Wer es noch nicht weiß, Kirche in Not hat neben den Spendenmöglichkeiten auf ihrer Internetseite auch einen Shop mit sehr lesenswerten Broschüren, Einführungen, Gebetskarten uvm.
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Mittwoch, 23. Dezember 2015
Syrer sagen Danke, Video der "Kirche in Not" aus Syrien
Kirche in Not kann man gar nicht genug loben. Sie helfen körperlich, seelisch und geistig.
Wer es noch nicht weiß, Kirche in Not hat neben den Spendenmöglichkeiten auf ihrer Internetseite auch einen Shop mit sehr lesenswerten Broschüren, Einführungen, Gebetskarten uvm.
www.kirche-in-not.de
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Samstag, 21. November 2015
Betend den Gang der Geschehnisse zu erwarten - darf ein Christ sich verteidigen?
Der Papsttreue Blog hat einen meiner Artikel besprochen. Dazu komme ich später nochmal.
Darunter jedoch meldete sich ein Andreas zu Wort:
Und unter Notwehr:
Die Passage lohnt auch weiter zu lesen, denn was dem zu unrecht brutalen Knecht passiert wenn der Herr nach Hause zurückkehrt passt so unkritisiert sondern als normal hingestellt ebenfalls nicht zum "nehmts hin" Fatalismus.
Darunter jedoch meldete sich ein Andreas zu Wort:
Was also hat der Katechismus so zu sagen.
"1909 Zum Gemeinwohl gehört schließlich der Friede, das heißt die Dauerhaftigkeit und Sicherheit einer gerechten Ordnung. Es setzt somit voraus, daß die Autorität durch rechte Mittel die Sicherheit der Gesellschaft und deren Glieder gewährleistet. Es begründet das Recht auf persönliche und kollektive Selbstverteidigung."
Und unter Notwehr:
2263 Die Notwehr von Personen und Gesellschaften ist keine Ausnahme vom Verbot, einen Unschuldigen zu töten, also einen willentlichen Mord zu begehen. „Aus der Handlung dessen, der sich selbst verteidigt, kann eine doppelte Wirkung folgen: die eine ist die Rettung des eigenen Lebens, die andere ist die Tötung des Angreifers" (Thomas v. A., s. th. 2-2, 64, 7). Nur die eine Wirkung ist gewollt, die andere nicht.2264 Die Liebe zu sich selbst bleibt ein Grundprinzip der Sittenlehre. Somit darf man sein eigenes Recht auf das Leben geltend machen. Wer sein Leben verteidigt, macht sich keines Mordes schuldig, selbst wenn er gezwungen ist, seinem Angreifer einen tödlichen Schlag zu versetzen:„Wenn jemand zur Verteidigung des eigenen Lebens größere Gewalt anwendet als nötig, ist das unerlaubt. Wenn er die Gewalt aber mit Maß zurückstößt, ist die Verteidigung erlaubt ... Es ist zum Heil nicht notwendig, auf den Akt des maßvollen Schutzes zu verzichten, um die Tötung des anderen zu vermeiden; denn der Mensch ist mehr gehalten, für das eigene Leben als für das fremde Leben zu sorgen" (Thomas v. A., s. th. 2-2, 64, 7).2265 Die Notwehr kann für den, der für das Leben anderer oder für das Wohl seiner Familie oder de Gemeinwesens verantwortlich ist, nicht nur ein Recht, sondern eine schwerwiegende Verpflichtung sein.
Was die katholische Kirche also zur Selbsverteidigung zu sagen hat, ist somit klar.
Ja, das geht.
Aus Sicht unserer Kirche muss sich also niemand hinknien und hoffen, dass es schnell geht (und i.d.R. enttäuscht werden). Ich hoffe, bereits an dieser Stelle Andreas abgebracht zu haben, die Angehörigkeit zum Christentum zu bezweifeln, wenn es denn schon die Kirche nicht tut sondern das Gegenteil.
Aber zur Bibel: ich bin wahrlich kein Bibelkenner noch Theologe - vielleicht finde ich es daher immer ein wenig vermessen, wenn mir jemand, den ich nicht kenne oder von dem ich weiß, dass für ihn das gleiche gilt zum Bibelzitateduell auffordert.
Aber schon als kleine Junge fielen mir zwei Dinge auf und verhafteten:
Und siehe, einer aus denen, die mit Jesus waren, reckte die Hand aus und zog sein Schwert aus und schlug des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm ein Ohr ab.Matthäus 16,51
Er zog sein Schwert. Das kommt jetzt nicht aus dem Nichts. Jesus muss es gesehen oder wenigstens gewusst haben. Und er hat seine Jünger nicht angewiesen, es zu zerstören. In der antiken Welt der Gewalt und in einer Gesellschaft, der Gewalt und Krieg nicht fremd waren (s. AT - ich hoffe, ich muss hier nicht die vielen, vielen Hinweise auf sanktionierte Gewalt wiederholen), trugen die Jünger Jesu offensichtlich auch Waffen mit sich. Keine Kleinigkeit im römischen Judäa.
