In den USA hat die Obama-Regierung bzw. deren Justizministerium, welches unter Obama einen deutlichen Kurswechsel zu verzeichnen hat, nun Klage gegen den Bundesstaat North Carolina wegen Verstoßes gegen das Anti-Diskriminierungsgesetz.
Was war passiert? North Carolina hat per Gesetz den Menschen vorgeschrieben jene öffentlichen Toiletten zu benutzen, die mit dem eingetragenen Geschlecht in ihrer Geburtsurkunde übereinstimmen.
Dies wäre eine Gefährdung der Transgenderleute - sie würden sexuellen Übergriffen ausgesetzt., behauptet u.a. das Justizministerium der USA. Diese Diskussion ist in den USA nun kontrovers geführt worden und eskaliert derzeit. Dabei wurde u.a. angeführt und ignoriert, dass diese Behauptung Millionen von Menschen zu Sextätern machte - so als würde in den öffentlichen Toiletten eine Stimmung sexueller Gewalt leben, die nur darauf wartet, dass jemand eine Kabine in der falschen Kleidung betritt. Natürlich geht es hierbei eigentlich um Männer und dementsprechend um jene Umgewandelten, die sich als Frau geben oder als solche leben.
Was es allerdings weit häufiger gibt, sind sogenannte Spanner, die mitunter persönlich, oft aber mittels angebrachter Kameras eine Toilette, Dusche oder Sauna beobachten um sich ihre persönliche Befriedigung durch den Anblick der nichtsahnenden Opfer zu holen. Und Pädophile, die sich Kindern nähern und sie unsittlich berühren oder verwundbare Momente für Schlimmeres nutzen (Beispiele aus dem anglo-amerikanischen Raum und aus Deutschland bzw. Österreich). Öffentliche Toiletten sind oft Tatort solcher Vorfälle
Das ist der Hintergrund, warum North Carolina besorgter darüber ist, dass Perverse die Möglichkeit ausnutzen, sich ihre Toilette auszusuchen als die zudem bislang ohne Beispiele vorgebrachte Behauptung, Transgender würden einer Gefahr ausgesetzt. Darüber hat die Regierung erst mit Entzug der Förderungsgelder für die Universitäten und kulturellen Einrichtungen gedroht (was ihr gar nicht zusteht) worauf North Carolina den Bundesstaat verklagte (was hierzulande wenig berichtet wurde) und nun hat das Justizministerium Anzeige gegen NC eingereicht (was breit berichtet wird).
Ich persönlich habe zu Studiumszeiten mehrfach die Erfahrung gemacht, dass eine junge Dame ungeniert in die Herrentoilette kam, weil vor der weiblichen Entsprechung eine Schlange stand. Während aber dort eine Reihe von Pissoirs steht und man, wie bei diversen Freilufteinrichtungen, erwartet, dass die Herren dort mit ihrem besten Stück in der Hand klaglos hinnehmen, dass auch mal eine Frau oder ein Kind vorbeigeht und Dinge sieht, die auch heute noch eigentlich der Schamhaftigkeit unterliegen, sind die Damenklos trotz höherer Frequentierung nicht auf auf Quantität sondern Intimität ausgelegt - also alle in Kabinen.
Und nein, das soll nicht verschweigen, dass es auch echte Ferkel gibt, die sich nicht zu schade sind, irgendwo "wild zu pinkeln" oder Perverse die ihr "bestes" Stück präsentieren, ob frau und kind will oder nicht.
Nie aber wurde in meiner Anwesenheit eine Frau, und kam sie noch so aufreizend gekleidet herein (Studentinnen in der Sommerzeit in alten Schlössern oder 70er-Jahre-Bauten setzen nicht zwangsläufig auf Körperbedeckung, was ihnen unbenommen sei und hier lediglich wegen des Kontextes erwähnt wird), Opfer sexueller Übergriffe. Bis auf ein einziges Exemplar war es eher umgekehrt, dass die anwesenden Herren sich oft peinlich berührt gaben und plötzlich vor unangenehmen Folgen (Verkrampfung in just diesem Moment....) standen, meist eifrig bemüht mit ihrem Körper abzuschirmen, was die junge Frau nicht sehen sollte.
Vielen aber war es völlig egal. Lediglich der Versuch einer jungen, stark angetrunkenen Frau, ihrerseits ein Pissoir zu nutzen (die Kabinen waren alle besetzt) führte zu generell verdutzten Blicken und einer Reihe von Lachern - und ein oder zwei die lieber die Räumlichkeiten verließen.
So unangenehm oder vulgär dieses Thema und die Erzählungen sind, sie illustrieren, dass hier etwas zu einem Problem gemacht wird, was keines ist, während ein existierendes ausgeblendet wird. Wir sprechen eben nicht über Strafanstalten, in denen Menschen mit einem hohen Gewaltpotential, niedriger Hemmschwelle und möglicherweise Erfahrung in sexueller Kriminalität teilweise auf Jahre ausschließlich mit Vertretern ihres eigenen Geschlechtes eingesperrt werden. Die Gefahr für Transgender in diesem Fall ist unbestritten - auch in North Carolina.
Wir sprechen hier über reguläre Toiletten und eine doch recht überschaubare Zahl an Personen, die ihr Geschlecht ändern und/oder anders empfinden. Die Verbrechen, die dort geschehen werden durch erleichterten Zugang zu sonst vor allem für Männer gesperrte Räume gefördert, während die behaupteten Verbrechen faktisch nicht existieren. Und während man kein Problem hat vor allem allen Männern erstmal die Neigung zu Sexualverbrechen anzudichten ist dies im Falle echter oder vorgetäuschter Transgender scheinbar jenen Kreisen undenkbar. Die Diskriminierung liegt hier also eher auf Seiten der Masse.
Schade das dieses unsinnige Thema dazu führte, dass Unterhaltungsgrößen wie Bruce Springsteen und der Cirque du Soleil ihre Auftritte in diesem Bundesstaat mit mehreren Millionen Einwohnern absagten. Sie glauben damit ein Zeichen zu setzen, in Wirklichkeit bestrafen sie ihr Publikum, die mit der Sache vermutlich gar nichts zu tun haben. Solidarität sieht anders aus.
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Mittwoch, 11. Mai 2016
Donnerstag, 5. Mai 2016
Trump oder Clinton
Momentan fragen mich viele Leute, mit denen ich diskutiere oder die meine Ansichten kennen, ob ich nun zufrieden wäre, da Trump der Kandidat würde (und nunmehr ist), den die Republikaner in den USA als Kandidaten aufstellen.
Meine Antwort lautet: Nein. Ich kann mir keinen größeren Aufschneider vorstellen, keinen widerlicheren Schmutzwerfer, kein solches Großmaul und kaum einen unberechenbareren Menschen als Trump.
Ich hatte auf Carly Fiorina gehofft. Eine vernünftige Frau, die ebenso zuhören kann wie Entscheidungen nach eingehender Beratung treffen. Sie wurde nie laut, nie unverschämt. Sie hat Würde und Verantwortungsbewusststein. Leider ist sie schon in der zweiten Runde ausgeschieden.
Auch mit Ben Carson hätte ich gut leben können. Ein ebenso leise und bescheiden auftretender wie mitfühlender Mensch.
Unter den "wenigen" Kandidaten" der Demokraten gab es keinen und Clinton ist für mich eine Verbrecherin und Lügnerin der schlimmsten und gefährlichsten Sorte.
Auf die Frage, ob ich nun zufrieden bin muss ich antworten: Nein, diesmal habe ich Angst, was aus den USA wird. Sie wählen zwischen Pest und Cholera.
Meine Antwort lautet: Nein. Ich kann mir keinen größeren Aufschneider vorstellen, keinen widerlicheren Schmutzwerfer, kein solches Großmaul und kaum einen unberechenbareren Menschen als Trump.
Ich hatte auf Carly Fiorina gehofft. Eine vernünftige Frau, die ebenso zuhören kann wie Entscheidungen nach eingehender Beratung treffen. Sie wurde nie laut, nie unverschämt. Sie hat Würde und Verantwortungsbewusststein. Leider ist sie schon in der zweiten Runde ausgeschieden.
Auch mit Ben Carson hätte ich gut leben können. Ein ebenso leise und bescheiden auftretender wie mitfühlender Mensch.
Unter den "wenigen" Kandidaten" der Demokraten gab es keinen und Clinton ist für mich eine Verbrecherin und Lügnerin der schlimmsten und gefährlichsten Sorte.
Auf die Frage, ob ich nun zufrieden bin muss ich antworten: Nein, diesmal habe ich Angst, was aus den USA wird. Sie wählen zwischen Pest und Cholera.
Dienstag, 22. März 2016
Weiße Dominanz? Weiße Idiotie
Wer schon einmal ein Seminar über Kolonialismus besucht hat, sei es in der Germanistik oder anderen wunderbaren Fächern, der wird erfahren haben, wie schlimm der "weiße Mann" ist. Dies kann man auch in unzähligen Internetseiten nachlesen, in denen festgeschrieben ist, dass alle Weißen Rassisten sein müssen und nur Weiße rassistisch sein können, weil sie "an der Macht" sind.
So jetzt auch gerade wieder zu sehen. Der Fall "Lexi" in den USA. Ein Mädchen wird von der Familienbehörde ihrer Mutter weggenommen. Der Hintergrund: die Mutter ist schwer Drogenabhängig, kann sich selbst nicht versorgen und darunter litt auch das kleine Kind. Mit etwas über einem Jahr wird es zu einer Pflegefamilie gegeben und wächst dort umgeben von neuen Geschwistern, Onkeln und Tanten in einer idyllischen Siedlung auf.
Wo da der Rassismus ist? Lexi ist zu 1,5% amerikanische Ureinwohnerin. Einer ihrer Vorfahren war ein Choctaw, landläufig als Indianer bezeichnet. Diese haben innerhalb der USA Sonderrechte. So haben sie Entscheidungshoheit über Kinder, die zu ihren jeweiligen Stämmen gehören. Jeder Stamm hat seine eigene Organisationsform, oft handelt es sich aber um eine Art Ältestenrat, der zusammenkommt und berät. In diesem Fall wurde nach 5 Jahren, in denen Lexi in ihrer Pflegefamilie aufwuchs und die Adoption aufgrund des "Ureinwohnerblutes" verweigert wurde, entschieden, das Kind zu Verwandten des kriminellen Vaters zu geben - angeheirateten Verwandten. Die selbst ebenfalls keine Choctaw sind.
Jeder gesunde Menschenverstand würde wohl sagen, das Kind, welches sich heftig gegen die Umsetzung wehrte und seine Familie offensichtlich ebenso liebt, wie diese sie, aus seiner gewohnten Umgebung zu reißen würde die kleine Seele schädigen. Aber da es sich hier um einen Fall einer weißen Familie gegen eine Entscheidung eines Ureinwohnervolkes handelt, rückte gestern dort die Behörde an, nahm das Kind unter heftigen Protesten an sich und brachte das weinende Bündel Elend nach Utah.
Wer nicht glauben möchte, dass es hier um "Rassen" gehe, der lese sich bitte die entsprechenden Gesetze selbst durch. Sie sind z.T. seit den 70ern in Kraft und sollen den Ureinwohnern das Überleben ihrer "Art" und Kultur garantieren.
Und wen dabei die Wut überkommt: immer daran denken: nur Weiße sind rassistisch und die Gesetze sind nur für sie da...
Meine Gebete sind mit bei dem Kind und seiner Familie, dass schnellstmöglich ein Einsehen einzieht, und auch wenn es eine schreckliche Geschichte ist, bald eine Wiedervereinigung ansteht.
So jetzt auch gerade wieder zu sehen. Der Fall "Lexi" in den USA. Ein Mädchen wird von der Familienbehörde ihrer Mutter weggenommen. Der Hintergrund: die Mutter ist schwer Drogenabhängig, kann sich selbst nicht versorgen und darunter litt auch das kleine Kind. Mit etwas über einem Jahr wird es zu einer Pflegefamilie gegeben und wächst dort umgeben von neuen Geschwistern, Onkeln und Tanten in einer idyllischen Siedlung auf.
Wo da der Rassismus ist? Lexi ist zu 1,5% amerikanische Ureinwohnerin. Einer ihrer Vorfahren war ein Choctaw, landläufig als Indianer bezeichnet. Diese haben innerhalb der USA Sonderrechte. So haben sie Entscheidungshoheit über Kinder, die zu ihren jeweiligen Stämmen gehören. Jeder Stamm hat seine eigene Organisationsform, oft handelt es sich aber um eine Art Ältestenrat, der zusammenkommt und berät. In diesem Fall wurde nach 5 Jahren, in denen Lexi in ihrer Pflegefamilie aufwuchs und die Adoption aufgrund des "Ureinwohnerblutes" verweigert wurde, entschieden, das Kind zu Verwandten des kriminellen Vaters zu geben - angeheirateten Verwandten. Die selbst ebenfalls keine Choctaw sind.
Jeder gesunde Menschenverstand würde wohl sagen, das Kind, welches sich heftig gegen die Umsetzung wehrte und seine Familie offensichtlich ebenso liebt, wie diese sie, aus seiner gewohnten Umgebung zu reißen würde die kleine Seele schädigen. Aber da es sich hier um einen Fall einer weißen Familie gegen eine Entscheidung eines Ureinwohnervolkes handelt, rückte gestern dort die Behörde an, nahm das Kind unter heftigen Protesten an sich und brachte das weinende Bündel Elend nach Utah.
Wer nicht glauben möchte, dass es hier um "Rassen" gehe, der lese sich bitte die entsprechenden Gesetze selbst durch. Sie sind z.T. seit den 70ern in Kraft und sollen den Ureinwohnern das Überleben ihrer "Art" und Kultur garantieren.
Und wen dabei die Wut überkommt: immer daran denken: nur Weiße sind rassistisch und die Gesetze sind nur für sie da...
Meine Gebete sind mit bei dem Kind und seiner Familie, dass schnellstmöglich ein Einsehen einzieht, und auch wenn es eine schreckliche Geschichte ist, bald eine Wiedervereinigung ansteht.
Montag, 22. Februar 2016
Kinder und Waffen - Kreuzknappe berichtet
Der Kreuzknappe berichtet:
1 300 Minderjährige verloren ihr Leben im Jahr 2014 durch Schusswaffen.
Unter der Überschrift "USA: Waffenindustrie wirbt für Sturmgewehre für Kinder".
Da stockt einem der Atem - nicht zu Unrecht. Also wirbt die Waffenindustrie in den USA dafür, den Kindern vollautomatische Waffen zu überlassen, und in der Folge starben 1 300 Kinder?
Mitnichten, denn danach kommt die Information, dass 1 231 davon durch Morde und Selbstmorde zustande kamen.
Moment. Selbstmorde? Ja, laut dem Artikel 532 Selbstmorde von "Minderjährigen". Nun gibt es auch bei uns wie in den USA selten aber immer mal wieder kleine Kinder, die sich wirklich umbringen "wollen" und das dann auch tun - aber eigentlich ist das ein Teenie-Phänomen. Teenager, im Alter der Pubertät meist eher 16 als 6 Jahre alt. Die Selbstmordrate ist in den USA ungebremst hoch, quer durch alle Altersstufen, wobei erwachsene Männer mit vielfachem Vorsprung vor sämtlichen anderen Gruppen rangieren. Das Schusswaffen hier keine maßgebliche Rolle spielen, selbst wenn sie benutzt werden, zeigen Zahlen als Estland, Japan, Südkorea, Grönland, Belgien, Frankreich usw. usf. in denen die Zahlen gleich wenn nicht höher liegen - und dabei Schusswaffen meist stark reglementiert (Frankreich, Belgien, Estland) oder total verboten (Südkorea, Japan) sind.
Es gilt das gleiche wie beim Mord: will ein Mensch Leben nehmen, dann findet er einen Weg.
Warum aber stehen Länder wie Estland bei Selbstmorden noch vor den USA? Selbst bei Teenagern? Die direkten Zahlen tun es ja nicht. Können es gar nicht. Denn das ist ein weiterer wichtiger Fakt. Fast 320 Millionen Menschen leben derzeit in den USA, Tendenz weiter steil steigend (Einwanderung und Geburtenrate). Estland lediglich 1,3 Millionen. Wir reden hier also über Relationen. Würde Estonia über 320 Millionen Einwohner verfügen (logischerweise auf größerer Fläche...), so wären die Zahlen deutlich über dem, was die USA derzeit anbieten.
In Japan wird das noch deutlicher: pro Jahr bringen sich ca. 4 600 junge Menschen zwischen 10 und 24 um - bei 1aufgerundet 130 Millionen Einwohnern (bei sinkender Tendenz, also ein drittel der Bevölkerung aber mehr als doppelt soviele Selbstmorde unter Kindern und Jugendlichen).
In Japan gibt es faktisch keine Schusswaffen und sie spielen bei Selbstmorden faktisch keine Rolle.
Was bleibt sind also 69 tote Kinder und Jugendliche durch Schusswaffen aus anderer Kategorie. Haben alle diese Kinder ihr Leben durch Unfälle verloren, als sie mit Waffen, womöglich ihren eigenen spielten? Oder, wie der weiterführende Text dann impliziert
Nein, denn "durch Schusswaffen" bedeutet u.a. auch, dass der Waffeneinsatz durch Polizei, bei Selbstverteidigungsfällen oder Unfälle am Arbeitsplatz gezählt werden müssen. Nicht zuletzt Telepolis berichtet z.B. über Fälle durch die Polizei erschossener schwarzer Jugendlicher, wie Tamir Rice, welcher zwar "unbewaffnet" war, aber zu seiner Spielzeugpistole griff, als die Polizei auf einen Notruf reagierte, weil er zuvor auf Passanten gezielt hatte. Tamir war 12 Jahre alt.
Um beim Militär einzutreten muss man 17 sein...
Ausbildung bei Waffenherstellern und Büchsenmachern (Handwerker in kleinen bis familiären Betrieben) beginnen in den USA oft um 16 Jahre).
Und natürlich die kriminellen Jugendlichen, die in Häuser einsteigen, Raubüberfälle begehen und Autos knacken (oder schlimmere Dinge) und dabei erschossen werden. Man erinnere sich an Trayvon Martin, den 17jährigen, der fast kultisch verehrt wurde, nachdem sein gewaltsamer Tod Präsident Obama ihn zu seinem Sohn ehrenhalber erklärte. Passiert war: Trayvon, der in seinem Spind in der Schule Diebesgut und Einbruchswerkzeug aufbewahrte, sich als Strassenschläger einen Namen gemacht hatte und gerade zwei von drei nötigen Zutaten für eine billige Droge mit sich führte, wurde von einem Nachbarschaftswächter, G. Zimmerman verfolgt, der es als verdächtig ansah, dass ein junger Mann im dunkeln, bei Regen durch eine unbefahrbare Nebenstrasse lief, ausgerechnet in einer von Einbrüchen gebeutelten Gegend. Trayon registrierte seinen Verfolger, versteckte sich, und als Zimmerman, der zuvor die Polizei informiert hatte und auf Verstärkung hoffen durfte, auf dem Rückweg war, griff er ihn an. Auf Zimmerman sitzend schmetterte den Kopf des um Hilfe Rufenden mehrfach auf den Boden, bis dieser zu seiner Waffe griff und um sein Leben fürchtend schoss - mit tödlichem Ausgang.
Die meisten dieser Fakten warteten noch ihrer Veröffentlichung oder Entdeckung, als Obama bereits verkündete, wen er hier für das Opfer hielt.
Fakt ist: am Ende wurde der Tod als Folge notwendiger Selbstverteidigung offensichtlich.
Davon gab es 2014 ebenfalls weitere. So starben etwa zwei von drei Teenagern (ein 19jähriger junger Mann und eine 17jährige junge Frau) als sie zusammen einen Hausmeister angriffen, festhielten und mit einem Baseballschläger traktierten. Diesem gelang es, zu seiner erlaubten Waffe zu greifen und zu schießen. Auch in diesem Fall wurde eindeutig auf Notwehr erkannt. Mindestens die 17jährige aber fiel in die Statistik.
Kein Mord, kein Selbstmord, kein Unfall.
Darum wechselt der Telepolis Artikel auch das Thema - leider aber auch den Inhalt.
Die Zahlen passen nicht zusammen.
Wir können dem Artikel also schonmal eine gewisse Tendenz, die Manipulation des Lesers nachweisen.
Zahlenspiele und unvollständige Informationen, schwammige Definitionen führen zu einer gewollten Wahrnehmung durch den Leser.
Aber vielleicht beruht dies auf Fachwissen. Schon in der Überschrift wird diese Vermutung genährt.
