Hassparolen und "Rechtfertigungen" in die Kamera ablässt. Ich verlinkte es mit Absicht nicht, es lässt sich schnell finden unter den Stichworten Woolwich und Terrorist.
Zweite Meldung: seit drei Tagen tobt im Stockholmer Stadteil Husby ein Strassenkampf zwischen Polizei und "Migranten". Unsere Presse verliert darüber kaum ein Wort, das Wallstreet Journal schreibt:
"mostly immigrants and refugees from Turkey, Lebanon, Syria and Somalia "
Und während der die Polizei interne Ermittlungen einleitet wegen des auslösenden tödlichen Schusses von Polizeibeamten auf einen jener Migranten während dessen versuchter Festnahme äußert Schwedens Ministerpräsident folgende bemerkenswerte Sätze:
Schweden sei "ein Land, das große Gruppen von Menschen aus anderen Staaten aufnimmt, und ich bin darauf stolz. (...)Jeder muss dafür Verantwortung übernehmen, dass wieder Ruhe einkehrt"
Das er somit die gesamte Gesellschaft anspricht, in einem Land, welches europaweit die höchste Vergewaltigungsrate hat - und jeder darf selbst nach Informationen über die dominierende Herkunft der Täter suchen (aber vorsicht, das Netz ist voll von den Berichten der Opfer und ihrer Vertreter, diese Geschichten können einem ans Herz gehen) - finde ich eine Schweinerei.
Mittlerweile steht nahezu fest, dass der Bombenleger vom Bonner Bahnhof auch für den Anschlag auf den Pro-NRW Chef Beisicht verantwortlich ist und es sich somit um einen Salafisten handelt. Gerade wer den General-Anzeiger, die Regionalzeitung von Bonn verfolgt wird sich vielleicht erinnern, wie oft versucht wurde, genau von dieser Schlussfolgerung wegzulenken.
Das erste Urteil im sogenannten Solinger Salafistenprozess wurde gesprochen. Ein Jahr auf Bewährung - Reue wurde wohl keine festgestellt, wohl aber eine plötzliche und schlagartige "Abkehr" von Gewalt. Das dies ausgemachter Humbug ist beweist Suleiman selbst. Er kommt zu spät zum Prozess, beklagt das ja er das Opfer sei und findet kein Wort der Entschuldigung oder Reue. Wohin diese Reise geht kann sich jeder ausmalen.
Ein Freund des Bostoner Bombenlegers Tamerlan Tsarnaev wurde in den USA bei einem Verhör gewaltätig. Da er, wie Tsarnaev Kampfsportler war, sahen sich die Beamten gezwungen auf ihn zu schiessen. Mit tödlichem Ausgang.
Und die Aktivistin Amina wurde in Kairouan, Tunesien, festgenommen, nachdem sie eine (fast) typische Femenaktion durchgeführt hatte und dabei von einem spontan zusammengekommenen Mob bedroht wurde. Der zuständige Polizeibeamte äußerte dabei Verständnis für die Einwohner.
Dies nur wenige Tage, nachdem sich Polizei und Soldaten eine Strassenschlacht mit Salafisten geliefert hatten.
Es gab noch einige mehr, meine Zeit, Energie und Nerven reichen momentan aber nicht für mehr.
Gleichzeitig wurde in Göttingen wiedermal von deutschen Tätern Gewalt ausgeübt. Allerdings anders als es die Presse gerne berichtet.
Angesichts der Omnipräsenz der NSU in unseren Medien (3 Täter und 10 Opfer - ohne Frage schlimm und ein Skandal) frage ich mich schon, wie solche Berichte bei der vielfachen Zahl an Tätern und Opfern unter "ferner liefen" abgebucht werden können.
Montag, 13. Mai 2013
Die eigenen Probleme einordnen
Momentan geht es bei mir ziemlich drunter und drüber. Gesundheitlich, Arbeitsplatzmäßig, kaum Zeit mit der über alles geliebten Ehefrau und Sorge um ihre Gesundheit und ihr seelisches Wohlergehen.
Das belastet, vielleicht kennt das ja der ein oder andere Leser. Wenn es mir zu viel wird suche ich mir Stimmungsaufheller. Manchmal sehe ich mir ein paar Minuten Comedyshows an oder versuche mit Freunden zu plaudern, gehe extra lange mit den Hunden raus... sowas eben. Auch beten oder ein paar Minuten stille Aussprache in der Kirche oder ein paar ergreifende Choräle haben mir schon oft geholfen.