Aber damit nicht genug:
(...) denn wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen. Oder meinst du, daß ich nicht könnte meinen Vater bitten, daß er mir zuschickte mehr denn zwölf Legionen Engel?Matthäus 26,52
Für das Szenario: wir stehen mitsamt unserer Familie kurz vor der Exekution ist dies relevant. Das Argument lautet nicht: "sich wehren ist böse". Es lautet, wer das Schwert nutzt, stirbt dadurch. Wer in den Lauf eines Gewehres blickt wird auf die Aussage: du darfst dich nicht verteidigen, weil derjenige, der zur Waffe greift durch diese umkommt etwas irritierend finden.
Der nachgestellte Satz macht deutlich: der Jünger verteidigt nicht sich, sondern Jesus - und Jesus will nicht verteidigt werden. Er verweist auf seine eigene Wehrhaftigkeit, die er aber angesichts des vorgesehenen Verlaufes nicht nutzt.
Der nicht zitierte Satz lautet: "Steck dein Schwert weg".
Nicht "wirf es weg" oder "zerstöre es" oder "du verstößt gegen meine Lehren und bist hiermit aus dem Kreis meiner Schüler hinausgeworfen". Und dabei hatten sie das Thema Schwerter ja bereits im Kreis der Jünger.
Und er sprach zu ihnen: So oft ich euch ausgesandt habe ohne Beutel, ohne Tasche und ohne Schuhe, habt ihr auch je Mangel gehabt? Sie sprachen: Niemals. Da sprach er zu ihnen: Aber nun, wer einen Beutel hat, der nehme ihn, desgleichen auch die Tasche; wer aber nichts hat, verkaufe sein Kleid und kaufe ein Schwert. Denn ich sage euch: Es muß noch das auch vollendet werden an mir, was geschrieben steht: "Er ist unter die Übeltäter gerechnet." Denn was von mir geschrieben ist, das hat ein Ende. Sie sprachen aber: HERR, siehe, hier sind zwei Schwerter. Er aber sprach zu ihnen: Es ist genugLukas 22:35
Die Stelle ist nicht unumstritten und wird pazifistisch eher interpretiert als: die Jünger haben falsch gelegen und der Kauf der Schwerter war nicht, was Jesus meinte. Daher die knappe Antwort. Ich sehe das anders, denn für mich sind die Worte: "Nehmt eure Beutel oder verkauft eure Kleidung und kauft ein Schwert" kaum als Gleichnis zu erkennen und schon gar nicht ohne den sonst üblichen Rahmen.
Ich verstehe die Reaktion eher als die des Mitleides mit seinen Jüngern, als die der Frustration des Menschen Jesus über das Schicksal seiner Gefolgschaft.
Die hatte er an anderer Stelle bereits verkündet:
Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen sei, Frieden zu senden auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert.Matthäus 10,34
Bei Lukas wird Zwietracht als Kontrast zum Frieden genannt. In beiden Fällen ist aber die Zukunft eindeutig: kein Friede - aber auch keine Aufforderung zur Selbstopferung, genauwenig wie zur gewaltsamen Übernahme. Zu Extremen wird hier nicht aufgefordert - lediglich festgestellt, dass die Realität der Zukunft nicht friedlich sein wird.
Nicht zu vergessen, dass er auch nie etwas gegen den Schutz der eigenen Besitztümer sagte - also Maßnahmen gegen Einbrecher und Kriminelle im Sinne des Selbstschutzes.Das sollt ihr aber wissen: Wenn der Hausvater wüßte, welche Stunde der Dieb kommen wollte, so würde er ja wachen und nicht in sein Haus brechen lassen.Matthäus 24:43
Die Passage lohnt auch weiter zu lesen, denn was dem zu unrecht brutalen Knecht passiert wenn der Herr nach Hause zurückkehrt passt so unkritisiert sondern als normal hingestellt ebenfalls nicht zum "nehmts hin" Fatalismus.