Nur als ein Beispiel: selbst in den USA, wo 16jährige bereits den Führerschein machen dürfen, gibt es Kinder und Jugendliche, die sich mit ähnlichem Aufwand wie in Sachen Schusswaffen die Autoschlüssel ihrer Eltern besorgen, um, mit deutlich höherem Aufwand, eine "Spritztour" zu drehen. Meistens endet dies harmlos oder mit Sachschäden - aber häufig auch mit Personenschäden und tödlichen Unfällen. Zu vermeiden ist dies nicht. Stichwort "Crash kids".
Nicht zu fassen: Die Waffenhersteller in den USA werben für Kinder-Gewehre...und verlinkt dabei auf einen Telepolis-Artikel. Dieser macht mit großen Zahlen auf.
In den USA starben 2014 mehr als 1.300 Minderjährige durch Schusswaffen
1 300 Minderjährige verloren ihr Leben im Jahr 2014 durch Schusswaffen.
Unter der Überschrift "USA: Waffenindustrie wirbt für Sturmgewehre für Kinder".
Da stockt einem der Atem - nicht zu Unrecht. Also wirbt die Waffenindustrie in den USA dafür, den Kindern vollautomatische Waffen zu überlassen, und in der Folge starben 1 300 Kinder?
Mitnichten, denn danach kommt die Information, dass 1 231 davon durch Morde und Selbstmorde zustande kamen.
Moment. Selbstmorde? Ja, laut dem Artikel 532 Selbstmorde von "Minderjährigen". Nun gibt es auch bei uns wie in den USA selten aber immer mal wieder kleine Kinder, die sich wirklich umbringen "wollen" und das dann auch tun - aber eigentlich ist das ein Teenie-Phänomen. Teenager, im Alter der Pubertät meist eher 16 als 6 Jahre alt. Die Selbstmordrate ist in den USA ungebremst hoch, quer durch alle Altersstufen, wobei erwachsene Männer mit vielfachem Vorsprung vor sämtlichen anderen Gruppen rangieren. Das Schusswaffen hier keine maßgebliche Rolle spielen, selbst wenn sie benutzt werden, zeigen Zahlen als Estland, Japan, Südkorea, Grönland, Belgien, Frankreich usw. usf. in denen die Zahlen gleich wenn nicht höher liegen - und dabei Schusswaffen meist stark reglementiert (Frankreich, Belgien, Estland) oder total verboten (Südkorea, Japan) sind.
Es gilt das gleiche wie beim Mord: will ein Mensch Leben nehmen, dann findet er einen Weg.
Warum aber stehen Länder wie Estland bei Selbstmorden noch vor den USA? Selbst bei Teenagern? Die direkten Zahlen tun es ja nicht. Können es gar nicht. Denn das ist ein weiterer wichtiger Fakt. Fast 320 Millionen Menschen leben derzeit in den USA, Tendenz weiter steil steigend (Einwanderung und Geburtenrate). Estland lediglich 1,3 Millionen. Wir reden hier also über Relationen. Würde Estonia über 320 Millionen Einwohner verfügen (logischerweise auf größerer Fläche...), so wären die Zahlen deutlich über dem, was die USA derzeit anbieten.
In Japan wird das noch deutlicher: pro Jahr bringen sich ca. 4 600 junge Menschen zwischen 10 und 24 um - bei 1aufgerundet 130 Millionen Einwohnern (bei sinkender Tendenz, also ein drittel der Bevölkerung aber mehr als doppelt soviele Selbstmorde unter Kindern und Jugendlichen).
In Japan gibt es faktisch keine Schusswaffen und sie spielen bei Selbstmorden faktisch keine Rolle.
Was bleibt sind also 69 tote Kinder und Jugendliche durch Schusswaffen aus anderer Kategorie. Haben alle diese Kinder ihr Leben durch Unfälle verloren, als sie mit Waffen, womöglich ihren eigenen spielten? Oder, wie der weiterführende Text dann impliziert
Wirklichkeitsausschnitte, wie die Nachricht aus dem Jahr 2013 von einem Fünfjährigen, der seine zweijährige Schwester aller Wahrscheinlichkeit nach versehentlich erschoss, zeigen grell auf, welche Tragödien hinter den Zahlen stecken.durch die Hand anderer Kinder, die mit (ihren eigenen?) Waffen umgingen?
Nein, denn "durch Schusswaffen" bedeutet u.a. auch, dass der Waffeneinsatz durch Polizei, bei Selbstverteidigungsfällen oder Unfälle am Arbeitsplatz gezählt werden müssen. Nicht zuletzt Telepolis berichtet z.B. über Fälle durch die Polizei erschossener schwarzer Jugendlicher, wie Tamir Rice, welcher zwar "unbewaffnet" war, aber zu seiner Spielzeugpistole griff, als die Polizei auf einen Notruf reagierte, weil er zuvor auf Passanten gezielt hatte. Tamir war 12 Jahre alt.
Um beim Militär einzutreten muss man 17 sein...
Ausbildung bei Waffenherstellern und Büchsenmachern (Handwerker in kleinen bis familiären Betrieben) beginnen in den USA oft um 16 Jahre).
Und natürlich die kriminellen Jugendlichen, die in Häuser einsteigen, Raubüberfälle begehen und Autos knacken (oder schlimmere Dinge) und dabei erschossen werden. Man erinnere sich an Trayvon Martin, den 17jährigen, der fast kultisch verehrt wurde, nachdem sein gewaltsamer Tod Präsident Obama ihn zu seinem Sohn ehrenhalber erklärte. Passiert war: Trayvon, der in seinem Spind in der Schule Diebesgut und Einbruchswerkzeug aufbewahrte, sich als Strassenschläger einen Namen gemacht hatte und gerade zwei von drei nötigen Zutaten für eine billige Droge mit sich führte, wurde von einem Nachbarschaftswächter, G. Zimmerman verfolgt, der es als verdächtig ansah, dass ein junger Mann im dunkeln, bei Regen durch eine unbefahrbare Nebenstrasse lief, ausgerechnet in einer von Einbrüchen gebeutelten Gegend. Trayon registrierte seinen Verfolger, versteckte sich, und als Zimmerman, der zuvor die Polizei informiert hatte und auf Verstärkung hoffen durfte, auf dem Rückweg war, griff er ihn an. Auf Zimmerman sitzend schmetterte den Kopf des um Hilfe Rufenden mehrfach auf den Boden, bis dieser zu seiner Waffe griff und um sein Leben fürchtend schoss - mit tödlichem Ausgang.
Die meisten dieser Fakten warteten noch ihrer Veröffentlichung oder Entdeckung, als Obama bereits verkündete, wen er hier für das Opfer hielt.
Fakt ist: am Ende wurde der Tod als Folge notwendiger Selbstverteidigung offensichtlich.
Davon gab es 2014 ebenfalls weitere. So starben etwa zwei von drei Teenagern (ein 19jähriger junger Mann und eine 17jährige junge Frau) als sie zusammen einen Hausmeister angriffen, festhielten und mit einem Baseballschläger traktierten. Diesem gelang es, zu seiner erlaubten Waffe zu greifen und zu schießen. Auch in diesem Fall wurde eindeutig auf Notwehr erkannt. Mindestens die 17jährige aber fiel in die Statistik.
Kein Mord, kein Selbstmord, kein Unfall.
Darum wechselt der Telepolis Artikel auch das Thema - leider aber auch den Inhalt.
Die Zahlen für die nicht beabsichtigten Todesfälle von Unter-18-Jährigen durch Schusswaffen liegen deutlich niedriger - 74 im Jahr 2014.Hatte es nicht im ersten Satz geheißen:
In den USA starben 2014 mehr als 1.300 Minderjährige durch Schusswaffenoder war das etwas völlig anderes? Und falls ja, wie können bei 1 300 Schusswaffentoten - 699 Morde - 532 Selbstmorden - andere Ursachen (Selbstverteidigung, Polizeikonfrontation usw.) dann 74 Unfälle herauskommen?
Die Zahlen passen nicht zusammen.
Wir können dem Artikel also schonmal eine gewisse Tendenz, die Manipulation des Lesers nachweisen.
Zahlenspiele und unvollständige Informationen, schwammige Definitionen führen zu einer gewollten Wahrnehmung durch den Leser.
Aber vielleicht beruht dies auf Fachwissen. Schon in der Überschrift wird diese Vermutung genährt.
USA: Waffenindustrie wirbt für Sturmgewehre für Kinder
Sturmgewehre. Der Begriff wird völlig korrekt definiert in der Zwischenüberschrift:
Eine Studie des Violence Policy Center wirft der Waffenlobby vor, dass sie mit Methoden der Tabakindustrie Gefahren unterschlägt und Kinder für automatische Waffen begeistert
Man muss ein wenig aufpassen, um die erste unfachliche Beschreibung greifen zu können. "Waffenlobby". Wer ist die Waffenlobby? NRA? Das ist ein Verein. Der macht Werbung, aber dazu unten mehr.
Die Hersteller? Trotz seit Jahren laufender Recherche wurde bisher nicht nachgewiesen, dass auf dem zivilen Markt die Hersteller von Waffen besonderen politischen Einfluß hätten. Hersteller wie Benelli, Walther, Smith&Wesson usw. werden sowohl in den USA wie in Europa mißtrauisch von Bürgern,Vereinen und Organisationen überwacht.
| Einlegearbeiten |
Da der Artikel ausdrücklich auf farbige Waffenteile verweist: seit einigen, wenigen Jahren gibt es einen Modetrend bei Waffen. Ja, einen Modetrend. Da besonders in den USA aber auch bei uns der Anteil an Frauen im Schießsport bzw. der Selbstverteidigung stetig zunimmt, begannen kleine Handwerksstätten aber auch der ein oder andere mittlere Betrieb sogenanntes "customizing" anzubieten. Das kennen wir aus dem Automobilbereich, wo besonders junge Männer aber auch manche Frau das jeweilige Auto durch Lackierung, Tieferlegen, Spoiler, Fenstfolien, Beleuchtung usw. "individualisiert". Bei Waffen war dies in den gehobeneren Gesellschaftsklassen der vergangenen Jahrhunderte ebenfalls üblich und hat sich in einigen sehr teuren Fällen bis heute gehalten. Verbreiteter waren da Handgriffe, in die man Initialien einlegte und / oder aus edlen Materialien herausarbeitete. Die eflfenbeinernen Griffe tauchen in vielen Filmen auf.
| Beispiel 2 |
Preiswerter dagegen erschien es, einfach die Polymerteile einer Waffe anders zu färben. Der Werkstoff wird erst seit wenigen Jahrzehnten für Waffen benutzt, bietet sich aber an. Und so sind heute Pistolen und Gewehre in allen Farben des Regenbogens zu erhalten und auch in Mustern, wie Tarnfleck oder Schlangenhautoptik, mit Blümchen und Tieren.
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| Beispiel eines Dekors |
Man mag von der Werbung halten was man mag - Jugendlichen und Kindern zu verbieten sich mit Schusswaffen auseinander zu setzen führt zu absolut nichts anderem. Alle Unfälle mit Schusswaffen in den Händen von Kindern (also den wirklich kleinen) sind auf fahrlässiges, verantwortungsloses Verhalten der Eltern zurück zu führen. Gerade die NRA bietet als einzige Organisation in den USA (vom Staat, den Bundesstaaten, dem Militär und den meisten Polizeidiensten anerkannte) Sicherheitsschulungen und Lizenzierungsprogramme an, ebenso wie jugendgerechte Lehrfilme, die betonen, wie wichtig Sicherheitsregeln im Umgang mit Waffen sind. Wie sieht das im Falle von Kindern aus?
So:
Für diejenigen, die der englischen Sprache nicht mächtig sind, der Refrain lautet:
Stop! Nicht anfassen! Lauf weg, erzähls einem Erwachsenen!
Zu den von Vertretern "der Waffenlobby" verbreiteten Sicherheitsgeboten (oberste, immer einzuhaltende Regeln) gilt: gehe immer von einer geladenen Waffe aus, ziele nie auf etwas oder jemanden, auf das oder den du nicht auch wirklich schießen willst uvm.
Eine geladene Waffe rumliegen zu lassen ist ein grober Sicherheitsverstoß.
Ändert das etwas daran, dass Kinder tot sind oder töteten, ohne das gewollt zu haben? Nein, und ich bestreite auch nicht, dass Waffen gefährlich sind, kleine Kinder nichts an der Waffe verloren haben.
Aber der vehemente Ausschluß, die Isolation der beiden: Minderjährige und Waffen ist eine übertriebene Reaktion mit Schnappatmung. Sportler müssen früh anfangen - um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.
Am besten lernen und verinnerlichen wir Dinge, wenn wir noch jung sind.
Und zu glauben, dass Jugendliche nichts cool finden, was öffentlich beworben wird, ist doch nachvollziehbarer Unsinn. Oft übt gerade das Verbotene einen Reiz aus. Dann lieber den Kindern von Anfang die Gefährlichkeit vermitteln - wie bei Autos, Küchenmessern, Rohrreinigern und vielen anderen Dingen.
So wenig, wie man die Unfälle mit diesen Gegenständen jemals völlig vermeiden wird, so wenig wird man dies auch mit Schusswaffen schaffen - Reduzierung aber ist in einer waffenbesitzenden Gesellschaft nicht durch Tabuisierung sondern durch Aufklärung zu erreichen. Aufklärung der Besitzer (laßt die Waffen nicht in Reichweite herumliegen, nicht ge- oder durchgeladen, nicht entsichert).
Nur als ein Beispiel: selbst in den USA, wo 16jährige bereits den Führerschein machen dürfen, gibt es Kinder und Jugendliche, die sich mit ähnlichem Aufwand wie in Sachen Schusswaffen die Autoschlüssel ihrer Eltern besorgen, um, mit deutlich höherem Aufwand, eine "Spritztour" zu drehen. Meistens endet dies harmlos oder mit Sachschäden - aber häufig auch mit Personenschäden und tödlichen Unfällen. Zu vermeiden ist dies nicht. Stichwort "Crash kids".
Aber zurück zum Artikel. Der endet wie er begann - ohne Ahnung aber mit viel Emotion. Er verurteilt, dass ein Sportverband (der NSSF), welcher Schießen als Schulsport hilft zu organisieren, ein Magazin für jugendliche Schützen herausbringt. Der Autor des Artikels behauptet, die NSSF sei eine der NRA verbundene Organization. Was nicht stimmt. Die NSSF ist ein rein sportlich ausgelegter Verein mit momentan an die 8 000 Mitglieder. Nicht mehr, nicht weniger. In vielen Bundesstaaten gibt es Schulen, die als Sport Skeetschießen anbieten - wir kennen es als Tontauben. Das ist nicht so leicht wie es aussieht. Und es wächst rasant, bei winzigen Unfallzahlen (nahezu 0). Der Nutzen ist durch Sportwissenschaftler international belegt: die Konzentrationsfähigkeit wie die Reife der jungen Sportler wird gefördert.
Voraussetzung ist eine altersgerechte Betreuung.
Bislang ist keiner dieser Schüler durch Amokläufe und weit unter dem Durchschnitt durch kriminelles oder inakzeptables Verhalten aufgefallen. Wenn diese Schüler also Werbematerial von Herstellern erhalten und ihr Sportgerät ihnen dabei gefallen soll, oder ein in altersgerechter Sprache verfasstes Magazin sie über ihren Sport, Neuigkeiten und Veränderungen informiert - ist dies gleichbedeutend mit Verführung Minderjähriger zu etwas absolut Verbotenem und Tödlichem?
Wohl nur in den Augen des Journalisten.
Darum hier nochmal der Hinweis auf die damals 13jährige Katlyn Francis.
Und zu guter letzt: Sturmgewehr und vollautomatische Waffen sind auch in den USA in fast allen Bundesstaaten verboten. Ihr innländischer Verkauf ist stark reglementiert und nur wenige, volljährige, mehrfach überprüfte und strengen Auflagen unterliegende Bürger in einigen wenigen Bundesstaaten dürfen Sturmgewehre oder andere, vollautomatische Waffen (also solche, die mit einem Druck auf den Auslöser immer weiter schießen) erwerben und besitzen.
Kinder definitiv nirgends.
Ich denke, lieber Kreuzknappe, daß Du hier aufgrund Themenfremde hier einer Stimmungsmache aufgesessen bist.
Sonntag, 21. Februar 2016
Von Päpstlichen Wänden und deutschen Brücken
Der Heilige Vater hat mal wieder eines dieser Interviews gegeben, welches mich mit offenem Mund vor meinem Schreibtisch sitzen lässt. Donald Trump so sagte er, sei kein Christ (nach anderer Übersetzung, "es sei nicht christlich, wenn jemand nur Mauern baue und keine Brücken"), weil Christen keine Mauern sondern Brücken bauten. Damit wolle er aber nicht in die amerikanische Politik mischen / er sei froh kein politischer Mensch zu sein. Vor der Wahl.
Als Pontifex Maximus - sicher eine plausible Argumentation. Irgendwo.
Historisch-sachlich gesehen ist es unwahr und unsinnig. Es klingt halt schön, das mit Mauern und Brücken.
Nicht so sehr das mit "kein Christ sein." - falls er das so gesagt hat. Und so titeln erwartungsgemäß manche Zeitungen: "Papst exkommuniziert Trump." Nun ist Trump m.W. Presbyterianer und kein Katholik, somit dürfte selbst das ihn nicht kümmern. Aber das Oberhaupt unserer Kirche ging ja weiter. Der Heilige Vater, welcher mit seinem Satz auf Versöhnung und Miteinander hinauswollte, der vor kurzem das Oberhaupt des Iran mit freundlichen Worten und "offenem Herzen" empfing obwohl dieser Homosexuelle, Vergewaltigungsopfer, Konvertiten hinrichten lässt und in seinen Worten Trumps Tiraden wie ein Aufruf zum Gruppenkuscheln aussehen lässt (zurecht regt sich Henryk Broder hier darüber auf), eben dieser Papst spricht einem Menschen sein Christsein, mindestens sein christliches Handeln ab.
Er stellt voran, dass er keinen Einfluß nehmen will - aber als geistiges Oberhaupt auch der US Katholiken ist ihm bewusst, dass so eine Äußerung eine klare Ansage an eben diese potentiellen Wähler ist. Er nimmt Einfluß. Oder er versucht es zumindest, denn die meisten lateinamerikanischen US Bürger, welche ja die Mehrheit der Katholiken dort stellen, werden ihn ohnehin nicht wählen - aber vielleicht einige der "Iren" und "Franzosen" unter ihnen.
Aber was ist nun mit Brücken und Mauern? Mal abgesehen davon, dass Mauern im Laufe der Christentumsgeschichte sehr wohl gebaut wurden, existierten und mehr als einmal als sehr nützlich
empfunden wurden - Mauern haben Tore. Diese erfüllen die gleiche Funktion wie Brücken. So wie wir Flüsse umleiten und einfrieden, an seinen Seiten Flutschutzwälle (ein naher Verwandter der Mauer) errichten, so bauen wir Brücken um überzusetzen und andere zu uns zu lassen. So wie wir die Tore einer Mauer verschließen können und
manchmal müssen, so können wir Brücken sperren oder einreißen, wenn es sein muss.
Ich halte nicht viel von Trump, seiner Rhetorik und seine geäußerten Überzeugungen kaufe ich ihm z.T. nicht ab. Aber für seine Rhetorik gegenüber Schutzversuchen gegen illegale Einwanderung ihm seine Christlichkeit abzusprechen...
Nebenbei: Clinton, Bush und Obama haben alle drei ihren Anteil an der Befestigung der Grenze und dem Ausbau der Überwachungsanlagen. Alles keine Christen über den Bau der Zäune?
In Israel ist das mit der Christlichkeit ja eine Minderheitenangelegenheit - aber eine Mauer wurde dort auch gebaut. Seitdem ist die Zahl der Anschläge (bis zur aktuellen Messerattackenwelle) dramatisch zurückgegangen und damit auch die Zahl der Todesopfer. Ist das eine schlechte Sache?
Und eine zweite Mauer spielt bis heute eine zentrale Rolle - eine der Mauern des Tempels, die berühmte Klagemauer.
Ohne Mauern wäre Konstantinopel früher, wäre Wien schon beim ersten Mal, wäre Europa in der Folge, und am Ende wäre der Vatikan gefallen. Gut möglich, dass es dann heute gar keinen Katholizismus mehr gäbe, oder dass unser heutiges Christentum in dieser Form gar nicht mehr existieren würde.
Vielleicht meinte er es anders als er es sagte. Allerdings habe ich den Satz im Zusammenhang mit dem Heiligen Vater schon so oft in so vielen Zusammenhängen gehört, dass er seinen Effekt verliert.
Vielleicht war die Übersetzung übertrieben.
Wenn es ihm um Brücken ginge, warum mauert er hier? Um Sun Tzu zu bemühen: eine öffentliche Kritik an einem Anführer wird nicht fruchten, aber unter vier Augen kann manches Wort das Herz berühren.