Momentan reicht mir das alles nicht. Was aber gut funktionierte waren die sogenannten "Homecoming surprises", Videos von Familien die aufnehmen, wie ein lange im Einsatz fern der Heimat festsitzendes Mitglied nach Hause kommt. Wer in die Augen von Kindern blickt die ihren "Daddy" oder "Mommy" oder "brother" oder "sister" nach Monaten (oder noch länger) endlich wieder sehen dürfen ahnt, wie diese unter dem Verlust gelitten haben. Tränen der Freude, des Glückes - wer da nicht wenigstens feuchte Augen bekommt, dem ist nicht zu helfen. Mir hilft das, selbst ehemaliger Soldat, mitzufühlen wie diese Männer und Frauen sich weit weg von der Heimat fühlen, oft in der Gefahr von Menschen, denen sie helfen wollen und sollen hinterrücks ermordet zu werden, leiden und welches Glück die gemeinsame Zeit mit den Kindern, der Frau, der Familie bedeutet.
Und dann bin ich wieder dankbar für jede Minute mit meiner Frau und jedes Lachen, dass wir teilen dürfen.
Glauben Sie mir nicht? Testen Sies, vielleicht fühlen Sie ähnlich.
Das belastet, vielleicht kennt das ja der ein oder andere Leser. Wenn es mir zu viel wird suche ich mir Stimmungsaufheller. Manchmal sehe ich mir ein paar Minuten Comedyshows an oder versuche mit Freunden zu plaudern, gehe extra lange mit den Hunden raus... sowas eben. Auch beten oder ein paar Minuten stille Aussprache in der Kirche oder ein paar ergreifende Choräle haben mir schon oft geholfen.
Momentan reicht mir das alles nicht. Was aber gut funktionierte waren die sogenannten "Homecoming surprises", Videos von Familien die aufnehmen, wie ein lange im Einsatz fern der Heimat festsitzendes Mitglied nach Hause kommt. Wer in die Augen von Kindern blickt die ihren "Daddy" oder "Mommy" oder "brother" oder "sister" nach Monaten (oder noch länger) endlich wieder sehen dürfen ahnt, wie diese unter dem Verlust gelitten haben. Tränen der Freude, des Glückes - wer da nicht wenigstens feuchte Augen bekommt, dem ist nicht zu helfen. Mir hilft das, selbst ehemaliger Soldat, mitzufühlen wie diese Männer und Frauen sich weit weg von der Heimat fühlen, oft in der Gefahr von Menschen, denen sie helfen wollen und sollen hinterrücks ermordet zu werden, leiden und welches Glück die gemeinsame Zeit mit den Kindern, der Frau, der Familie bedeutet.
Und dann bin ich wieder dankbar für jede Minute mit meiner Frau und jedes Lachen, dass wir teilen dürfen.
Glauben Sie mir nicht? Testen Sies, vielleicht fühlen Sie ähnlich.
Und für alle im Einsatz: Gott behüte und beschütze euch, schenke euch eine sichere Heimkehr und eure Lieben mögen euch bald wieder in die Arme schließen.
God bless you.
Dienstag, 7. Mai 2013
Richte nicht...
Die letzten Tage hatte ich gesundheitsbedingt viel Zeit (und wenig Lust) zu lesen. Die dominierenden Themen in den Nachrichtenblättern dieses Landes waren währenddessen: Fußball, Tappert, NSU und Syrien - in wechselnder Wichtung.
Heute meldete sich eine Betroffene im Fall Tappert, nämlich seine Frau. Sie stellte klar, dass der spätere Krimischauspieler mit 19 Jahren gezogen worden sei. Das dies bislang von keinem Redakteur erwähnt oder von Kritikern angesprochen wurde finde ich bezeichnend. In Details hält man sich vornehm zurück, in der Verurteilung keineswegs. So wurde über einen posthumen Entzug der Ehrenkommissar gesprochen, Wegbegleiter wenden sich öffentlich ab.
Der Grund: wird über die SS gesprochen zeichnen sich einer uniformierten Schlägertruppe ab, die zum härtesten und mitleidlosesten gehörte, was die vor sich hin revoluzernden Nazis zu bieten hatten. Denkt man an die SS nach der Machtergreifung kommen einem vor allem jene gewissenlosen Mörder vor Augen, die in verschiedenen KZs Menschen misshandelten und ermordeten wie man es vorher noch nicht gesehen hatte. Etwas eingelesene lassen dann noch marodierende und exekutierende Horden von handverlesenen Soldaten durch die eroberten und besetzten Gebiete toben.
All das entspricht leider auch der Wahrheit. Die frühen SS Leute waren buchstäblich treu bis in den Tod und von den Nazilehren überzeugt bis zum Fanatismus. Schon die Männer und Frauen der organisierten Menschenvernichtung sind aber keineswegs mehr jene "deutsch-arischen" Überzeugungstäter. Viele von ihnen hinterließen Dokumente, die sie in keinem besseren Licht als ihre Mitverbrecher dastehen ließen, aber durchaus darlegten, dass es hier weniger um Überzeugung als vielmehr Vergünstigungen und Karrierestreben ging.