Und zu guter letzt: wer sich etwas mit Geschichte oder christlich-jüdischer Theologie auseinander setzt, wird auf die Problematik der Übersetzung stoßen - und das gilt auch für die 10 Gebote. Das sechste Gebot wird zu deutsch, unser Dank dafür an Herrn Luther, mit "Du sollst nicht töten" übersetzt. In der Tora steht jedoch "Morde nicht!". Ohne die Wortklauberei moderner Juristen zu bemühen dürfte hier der Unterschied auffallen. Auch das hebräische kennt das allgemeinere "töten", welches bspw. das Schlachten von Vieh, Töten im Kampf oder Notwehr u.ä. beinhaltet. Mord hingegen ist genau das. Kein Duell, keine Hinrichtung eines Verurteilten.
Wie gesagt, ich bin kein Theologe und ob ich mit meinen Interpretationen richtig liege, sei dahingestellt. Ich verzichte auf die in Kirchenschriften zu findenden Verweise auf den Respekt gegenüber dem eigenen Leben und der Nützlichkeit für andere als Hintergrund der Notwehr.
Für mich steht dank Katechismus und besagter Stellen fest: ich muss weder mich umbringen lassen, noch bei tatenlos zusehen.
Und ich bin als Christ alles andere als verpflichtet, den Weg der Märtyrer zu gehen. Diese haben meine tiefste Verehrung, mein staunendes Bewundern (so sie freiwillig diesen Weg gingen) und mein tiefstes Mitleid. Aber ich weiß: ich werde mich ihnen nicht zugesellen. Ich bin dafür einerseits zu feige und andererseits sehe ich mich zu sehr in der Verantwortung meiner Familie gegenüber.
Und ehrlich gesagt: Familienväter, die nicht aufstehen und versuchen ihre Kinder und ihre Frau zu retten.... naja, lassen wir das.
Freitag, 8. März 2013
Details zum Kirchenhass
Vor nicht allzulanger Zeit hat Ihre Exzellenz Erzbischof Müller in einem Interview mit der Zeitung "Welt" auf die Frage des Journalisten:
"Francis Kardinal George, schwer krank und verbittert über die Kirchenpolitik Obamas, sagt in Chicago, dass er wohl im Bett sterben werde, sein Nachfolger vielleicht im Gefängnis und dessen Nachfolger drohe eine Ermordung. Teilen Sie diese Skepsis?"
geantwortet:
"Gezielte Diskreditierungskampagnen gegen die katholische Kirche in Nordamerika und auch bei uns in Europa haben erreicht, dass Geistliche in manchen Bereichen schon jetzt ganz öffentlich angepöbelt werden. Die daraus entstandene Stimmung sieht man in vielen Blogs. Auch im Fernsehen werden Attacken gegen die katholische Kirche geritten, deren Rüstzeug zurückgeht auf den Kampf der totalitären Ideologien gegen das Christentum. Hier wächst eine künstlich erzeugte Wut, die gelegentlich schon heute an eine Pogromstimmung erinnert."
Danach brach eine Welle der Entrüstung der (Selbst)Gerechten über den Erzbischof wie die Kirche herein. Allen voran unsere Justizministerin, die bewies, wie wenig Ahnung von Geschichte und / oder Sprache sie besitzt. Sie brach den Satz "Hier wächst eine künstlich erzeugte Wut, die gelegentlich
schon heute an eine Pogromstimmung erinnert." herunter auf "Pogrom" und verband dieses Wort ausschließlich mit Holocaust, was sie schwer kritisierte.
Dem schlossen sich dann umgehend andere Politiker an.
Unsere Medien berichteten über die Kritik an der Kritik natürlich deutlich ausführlicher, als über das Interview selbst und die meisten von ihnen sahen sich auch nicht genötigt, Hintergrundinformationen zu recherchieren oder zu geben, welche die Aussagen des Erzbischofs abklopften. Statt dessen wurde lieber die Person selbst thematisiert, wie in diesem Artikel der "Welt". Ohne zu prüfen worüber er sprach, wird der Mensch Müller als bewusster Provokateur bezeichnet. Als jemand der lügt oder zumindest übertreibt um abzulenken von den eigenen Fehlern.
Anders sehen dies zumindest teilweise aber die angeblich so Vergessenen.
Dabei gibt es guten Grund zur Äußerung der Sorge. Die Frage des Journalisten bezog sich auf eine Äußerung Ihrer Eminenz Kardinal George, der wiederum über Probleme mit der neuen Gesetzgebung der Obama-Regierung in den USA sprach. Dabei geht es u.a. darum, dass Obama katholische Kliniken zwingen will, Verhütungs- und Abtreibungsmittel auszugeben sowie Abtreibungen vorzunehmen. Dazu kommt die Verpflichtung, auch katholische Arbeitgeber müssten zukünftig Verhütungsmittel ihrer Angestellten mitbezahlen. Manch ein Leser mag dies nicht als Problem sehen, im Klartext heisst dies aber, dass die Religionsfreiheit abgeschrieben werden muss.