Als Pontifex Maximus - sicher eine plausible Argumentation. Irgendwo.
Historisch-sachlich gesehen ist es unwahr und unsinnig. Es klingt halt schön, das mit Mauern und Brücken.
Nicht so sehr das mit "kein Christ sein." - falls er das so gesagt hat. Und so titeln erwartungsgemäß manche Zeitungen: "Papst exkommuniziert Trump." Nun ist Trump m.W. Presbyterianer und kein Katholik, somit dürfte selbst das ihn nicht kümmern. Aber das Oberhaupt unserer Kirche ging ja weiter. Der Heilige Vater, welcher mit seinem Satz auf Versöhnung und Miteinander hinauswollte, der vor kurzem das Oberhaupt des Iran mit freundlichen Worten und "offenem Herzen" empfing obwohl dieser Homosexuelle, Vergewaltigungsopfer, Konvertiten hinrichten lässt und in seinen Worten Trumps Tiraden wie ein Aufruf zum Gruppenkuscheln aussehen lässt (zurecht regt sich Henryk Broder hier darüber auf), eben dieser Papst spricht einem Menschen sein Christsein, mindestens sein christliches Handeln ab.
Er stellt voran, dass er keinen Einfluß nehmen will - aber als geistiges Oberhaupt auch der US Katholiken ist ihm bewusst, dass so eine Äußerung eine klare Ansage an eben diese potentiellen Wähler ist. Er nimmt Einfluß. Oder er versucht es zumindest, denn die meisten lateinamerikanischen US Bürger, welche ja die Mehrheit der Katholiken dort stellen, werden ihn ohnehin nicht wählen - aber vielleicht einige der "Iren" und "Franzosen" unter ihnen.
| Vatikanisches Museum von außen. Quelle:viel-unterwegs.de |
empfunden wurden - Mauern haben Tore. Diese erfüllen die gleiche Funktion wie Brücken. So wie wir Flüsse umleiten und einfrieden, an seinen Seiten Flutschutzwälle (ein naher Verwandter der Mauer) errichten, so bauen wir Brücken um überzusetzen und andere zu uns zu lassen. So wie wir die Tore einer Mauer verschließen können und
| Engelsburg - eigentlich ein Grab, lange befestigter Wohnsitz des Papstes |
Ich halte nicht viel von Trump, seiner Rhetorik und seine geäußerten Überzeugungen kaufe ich ihm z.T. nicht ab. Aber für seine Rhetorik gegenüber Schutzversuchen gegen illegale Einwanderung ihm seine Christlichkeit abzusprechen...
Nebenbei: Clinton, Bush und Obama haben alle drei ihren Anteil an der Befestigung der Grenze und dem Ausbau der Überwachungsanlagen. Alles keine Christen über den Bau der Zäune?
In Israel ist das mit der Christlichkeit ja eine Minderheitenangelegenheit - aber eine Mauer wurde dort auch gebaut. Seitdem ist die Zahl der Anschläge (bis zur aktuellen Messerattackenwelle) dramatisch zurückgegangen und damit auch die Zahl der Todesopfer. Ist das eine schlechte Sache?
Und eine zweite Mauer spielt bis heute eine zentrale Rolle - eine der Mauern des Tempels, die berühmte Klagemauer.
Ohne Mauern wäre Konstantinopel früher, wäre Wien schon beim ersten Mal, wäre Europa in der Folge, und am Ende wäre der Vatikan gefallen. Gut möglich, dass es dann heute gar keinen Katholizismus mehr gäbe, oder dass unser heutiges Christentum in dieser Form gar nicht mehr existieren würde.
Vielleicht meinte er es anders als er es sagte. Allerdings habe ich den Satz im Zusammenhang mit dem Heiligen Vater schon so oft in so vielen Zusammenhängen gehört, dass er seinen Effekt verliert.
Vielleicht war die Übersetzung übertrieben.
Wenn es ihm um Brücken ginge, warum mauert er hier? Um Sun Tzu zu bemühen: eine öffentliche Kritik an einem Anführer wird nicht fruchten, aber unter vier Augen kann manches Wort das Herz berühren.
Donnerstag, 18. Februar 2016
Folgen einer bewaffneten Zivilbevölkerung
In den USA geht es unruhig zu. Wahljahr, Rassenunruhen und eine völlig verpeilte Studentenbewegung geben sich die Klinke in die Hand. Dabei ist die Mordrate so niedrig wie nie, die Waffenverkäufe steigen bei jedem von Obamas Versuchen neue "Gun Laws" zu verabschieden rasant und die am stärksten wachsende Gruppe von Waffenbesitzern sind Frauen zwischen 18 und 50 Jahren.
Hierzulande lesen wir natürlich die Horrornachrichten. Amoktat in einer Abtreibungsklinik (eigentlich davor...), Amoklauf in Kalifornien (eigentlich ein terroristischer Anschlag mit illegalen Waffen...), und sobald ein junger Mann mit dunkler Hautfarbe von der Polizei erschossen wird weiß die deutsche Medienlandschaft "unbewaffneter Schwarzer von Polizei erschossen" zu berichten. Immerhin ähnelt sie hier der Berichterstattung aus den USA.
Was sie uns nicht berichtet, oder für nötig hält zu berichten, ist der Umstand, dass bspw. neben geschätzt rund zwei dutzend schwer und einer unbekannten Zahl leicht verletzter Polizisten (wir reden über Schussverletzungen, fast ausnahmslos durch Kriminelle mit illegalen Waffen) auch sechs Officers allein im letzten Monat den Dienst mit ihrem Leben bezahlt haben. In den USA beschwören die Beamten einen Zusammenhalt als "thin blue line", als dünne blaue Linie, welche sich als Schutzwall der Rechtschaffenen vor Kriminellen und Terroristen sieht. Man kann sich leicht vorstellen, wie betroffen diese Leute sind, wenn einer der ihren verletzt oder getötet wird.
Was aber ebenfalls bekannt wurde, ist die Tatsache, dass zwei Beamte nach eigener Einschätzung nur noch am Leben sind, weil sogenannte "verdeckt Tragende" (concealed carrier) in der Nähe waren, als sie um ihr Leben kämpften und zu ihrer Hilfe kamen. In den USA darf in der Mehrheit der Bundesstaaten mit einer durch Seminare zu erwerbenden Lizenz eine Handfeuerwaffe verdeckt mit sich geführt werden. Die Zahl derer, welche diese Lizenz erwarben stieg in den Obama-Jahren deutlich an.
Im Januar versuchte ein Beamter in Texas eine Routine-Verkehrskontrolle durchzuführen. Der von ihm angehaltene versuchte zu flüchten, bevor er nach kurzer Verfolgungsjagd anhielt. Der Verhaftung widersetzte er sich, nachdem er vorgab, sich zu fügen. Bei dem folgenden Kampf schaffte er es, die Waffe des Polizisten an sich zu nehmen. Ein Zivilist schritt mit dem in den USA bekannten Ruf der Polizeikräfte "Freeze" - was so viel bedeutet wie "sofort aufhören und jede Bewegung vermeiden - ein. Der Täter gehorchte angesichts der auf ihn gerichteten Waffe und konnte so festgenommen werden.
Etwa drei Wochen später kam es in Upper Darby, Pennsylvania, zu mehreren Kämpfen zwischen Schülern einer High School. Dabei wurden zwei Beamte schwer verletzt, ein weiterer verdankt nach Aussage des Polizisten selbst und des Polizeichefs sein Leben dem Einschreiten eines bewaffneten Zivilisten. Dieser Ordnungshüter hatte versucht einen Kampf zwischen zwei jungen Männern zu unterbrechen und die Personalien aufzunehmen. Der Kampf war von einer Menge von ca. 40 bis 50 weiteren Schülern angefeuert und beobachtet worden. Während er die Daten aufnahm wurde der Cop von den beiden Schülern angegriffen. Obwohl er noch Verstärkung anfordern konnte und auf den Beinen blieb, verschlimmerte sich die Situation. Nach Zeugenaussage drohten die Zuschauer einzugreifen - zugunsten der Schläger. Die Beteiligten zweifeln nicht daran, dass der "Mob" den Beamten getötet hätte.
Dies verhinderte ein Anwohner, der mit gezogener Waffe die Menge aufforderte, sich zu zerstreuen. Obwohl er zu keinem Zeitpunkt zielte oder gar schoss, folgten die Betreffenden der Anweisung. Der Polizist konnte die beiden Jugendlichen festnehmen.
Der Helfer wird als Retter und Held von der örtlichen Polizei gepriesen, er selbst sagte in einem Interview, er habe nun noch mehr Respekt vor der Arbeit der Polizei.
Solche Ereignisse sind keine Seltenheit. Es gibt eine kleine Sammlung von ähnlichen Vorfällen. Da längst nicht alle gemeldet werden, ist es unmöglich eine vollständige Liste anzulegen.
Wer sich an den Fall des umzingelten und mit einer Schreckschusswaffe "schein"hingerichteten Polizisten zum Jahresende erinnert, die Angst der Duisburg und Gelsenkirchener Wachhabenden vor spontanen, aggressiven Mobs selbst bei einfachen Verkehrskontrollen oder an die angebliche Hilflosigkeit an Silvester in Köln denkt, der ahnt, dass unsere völlig unterbesetze Schutzmacht ebenfalls nicht mehr lange ohne Rückhalt aus der Bevölkerung auskommt.
Da wäre es vielleicht sinnvoll, die eigene Haltung und das eigene Wirken einmal zu überdenken.
Hierzulande lesen wir natürlich die Horrornachrichten. Amoktat in einer Abtreibungsklinik (eigentlich davor...), Amoklauf in Kalifornien (eigentlich ein terroristischer Anschlag mit illegalen Waffen...), und sobald ein junger Mann mit dunkler Hautfarbe von der Polizei erschossen wird weiß die deutsche Medienlandschaft "unbewaffneter Schwarzer von Polizei erschossen" zu berichten. Immerhin ähnelt sie hier der Berichterstattung aus den USA.
Was sie uns nicht berichtet, oder für nötig hält zu berichten, ist der Umstand, dass bspw. neben geschätzt rund zwei dutzend schwer und einer unbekannten Zahl leicht verletzter Polizisten (wir reden über Schussverletzungen, fast ausnahmslos durch Kriminelle mit illegalen Waffen) auch sechs Officers allein im letzten Monat den Dienst mit ihrem Leben bezahlt haben. In den USA beschwören die Beamten einen Zusammenhalt als "thin blue line", als dünne blaue Linie, welche sich als Schutzwall der Rechtschaffenen vor Kriminellen und Terroristen sieht. Man kann sich leicht vorstellen, wie betroffen diese Leute sind, wenn einer der ihren verletzt oder getötet wird.
Was aber ebenfalls bekannt wurde, ist die Tatsache, dass zwei Beamte nach eigener Einschätzung nur noch am Leben sind, weil sogenannte "verdeckt Tragende" (concealed carrier) in der Nähe waren, als sie um ihr Leben kämpften und zu ihrer Hilfe kamen. In den USA darf in der Mehrheit der Bundesstaaten mit einer durch Seminare zu erwerbenden Lizenz eine Handfeuerwaffe verdeckt mit sich geführt werden. Die Zahl derer, welche diese Lizenz erwarben stieg in den Obama-Jahren deutlich an.
Im Januar versuchte ein Beamter in Texas eine Routine-Verkehrskontrolle durchzuführen. Der von ihm angehaltene versuchte zu flüchten, bevor er nach kurzer Verfolgungsjagd anhielt. Der Verhaftung widersetzte er sich, nachdem er vorgab, sich zu fügen. Bei dem folgenden Kampf schaffte er es, die Waffe des Polizisten an sich zu nehmen. Ein Zivilist schritt mit dem in den USA bekannten Ruf der Polizeikräfte "Freeze" - was so viel bedeutet wie "sofort aufhören und jede Bewegung vermeiden - ein. Der Täter gehorchte angesichts der auf ihn gerichteten Waffe und konnte so festgenommen werden.
Etwa drei Wochen später kam es in Upper Darby, Pennsylvania, zu mehreren Kämpfen zwischen Schülern einer High School. Dabei wurden zwei Beamte schwer verletzt, ein weiterer verdankt nach Aussage des Polizisten selbst und des Polizeichefs sein Leben dem Einschreiten eines bewaffneten Zivilisten. Dieser Ordnungshüter hatte versucht einen Kampf zwischen zwei jungen Männern zu unterbrechen und die Personalien aufzunehmen. Der Kampf war von einer Menge von ca. 40 bis 50 weiteren Schülern angefeuert und beobachtet worden. Während er die Daten aufnahm wurde der Cop von den beiden Schülern angegriffen. Obwohl er noch Verstärkung anfordern konnte und auf den Beinen blieb, verschlimmerte sich die Situation. Nach Zeugenaussage drohten die Zuschauer einzugreifen - zugunsten der Schläger. Die Beteiligten zweifeln nicht daran, dass der "Mob" den Beamten getötet hätte.
Dies verhinderte ein Anwohner, der mit gezogener Waffe die Menge aufforderte, sich zu zerstreuen. Obwohl er zu keinem Zeitpunkt zielte oder gar schoss, folgten die Betreffenden der Anweisung. Der Polizist konnte die beiden Jugendlichen festnehmen.
Der Helfer wird als Retter und Held von der örtlichen Polizei gepriesen, er selbst sagte in einem Interview, er habe nun noch mehr Respekt vor der Arbeit der Polizei.
Solche Ereignisse sind keine Seltenheit. Es gibt eine kleine Sammlung von ähnlichen Vorfällen. Da längst nicht alle gemeldet werden, ist es unmöglich eine vollständige Liste anzulegen.
Wer sich an den Fall des umzingelten und mit einer Schreckschusswaffe "schein"hingerichteten Polizisten zum Jahresende erinnert, die Angst der Duisburg und Gelsenkirchener Wachhabenden vor spontanen, aggressiven Mobs selbst bei einfachen Verkehrskontrollen oder an die angebliche Hilflosigkeit an Silvester in Köln denkt, der ahnt, dass unsere völlig unterbesetze Schutzmacht ebenfalls nicht mehr lange ohne Rückhalt aus der Bevölkerung auskommt.
Da wäre es vielleicht sinnvoll, die eigene Haltung und das eigene Wirken einmal zu überdenken.
Mittwoch, 10. Februar 2016
Friedenserziehung in Kriegszeiten
Es dürfte während der frühen 90er gewesen sein, als ich zum ersten Mal den Begriff "Friedenserziehung" hörte. Er fiel beiläufig und als kleiner Junge, aus militärischer Familie mit dem Drang mir von einer Militärkarriere abzuraten und einer bestehenden Affinität zu allem soldatischen fiel es mir schwer etwas darunter vorzustellen. Ich kam zu dem Schluss, dass es wohl darum ginge, den Kindern beizubringen, wie sie am Besten und in Frieden miteinander auskommen könnten. Kampf oder gar Krieg vermeiden oder bis zum letztmöglichen Moment hinauszögern. Diese Idee fand ich gut. Ich wollte zwar Soldat werden, aber an einem Krieg, zumal einem Angriffskrieg hatte ich als Leser vieler Schilderungen von Veteranen überhaupt kein Interesse.
Mittlerweile weiß ich es besser. Nicht unbedingt, wie Friedenserziehung generell aussieht oder was sie sich wirklich erhofft, aber was dabei effektiv entsteht und wie es sich auswirkt. Man kann es an den Menschen, vor allem den heute Erwachsenen und Jugendlichen sehen, welche eben eine solche Friedenserziehung oder dessen Gedankengänge eingetrichtert bekamen.
Sie führt zu einer völlig falschen Vorstellung von Krieg und Kampf, selbst innerhalb der eigenen Gesellschaft. Es sind vor allem die prägnanten Merksätze, die zu einer völlig verkorksten Haltung führen.
Einer der berühmtesten ist wohl: "zum Streit gehören immer zwei Beteiligte" in all seinen Variationen. Dabei wird leider ein Wort glatt übergebügelt. Streit. Viele Lehrer, Eltern und eben auch unter solchen Lehren Herangewachsene nutzen diesen Satz, wenn sie bspw. in einen Kampf einschreiten. Es prügeln sich zwei Jungs auf dem Schulhof - da geht der Lehrer erstmal davon aus, dass beide gleiche Schuld an dieser Situation tragen. Natürlich ist es für ihn auch fast unmöglich, herauszubekommen, was da wirklich passiert ist. Aber die Annahme macht es nicht besser. Denn es kann sich sehr wohl um einen Angriff handeln. Es braucht nicht zwangsläufig einen Grund. Wenn einem Rüpel danach ist, sich zu prügeln, und ihm läuft jemand über die Füße, den er für geeignet hält, dann geht es los.
Oder ein Mobbingopfer schlägt nach Wochen und Monaten zu. So sehr es nach einer Sequenz aus einer Tierdoku klingt: mitunter ist solches Verhalten sogar notwendig, um sich zu behaupten und seine Opferrolle endlich los zu werden.
Bei Erwachsenen Menschen ist das nicht so viel anders, umso mehr dank bestimmter sozialer Veränderungen. Wer schonmal auf winterabendlicher Strasse den Ruf hörte "was kuckst du?!" um sich als nächstes mit einer Gruppe junger Männer konfrontiert zu sehen, der ahnt, was ich meine.
Oder auf dem Parkplatz von einem Betrunkenen angesprochen wird um dieses oder jenes zu geben oder einfach nur "zu plaudern", was am Ende dazu führt, dass man sich gegen diesen Menschen verteidigen muss.
Im Fall der Münchner S-Bahn oder jüngst in Leverkusen (ironischerweise in der Stadt, in der die sorgenden Bürger sogar ihren Umzug verkürzen wollten, um die Flüchtlinge nicht noch weiter zu traumatisieren durch den Anblick von Kostümierten und den Klang von fröhlicher Musik) wird von den Medien das couragierte Eingreifen von Bürgern im Falle sexueller Belästigung in Frage gestellt. Nicht offen, aber unterschwellig durch den Kojunktiv und die Form der Berichterstattung. "Eine 19jährige sei sexuell belästigt worden." "behauptet ihr sei ans Gesäß gefasst worden" oder "Kontaktaufnahme durch intimes Berühren" stehen dann "Narren prügeln sich mit" u.ä. Formulierungen gegenüber.
Selbstverteidigung wird hier als eine "Schlägerei" verkauft - ein Wort, dass den Eindruck erweckt, da hätten sich zwei Streithähne auf der Suche nach einem zünftigen Schlagabtausch gesucht und gefunden.
Diese Situation ist aber noch gesteigert, wenn wir von Kriegen sprechen.
Scheinbar haben viele Menschen die Vorstellung entwickelt, dass man Krieg vermeiden könne, wenn man sich nur Mühe gäbe (Konflikttransformation nennt sich das dann) . Jeder Historiker, der sich nicht nur so nennt sondern seine Nase während des Studiums in Quellen und Fachliteratur gesteckt hat, wird darüber nur erstaunt die Stirn runzeln können. Ja, die eigene Aggression kann man bewältigen lernen, die eigenen Ambitionen in Frage und zurück stellen, sich selbst kritisch betrachten. Schon beim eigenen Verhalten wird es etwas schwieriger. Gerade Deutsche haben momentan wieder das Phänomen entwickelt, anderen Staaten und Kulturen vorschreiben zu wollen, was sie zu tun und zu lassen haben. Ist den USA und Russland das keine Reaktion wert, so sind Polen und Dänen davon als direkte Nachbarn mit deutscher Invasionserfahrung, so angenervt, dass zumindest Polen schonmal den Botschafter einbestellt - ein Vorgang der dann prompt zu weiterer Empörung bei unseren Politikern und Medienvertretern geführt hat, unter dem Motto "Kritik unerwünscht". Als in Polen vor einigen Jahren Kritik an unserer Europa-, Wirtschafts- und Außenpolitik zusammen mit Bedenken ob der ethischen Betrachtung polnischer Gastarbeiter geäußert wurde, hatten wir unsererseits ziemlich verschnupft solche Töne quittiert.
Soviel also zum Verhalten - und damit auch zu den Emotionen. Auf diese solle ein Friedenserzogener nämlich hören und sich leiten lassen.
Und da steht dann Abrüstung ganz oben auf der Liste der zu erledigenden Dinge, gefolgt von der Einstellung der Waffenproduktion. Hier geht die Friedenserziehung meist Hand in Hand mit kommunistischem oder nationalsozialistischem Gedankengut. Die bösen Großkapitalisten sind durch die Herstellung von Waffen und Mitteln schuld an der Gewalt in der Welt. Ohne ihre Waffen gäbe es kein Mord und Totschlag. Um Geld zu verdienen nutzen sie die Bevölkerung als Produktionsmittel für das Böse aus und verhökern die totbringenden Gewaltauslöser dann an nichtsahnende Leute ohne Verstand - was zugleich nicht wenig arrogant und rassistisch ist.