Etwas genauer sollte man aber hinsehen, wenn es um die Soldaten der Waffen-SS in den 40er Jahren geht.
Nicht, dass die Anschuldigungen falsch wären: die Waffen-SS ist verantwortlich für unzählige Kriegsverbrechen, meist Exekutionen von Geiseln oder der Racheaktionen in französischen, italienischen u.v.a. anderen Dörfern. Es stimmt, dass sich i.d.R. in den Reihen der SS deutlich mehr "richtige" Nazis fanden, als irgendwo sonst.
Es stimmt aber auch, dass von den hunderttausenden Soldaten mit der doppelten Rune auf dem Kragenspiegel und der Tätowierung ein großer Teil nicht freiwillig in ihre Reihen aufgenommen wurde. Es gibt sogar SS-Einheiten, die sich aus (politischen) KZ-Häftlingen und disziplinarisch bestraften Wehrmachtssoldaten zusammen setzten. Wie viele Waffen-SS-Männer an Verbrechen beteiligt waren ist bis heute nicht ermittelbar. Diesen Männer also per se zu unterstellen, sie wären nicht nur Nazis sondern so begeistert von deren Wahnsinn, dass sie sich der größten Verbrechertruppe anschlossen um selbst solche Verbrechen zu begehen grenzt in meinen Augen an Verleumdung.
Es sagt mehr über diejenigen aus, die heute richten, als über all jene, über die gerichtet wird.
Und während man einen Toten posthum entehren will, darf ein Grass, der nach jahrelangem moralisieren zugab selbst bei der SS gewesen zu sein, Dinge schreiben, die so daneben und im unterton den Geschmack des Antijudaismus tragen. Solch einer wird weiter geehrt und verteidigt statt geächtet.
So macht man deutlich: vor den Moralgerichten dieser Gesellschaft geht es nicht um Taten und ihre Auswirkungen - es geht darum wer wird da beschuldigt.
Heute meldete sich eine Betroffene im Fall Tappert, nämlich seine Frau. Sie stellte klar, dass der spätere Krimischauspieler mit 19 Jahren gezogen worden sei. Das dies bislang von keinem Redakteur erwähnt oder von Kritikern angesprochen wurde finde ich bezeichnend. In Details hält man sich vornehm zurück, in der Verurteilung keineswegs. So wurde über einen posthumen Entzug der Ehrenkommissar gesprochen, Wegbegleiter wenden sich öffentlich ab.
Der Grund: wird über die SS gesprochen zeichnen sich einer uniformierten Schlägertruppe ab, die zum härtesten und mitleidlosesten gehörte, was die vor sich hin revoluzernden Nazis zu bieten hatten. Denkt man an die SS nach der Machtergreifung kommen einem vor allem jene gewissenlosen Mörder vor Augen, die in verschiedenen KZs Menschen misshandelten und ermordeten wie man es vorher noch nicht gesehen hatte. Etwas eingelesene lassen dann noch marodierende und exekutierende Horden von handverlesenen Soldaten durch die eroberten und besetzten Gebiete toben.
All das entspricht leider auch der Wahrheit. Die frühen SS Leute waren buchstäblich treu bis in den Tod und von den Nazilehren überzeugt bis zum Fanatismus. Schon die Männer und Frauen der organisierten Menschenvernichtung sind aber keineswegs mehr jene "deutsch-arischen" Überzeugungstäter. Viele von ihnen hinterließen Dokumente, die sie in keinem besseren Licht als ihre Mitverbrecher dastehen ließen, aber durchaus darlegten, dass es hier weniger um Überzeugung als vielmehr Vergünstigungen und Karrierestreben ging.
Etwas genauer sollte man aber hinsehen, wenn es um die Soldaten der Waffen-SS in den 40er Jahren geht.
Nicht, dass die Anschuldigungen falsch wären: die Waffen-SS ist verantwortlich für unzählige Kriegsverbrechen, meist Exekutionen von Geiseln oder der Racheaktionen in französischen, italienischen u.v.a. anderen Dörfern. Es stimmt, dass sich i.d.R. in den Reihen der SS deutlich mehr "richtige" Nazis fanden, als irgendwo sonst.