Und nicht nur dies. Hierzulande wird gerne über die Skandale in katholischen Krankenhäusern berichtet, dabei so getan, als seien die Ärzte alle bereit Abtreibungen vorzunehmen, würden aber von der Kirche mit Entlassungsdrohungen daran gehindert. Fakt ist, es gibt eine große Zahl an Ärzten, die sich gegen Abtreibungen ohne Not aussprechen, darunter etwa der Verein Ärzte für das Leben. Ebenso verhält es sich bei OP- bzw. Krankenschwestern, wie dieser sehr eindrückliche Artikel nahelegt, der auch zugleich die probelamtische Politik Obamas an den Tag bringt, ebenso wie die Tatsache, dass dies nicht "nur" Katholiken trifft.
Kurzum, Menschen, die Abtreibungen als Mord ansehen oder seelisch allgemein nicht verkraften können sollen nun gezwungen werden, an Abtreibungen teilzunehmen, oder sie verlieren ihren Job. Im Staatsdienst zu arbeiten schließt sich zudem ebenfalls dann für sie aus.
Vor diesem Hintergrund und der Berichterstattung der zumeist obamafreundlichen Medienwelt der USA entstanden die Äußerungen Kardinal Georges.
Und bei uns?
Das neue Portal der "Kirche in Not" zur Christenverfolgung fasst jetzt erstmals Vorkomnisse in Deutschland und Europa zusammen und kommt auf ein ziemlich dunkles Ergebnis. 2012 kommt ihre Zählung auf 67 Vorfälle des Christenhasses. Ich persönlich vermute, ähnlich wie Josef Bordat, dass die Messlatte, um in diese Zählung aufgenommen zu werden, recht hoch ist. Wenn ich allein die mir bekannt gewordenen Fälle von Brandstiftungen an Kirchen zähle komme ich bereits auf die Hälfte der angebenen Zahl. Dabei sind die von Erzbischof Müller angesprochenen Pöbeleien gegen Geistliche und die wirklich teilweise erschreckenden Forderungen in Blogs und Foren nicht mal angedacht.
Und während auf der anderen Seite um mehr "Kultursensibilität" geworben wird, wiegeln Medien und Politiker diese Probleme einfach ab, beachten sie nicht. Das gilt auch und besonders in Bezug auf die Situation der Christen in islamischen ind kommunistischen Ländern. Hier machen sich unsere Medien zu Mittätern, indem sie schweigen oder relativieren. Wer außer dem Blog Kopten Ohne Grenze berichtet denn hierzulande über die fast täglichen Angriffe, Belagerungen und Zerstörungen koptischer Kirchen und Gemeinden?
Mitunter habe ich auch den Verdacht, es wird gezielt das Motiv vertuscht. Etwa im Fall von Alan Greaves oder zweier in New Jersey getöteter Kopten.
Mitunter habe ich auch den Verdacht, es wird gezielt das Motiv vertuscht. Etwa im Fall von Alan Greaves oder zweier in New Jersey getöteter Kopten.
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Ist das wirklich so? Muss man phlegmatisch hinnehmen, seine Familie und sich selbst abschlachten zu lassen, womöglich vorher noch zuzusehen, wie Frau und Töchter, wie man aus Syrien hört des öfteren auch die Söhne vergewaltigt werden?
Die Aufforderung, anhand der Bibel zu widerlegen um "Vereinbrkeit mit dem Christentum" zu beweisen, finde ich fragwürdig. Denn dort findet sich auch nichts von "kniet euch nieder, seht euren Liebsten und Nächsten in ihrem Leid zu und dann empfangt einen grausamen Tod" - was Andreas aber scheinbar aus der vehementen Aufforderung Frieden zu halten und zu suchen ableitet.
Reichlich Gelegenheit hatten Paulus und Petrus so etwas zu schreiben, denn die Urchristen wurden verfolgt, und zwar gnandenlos. Die Hinrichtungen waren vor allem eines: grausam. Hier hätten Paulus und Petrus Lehren können: so ist das, nehmts hin und wehrt euch nicht. Das taten sie nicht. Und dennoch hat sich die Urgemeinde kaum (!) gewehrt - es hätte ihnen auch nichts genutzt. Sie wurden zu Märtyrern. Das aber wiederum ist nirgendwo von Jesus oder seinen Jüngern gefordert worden. Er ist das Lamm, er war vorherbestimmt einen grausamen Tod für uns zu sterben, nicht andersherum.
Daher verweigere ich mich vorerst, und liefere in den ersten Abschnitten den Teil, der Katholiken von Protestanten unterscheidet (oder unterscheiden sollte). Neben dem Wort steht die Tradition, die Lehre.