Letztlich sind diese Behauptungen so substanzlos, dass nur Menschen, die eher auf ihr Herz als auf ihren Verstand hören an sie glauben können. Kriege, Massenmorde und Gewalt gab es lange vor der Industrialisierung und modernen Waffen und keineswegs nur dort, wo Monarchen und Diktatoren herrschten sondern eben überall.
Selbst Schusswaffen können mit ein wenig Talent und einigem Werkzeug spielend selbst hergestellt werden. Die sind dann zwar i.d.R. nicht annähernd so modern wie industriell gefertigte Waffen - aber ihren Zweck erfüllen sie. Selbst im Warschau des durch Deutschland besetzten Polen produzierten die Widerständler ihre eigenen Waffen, darunter Maschinenpistolen. Die berühmte englische Sten-Gun ist vor allem aufgrund ihrer simplen Konstruktion massenhaft hergestellt worden.
Der Satz "si vis pacem para bellum" - "Wenn Du Frieden willst, bereite Dich auf den Krieg vor" stammt nicht von ungefähr. Viel zu oft glaubten Fürsten oder Staaten, sie seien so sicher, dass ihnen nichts geschehen könnte. Sie vernachlässigten das Militär oder führten Sparmaßnahmen durch, welche die Truppen in desolater Lage zurück ließen. Am Ende bereuten sie es oft, wenn dann doch ein Feind aufs Feld trat und in ihnen keinen würdigen Gegner fand.
Momentan haben wir es in Deutschland eher mit der Haltung von Ankh-Morpork, der größten Metropole der Scheibenwelt - einer Fantasy-Welt des Autoren Terry Pratchett. Die läßt in ihrer Hymne folgende Zeilen singen:
Der Glaube, unsere Nachbarn seien alles unsere Freunde und würden auf jetzt und alle Zeiten in friedlichem Glück mit uns leben und aus diesem Grunde bräuchten wir kein Militär mehr ist ein naiver und gefährlicher Irrglaube. Wie schnell sich Zustände ändern können haben nicht nur Georgien und die Ukraine in den letzten Jahren erleben müssen. Angesichts unserer hybrischen Haltung gegenüber anderen Ländern, denen wir beibringen wollen, wie sich "die Guten" zu verhalten haben, sollten wir auch nicht ausschließen, unsere Nachbarn zu verärgern und Bündnisse zu zerbrechen.
Krieg kann nicht immer vermieden werden. Stärke zu besitzen und zu demonstrieren mag unangenehm wirken für jeden, der lieber den Dialog sucht als den Kampf - aber davon auszugehen, dass unser Gegenüber genauso denkt ist naiv und dumm. Wenn man sich nur ein einziges Mal irrt, wird dies Leben kosten, vielleicht sogar die eigene Unabhängigkeit. Darauf zu vertrauen, dass andere die Kastanien aus dem Feuer holen funktioniert ebenso wenig auf Dauer.
Zumal die Früchte der Friedenserziehung keineswegs die Gewalt beendeten. Sie haben lediglich andere Ziele definiert. Wer erfahren hat, wie harsch gegen Bundeswehrstände bei Berufstagen an Schulen vorgegangen wurde, weiß, wie die harmloseren Reaktionen aussehen.
Die Hoffnung auf Frieden unter den Menschen ist mehr als ehrenvoll, sie als Ziel zu haben steht jedem Christenmenschen und jedem Vernunftmenschen an. Aber ebenso sollte man der Realität ins Auge sehen und nicht nackt in die Löwengrube springen, in der Hoffnung es dem heiligen Daniel gleich zu tun und die Löwen allein durch Glauben zu Friedfertigkeit zu bringen.
Vielmehr sollte man sich die Geschichte vom Frosch und dem Skorpion vor Augen führen.
Kampf, Krieg und Gewalt haben leider einen Platz in der Natur des Menschen und können nicht durch einseitige Abrüstung und naiver Idiotie besiegt werden. Wer seine Waffen niederlegt, sollte sich der Möglichkeit bewusst sein, ohne Gegenwehr erschlagen, versklavt oder gefoltert zu werden.
Mittlerweile weiß ich es besser. Nicht unbedingt, wie Friedenserziehung generell aussieht oder was sie sich wirklich erhofft, aber was dabei effektiv entsteht und wie es sich auswirkt. Man kann es an den Menschen, vor allem den heute Erwachsenen und Jugendlichen sehen, welche eben eine solche Friedenserziehung oder dessen Gedankengänge eingetrichtert bekamen.
Sie führt zu einer völlig falschen Vorstellung von Krieg und Kampf, selbst innerhalb der eigenen Gesellschaft. Es sind vor allem die prägnanten Merksätze, die zu einer völlig verkorksten Haltung führen.
Einer der berühmtesten ist wohl: "zum Streit gehören immer zwei Beteiligte" in all seinen Variationen. Dabei wird leider ein Wort glatt übergebügelt. Streit. Viele Lehrer, Eltern und eben auch unter solchen Lehren Herangewachsene nutzen diesen Satz, wenn sie bspw. in einen Kampf einschreiten. Es prügeln sich zwei Jungs auf dem Schulhof - da geht der Lehrer erstmal davon aus, dass beide gleiche Schuld an dieser Situation tragen. Natürlich ist es für ihn auch fast unmöglich, herauszubekommen, was da wirklich passiert ist. Aber die Annahme macht es nicht besser. Denn es kann sich sehr wohl um einen Angriff handeln. Es braucht nicht zwangsläufig einen Grund. Wenn einem Rüpel danach ist, sich zu prügeln, und ihm läuft jemand über die Füße, den er für geeignet hält, dann geht es los.
Oder ein Mobbingopfer schlägt nach Wochen und Monaten zu. So sehr es nach einer Sequenz aus einer Tierdoku klingt: mitunter ist solches Verhalten sogar notwendig, um sich zu behaupten und seine Opferrolle endlich los zu werden.
Bei Erwachsenen Menschen ist das nicht so viel anders, umso mehr dank bestimmter sozialer Veränderungen. Wer schonmal auf winterabendlicher Strasse den Ruf hörte "was kuckst du?!" um sich als nächstes mit einer Gruppe junger Männer konfrontiert zu sehen, der ahnt, was ich meine.
Oder auf dem Parkplatz von einem Betrunkenen angesprochen wird um dieses oder jenes zu geben oder einfach nur "zu plaudern", was am Ende dazu führt, dass man sich gegen diesen Menschen verteidigen muss.
Im Fall der Münchner S-Bahn oder jüngst in Leverkusen (ironischerweise in der Stadt, in der die sorgenden Bürger sogar ihren Umzug verkürzen wollten, um die Flüchtlinge nicht noch weiter zu traumatisieren durch den Anblick von Kostümierten und den Klang von fröhlicher Musik) wird von den Medien das couragierte Eingreifen von Bürgern im Falle sexueller Belästigung in Frage gestellt. Nicht offen, aber unterschwellig durch den Kojunktiv und die Form der Berichterstattung. "Eine 19jährige sei sexuell belästigt worden." "behauptet ihr sei ans Gesäß gefasst worden" oder "Kontaktaufnahme durch intimes Berühren" stehen dann "Narren prügeln sich mit" u.ä. Formulierungen gegenüber.
Selbstverteidigung wird hier als eine "Schlägerei" verkauft - ein Wort, dass den Eindruck erweckt, da hätten sich zwei Streithähne auf der Suche nach einem zünftigen Schlagabtausch gesucht und gefunden.
Diese Situation ist aber noch gesteigert, wenn wir von Kriegen sprechen.
Scheinbar haben viele Menschen die Vorstellung entwickelt, dass man Krieg vermeiden könne, wenn man sich nur Mühe gäbe (Konflikttransformation nennt sich das dann) . Jeder Historiker, der sich nicht nur so nennt sondern seine Nase während des Studiums in Quellen und Fachliteratur gesteckt hat, wird darüber nur erstaunt die Stirn runzeln können. Ja, die eigene Aggression kann man bewältigen lernen, die eigenen Ambitionen in Frage und zurück stellen, sich selbst kritisch betrachten. Schon beim eigenen Verhalten wird es etwas schwieriger. Gerade Deutsche haben momentan wieder das Phänomen entwickelt, anderen Staaten und Kulturen vorschreiben zu wollen, was sie zu tun und zu lassen haben. Ist den USA und Russland das keine Reaktion wert, so sind Polen und Dänen davon als direkte Nachbarn mit deutscher Invasionserfahrung, so angenervt, dass zumindest Polen schonmal den Botschafter einbestellt - ein Vorgang der dann prompt zu weiterer Empörung bei unseren Politikern und Medienvertretern geführt hat, unter dem Motto "Kritik unerwünscht". Als in Polen vor einigen Jahren Kritik an unserer Europa-, Wirtschafts- und Außenpolitik zusammen mit Bedenken ob der ethischen Betrachtung polnischer Gastarbeiter geäußert wurde, hatten wir unsererseits ziemlich verschnupft solche Töne quittiert.
Soviel also zum Verhalten - und damit auch zu den Emotionen. Auf diese solle ein Friedenserzogener nämlich hören und sich leiten lassen.
Und da steht dann Abrüstung ganz oben auf der Liste der zu erledigenden Dinge, gefolgt von der Einstellung der Waffenproduktion. Hier geht die Friedenserziehung meist Hand in Hand mit kommunistischem oder nationalsozialistischem Gedankengut. Die bösen Großkapitalisten sind durch die Herstellung von Waffen und Mitteln schuld an der Gewalt in der Welt. Ohne ihre Waffen gäbe es kein Mord und Totschlag. Um Geld zu verdienen nutzen sie die Bevölkerung als Produktionsmittel für das Böse aus und verhökern die totbringenden Gewaltauslöser dann an nichtsahnende Leute ohne Verstand - was zugleich nicht wenig arrogant und rassistisch ist.
Letztlich sind diese Behauptungen so substanzlos, dass nur Menschen, die eher auf ihr Herz als auf ihren Verstand hören an sie glauben können. Kriege, Massenmorde und Gewalt gab es lange vor der Industrialisierung und modernen Waffen und keineswegs nur dort, wo Monarchen und Diktatoren herrschten sondern eben überall.
Selbst Schusswaffen können mit ein wenig Talent und einigem Werkzeug spielend selbst hergestellt werden. Die sind dann zwar i.d.R. nicht annähernd so modern wie industriell gefertigte Waffen - aber ihren Zweck erfüllen sie. Selbst im Warschau des durch Deutschland besetzten Polen produzierten die Widerständler ihre eigenen Waffen, darunter Maschinenpistolen. Die berühmte englische Sten-Gun ist vor allem aufgrund ihrer simplen Konstruktion massenhaft hergestellt worden.
Der Satz "si vis pacem para bellum" - "Wenn Du Frieden willst, bereite Dich auf den Krieg vor" stammt nicht von ungefähr. Viel zu oft glaubten Fürsten oder Staaten, sie seien so sicher, dass ihnen nichts geschehen könnte. Sie vernachlässigten das Militär oder führten Sparmaßnahmen durch, welche die Truppen in desolater Lage zurück ließen. Am Ende bereuten sie es oft, wenn dann doch ein Feind aufs Feld trat und in ihnen keinen würdigen Gegner fand.
Momentan haben wir es in Deutschland eher mit der Haltung von Ankh-Morpork, der größten Metropole der Scheibenwelt - einer Fantasy-Welt des Autoren Terry Pratchett. Die läßt in ihrer Hymne folgende Zeilen singen:
Der Säbelrassler sich für tapfer hält, aber wir haben kühn gekämpft mit Geld. Uns gehören eure Helme, uns gehören eure Schuh. Uns gehören eure Generäle - greift an, und ihr verliert im Nu.Indem wir Geld in alle Welt verteilen und nicht wenige Staaten unsere noch hervorragenden Waffen kaufen, erhandeln wir uns eine gewisse Stabilität. Im militärischen Verteidigungsbündnis Nato ist der Unmut über unser desolates Heer und unsere mangelnde Einsatz- und Hilfsbereitschaft bereits groß. Es wird also nicht ewig so weiter gehen - zumal als Bonus oben drauf eben unsere militärische Wirtschaft und Ingenieurskunst von den Weltfriedenhoffenden nach und nach vertrieben oder eingestampft wird. Waren unsere Waffen und Waffensystem in den letzten 200 Jahren bemerkenswert und wegweisend, so rutschen wir in einen Teufelskreis aus Verweigerung, Dämonisierung und politischer Bürokratie, die Forschund und Entwicklung ebenso unterdrückt wie Produktion und Umsetzbarkeit.
Der Glaube, unsere Nachbarn seien alles unsere Freunde und würden auf jetzt und alle Zeiten in friedlichem Glück mit uns leben und aus diesem Grunde bräuchten wir kein Militär mehr ist ein naiver und gefährlicher Irrglaube. Wie schnell sich Zustände ändern können haben nicht nur Georgien und die Ukraine in den letzten Jahren erleben müssen. Angesichts unserer hybrischen Haltung gegenüber anderen Ländern, denen wir beibringen wollen, wie sich "die Guten" zu verhalten haben, sollten wir auch nicht ausschließen, unsere Nachbarn zu verärgern und Bündnisse zu zerbrechen.
Krieg kann nicht immer vermieden werden. Stärke zu besitzen und zu demonstrieren mag unangenehm wirken für jeden, der lieber den Dialog sucht als den Kampf - aber davon auszugehen, dass unser Gegenüber genauso denkt ist naiv und dumm. Wenn man sich nur ein einziges Mal irrt, wird dies Leben kosten, vielleicht sogar die eigene Unabhängigkeit. Darauf zu vertrauen, dass andere die Kastanien aus dem Feuer holen funktioniert ebenso wenig auf Dauer.
Zumal die Früchte der Friedenserziehung keineswegs die Gewalt beendeten. Sie haben lediglich andere Ziele definiert. Wer erfahren hat, wie harsch gegen Bundeswehrstände bei Berufstagen an Schulen vorgegangen wurde, weiß, wie die harmloseren Reaktionen aussehen.
Die Hoffnung auf Frieden unter den Menschen ist mehr als ehrenvoll, sie als Ziel zu haben steht jedem Christenmenschen und jedem Vernunftmenschen an. Aber ebenso sollte man der Realität ins Auge sehen und nicht nackt in die Löwengrube springen, in der Hoffnung es dem heiligen Daniel gleich zu tun und die Löwen allein durch Glauben zu Friedfertigkeit zu bringen.
Vielmehr sollte man sich die Geschichte vom Frosch und dem Skorpion vor Augen führen.
Kampf, Krieg und Gewalt haben leider einen Platz in der Natur des Menschen und können nicht durch einseitige Abrüstung und naiver Idiotie besiegt werden. Wer seine Waffen niederlegt, sollte sich der Möglichkeit bewusst sein, ohne Gegenwehr erschlagen, versklavt oder gefoltert zu werden.
Dienstag, 9. Februar 2016
Vergewaltigung in Deutschland - Rape Culture & Feminismus? Ein paar Zahlen und Fakten
Es ist dies kein durchrecherchierter Artikel. Dazu fehlt mir die Zeit und momentan die emotionale Stärke, die Selbstbeherrschung bei diesem Thema ordentliche Arbeit zu leisten.
Daher greife ich diesmal u.a. zu etwas, das ich sonst zu vermeiden suche: wikipedia.
Laut dieser verfügt Deutschland über 80,6 Millionen Einwohner, von denen über 50% über 40 Jahre alt ist, nur 18% unter 20.
2011 lebten 15 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland.
Soviel zur Ausgangslage.
Zu den Vergewaltigungen:
Laut wikipedia gab es 2013 ca. 7408 Vergewaltigungen / (schwerer) sexueller Nötigung und 46 793 Fälle von "Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung" insgesamt.
Im gleichen Jahr wurden 1 129 Verurteilungen wegen Vergewaltigung ausgesprochen.
Die 7400 sind nach wikipedia auch etwa der Durchschnitt in den letzten Jahren (ca. 2007 bis 2014).
Abweichend von Wikipedia gibt das Statistische Bundesamt für 2014 (S. 308 f.) an:
12 623 Fälle von Kindesmißbrauch
10 686 davon aufgeklärt.
8 031 Fälle von Vergewaltigung und Nötigung
6 482 davon aufgeklärt.
Hier liegt eine der großen Ungerechtigkeiten. Frauen, die sich trauen ihre Peiniger anzuzeigen, können darüber noch keineswegs sicher sein, dass diese auch im Gefängnis landen. Vor mehreren Jahren hat sogar einmal der Ex-Staatsanwalt Hansjürgen Karges es deutlich gesagt: er würde seiner Tochter davon abraten, ihren Vergewaltiger anzuzeigen. Zu groß die Tortur des Prozesses und zu klein die Chance der Verurteilung, zu mickrig die Strafen.
Oben drauf kommt die alles andere als kleine Dunkelziffer. Viele Kinder, Mädchen und Frauen, mitunter sogar Männer, finden nicht den Mut oder die Kraft oder sehen sich sogar direkt einem Druck oder Gewalt ausgesetzt, welche verhindern, dass sie zur Polizei gehen. Die oben genannte Erfolgsaussicht, so ihnen bekannt, hilft da ebenfalls nicht.
Von Gerechtigkeit kann hier also keine Rede sein. Aus meiner altertümlichen Sicht ist hier der Feminismus gefragt. Opfer darin zu bestärken Anzeige zu erstatten, ihnen ein Gefühl der wiedergewonnenen Sicherheit zu vermitteln, sie zu begleiten und die juristische Ausgangslage zu verbessern, den Prozess erträglicher werden zu lassen - das sollte Hauptanliegen und Hauptthema sein. Ist es aber nicht.
Statt dessen ergeht sich der moderne Feminismus in der Anschuldigung, die westlichen Kulturen sei eine rape culture, in der Frauen (und zwar ausschließlich Frauen) immer und überall von den Männern unseres Kulturkreises bedroht, ausgenutzt und vergewaltigt würden. Gerne im Zusammenhang mit "Alltagssexismus", wie etwa eine Unterwäschewerbung an einer belebten Strasse oder einem TV Spot für Duschgel, der unbedingt eine nackte Frau zeigen muss.
Schon wer einmal auf das Verhältnis vongemeldetem Kindesmissbrauch und erwachsenen Opfern sexueller Gewalt blickt, wird feststellen, dass da eine Opfergruppe nicht die gebührende Beachtung erhält und hier insgesamt wirklich etwas im Argen liegt - was sich allerdings nicht mit "rape culture" umschreiben lässt. Sexuelle Gewalt ist ein präsentes Phänomen und ein riesiges, herzzerreißendes Problem.
So wurde und wird gesagt, dass eine von fünf (1 von 5) US Frauen (an den Universitäten) Opfer sexueller Gewalt geworden wäre. Diese Zahl erschien 2014 und wurde u.a. vom Präsident Obama in Ansprachen und Memoranden verbreitet.. Es ging also um Millionen von Opfern bzw. Taten und somit im extremen Kontrast zu offiziellen wie nicht-staatlichen Zahlen.
Also ging man zur Quelle. Dem National Intimate Partner and Sexual Violence Survey von 2010/2011 des CDC (Centers for Disease Control and Prevention, also die Zentrale für Krankheitskontrolle und -vorbeugung), der behauptet 1,3 Millionen Frauen wären Opfer von Vergewaltigung und 12,7 Millionen Männer und Frauen wären Opfer sexueller Gewalt.
Nach der Methode der Studie gefragt kamen fragwürdige Methoden heraus. So wurde für die erste Studie die Datenlage des Justizministeriums von 2007 verwendet. Diese war jedoch eine online-Umfrage, die in 15 Minuten erledigt war, an lediglich zwei Unis durchgeführt wurde und an der weniger als 6 000 Studentinnen und Studenten teilgenommen hatten, wobei die männlichen Teilnehmer nicht erfuhren, dass ihre Zahlen anders bewertet wurde - nämlich nur dann als Vergewaltigung oder sexuelle Gewalt gewertet wurden, wenn Männer die Täter waren.
Alle Teilnehmer erhielten ein Geldgeschenk bzw. eine Gutscheinkarte.
Bis hierhin hatte die Studie also:
- eine viel zu kleine Zahl an Teilnehmern und Orten um repräsentativ zu sein
- Manipulation der Daten
- Beeinflußung der potentiellen Teilnehmer durch finanzielle Anreize
- einseitige Medienwahl und mangelnder Manipulationsschutz (online Umfragen sind alles andere als verlässliche Quellen)
Die gestellten Fragen setzen noch einen drauf. So wurde u.a. gefragt, ob die Teilnehmer jemals sexuellen Kontakt hatten, während sie betrunken, high, im Schlaf, bewusstlos oder unfähig eine Zustimmung oder Ablehnung zu äußern gewesen waren.