Es stimmt aber auch, dass von den hunderttausenden Soldaten mit der doppelten Rune auf dem Kragenspiegel und der Tätowierung ein großer Teil nicht freiwillig in ihre Reihen aufgenommen wurde. Es gibt sogar SS-Einheiten, die sich aus (politischen) KZ-Häftlingen und disziplinarisch bestraften Wehrmachtssoldaten zusammen setzten. Wie viele Waffen-SS-Männer an Verbrechen beteiligt waren ist bis heute nicht ermittelbar. Diesen Männer also per se zu unterstellen, sie wären nicht nur Nazis sondern so begeistert von deren Wahnsinn, dass sie sich der größten Verbrechertruppe anschlossen um selbst solche Verbrechen zu begehen grenzt in meinen Augen an Verleumdung.
Es sagt mehr über diejenigen aus, die heute richten, als über all jene, über die gerichtet wird.
Und während man einen Toten posthum entehren will, darf ein Grass, der nach jahrelangem moralisieren zugab selbst bei der SS gewesen zu sein, Dinge schreiben, die so daneben und im unterton den Geschmack des Antijudaismus tragen. Solch einer wird weiter geehrt und verteidigt statt geächtet.
So macht man deutlich: vor den Moralgerichten dieser Gesellschaft geht es nicht um Taten und ihre Auswirkungen - es geht darum wer wird da beschuldigt.
Mittwoch, 1. Mai 2013
Toleranzedikt - Märtyrer
Gestern jährte sich zum 1702 mal der Jahrestag des Toleranzediktes, welches 311, von allen vier Regenten unterzeichnet, im heutigen Izmit (Türkei), damals Nikomedia, ausgerufen wurde. Damit endete die Christenverfolgung im römischen Reich, leider bis zum heutigen Tag nicht die Christenverfolgung allgemein. Die ersten Christen, die im Reich so vieles erlitten haben wurden damit zum Fundament einer Gemeinde, die bis heute bestehen durfte und, so Gott will, noch lange bestehen wird.
Leider scheint dieses Ereignis heute in Vergessenheit geraten zu sein.
Dagegen wird die Motivation dazu unter Historikern anhaltend diskutiert. War es eine Besinnung des Augustus Galerius kurz vor seinem durch Krebs verursachten Tod, war es ein politischer Schachzug? War es ein göttliches Eingreifen, wie es viele damalige Christen sahen?
Was immer es war, ich finde, ein Moment um an diejenigen zu denken, die für ihren Glauben einen qualvollen und nicht selten demütigen Tod fanden, nicht selten zuvor gefoltert, vergewaltigt oder versklavt wurden - diesen Moment sollte man sich Zeit nehmen. Das sind wir ihnen schuldig. Sowohl denen, die wir heute namentlich verehren, jenen, die wir zwar kennen aber kaum noch anrufen und vor allem jenen unzähligen, deren Namen und Schicksal wir niemals genau kennen lernen werden.
Randnotiz: ausgerechnet in der Türkei liegt ein Ort, in welchem das Ende der Christenverfolgung verkündet wurde. In jenem Land fanden vor wenigen Tagen eine Reihe von Kundgebungen statt, die an den Völkernmord an den christlichen Armeniern und Assyrern erinnern sollten, der vor 98 Jahren geschah. Bis heute sind die Zustände für Christen nichts anderes als eine Unterdrückung, Diskriminierung und der Versuch, sie auszulöschen.
Und just vor vier Tagen griff ein Mob eine Gemeinde in Istanbul an.
Leider scheint dieses Ereignis heute in Vergessenheit geraten zu sein.
Dagegen wird die Motivation dazu unter Historikern anhaltend diskutiert. War es eine Besinnung des Augustus Galerius kurz vor seinem durch Krebs verursachten Tod, war es ein politischer Schachzug? War es ein göttliches Eingreifen, wie es viele damalige Christen sahen?
Was immer es war, ich finde, ein Moment um an diejenigen zu denken, die für ihren Glauben einen qualvollen und nicht selten demütigen Tod fanden, nicht selten zuvor gefoltert, vergewaltigt oder versklavt wurden - diesen Moment sollte man sich Zeit nehmen. Das sind wir ihnen schuldig. Sowohl denen, die wir heute namentlich verehren, jenen, die wir zwar kennen aber kaum noch anrufen und vor allem jenen unzähligen, deren Namen und Schicksal wir niemals genau kennen lernen werden.
| Gustav Dore - Die christlichen Märtyrer |
Randnotiz: ausgerechnet in der Türkei liegt ein Ort, in welchem das Ende der Christenverfolgung verkündet wurde. In jenem Land fanden vor wenigen Tagen eine Reihe von Kundgebungen statt, die an den Völkernmord an den christlichen Armeniern und Assyrern erinnern sollten, der vor 98 Jahren geschah. Bis heute sind die Zustände für Christen nichts anderes als eine Unterdrückung, Diskriminierung und der Versuch, sie auszulöschen.
Und just vor vier Tagen griff ein Mob eine Gemeinde in Istanbul an.
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