Betrachtet man die Frage großzügig, so beinhaltet sie ja in der Tat die Möglichkeit ungewollten Verkehrs. Allerdings ist die Frage auch zu verstehen, dass Alkoholgenuß und Drogenkonsum mit anschließendem "sexuellem Kontakt" - und all der darin steckenden Interpretationsmöglichkeiten, diesen stets zu einem Akt sexueller Gewalt bzw. Vergewaltigung werden lässt.
Die Frage wurde wiederholt - allerdings mit dem Zusatz ob die Befragte glaubt aber nicht sicher ist, ob soetwas jemals mit ihr geschah. Ich vermute, dies sollte auf bestimmte Vergewaltigungsdrogen abzielen, die, in das Getränk eines anderen Menschen getan, diesen einerseits gefügig machen, andererseits sein Gedächtnis blockieren.
In der Tat gab es aber in der Vergangenheit Fälle, in denen Suggestionen oder Phantasie dazu geführt haben, dass Vergewaltigungsbesschuldigungen erhoben wurden. In den 90ern machten sogar zwei Fälle von "eingepflanzer Vergewaltigungserinnerung" Schlagzeilen. Vynnette Hamanne und Elizabeth Carlson wurden von ihrem Therapeuten mit Hilfe von Hypnose und bestimmten "therapeutischen Drogen" vorgemacht, sie seien von Familienmitgliedern missbraucht worden. Dies kam erst in Folge der auf die Beschuldigungen folgenden Untersuchungen heraus.
Dazu muss gesagt werden, dass verschiedene Studien über Jahrzehnte zu Ergebnissen von 2 bis 10 % an Falschanklagen kamen und davon die Mehrzahl bewusst. Nichts desto trotz sollte eine Studie vorsichtig sein, um soetwas zu vermeiden, und nicht zu befördern. Die Studie nahm aber die Angaben unmittelbar auf und führte keine Kategorie an, in der es um "mögliche, aber unsichere" Behauptungen ging.
Dies zeigt sich dann auch an den Zahlen. Mehr als 60% der berichteten Vergewaltigungsfälle wurden durch diese beiden Fragen ermittelt - soll heißen, "durch Alkohol und Drogen herbeigeführte Penetration", wie es die CDC nennt.
Schon 1997 wurde dieses Problem in einer Studie erkannt und durch vorsichtige Formulierung besser gelöst. Dort wurde getrennt, ob es sich um sexuellen Kontakt unter Einfluß von Alkohol und Drogen handelte, oder um einen Übergriff entgegen dem Willen - formuliert oder nicht.
Dadurch kamen deutlich andere Zahlenverhältnisse heraus - wenn auch trotzdem die erfasst Vergewaltigungen sehr hoch und höher als heute waren - aber das galt auch für die ordentlich erfassten.
Also wurde eine zweite Studie der CDC angelegt - diesmal am Telefon. Allerdings wieder mit viel zu wenig Teilnehmern und solchen Fragen. Auch hier kam eine überwältigend größere Zahl an Opfern heraus, als andere Statistiken angeben. Die Auswertung der erfassten Daten ergab auch hier einen Kontrast zur Auswertung und dem selbst auferlegten Definitionen.
Der maßgebliche Unterschied der Zahlen wird mit der mangelnden Fähigkeit zur Zustimmung begründet. Wer alkoholisiert oder high ist, so die CDC, kann nicht zustimmen. Also handelt es sich um Vergewaltigung. Unter diesem Gesichtspunkt ergab sich etwas Faszinierendes aus den Daten. Nach den Erlebnissen der letzten 12 Monate gefragt, gaben 1,6% der befragten Männer, zu sexuellem Kontakt "gebracht" worden zu sein, also unter Einfluß von Alkohol oder Drogen standen, als jemand Sex mit ihnen praktizierte.
Das passt zwar zu einer aktuellen Studie der Universität von Missouri, im Auftrag der Psychologengesellschaft der USA, laut der 43 % aller männlichen Schüler und Studenten ungewünschte sexuelle Erfahrungen machen mussten, in fast 95% aller Fälle durch eine weibliche Person aus dem Umfeld begangen. In der Mehrheit ging es um Penetration und Oralsex.
Trotzdem entschloss sich die CDC erneut, dies auszuklammern und statt unter Vergewaltigung unter sexuelle Gewalt zu listen.
Was von diesen Studien bleibt, ist die traurige aber bekannte Information: es gibt eines deutlich höhere Zahl an Vergewaltigungen und sexueller Gewalt, als gemeldet wird. Die sogennante Dunkelziffer.
Während das Verfahren lief und auch nachdem alle Anklagen abgewiesen, Nungesser von allen Anklagen befreit worden war, lief Sulkowicz mit einer Matraze aus ihrem Zimmer umher, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen und den Rauswurf von Nungesser durchzusetzen. Dies wurde von ihr zu einer "Performance" mit dem besagten Titel "Mattress Girl: i carry my weight" erklärt.
Dieser Akt öffentlicher Verfehmung fand viel Beifall, und selbst eine Senatorin lud sie zu Veranstaltungen ein und lobte sie für ihre Tat.
Der Mitstudent, den sie anklagte sah dies naturgemäß anders und ging schließlich ebenfalls an die Öffentlichkeit. Im Gepäck hatte er dabei einige der Beweise, die u.a. Richter und Polizei überzeugt hatten, dass hier keine Vergewaltigung vorläge. Dies waren SMS, Facebook- und andere Nachrichten, die auch für den Zeitraum nach der vermeintlichen Tat Versuche der Kontaktaufnahme und Nähe bestätigen.
Am Ende war Nungesser zwar freigesprochen von allen Anklagen, es fanden sich keine Beweise für eine Vergewaltigung oder sexuelle Angriffe, vielmehr fanden sich genug Hinweise für einen Racheakt junger Frauen, aber Sulkowicz profitierte davon und wurde zur vielfach ausgezeichneten und gelobten Künstlerin, die noch auf der Abschlusszeremonie mit der Matraze erschien und dafür stehende Ovationen erhielt, während Nungesser während seines Studiums zur persona non grata erklärt wurde und aufgrund der vehementen Forderungen seiner vermeintlichen Opfer um jede Selbstverständlichkeit streiten musste. Er schloss sein Studium im gleichen Jahr ab. Auf einen öffentlichen Auftritt verzichtete er verständlicherweise. Sein Ruf dürfte dauerhaft geschädigt sein und wie es um seine beruflichen Aussichten aussieht, wird die Zeit zeigen.
Sulkowicz präsentierte als erstes Projekt nach ihrer Matratzen-Performance ein Video, wie sie in ihrem Studentenzimmer Sex mit einem unkenntlich gemachten Mann hat. Das Video lief unter einer Erläuterung, dass jedes Betrachten des Videos in einem anderen Sinn als dem von ihr gedachten ebenso wie das Ansehen ohne ihre Zustimmung ebenfalls eine Vergewaltigung wäre (der Link führt zu einer kritischen Analyse und enthält keine Videoaufnahmen oder verfängliche Bilder).
Die vermeldete "Vergewaltigungskultur" also eben nicht zu vermerken. Selbst ein Fall, in welchem die Vergewaltigung alles andere als klar hervortritt, es sogar genug Gründe für berechtigte Zweifel gibt und die Unschuldsvermutung immerhin einen effekt auf die Schärfe der Debatte haben sollte enden mit einer gesellschaftlichen Vorverurteilung, die auch durch Beweise, Gerichtsurteile und Aussagen nicht maßgeblich geändert wird.
Wo ist da die Akzeptanz oder mindestens Toleranz, die doch angeblich solch ein Klima hervorruft?
Das Gleiche wurde denn auch hier in Deutschland nach dem Silvesterübergriffen versucht. Federführende Feministinnen (die Macherinnen des #Aufschrei u.a.) reagierten auf die Vorfälle in Köln, nachdem sie tagelang schwiegen, mit dem Vorwurf, Deutschland verfüge bereits über eine "rape culture", die nichts mit den neuen Immigranten zu tun habe. Dafür führten sie Vergewaltigungszahlen und -dunkelziffern für das Oktoberfest an - die sich hinterher als dramatisch übertrieben bzw. falsch herausstellten und im direkten Vergleich weder in Art, Zahl der Beteiligten noch Relation von Zeit und Opfer oder Opferzahl insgesamt vergleichbar waren.
Die vornehmlich pakistanischen Vergewaltigungs- und Zwangsprostituionsringe in England wurden lange sogar politisch korrekt geschützt und Feministinnen sucht man im Kampf gegen sie vergeblich. Tausende Mädchen und Kinder interessieren hier gar nicht.
Das oft genannte Beispiel einer rape culture wird hingegen von Feministinnen mit verschiedenen Pseudo-Argumenten klein geredet. Es geht um den Tahrir-Platz in Kairo. Als dort die Proteste am stärksten waren, kam es zu einer Vielzahl von Massenvergewaltigungen und sexueller Gewalt. Selbst europäische und amerikanische Journalistinnen wurden vor laufender Kamera zu Opfern. Frauen wurden von Horden von Männern angefallen, ihrer Kleidung beraubt, überall angefasst und schließlich in Ecken, Hauseingängen oder einfach mitten auf dem Platz in der Menge vergewaltigt.
In einer Kultur, in der die vergewaltigten Frauen von der Gesellschaft eben mitbeschuldigt werden, in der sie als entehrt teilweise sogar ermordet oder verstoßen werden, mitunter um weiter leben zu dürfen sogar ihre Vergewaltiger heiraten müssen, sind Anzeigen selten. Auch weil sie oft noch beschimpft und belästigt werden. In Ägypten haben es mehrere hundert Opfer von Gruppenvergewaltigungen allein 2013 und 2014 getan - und hier eine Dunkelziffer anzunehmen erscheint mir doch recht plausibel. So besuchte nicht nur Präsident al-Sisi Opfer, sondern es gab auch den ersten Prozess in solch einer Sache.
Die Zahl der Entschuldigungen, die für solche Verbrechen ist aber nicht kleiner - gerade dieser Tage wird so getan, als gäbe es dies nicht oder wäre die Folge bestimmter, einmaliger Umstände.
Damit versündigen sich die Verharmloser gegen die Opfer in Europa wie in den betreffenden Ländern, aber auch gegen die feministischen Bewegungen, die dort erst in den Kinderschuhen für Selbstverständlichkeiten eintreten, die hierzulande seit Jahrhunderten, zum Teil aber auch erst wenige Jahrzehnte alt sind.
Sie machen damit eine konsequente Verfolgung von Gruppen wie in Yorkshire, Rotherham und diversen anderen Orten unwahrscheinlich und legen einen Mantel des politischen Schweigens über Rassismus und Sexismus gegenüber weißen Mädchen.
Die oben genannten Zahlen von Vergewaltigungen in Deutschland, Europa oder den USA sind in der absoluten Mehrheit Taten von einzelnen, mitunter von zwei Tätern. Gruppenvergewaltigungen und sexuelle Übergriffe mit vielen Tätern sind absolute Ausnahmen und wurden von jeher in den Nachrichten wie in den Produkten der Künstler als besonders abscheuchlich, grausam und abschreckend wiedergegeben.
Erst seit wenigen Jahrzehnten tauchen sie in Europa wieder auf und erst seit wenigen Jahren nehmen die Zahlen bemerkenswerte Ausmaße an - und die Täter kommen in fast allen diesen Fällen nicht aus Europa oder Deutschland oder verfügen mindestens über einen Migrationshintergrund aus einer bestimmten kulturellen Ecke der Welt.
Es ist kaum auszuhalten, wie heuchlerisch besagte Aktivisten und Feministen dies ignorieren, ja sogar negieren wollen, indem sie die Zahlen verfälschen.
Richtig ist: kein Land der Welt, auch Deutschland, die USA oder irgend ein anderes Mitglied von Europa kämpft nicht mit den abscheuchlichen Verbrechen der Vergewaltigung. Mindestens in Westeuropa und den USA ist sexuelle Gewalt in Gesetz wie Ansehen der Gesellschaft ein Verbrechen und nichts anderes. Mitunter gibt es Fälle, in denen Opfern nicht geglaubt wird - umgekehrt gibt es aber auch leider Fälle in denen falsche Anschuldigungen erhoben werden. Dies führt zu einer verständlichen Zurückhaltung vieler Menschen, die nicht vergleichbar ist mit der "sie hat ihn dazu gebracht / sie hat es verdient" Haltung anderer Kulturen. Öfter als vertretbar kommt es bei uns auch zu Äußerungen wie "wer so rumläuft, muss sich nicht wundern...", was sich in etwa auf dem vorher angeführten Niveau bewegt, aber selbst von der Mehrzahl der Äußernden nicht zu verstehen ist als Entschuldigung für den Täter oder gar den Glauben, es bedürfe keiner Strafe.
Ja, es gibt bei uns Vergewaltigungen. Nein, weder finden deutsche Täter problemlos, überall und jederzeit Mittäter, noch wird ihre Verfolgung verhindert, noch werden solche Taten achselzuckend hingenommen. Oft fehlt Verständnis und viele Menschen können oder wollen nicht glauben, dass so etwas Schlimmes in ihrem Umfeld passiert - das ist jedoch etwas völlig anderes, als eine "Vergewaltigungskultur". Das ist eher mangelnde Aufklärungsarbeit. Darunter leiden aber vor allem Kinder, denn Kindesmissbrauch unterliegt vielen Mythen und besonders für Kinder ist es schwer zu unterscheiden wem man was wie sagen kann - vor allem wenn im Hintergrund der Täter lauert und Drohungen ausspricht oder Druck oder Psycho-Spiele ausübt.
Oftmals schreiten bei Vergewaltigungen im Alltag Zeugen oder Passanten beiderlei Geschlechts ein. Selbst unter Lebensgefahr.
Wer dies mit Szenen und Berichten aus Ägypten, Gaza, Libyen oder dem Sudan vergleicht, bemerkt deutliche Unterschiede zu dem, was in Deutschland "typisch" ist - von den Taten in Syrien und Irak ganz zu schweigen. Wer dann die Analysen betrachtet, wie viele und wie oft Frauen in diesen Ländern Opfer sexueller Gewalt und Vergewaltigung nach Maßstäben werden, die "unfähig zum Konsenz" nicht mal in Betracht ziehen, der kommt aus dem Staunen nicht mehr raus - oder vielmehr entsetzen. Allein die Zahlen zur weiblichen Genitalverstümmelung (bis hin zum zunähen bis zur geplanten Entjungferung) in Ägypten sind absolut unglaublich.
Es gibt eine Reihe von Feministinnen, die gegen Vergewaltigung, sexuelle Gewalt und Missbrauch kämpft und dabei Fakten nennt. Sowohl die Fakten rund um deutsche Vergewaltiger als auch um unsere zugewanderten Täter. Nur so wird man die Situation verbessern können statt stetig verschlimmern. Norwegen und Schweden vermögen davon ein Lied zu singen.
Wenn nicht bald die permanten Übertreibung in die eine und die Verharmlosung in die andere Richtung endet, dann schaufelt sich der moderne Feminismus selbst sein Grab. Dann wird er nicht mehr nur nicht ernst genommen, sondern macht sich selbst zum Feindbild aller Beteiligten und zum Mittäter.
Und weder die "üblichen" Vergewaltigung noch die neuen Formen werden effektiv bekämpft werden können. Und das wäre das Schlimmste an der Sache.
Daher greife ich diesmal u.a. zu etwas, das ich sonst zu vermeiden suche: wikipedia.
Laut dieser verfügt Deutschland über 80,6 Millionen Einwohner, von denen über 50% über 40 Jahre alt ist, nur 18% unter 20.
2011 lebten 15 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland.
Soviel zur Ausgangslage.
Zu den Vergewaltigungen:
Laut wikipedia gab es 2013 ca. 7408 Vergewaltigungen / (schwerer) sexueller Nötigung und 46 793 Fälle von "Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung" insgesamt.
Im gleichen Jahr wurden 1 129 Verurteilungen wegen Vergewaltigung ausgesprochen.
Die 7400 sind nach wikipedia auch etwa der Durchschnitt in den letzten Jahren (ca. 2007 bis 2014).
Abweichend von Wikipedia gibt das Statistische Bundesamt für 2014 (S. 308 f.) an:
12 623 Fälle von Kindesmißbrauch
10 686 davon aufgeklärt.
8 031 Fälle von Vergewaltigung und Nötigung
6 482 davon aufgeklärt.
Hier liegt eine der großen Ungerechtigkeiten. Frauen, die sich trauen ihre Peiniger anzuzeigen, können darüber noch keineswegs sicher sein, dass diese auch im Gefängnis landen. Vor mehreren Jahren hat sogar einmal der Ex-Staatsanwalt Hansjürgen Karges es deutlich gesagt: er würde seiner Tochter davon abraten, ihren Vergewaltiger anzuzeigen. Zu groß die Tortur des Prozesses und zu klein die Chance der Verurteilung, zu mickrig die Strafen.
Oben drauf kommt die alles andere als kleine Dunkelziffer. Viele Kinder, Mädchen und Frauen, mitunter sogar Männer, finden nicht den Mut oder die Kraft oder sehen sich sogar direkt einem Druck oder Gewalt ausgesetzt, welche verhindern, dass sie zur Polizei gehen. Die oben genannte Erfolgsaussicht, so ihnen bekannt, hilft da ebenfalls nicht.
Von Gerechtigkeit kann hier also keine Rede sein. Aus meiner altertümlichen Sicht ist hier der Feminismus gefragt. Opfer darin zu bestärken Anzeige zu erstatten, ihnen ein Gefühl der wiedergewonnenen Sicherheit zu vermitteln, sie zu begleiten und die juristische Ausgangslage zu verbessern, den Prozess erträglicher werden zu lassen - das sollte Hauptanliegen und Hauptthema sein. Ist es aber nicht.
Statt dessen ergeht sich der moderne Feminismus in der Anschuldigung, die westlichen Kulturen sei eine rape culture, in der Frauen (und zwar ausschließlich Frauen) immer und überall von den Männern unseres Kulturkreises bedroht, ausgenutzt und vergewaltigt würden. Gerne im Zusammenhang mit "Alltagssexismus", wie etwa eine Unterwäschewerbung an einer belebten Strasse oder einem TV Spot für Duschgel, der unbedingt eine nackte Frau zeigen muss.
Schon wer einmal auf das Verhältnis vongemeldetem Kindesmissbrauch und erwachsenen Opfern sexueller Gewalt blickt, wird feststellen, dass da eine Opfergruppe nicht die gebührende Beachtung erhält und hier insgesamt wirklich etwas im Argen liegt - was sich allerdings nicht mit "rape culture" umschreiben lässt. Sexuelle Gewalt ist ein präsentes Phänomen und ein riesiges, herzzerreißendes Problem.
Herkunfts des Begriffes "rape culture"
Die "Vergewaltigungskultur" als Anklage stammt von Feministinnen aus den USA. Dort wurden verschiedene Anklagen erhoben, sowohl als Aufmerksamkeit erregende Einzelfälle, als auch als generelle Anklagen auf der Basis bestimmter Daten.So wurde und wird gesagt, dass eine von fünf (1 von 5) US Frauen (an den Universitäten) Opfer sexueller Gewalt geworden wäre. Diese Zahl erschien 2014 und wurde u.a. vom Präsident Obama in Ansprachen und Memoranden verbreitet.. Es ging also um Millionen von Opfern bzw. Taten und somit im extremen Kontrast zu offiziellen wie nicht-staatlichen Zahlen.
Also ging man zur Quelle. Dem National Intimate Partner and Sexual Violence Survey von 2010/2011 des CDC (Centers for Disease Control and Prevention, also die Zentrale für Krankheitskontrolle und -vorbeugung), der behauptet 1,3 Millionen Frauen wären Opfer von Vergewaltigung und 12,7 Millionen Männer und Frauen wären Opfer sexueller Gewalt.
Nach der Methode der Studie gefragt kamen fragwürdige Methoden heraus. So wurde für die erste Studie die Datenlage des Justizministeriums von 2007 verwendet. Diese war jedoch eine online-Umfrage, die in 15 Minuten erledigt war, an lediglich zwei Unis durchgeführt wurde und an der weniger als 6 000 Studentinnen und Studenten teilgenommen hatten, wobei die männlichen Teilnehmer nicht erfuhren, dass ihre Zahlen anders bewertet wurde - nämlich nur dann als Vergewaltigung oder sexuelle Gewalt gewertet wurden, wenn Männer die Täter waren.
Alle Teilnehmer erhielten ein Geldgeschenk bzw. eine Gutscheinkarte.
Bis hierhin hatte die Studie also:
- eine viel zu kleine Zahl an Teilnehmern und Orten um repräsentativ zu sein
- Manipulation der Daten
- Beeinflußung der potentiellen Teilnehmer durch finanzielle Anreize
- einseitige Medienwahl und mangelnder Manipulationsschutz (online Umfragen sind alles andere als verlässliche Quellen)
Die gestellten Fragen setzen noch einen drauf. So wurde u.a. gefragt, ob die Teilnehmer jemals sexuellen Kontakt hatten, während sie betrunken, high, im Schlaf, bewusstlos oder unfähig eine Zustimmung oder Ablehnung zu äußern gewesen waren.
Betrachtet man die Frage großzügig, so beinhaltet sie ja in der Tat die Möglichkeit ungewollten Verkehrs. Allerdings ist die Frage auch zu verstehen, dass Alkoholgenuß und Drogenkonsum mit anschließendem "sexuellem Kontakt" - und all der darin steckenden Interpretationsmöglichkeiten, diesen stets zu einem Akt sexueller Gewalt bzw. Vergewaltigung werden lässt.
Die Frage wurde wiederholt - allerdings mit dem Zusatz ob die Befragte glaubt aber nicht sicher ist, ob soetwas jemals mit ihr geschah. Ich vermute, dies sollte auf bestimmte Vergewaltigungsdrogen abzielen, die, in das Getränk eines anderen Menschen getan, diesen einerseits gefügig machen, andererseits sein Gedächtnis blockieren.
In der Tat gab es aber in der Vergangenheit Fälle, in denen Suggestionen oder Phantasie dazu geführt haben, dass Vergewaltigungsbesschuldigungen erhoben wurden. In den 90ern machten sogar zwei Fälle von "eingepflanzer Vergewaltigungserinnerung" Schlagzeilen. Vynnette Hamanne und Elizabeth Carlson wurden von ihrem Therapeuten mit Hilfe von Hypnose und bestimmten "therapeutischen Drogen" vorgemacht, sie seien von Familienmitgliedern missbraucht worden. Dies kam erst in Folge der auf die Beschuldigungen folgenden Untersuchungen heraus.
Dazu muss gesagt werden, dass verschiedene Studien über Jahrzehnte zu Ergebnissen von 2 bis 10 % an Falschanklagen kamen und davon die Mehrzahl bewusst. Nichts desto trotz sollte eine Studie vorsichtig sein, um soetwas zu vermeiden, und nicht zu befördern. Die Studie nahm aber die Angaben unmittelbar auf und führte keine Kategorie an, in der es um "mögliche, aber unsichere" Behauptungen ging.
Dies zeigt sich dann auch an den Zahlen. Mehr als 60% der berichteten Vergewaltigungsfälle wurden durch diese beiden Fragen ermittelt - soll heißen, "durch Alkohol und Drogen herbeigeführte Penetration", wie es die CDC nennt.
Schon 1997 wurde dieses Problem in einer Studie erkannt und durch vorsichtige Formulierung besser gelöst. Dort wurde getrennt, ob es sich um sexuellen Kontakt unter Einfluß von Alkohol und Drogen handelte, oder um einen Übergriff entgegen dem Willen - formuliert oder nicht.
Dadurch kamen deutlich andere Zahlenverhältnisse heraus - wenn auch trotzdem die erfasst Vergewaltigungen sehr hoch und höher als heute waren - aber das galt auch für die ordentlich erfassten.
Also wurde eine zweite Studie der CDC angelegt - diesmal am Telefon. Allerdings wieder mit viel zu wenig Teilnehmern und solchen Fragen. Auch hier kam eine überwältigend größere Zahl an Opfern heraus, als andere Statistiken angeben. Die Auswertung der erfassten Daten ergab auch hier einen Kontrast zur Auswertung und dem selbst auferlegten Definitionen.
Der maßgebliche Unterschied der Zahlen wird mit der mangelnden Fähigkeit zur Zustimmung begründet. Wer alkoholisiert oder high ist, so die CDC, kann nicht zustimmen. Also handelt es sich um Vergewaltigung. Unter diesem Gesichtspunkt ergab sich etwas Faszinierendes aus den Daten. Nach den Erlebnissen der letzten 12 Monate gefragt, gaben 1,6% der befragten Männer, zu sexuellem Kontakt "gebracht" worden zu sein, also unter Einfluß von Alkohol oder Drogen standen, als jemand Sex mit ihnen praktizierte.
Das passt zwar zu einer aktuellen Studie der Universität von Missouri, im Auftrag der Psychologengesellschaft der USA, laut der 43 % aller männlichen Schüler und Studenten ungewünschte sexuelle Erfahrungen machen mussten, in fast 95% aller Fälle durch eine weibliche Person aus dem Umfeld begangen. In der Mehrheit ging es um Penetration und Oralsex.
Trotzdem entschloss sich die CDC erneut, dies auszuklammern und statt unter Vergewaltigung unter sexuelle Gewalt zu listen.
Was von diesen Studien bleibt, ist die traurige aber bekannte Information: es gibt eines deutlich höhere Zahl an Vergewaltigungen und sexueller Gewalt, als gemeldet wird. Die sogennante Dunkelziffer.
Definition einer Rape Cultur an Beispielen
Allein die Zahlen aber sind nicht Grund zur Definition einer "rape culture". Mit der hohen Zahl wird der Vorwurf der Akzeptanz, mindestens aber der Duldung erhoben. Bekanntestes Beispiel der letzten Zeit war der "I carry my weight" Fall, in dem die Studentin Sulkowicz verbreitete, sie sei vom deutschen Austauschstudenten Paul Nungesser im Rahmen einvernehmlichen Sex vergewaltigt worden. Sie zeigte ihn Monate nach der vermeintlichen Tat an, als sie sich mit einer Ex-Freundin des jungen Mannes und einer weiteren jungen Frau besprochen hatte, die zwar keine Vergewaltigung, wohl aber Übergriffkeit beklagten. Alle drei Frauen erstatteten Anzeige.Während das Verfahren lief und auch nachdem alle Anklagen abgewiesen, Nungesser von allen Anklagen befreit worden war, lief Sulkowicz mit einer Matraze aus ihrem Zimmer umher, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen und den Rauswurf von Nungesser durchzusetzen. Dies wurde von ihr zu einer "Performance" mit dem besagten Titel "Mattress Girl: i carry my weight" erklärt.
Dieser Akt öffentlicher Verfehmung fand viel Beifall, und selbst eine Senatorin lud sie zu Veranstaltungen ein und lobte sie für ihre Tat.
Der Mitstudent, den sie anklagte sah dies naturgemäß anders und ging schließlich ebenfalls an die Öffentlichkeit. Im Gepäck hatte er dabei einige der Beweise, die u.a. Richter und Polizei überzeugt hatten, dass hier keine Vergewaltigung vorläge. Dies waren SMS, Facebook- und andere Nachrichten, die auch für den Zeitraum nach der vermeintlichen Tat Versuche der Kontaktaufnahme und Nähe bestätigen.
Am Ende war Nungesser zwar freigesprochen von allen Anklagen, es fanden sich keine Beweise für eine Vergewaltigung oder sexuelle Angriffe, vielmehr fanden sich genug Hinweise für einen Racheakt junger Frauen, aber Sulkowicz profitierte davon und wurde zur vielfach ausgezeichneten und gelobten Künstlerin, die noch auf der Abschlusszeremonie mit der Matraze erschien und dafür stehende Ovationen erhielt, während Nungesser während seines Studiums zur persona non grata erklärt wurde und aufgrund der vehementen Forderungen seiner vermeintlichen Opfer um jede Selbstverständlichkeit streiten musste. Er schloss sein Studium im gleichen Jahr ab. Auf einen öffentlichen Auftritt verzichtete er verständlicherweise. Sein Ruf dürfte dauerhaft geschädigt sein und wie es um seine beruflichen Aussichten aussieht, wird die Zeit zeigen.
Sulkowicz präsentierte als erstes Projekt nach ihrer Matratzen-Performance ein Video, wie sie in ihrem Studentenzimmer Sex mit einem unkenntlich gemachten Mann hat. Das Video lief unter einer Erläuterung, dass jedes Betrachten des Videos in einem anderen Sinn als dem von ihr gedachten ebenso wie das Ansehen ohne ihre Zustimmung ebenfalls eine Vergewaltigung wäre (der Link führt zu einer kritischen Analyse und enthält keine Videoaufnahmen oder verfängliche Bilder).
Die vermeldete "Vergewaltigungskultur" also eben nicht zu vermerken. Selbst ein Fall, in welchem die Vergewaltigung alles andere als klar hervortritt, es sogar genug Gründe für berechtigte Zweifel gibt und die Unschuldsvermutung immerhin einen effekt auf die Schärfe der Debatte haben sollte enden mit einer gesellschaftlichen Vorverurteilung, die auch durch Beweise, Gerichtsurteile und Aussagen nicht maßgeblich geändert wird.
Wo ist da die Akzeptanz oder mindestens Toleranz, die doch angeblich solch ein Klima hervorruft?
Das Gleiche wurde denn auch hier in Deutschland nach dem Silvesterübergriffen versucht. Federführende Feministinnen (die Macherinnen des #Aufschrei u.a.) reagierten auf die Vorfälle in Köln, nachdem sie tagelang schwiegen, mit dem Vorwurf, Deutschland verfüge bereits über eine "rape culture", die nichts mit den neuen Immigranten zu tun habe. Dafür führten sie Vergewaltigungszahlen und -dunkelziffern für das Oktoberfest an - die sich hinterher als dramatisch übertrieben bzw. falsch herausstellten und im direkten Vergleich weder in Art, Zahl der Beteiligten noch Relation von Zeit und Opfer oder Opferzahl insgesamt vergleichbar waren.
Die vornehmlich pakistanischen Vergewaltigungs- und Zwangsprostituionsringe in England wurden lange sogar politisch korrekt geschützt und Feministinnen sucht man im Kampf gegen sie vergeblich. Tausende Mädchen und Kinder interessieren hier gar nicht.
Das oft genannte Beispiel einer rape culture wird hingegen von Feministinnen mit verschiedenen Pseudo-Argumenten klein geredet. Es geht um den Tahrir-Platz in Kairo. Als dort die Proteste am stärksten waren, kam es zu einer Vielzahl von Massenvergewaltigungen und sexueller Gewalt. Selbst europäische und amerikanische Journalistinnen wurden vor laufender Kamera zu Opfern. Frauen wurden von Horden von Männern angefallen, ihrer Kleidung beraubt, überall angefasst und schließlich in Ecken, Hauseingängen oder einfach mitten auf dem Platz in der Menge vergewaltigt.
In einer Kultur, in der die vergewaltigten Frauen von der Gesellschaft eben mitbeschuldigt werden, in der sie als entehrt teilweise sogar ermordet oder verstoßen werden, mitunter um weiter leben zu dürfen sogar ihre Vergewaltiger heiraten müssen, sind Anzeigen selten. Auch weil sie oft noch beschimpft und belästigt werden. In Ägypten haben es mehrere hundert Opfer von Gruppenvergewaltigungen allein 2013 und 2014 getan - und hier eine Dunkelziffer anzunehmen erscheint mir doch recht plausibel. So besuchte nicht nur Präsident al-Sisi Opfer, sondern es gab auch den ersten Prozess in solch einer Sache.
Die Zahl der Entschuldigungen, die für solche Verbrechen ist aber nicht kleiner - gerade dieser Tage wird so getan, als gäbe es dies nicht oder wäre die Folge bestimmter, einmaliger Umstände.
Damit versündigen sich die Verharmloser gegen die Opfer in Europa wie in den betreffenden Ländern, aber auch gegen die feministischen Bewegungen, die dort erst in den Kinderschuhen für Selbstverständlichkeiten eintreten, die hierzulande seit Jahrhunderten, zum Teil aber auch erst wenige Jahrzehnte alt sind.
Sie machen damit eine konsequente Verfolgung von Gruppen wie in Yorkshire, Rotherham und diversen anderen Orten unwahrscheinlich und legen einen Mantel des politischen Schweigens über Rassismus und Sexismus gegenüber weißen Mädchen.
Sichtbarer Unterschied zwischen Vertretern einer "rape cultur" und der westlichen Zivilisation
Köln ist, anders als unsere Feministinnen behaupten, nichts was es vorher gegeben hätte und in der Tat kann man das Ereignis als Ausdruck einer Vergewaltigungskultur sehen. Die daran teilnehmenden "Nordafrikaner" - und entgegen den Versuchen den Paß als kulturellen Kompaß zu sehen, ist der Hintergrund aller Beteiligten ziemlich eindeutig - fanden sich zu dutzenden oder hunderten zusammen, feuerten sich an, filmten sich und arbeiteten in Gruppen. Sie vergingen sich nicht einzeln an ihren Opfern und sie taten dies nicht unter dem Eindruck, dass sie etwas falsches oder verbotenes oder folgenreiches unternahmen.Die oben genannten Zahlen von Vergewaltigungen in Deutschland, Europa oder den USA sind in der absoluten Mehrheit Taten von einzelnen, mitunter von zwei Tätern. Gruppenvergewaltigungen und sexuelle Übergriffe mit vielen Tätern sind absolute Ausnahmen und wurden von jeher in den Nachrichten wie in den Produkten der Künstler als besonders abscheuchlich, grausam und abschreckend wiedergegeben.
Erst seit wenigen Jahrzehnten tauchen sie in Europa wieder auf und erst seit wenigen Jahren nehmen die Zahlen bemerkenswerte Ausmaße an - und die Täter kommen in fast allen diesen Fällen nicht aus Europa oder Deutschland oder verfügen mindestens über einen Migrationshintergrund aus einer bestimmten kulturellen Ecke der Welt.
Es ist kaum auszuhalten, wie heuchlerisch besagte Aktivisten und Feministen dies ignorieren, ja sogar negieren wollen, indem sie die Zahlen verfälschen.
Richtig ist: kein Land der Welt, auch Deutschland, die USA oder irgend ein anderes Mitglied von Europa kämpft nicht mit den abscheuchlichen Verbrechen der Vergewaltigung. Mindestens in Westeuropa und den USA ist sexuelle Gewalt in Gesetz wie Ansehen der Gesellschaft ein Verbrechen und nichts anderes. Mitunter gibt es Fälle, in denen Opfern nicht geglaubt wird - umgekehrt gibt es aber auch leider Fälle in denen falsche Anschuldigungen erhoben werden. Dies führt zu einer verständlichen Zurückhaltung vieler Menschen, die nicht vergleichbar ist mit der "sie hat ihn dazu gebracht / sie hat es verdient" Haltung anderer Kulturen. Öfter als vertretbar kommt es bei uns auch zu Äußerungen wie "wer so rumläuft, muss sich nicht wundern...", was sich in etwa auf dem vorher angeführten Niveau bewegt, aber selbst von der Mehrzahl der Äußernden nicht zu verstehen ist als Entschuldigung für den Täter oder gar den Glauben, es bedürfe keiner Strafe.
Ja, es gibt bei uns Vergewaltigungen. Nein, weder finden deutsche Täter problemlos, überall und jederzeit Mittäter, noch wird ihre Verfolgung verhindert, noch werden solche Taten achselzuckend hingenommen. Oft fehlt Verständnis und viele Menschen können oder wollen nicht glauben, dass so etwas Schlimmes in ihrem Umfeld passiert - das ist jedoch etwas völlig anderes, als eine "Vergewaltigungskultur". Das ist eher mangelnde Aufklärungsarbeit. Darunter leiden aber vor allem Kinder, denn Kindesmissbrauch unterliegt vielen Mythen und besonders für Kinder ist es schwer zu unterscheiden wem man was wie sagen kann - vor allem wenn im Hintergrund der Täter lauert und Drohungen ausspricht oder Druck oder Psycho-Spiele ausübt.
Oftmals schreiten bei Vergewaltigungen im Alltag Zeugen oder Passanten beiderlei Geschlechts ein. Selbst unter Lebensgefahr.
Wer dies mit Szenen und Berichten aus Ägypten, Gaza, Libyen oder dem Sudan vergleicht, bemerkt deutliche Unterschiede zu dem, was in Deutschland "typisch" ist - von den Taten in Syrien und Irak ganz zu schweigen. Wer dann die Analysen betrachtet, wie viele und wie oft Frauen in diesen Ländern Opfer sexueller Gewalt und Vergewaltigung nach Maßstäben werden, die "unfähig zum Konsenz" nicht mal in Betracht ziehen, der kommt aus dem Staunen nicht mehr raus - oder vielmehr entsetzen. Allein die Zahlen zur weiblichen Genitalverstümmelung (bis hin zum zunähen bis zur geplanten Entjungferung) in Ägypten sind absolut unglaublich.
Es gibt eine Reihe von Feministinnen, die gegen Vergewaltigung, sexuelle Gewalt und Missbrauch kämpft und dabei Fakten nennt. Sowohl die Fakten rund um deutsche Vergewaltiger als auch um unsere zugewanderten Täter. Nur so wird man die Situation verbessern können statt stetig verschlimmern. Norwegen und Schweden vermögen davon ein Lied zu singen.
Wenn nicht bald die permanten Übertreibung in die eine und die Verharmlosung in die andere Richtung endet, dann schaufelt sich der moderne Feminismus selbst sein Grab. Dann wird er nicht mehr nur nicht ernst genommen, sondern macht sich selbst zum Feindbild aller Beteiligten und zum Mittäter.
Und weder die "üblichen" Vergewaltigung noch die neuen Formen werden effektiv bekämpft werden können. Und das wäre das Schlimmste an der Sache.
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Donnerstag, 28. Januar 2016
Ein Platz für Historiker
Selten äußern sich Historiker derzeit zu den Entwicklungen der Gesellschaft und Politik, die ja unser Berufsstand abgleichen könnte mit den Entwicklungen der Vergangenheit - oder vielmehr unserem Forschungsstand darüber. Mitunter ist das ganz gut so, sind sie ja auch allzu oft instrumentalisiert worden oder haben sich mit einer Sache gemein gemacht und darauf ihre Ergebnis hinarbeiten lassen. Auch heute findet sich dieses Verhalten oft genug.
Auf der anderen Seite sind Historiker wie Demandt und Baberowski dringend nötig, die in einer rein emotionalen Debatte versuchen mit sachlicher Argumentation die Definitionen wieder richtig zu stellen und vor eventuellen Folgen, mittels der Lektionen der Geschichte zu warnen. Oft eher mit kassandrischem Erfolg. Während Zweiterer aber einen offensiven Schritt ging und sein Anliegen in der breiten Öffentlichkeit vertrat, hat ersterer schlicht seine Arbeit im Rahmen eines kaum gelesenen Blättchens tätigen wollen und erst auf die Missachtung der Grundregeln wissenschaftlichen Arbeitens, seiner Zensur (anders lässt sich die geäußerte Kritik die zur Ablehnung führte nicht nennen), einen weiteren Schritt gemacht.
Jetzt hat sich ein anderer Historiker der deutschen Geschichte zu Wort gemeldet. Fritz Stern wird vielleicht dem ein oder anderen Leser bekannt sein, da er die jüngere deutsche Geschichte im Blick hat. Der mittlerweile fast 90 Jahre alte Gelehrte hat bis vor wenigen Jahren immer wieder Gastvorträge und Gastprofessuren in Deutschland gehalten, und wird allgemein als beruhigende Stimme während der Diskussion um die Wiedervereinigung 1989 gehandelt.
Aber er ist auch, dass sagt er selbst von sich, ein sehr emotionaler Mensch, der sich hinreißen lässt zu Schnellschüssen und Verallgemeinerungen. So hatte er nach der Zeit des Nazi Regimes, vor dem er und seine jüdische Familie flüchten mussten bzw. mehrere Mitglied der Familie in den KZs umgebracht wurden, einen generellen Hass auf Deutsche entwickelt.
Auf der anderen Seite ist er auch bereit, diese Sichtweisen in Frage zu stellen - so wich sein Hass durch die Teilnahme an der Gedenkfeier zum 10. Jahrestag des Attentats auf Hitler am 20.7. 1944 (das sog. Stauffenbergattentat). Dort sah er die zweite Reihe der Opfer der Vergeltung: die Familien und Hinterbliebenen der Verschwörer.
Man kann also sagen, Fritz Stern ist ein sehr menschlicher Historiker, was gerade in der Neuzeit zwar schön zu sehen, fachlich aber mitunter hinderlich sein kann. Umso frustrierender finde ich, dass angesichts der aktuellen und brennenden europäischen Themen (von der Ukraine und Griechenland über die Islamisierung hin zu Flüchtlingen und der EU als moderner Staatenbund) Fritz Stern sich in deutschen Medien zum US Wahlkampf äußert - und dies auch noch recht polemisch.
Nicht, dass ich ihm in dieser Bewertung Trumps widersprechen wöllte. Das entspricht sogar sehr meinem Eindruck - allerdings habe ich kaum Informationen über Trump als jene, die in den Zeitungen und Nachrichtensendern lanciert werden und kenne ihn weder persönlich, noch stehen mir Aussagen aus seinem direkten Umfeld zur Verfügung. Auch von Stern ist mir nicht bekannt, dass er zu den großen Trump Kennern zählen würde, aber sei es drum.
Der Rundumschlag, die "Verdummung der Amerikaner"und diese auch noch als belegt anzusehen ist allerdings eine Polemik, die eines Historikers zumindest auf dieser Ebene unwürdig bleibt. Zumal die Alternativen großteils ebenso erbärmlich abschneiden. Frau Clinton schneidet weder in Sachen Geld, Moral oder Respekt besser ab - vielmehr ist sie auch noch verschiedener Verbrechen verdächtig und Gegenstand von ihr massiv manipulierter Untersuchungen.
Die Bucherfilmung "13 hours", die am 4.2. in die Kinos in Deutschland kommt, thematisiert am Rande auch ihre Rolle beim Terroranschlag auf das Konsulat in Benghazi 2012 zum Jahrestag von 9/11, welchen sie dann als Reaktion auf die Billigproduktion "Innocence of Muslims" verkaufte.
Und diese beiden Kandidaten sind die medial meistbeachteten Vertreter ihrer Parteien - Cruz und Sanders die jeweiligen Alibi-Gegner. Dabei haben bzw. hatten auch beide Parteien sehr vernünftige Stimmen anzubieten und solche die vielleicht in dem ein oder anderen Punkt bemerkenswerte Positionen vertreten, aber insgesamt kompetent bleiben - so wie Obama, den Stern ob seiner Politik feiert.
Und hier gehen unsere Analysen weit auseinander: Stern ist von Obamas kriegsferne begeistert.
Andere Analysen gehen davon aus, dass Obama durch die Drohnen ebenso viel Mord und Leid hervorgebracht hat, wie die üblichen konventionellen Einsätze, sein Abzug aus dem Irak verfrüht und überhastet war, die Lage in Afghanistan den Abzug ebenfalls nicht rechtfertigte, seine Diplomatie der offenen Hand den "arabischen Frühling" mithalf zu einem Winter werden zu lassen, die Tatenlosigkeit in Syrien zur jetzigen Katastrophe beitrug und der Einsatz in Libyen ohne Einsatz von Bodentruppen und einer anschließenden Lösung zu dem Machtvakuum geführt hat, in welches Islamisten und Milizen so erfolgreich hineinstießen.
In Ägypten unterstützte er die Muslimbruderschaft, als diese an der Macht war und ignorierte deren Bestreben in die Verfassung die Scharia einzubringen und Frauen wie Andersgläubige und -denkende weiter zu diskriminieren. Zu seinem Beraterstab zählt mindestens ein Mitglied von CAIR, einer Organisation die von Muslimbrüdern in den USA gegründet wurde und noch immer dementsprechende Kontakte unterhält.
Die Sicherheitsbehörden in den USA mussten unter ihm eine Sprachpolitik erlernen, die schon weit jenseits von political correctness liegt. Obama ist der Präsident, der zwei Wochen nach den Novemberanschlägen von Paris dort stand und einen weiteren Terroranschlag in Kalifornien als Amoklauf darstellte und gegenüber den Medien behauptete: sowas gäbe es nur in den USA.
Wer behauptet, Historiker würden zwangsläufig aus der Geschichte lernen, der vergisst, dass wir auch nur Menschen sind.
Auf der anderen Seite sind Historiker wie Demandt und Baberowski dringend nötig, die in einer rein emotionalen Debatte versuchen mit sachlicher Argumentation die Definitionen wieder richtig zu stellen und vor eventuellen Folgen, mittels der Lektionen der Geschichte zu warnen. Oft eher mit kassandrischem Erfolg. Während Zweiterer aber einen offensiven Schritt ging und sein Anliegen in der breiten Öffentlichkeit vertrat, hat ersterer schlicht seine Arbeit im Rahmen eines kaum gelesenen Blättchens tätigen wollen und erst auf die Missachtung der Grundregeln wissenschaftlichen Arbeitens, seiner Zensur (anders lässt sich die geäußerte Kritik die zur Ablehnung führte nicht nennen), einen weiteren Schritt gemacht.
Jetzt hat sich ein anderer Historiker der deutschen Geschichte zu Wort gemeldet. Fritz Stern wird vielleicht dem ein oder anderen Leser bekannt sein, da er die jüngere deutsche Geschichte im Blick hat. Der mittlerweile fast 90 Jahre alte Gelehrte hat bis vor wenigen Jahren immer wieder Gastvorträge und Gastprofessuren in Deutschland gehalten, und wird allgemein als beruhigende Stimme während der Diskussion um die Wiedervereinigung 1989 gehandelt.
Aber er ist auch, dass sagt er selbst von sich, ein sehr emotionaler Mensch, der sich hinreißen lässt zu Schnellschüssen und Verallgemeinerungen. So hatte er nach der Zeit des Nazi Regimes, vor dem er und seine jüdische Familie flüchten mussten bzw. mehrere Mitglied der Familie in den KZs umgebracht wurden, einen generellen Hass auf Deutsche entwickelt.
Auf der anderen Seite ist er auch bereit, diese Sichtweisen in Frage zu stellen - so wich sein Hass durch die Teilnahme an der Gedenkfeier zum 10. Jahrestag des Attentats auf Hitler am 20.7. 1944 (das sog. Stauffenbergattentat). Dort sah er die zweite Reihe der Opfer der Vergeltung: die Familien und Hinterbliebenen der Verschwörer.
Man kann also sagen, Fritz Stern ist ein sehr menschlicher Historiker, was gerade in der Neuzeit zwar schön zu sehen, fachlich aber mitunter hinderlich sein kann. Umso frustrierender finde ich, dass angesichts der aktuellen und brennenden europäischen Themen (von der Ukraine und Griechenland über die Islamisierung hin zu Flüchtlingen und der EU als moderner Staatenbund) Fritz Stern sich in deutschen Medien zum US Wahlkampf äußert - und dies auch noch recht polemisch.
Der Historiker Fritz Stern sieht den amerikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump als Beleg für die Verdummung der Amerikaner. „Trump ist das beste Beispiel von der Verdummung des Landes und von der entsetzlichen Rolle des Geldes. Ein absolut amoralischer Kerl, der mit Geld und Ignoranz protzt“, sagte Stern der dpa.
Nicht, dass ich ihm in dieser Bewertung Trumps widersprechen wöllte. Das entspricht sogar sehr meinem Eindruck - allerdings habe ich kaum Informationen über Trump als jene, die in den Zeitungen und Nachrichtensendern lanciert werden und kenne ihn weder persönlich, noch stehen mir Aussagen aus seinem direkten Umfeld zur Verfügung. Auch von Stern ist mir nicht bekannt, dass er zu den großen Trump Kennern zählen würde, aber sei es drum.
Der Rundumschlag, die "Verdummung der Amerikaner"und diese auch noch als belegt anzusehen ist allerdings eine Polemik, die eines Historikers zumindest auf dieser Ebene unwürdig bleibt. Zumal die Alternativen großteils ebenso erbärmlich abschneiden. Frau Clinton schneidet weder in Sachen Geld, Moral oder Respekt besser ab - vielmehr ist sie auch noch verschiedener Verbrechen verdächtig und Gegenstand von ihr massiv manipulierter Untersuchungen.
Die Bucherfilmung "13 hours", die am 4.2. in die Kinos in Deutschland kommt, thematisiert am Rande auch ihre Rolle beim Terroranschlag auf das Konsulat in Benghazi 2012 zum Jahrestag von 9/11, welchen sie dann als Reaktion auf die Billigproduktion "Innocence of Muslims" verkaufte.
Und diese beiden Kandidaten sind die medial meistbeachteten Vertreter ihrer Parteien - Cruz und Sanders die jeweiligen Alibi-Gegner. Dabei haben bzw. hatten auch beide Parteien sehr vernünftige Stimmen anzubieten und solche die vielleicht in dem ein oder anderen Punkt bemerkenswerte Positionen vertreten, aber insgesamt kompetent bleiben - so wie Obama, den Stern ob seiner Politik feiert.
Und hier gehen unsere Analysen weit auseinander: Stern ist von Obamas kriegsferne begeistert.
Andere Analysen gehen davon aus, dass Obama durch die Drohnen ebenso viel Mord und Leid hervorgebracht hat, wie die üblichen konventionellen Einsätze, sein Abzug aus dem Irak verfrüht und überhastet war, die Lage in Afghanistan den Abzug ebenfalls nicht rechtfertigte, seine Diplomatie der offenen Hand den "arabischen Frühling" mithalf zu einem Winter werden zu lassen, die Tatenlosigkeit in Syrien zur jetzigen Katastrophe beitrug und der Einsatz in Libyen ohne Einsatz von Bodentruppen und einer anschließenden Lösung zu dem Machtvakuum geführt hat, in welches Islamisten und Milizen so erfolgreich hineinstießen.
In Ägypten unterstützte er die Muslimbruderschaft, als diese an der Macht war und ignorierte deren Bestreben in die Verfassung die Scharia einzubringen und Frauen wie Andersgläubige und -denkende weiter zu diskriminieren. Zu seinem Beraterstab zählt mindestens ein Mitglied von CAIR, einer Organisation die von Muslimbrüdern in den USA gegründet wurde und noch immer dementsprechende Kontakte unterhält.
Die Sicherheitsbehörden in den USA mussten unter ihm eine Sprachpolitik erlernen, die schon weit jenseits von political correctness liegt. Obama ist der Präsident, der zwei Wochen nach den Novemberanschlägen von Paris dort stand und einen weiteren Terroranschlag in Kalifornien als Amoklauf darstellte und gegenüber den Medien behauptete: sowas gäbe es nur in den USA.
Wer behauptet, Historiker würden zwangsläufig aus der Geschichte lernen, der vergisst, dass wir auch nur Menschen sind.
Dienstag, 19. Januar 2016
"Du Hund" "Oh Danke"
Zufällig wurde ich gestern Ohrenzeuge einer Auseinandersetzung. Ohne jetzt näher auf die Hintergründe einzugehen, von denen mir ohnehin nur Teile bekannt sind, äußerte einer der beiden die als Beleidigung gemeinten Worte: "Du Hund".
Das ist etwas, dass ich nicht verstehen kann. "Hund" soll eine Beleidigung sein? Es gibt ja genug Menschen, die mit Hunden schlechte Erfahrungen gemacht haben. Ich kann deren Ängste und negativen Gefühle nachvollziehen. Es ist ja auch nicht so, dass noch nie jemand von einem Hund gebissen oder sogar getötet worden wäre.
Begegnet man aber Hunden mit Respekt und Zuneigung, so ist es wie bei Menschen. Die "normalen" werden einem ebenso Respekt und Zuneigung zurück geben. Und solche, die aus irgendeinem Grund verkorkst sind, werden, wie bei Menschen, durchaus gefährlich sein.
Überschreitet man bei den normalen Hunden, so endet das, wie bei den Menschen, eher schlecht.
Anders als bei Menschen geben Hunde aber auf Oberflächligkeit nicht viel. Pickel im Gesicht, Mundgeruch, unästethischer Anblick, schlechte Kleiderwahl, Krankheiten oder Behinderungen, all das ist Hunden egal. Wer dem Hund und seinem Besitzer ein Freund, der findet auch in ihm einen Freund.
Oder einen Beschützer, gerade für die Kleinsten der Familie.
Die Liebe und Treue, zu der sie fähig sind, ja, die bei ihnen verbreitet ist, muss man einmal erlebt haben. Wie sie sich freuen, kleine Bocksprünge vollführend, wenn man nach ein paar Minuten vor dem Haus oder Monaten im Einsatz wieder reinkommt.
Ich könnte hier noch dutzende von Videos einstellen von Hunden die Leben retteten, die als Helfer ausgebildet wurden usw. Aber letztlich wollte ich eines klargestellt haben: selbst der letzte Strassenköter ist ein edles Wesen - man muss ihm nur die Chance geben. (und nein, ich behaupte nicht, dass psychisch ge- oder zerstörte Hunde keine Gefahr sind oder immer heilbar)
Meine Hunde sind fast wie Kinder für mich. Beide sind Hunde aus der Familie der Molosser, sie sind also recht groß und ziemlich kräftig. Wenn sie sich auf die Hinterbeine stellen, überragen sie die meisten unserer Bekannten und Freunde. Wenn sie sich wirklich ins Zeug legen kann auch ich sie nicht halten, denn sie bewegen dann zusammen Gewichte von 200 kg und mehr. Wenn die Schüchterne von beiden bellt, was sie selten (und dann nur einmal) tut, dann spürt man den tiefen Laut in der eigenen Brust.
Ich kann nicht sagen, wie oft sie schon Einbrecher von unserem Haus vertrieben haben, aber von drei Versuchen weiß ich. Wie aber selbst stämmige Kerle von Lieferanten respektvoll Abstand nehmen, wenn sie geklingelt haben, dass erleben wir häufiger.
Und doch sind sie für mich ebenfalls wie meine Kinder. Ich kann ihnen an der Körperhaltung ansehen, was in ihnen vorgeht. Nicht nur draußen, wenn sie etwas wittern oder sehen, sondern auch drinnen, wenn sie entspannt gerade mal ein Auge halb öffnen um zu sehen, ob sich da jemand zu ihnen setzt und sie grault. Oder meine kleine Tochter auf sie zugrabbelt um ihnen am Fell zu ziehen und auf ihnen rumzuklettern.
Kaum etwas gibt mir so ein friedliches, entspanntes Gefühl von "zu Hause", wie das wohlige Grummeln (es klingt fast wie bei einer Katze, nur tiefer und weniger rollend), wenn die Besagte von beiden unter meinem Schreibtisch ihren Kopf auf meinen Fuß legt und döst.
Umso schlimmer finde ich es, wenn Hunde leiden. Das ehrliche (ja auch Hunde können "nur so tun") Jaulen und Fiepsen ist für mich identisch mit schmerzerfüllten Schreien von kleinen Kindern.
Umso dankbarer bin ich für Menschen, die sich für das Wohl der Tiere einsetzen. Sei es hier in Deutschland aber gerade in Ecken der Welt, in der auch ein Menschenleben nicht viel zählt.
Animal Aid Unlimited ist bspw. so eine Organisation. Gegründet, aufgebaut und geleitet durch die US Familie Abrams-Myers, hilft sie allen möglichen Tieren in Indien. Mich beeindruckt vor allem die Hilfe für Hunde, die oft völlig verwahrlost, von zahllosen Krankenheiten geplagt, von Menschen gequält und durch die Lebensumstände gezeichnet am Strassenrand auf den erlösenden Tod warten.
Die kleinen Videos auf ihrem youtube Kanal haben ein Happy End - sonst wären sie unerträglich. Aber natürlich geht es nicht jedesmal gut aus.
Auf jeden Fall danke ich der Familie und ihren Mitarbeitern für das gute Werk, welches sie an den Tieren verrichten. Gott vergelts.
Eines der nicht ganz so hefitgen Videos mit einem schönen Ende.
Vielleicht konnte ich jemanden überzeugen, wenn er das nächste Mal ein "du Hund!" hört zu sagen: "oh danke, das ist nett".
Das ist etwas, dass ich nicht verstehen kann. "Hund" soll eine Beleidigung sein? Es gibt ja genug Menschen, die mit Hunden schlechte Erfahrungen gemacht haben. Ich kann deren Ängste und negativen Gefühle nachvollziehen. Es ist ja auch nicht so, dass noch nie jemand von einem Hund gebissen oder sogar getötet worden wäre.
Begegnet man aber Hunden mit Respekt und Zuneigung, so ist es wie bei Menschen. Die "normalen" werden einem ebenso Respekt und Zuneigung zurück geben. Und solche, die aus irgendeinem Grund verkorkst sind, werden, wie bei Menschen, durchaus gefährlich sein.
Überschreitet man bei den normalen Hunden, so endet das, wie bei den Menschen, eher schlecht.
Anders als bei Menschen geben Hunde aber auf Oberflächligkeit nicht viel. Pickel im Gesicht, Mundgeruch, unästethischer Anblick, schlechte Kleiderwahl, Krankheiten oder Behinderungen, all das ist Hunden egal. Wer dem Hund und seinem Besitzer ein Freund, der findet auch in ihm einen Freund.
Oder einen Beschützer, gerade für die Kleinsten der Familie.
Die Liebe und Treue, zu der sie fähig sind, ja, die bei ihnen verbreitet ist, muss man einmal erlebt haben. Wie sie sich freuen, kleine Bocksprünge vollführend, wenn man nach ein paar Minuten vor dem Haus oder Monaten im Einsatz wieder reinkommt.
Ich könnte hier noch dutzende von Videos einstellen von Hunden die Leben retteten, die als Helfer ausgebildet wurden usw. Aber letztlich wollte ich eines klargestellt haben: selbst der letzte Strassenköter ist ein edles Wesen - man muss ihm nur die Chance geben. (und nein, ich behaupte nicht, dass psychisch ge- oder zerstörte Hunde keine Gefahr sind oder immer heilbar)
Meine Hunde sind fast wie Kinder für mich. Beide sind Hunde aus der Familie der Molosser, sie sind also recht groß und ziemlich kräftig. Wenn sie sich auf die Hinterbeine stellen, überragen sie die meisten unserer Bekannten und Freunde. Wenn sie sich wirklich ins Zeug legen kann auch ich sie nicht halten, denn sie bewegen dann zusammen Gewichte von 200 kg und mehr. Wenn die Schüchterne von beiden bellt, was sie selten (und dann nur einmal) tut, dann spürt man den tiefen Laut in der eigenen Brust.
Ich kann nicht sagen, wie oft sie schon Einbrecher von unserem Haus vertrieben haben, aber von drei Versuchen weiß ich. Wie aber selbst stämmige Kerle von Lieferanten respektvoll Abstand nehmen, wenn sie geklingelt haben, dass erleben wir häufiger.
Und doch sind sie für mich ebenfalls wie meine Kinder. Ich kann ihnen an der Körperhaltung ansehen, was in ihnen vorgeht. Nicht nur draußen, wenn sie etwas wittern oder sehen, sondern auch drinnen, wenn sie entspannt gerade mal ein Auge halb öffnen um zu sehen, ob sich da jemand zu ihnen setzt und sie grault. Oder meine kleine Tochter auf sie zugrabbelt um ihnen am Fell zu ziehen und auf ihnen rumzuklettern.
Kaum etwas gibt mir so ein friedliches, entspanntes Gefühl von "zu Hause", wie das wohlige Grummeln (es klingt fast wie bei einer Katze, nur tiefer und weniger rollend), wenn die Besagte von beiden unter meinem Schreibtisch ihren Kopf auf meinen Fuß legt und döst.
Umso schlimmer finde ich es, wenn Hunde leiden. Das ehrliche (ja auch Hunde können "nur so tun") Jaulen und Fiepsen ist für mich identisch mit schmerzerfüllten Schreien von kleinen Kindern.
Umso dankbarer bin ich für Menschen, die sich für das Wohl der Tiere einsetzen. Sei es hier in Deutschland aber gerade in Ecken der Welt, in der auch ein Menschenleben nicht viel zählt.
Animal Aid Unlimited ist bspw. so eine Organisation. Gegründet, aufgebaut und geleitet durch die US Familie Abrams-Myers, hilft sie allen möglichen Tieren in Indien. Mich beeindruckt vor allem die Hilfe für Hunde, die oft völlig verwahrlost, von zahllosen Krankenheiten geplagt, von Menschen gequält und durch die Lebensumstände gezeichnet am Strassenrand auf den erlösenden Tod warten.
Die kleinen Videos auf ihrem youtube Kanal haben ein Happy End - sonst wären sie unerträglich. Aber natürlich geht es nicht jedesmal gut aus.
Auf jeden Fall danke ich der Familie und ihren Mitarbeitern für das gute Werk, welches sie an den Tieren verrichten. Gott vergelts.
Eines der nicht ganz so hefitgen Videos mit einem schönen Ende.
Vielleicht konnte ich jemanden überzeugen, wenn er das nächste Mal ein "du Hund!" hört zu sagen: "oh danke, das ist nett".
Samstag, 19. Dezember 2015
Die traurig-schönen Weihnachtsgeschichten, die wahr werden
Als Kind habe ich die Geschichte vom Streichholzmädchen (Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern" von Hans Christian Andersen) gehasst - und tue es noch heute. Nicht, weil sie nicht gut geschrieben wäre. Sondern wegen dem vermeidbaren, sinnlosen Tod eines kleinen Mädchens, welches viel zu früh bereits in ein hartes Arbeitsleben geworfen wurde und nicht Kind sein durfte. Ein Schicksal vergangener Jahrhunderte und leider mitunter auch noch von heute. Da tröstet mich auch das relativ friedliche Ende des Mädchens ebensowenig, wie die Liebe der Großmutter und die wunderschöne Darstellung des Überganges zum Leben nach dem Tode.
Und von all den vielen Weihnachtsmärchen, den Wunderlegenden und Berichten sind es dann eben solche, auf der Realität stehenden Geschichten, die sich wiederfinden. Diesmal ist solch eine Geschichte nur knapp am Schlimmsten vorbei gegangen - und so schön die darin zu findende Menschlichkeit und Nächstenliebe ist, so traurig ist es trotzdem.
In St. Albans, Virginia, einem Ort von knapp 11 000 Einwohnern wurde die Polizei zu einem Supermarkt gerufen, in dem gerade versucht wurde, einen der aufgestellten Weihnachtsbäume zu stehlen. Eine der Beteiligten hatte sich bei ihrem Eintreffen scheinbar in einer Umkleidekabine verschanzt, man hörte Babygeschrei und die Frau, die ihrerseits auf das Kind einschrie.
Die Berichte widersprechen sich etwas, die einen sagen, die Frau wurde nach Verhandlungen dazu gebracht, die Tür zu öffnen, die anderen, die Polizei habe die Tür gewaltsam geöffnet.
Der Punkt bleibt: sie fanden eine ca. 40 Jahre alte Frau undein 14 Monate altes Mädchen. Dieses nuckelte an einer Dr. Peppers Flasche. Das ist eine Cola-Sorte. Als die Polizei die Frau dazu befragte, sagte sie aus, sie hätte nichts anderes zur Vefügung gehabt - in einem Supermarkt.
Es stellte sich heraus, dass die Mutter des Kindes wegen Drogendeliktes im Gefängnis saß und das Kind einer Freundin übergeben hatte - die wiederum ihrerseits das Kind, mit Wissen der Mutter, an eine Freundin gegeben hatte und diese wurde nun ebenfalls festgenommen. Denn in der Umkleide fanden sich außer der Szene auch Drogen, teilweise offen und für das Kind erreichbar.
Das Szenario spielte sich um 4 Uhr morgens ab. Die Beamten der Fürsorge sind zu diesem Zeitpunkt nicht aktiv und es gibt in den USA auch keine Notstelle für solche Fälle.
Die Beamten, inklusive eines Deputies der Umgebung, zogen los, besorgten alles, was ein Kind in diesem Alter braucht. Windeln, Nahrung, Fläschen und Spielzeug zur Ablenkung. Mehrere von ihnen sind Väter, so auch der Seargent, welcher sich des Kindes selbst annahm und es vier Stunden hütete, bis schließlich ein Vertreter der Fürsorge das Kind übernahm.
Das Schöne und Gute an der Geschichte ist das Verhalten der Polizisten, die Wärme und Güte, die man ihnen regelrecht ansieht, während sie mit dem Kind umgehen. Und natürlich, dass dem Kind körperlich nichts passierte. Aber die tragische Seite überwiegt. Die Mutter des Kindes ist in Drogengeschäfte verwickelt und wird wohl ihr Kind so schnell nicht wiedersehen. Vom Vater des Kindes wird nicht einmal geschrieben und es wird wohl ohne ihn aufwachsen müssen. Die Mutter organisierte zwar jemanden, der sich "kümmerte" - aber das Kind gleichzeitig wie nervigen Balast behandelte. Und am Ende ist das Kind nun in den Händen der Fürsorge. Seargent Bass teilte der Presse mit, man habe ihnen von Seiten des Kinderschutzes (der Name der Fürsorge) mitgeteilt, dass aufgrund des um sich greifenden Drogenproblemes die Plätze bei Pflegefamilien alle belegt seien und Plätze dringend gesucht werden.
Es sind genau diese Probleme, die den USA zu schaffen machen, dabei von den Verantwortlichen aber keines Wortes und keines Blickes gewürdigt werden. Obama kümmert sich nicht und seine potentiellen Nachfolger thematisieren diese Probleme im Wahlkampf nicht.
Und ich gestehe, ich habe keine Ahnung wie die Lage derzeit bei uns aussieht.
Ich bin lediglich dankbar für Menschen wie Seargent Bass und bete für das Kind, dass sich sein Leben viel besser gestalten wird als bisher und als sich aus der jetzigen Lage vermuten lässt.
Und von all den vielen Weihnachtsmärchen, den Wunderlegenden und Berichten sind es dann eben solche, auf der Realität stehenden Geschichten, die sich wiederfinden. Diesmal ist solch eine Geschichte nur knapp am Schlimmsten vorbei gegangen - und so schön die darin zu findende Menschlichkeit und Nächstenliebe ist, so traurig ist es trotzdem.
In St. Albans, Virginia, einem Ort von knapp 11 000 Einwohnern wurde die Polizei zu einem Supermarkt gerufen, in dem gerade versucht wurde, einen der aufgestellten Weihnachtsbäume zu stehlen. Eine der Beteiligten hatte sich bei ihrem Eintreffen scheinbar in einer Umkleidekabine verschanzt, man hörte Babygeschrei und die Frau, die ihrerseits auf das Kind einschrie.
Die Berichte widersprechen sich etwas, die einen sagen, die Frau wurde nach Verhandlungen dazu gebracht, die Tür zu öffnen, die anderen, die Polizei habe die Tür gewaltsam geöffnet.
Der Punkt bleibt: sie fanden eine ca. 40 Jahre alte Frau undein 14 Monate altes Mädchen. Dieses nuckelte an einer Dr. Peppers Flasche. Das ist eine Cola-Sorte. Als die Polizei die Frau dazu befragte, sagte sie aus, sie hätte nichts anderes zur Vefügung gehabt - in einem Supermarkt.
Es stellte sich heraus, dass die Mutter des Kindes wegen Drogendeliktes im Gefängnis saß und das Kind einer Freundin übergeben hatte - die wiederum ihrerseits das Kind, mit Wissen der Mutter, an eine Freundin gegeben hatte und diese wurde nun ebenfalls festgenommen. Denn in der Umkleide fanden sich außer der Szene auch Drogen, teilweise offen und für das Kind erreichbar.
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| St. Albans Seargent Bass mit dem Kind und die "Babysitterin", DailyMirror |
Die Beamten, inklusive eines Deputies der Umgebung, zogen los, besorgten alles, was ein Kind in diesem Alter braucht. Windeln, Nahrung, Fläschen und Spielzeug zur Ablenkung. Mehrere von ihnen sind Väter, so auch der Seargent, welcher sich des Kindes selbst annahm und es vier Stunden hütete, bis schließlich ein Vertreter der Fürsorge das Kind übernahm.
Das Schöne und Gute an der Geschichte ist das Verhalten der Polizisten, die Wärme und Güte, die man ihnen regelrecht ansieht, während sie mit dem Kind umgehen. Und natürlich, dass dem Kind körperlich nichts passierte. Aber die tragische Seite überwiegt. Die Mutter des Kindes ist in Drogengeschäfte verwickelt und wird wohl ihr Kind so schnell nicht wiedersehen. Vom Vater des Kindes wird nicht einmal geschrieben und es wird wohl ohne ihn aufwachsen müssen. Die Mutter organisierte zwar jemanden, der sich "kümmerte" - aber das Kind gleichzeitig wie nervigen Balast behandelte. Und am Ende ist das Kind nun in den Händen der Fürsorge. Seargent Bass teilte der Presse mit, man habe ihnen von Seiten des Kinderschutzes (der Name der Fürsorge) mitgeteilt, dass aufgrund des um sich greifenden Drogenproblemes die Plätze bei Pflegefamilien alle belegt seien und Plätze dringend gesucht werden.
Es sind genau diese Probleme, die den USA zu schaffen machen, dabei von den Verantwortlichen aber keines Wortes und keines Blickes gewürdigt werden. Obama kümmert sich nicht und seine potentiellen Nachfolger thematisieren diese Probleme im Wahlkampf nicht.
Und ich gestehe, ich habe keine Ahnung wie die Lage derzeit bei uns aussieht.
Ich bin lediglich dankbar für Menschen wie Seargent Bass und bete für das Kind, dass sich sein Leben viel besser gestalten wird als bisher und als sich aus der jetzigen Lage vermuten lässt.
Freitag, 18. Dezember 2015
Sprache dient der Informationsvermittlung - Journalisten auch?
Was Sprache und Journalisten gemein haben geht aber noch weiter. So können Sie verwirren, Emotionen den Vorrang geben und manipulativ sein.
Besonders auffällig wird dies immer, wenn eine Agenda zur Debatte steht. Da es bei mir in den Wochen nach Weihnachten weiter um Schusswaffenbesitz und der damit verbundenen Kritik gehen soll, bleibe ich mal bei diesem Thema.
Schauen Sie einmal nach, wie viele Zeitungen das Narrativ, die fiktive Erzählung der "gun violence" der "Waffengewalt" aufgenommen haben, als die ersten Toten von San Bernardino, Kalifornien vermeldet wurden. Obwohl keine Informationen zum Hintergrund vorlagen - oder besser, die vorhandenen Informationen wie Herkunft der Täter, massive Bewaffnung, Gruppe der Opfer etc. wurden unter die Vorgabe "nicht vorschnell jemanden zu beschuldigen" gestellt. Das gleichzeitig die Diskussion losging, in welcher Schusswaffenbesitzer, welche legal ihre Waffen erworben hatten und besaßen dafür "vorschnell beschuldigt" wurden, interessierte da hingegen keinen.
Und um es noch eindeutiger zu machen, wurde die Wortwahl angepasst. Da war von keinem Anschlag die Rede, keinem Attentat sondern von einer Schießerei. Ähnliches sind wir bereits aus den Alltagsmeldungen unserer Presse gewohnt. So hieß es vor Monaten, als ein Jugendlicher in einer S Bahn von einer Gruppe anderer "Jugendlicher" attackiert und seine sich schützend über ihn werfende Freundin dabei einen Bruch an der Hand davontrug, dass es sich hier um eine "Prügelei bzw. Schlägerei" handelte.
Dabei impliziert unsere Sprache bei dieser Wortwahl, dass es sich um einen andauernden Wechsel handelt - also um einen Schusswechsel oder Schlagabtausch über wenigstens eine bestimmte, wenn auch nicht eindeutig definierte Zeit. Essentiell zur Erfüllung dieser Definition wäre also die Beidseitigkeit. So wie "in Einvernehmen" die Zustimmung aller Beteiligten braucht, so Bedarf eine Schießerei wie Prügelei der Teilnahme der anderen Involvierten, wenigstens eines Teiles einer Partei. Soll heißen: wenn geschossen wird, dann von beiden Seiten. Wird aufeinander eingeschlagen, dann von beiden Seiten.
Und selbst wenn beide Seiten aktiv wurden, können die Worte einen falschen Eindruck vermitteln. Wenn auf einen jungen Menschen eingeschlagen wird, womöglich noch von mehreren, und dieser beginnt sich zu wehren - so ist das keine "Schlägerei", keine "Keilerei" und keine "Prügelei". Dabei handelt es sich um einen Angriff und Notwehr. Das gleiche gilt bei Schusswechseln - die als solche zu bezeichnen sind und auf die Notwehr verwiesen werden sollte, wenn es sich um einen Angriff, Mordversuch oder ähnliches handelte. Ich lasse es mir höchstens gefallen, wenn Kriminelle oder Gewaltbereite Menschen aufeinander losgehen, bspw. um einen Platz zum Dealen zu übernehmen oder wenn Hooligans sich verabreden um aufeinander loszugehen. Wenn sich aus einem Wortwechsel mit wechselseitigen Beleidigungen ein Handgemenge und schließlich eben eine "Schlägerei" entwickelt - dann ist die Wortwahl korrekt. Aber nicht, wenn Menschen in einem Moment am Esstisch plaudern und im nächsten ihr Kopf von hereinstürmenden Schlägern auf die Tischplatte geknallt wird.
Wir haben viele Worte, um solche Situationen zu beschreiben, mit vielen Nuancen. In der Germanistik wird die Bedeutung von Worten, Texten und Fragmenten als Semantik bezeichnet. Journalisten lernen dies während des Studiums kennen und zahllose Artikel belegen, dass Wortwahl auch in diesem Beruf ein Thema ist. Das dann Blätter wie die BILD sich mit reißerischen Überschriften und platten Artikeln längst jenseits neutraler Berichterstattung und bewusst weit im Meinungsschaffendenmilieu bewegt ist bekannt oder leicht zu erkennen.
Zurück zum Beispiel.
Als in der "gun free zone" des Regionalzentrums von San Bernardino die Attentäter mit ihren Schusswaffen und Bomben begannen auf Menschen zu schießen, müsste jemand zurückgeschossen haben, um die Definition von Schießerei zu erfüllen. Das ist aber nicht der Fall.
Womit auch. Nicht nur, das es sich um eine "gun free zone" handelte, also ein Ort an dem auch lizensierte Waffenträger ihre Pistolen und Revolver vorher abgelegt haben müssen, um nicht gegen das Gesetz zu verstoßen. Es geschah in Kalifornien, einem der US Bundesstaaten mit den strengeren Richtlinien und Gesetzen, die durchaus mit europäischen vergleichbar sind. Und oben drauf kommt, dass, entgegen dem Eindruck, den unsere Medien durch Zahlenspielerei betreiben die Mehrheit der US Bürger eben doch keine legalen Schusswaffen besitzt. Die ca. 310 Millionen legalen Schusswaffen in den USA verteilen sich auf unter 30% der Haushalte - also sind 70% der US Haushalte ohne solche Geräte. Da ein Haushalt zwischen einer und theoretisch unendlich, praktisch 8 bis 10 Personen umfassen kann, reduziert sich die Zahl der wirklichen Waffenbesitzer erneut.
Die Wahrscheinlichkeit auf bewaffneten Widerstand durch die Anwesenden zu stoßen war also in St. Bernardino ebenso gering wie in Paris, Kopenhagen oder Toulouse.
Damit war der Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine Schießerei handelte so gut wie null. Trotzdem wurde weiter, da es sich um die USA handelte, mittels Wort- und Themenwahl der Artikel auf die Schusswaffendichte und die Verbreitung von Morden durch Schusswaffen verwiesen. Da ging es längst nicht mehr um Fakten und Berichterstattung - sondern um Meinung und Haltung.
Medien, die nicht nur gerne mal Informationen oder Ereignisse unberichtet lassen, sondern auch in der Wortwahl zu einer eindeutigen Haltung tendieren UND darüber hinaus Bildmaterial manipulieren, wie es bspw. vor Wochen zugegeben wurde sind nicht glaubwürdig.
Warum also eine so große Zahl Bürger in der jüngsten Umfrage ihnen noch glauben schenkt oder immerhin eine gewisse Glaubwürdigkeit attestiert - mir ist das unbegreiflich. Wenn immer wieder gewarnt wird vor der Wiederholung bestimmter Geschichtsabschnitte, so frage ich mich schon, warum die Rolle der Medien dabei so unbeachtet bleibt. Egal ob Weimarer Republik, NaziZeit, DDR und SU, Volksrepublik China oder Nordkorea - überall ist die Rolle der Medien eindeutig und bedeutsam.
In unserem Land aber, wo mancher auf jedes Wort achten muss, damit es nicht gegen ihn verwendet wird, wo über Personalpronomen leidenschaftlich diskutiert wird, da stört es scheinbar niemand, wenn die Medien Worte benutzten, die Opfern erstmal eine Mitschuld oder gar gleich die Verantwortung in Schuhe schieben.
Besonders auffällig wird dies immer, wenn eine Agenda zur Debatte steht. Da es bei mir in den Wochen nach Weihnachten weiter um Schusswaffenbesitz und der damit verbundenen Kritik gehen soll, bleibe ich mal bei diesem Thema.
Schauen Sie einmal nach, wie viele Zeitungen das Narrativ, die fiktive Erzählung der "gun violence" der "Waffengewalt" aufgenommen haben, als die ersten Toten von San Bernardino, Kalifornien vermeldet wurden. Obwohl keine Informationen zum Hintergrund vorlagen - oder besser, die vorhandenen Informationen wie Herkunft der Täter, massive Bewaffnung, Gruppe der Opfer etc. wurden unter die Vorgabe "nicht vorschnell jemanden zu beschuldigen" gestellt. Das gleichzeitig die Diskussion losging, in welcher Schusswaffenbesitzer, welche legal ihre Waffen erworben hatten und besaßen dafür "vorschnell beschuldigt" wurden, interessierte da hingegen keinen.
Und um es noch eindeutiger zu machen, wurde die Wortwahl angepasst. Da war von keinem Anschlag die Rede, keinem Attentat sondern von einer Schießerei. Ähnliches sind wir bereits aus den Alltagsmeldungen unserer Presse gewohnt. So hieß es vor Monaten, als ein Jugendlicher in einer S Bahn von einer Gruppe anderer "Jugendlicher" attackiert und seine sich schützend über ihn werfende Freundin dabei einen Bruch an der Hand davontrug, dass es sich hier um eine "Prügelei bzw. Schlägerei" handelte.
Dabei impliziert unsere Sprache bei dieser Wortwahl, dass es sich um einen andauernden Wechsel handelt - also um einen Schusswechsel oder Schlagabtausch über wenigstens eine bestimmte, wenn auch nicht eindeutig definierte Zeit. Essentiell zur Erfüllung dieser Definition wäre also die Beidseitigkeit. So wie "in Einvernehmen" die Zustimmung aller Beteiligten braucht, so Bedarf eine Schießerei wie Prügelei der Teilnahme der anderen Involvierten, wenigstens eines Teiles einer Partei. Soll heißen: wenn geschossen wird, dann von beiden Seiten. Wird aufeinander eingeschlagen, dann von beiden Seiten.
Und selbst wenn beide Seiten aktiv wurden, können die Worte einen falschen Eindruck vermitteln. Wenn auf einen jungen Menschen eingeschlagen wird, womöglich noch von mehreren, und dieser beginnt sich zu wehren - so ist das keine "Schlägerei", keine "Keilerei" und keine "Prügelei". Dabei handelt es sich um einen Angriff und Notwehr. Das gleiche gilt bei Schusswechseln - die als solche zu bezeichnen sind und auf die Notwehr verwiesen werden sollte, wenn es sich um einen Angriff, Mordversuch oder ähnliches handelte. Ich lasse es mir höchstens gefallen, wenn Kriminelle oder Gewaltbereite Menschen aufeinander losgehen, bspw. um einen Platz zum Dealen zu übernehmen oder wenn Hooligans sich verabreden um aufeinander loszugehen. Wenn sich aus einem Wortwechsel mit wechselseitigen Beleidigungen ein Handgemenge und schließlich eben eine "Schlägerei" entwickelt - dann ist die Wortwahl korrekt. Aber nicht, wenn Menschen in einem Moment am Esstisch plaudern und im nächsten ihr Kopf von hereinstürmenden Schlägern auf die Tischplatte geknallt wird.
Wir haben viele Worte, um solche Situationen zu beschreiben, mit vielen Nuancen. In der Germanistik wird die Bedeutung von Worten, Texten und Fragmenten als Semantik bezeichnet. Journalisten lernen dies während des Studiums kennen und zahllose Artikel belegen, dass Wortwahl auch in diesem Beruf ein Thema ist. Das dann Blätter wie die BILD sich mit reißerischen Überschriften und platten Artikeln längst jenseits neutraler Berichterstattung und bewusst weit im Meinungsschaffendenmilieu bewegt ist bekannt oder leicht zu erkennen.
Zurück zum Beispiel.
Als in der "gun free zone" des Regionalzentrums von San Bernardino die Attentäter mit ihren Schusswaffen und Bomben begannen auf Menschen zu schießen, müsste jemand zurückgeschossen haben, um die Definition von Schießerei zu erfüllen. Das ist aber nicht der Fall.
Womit auch. Nicht nur, das es sich um eine "gun free zone" handelte, also ein Ort an dem auch lizensierte Waffenträger ihre Pistolen und Revolver vorher abgelegt haben müssen, um nicht gegen das Gesetz zu verstoßen. Es geschah in Kalifornien, einem der US Bundesstaaten mit den strengeren Richtlinien und Gesetzen, die durchaus mit europäischen vergleichbar sind. Und oben drauf kommt, dass, entgegen dem Eindruck, den unsere Medien durch Zahlenspielerei betreiben die Mehrheit der US Bürger eben doch keine legalen Schusswaffen besitzt. Die ca. 310 Millionen legalen Schusswaffen in den USA verteilen sich auf unter 30% der Haushalte - also sind 70% der US Haushalte ohne solche Geräte. Da ein Haushalt zwischen einer und theoretisch unendlich, praktisch 8 bis 10 Personen umfassen kann, reduziert sich die Zahl der wirklichen Waffenbesitzer erneut.
Die Wahrscheinlichkeit auf bewaffneten Widerstand durch die Anwesenden zu stoßen war also in St. Bernardino ebenso gering wie in Paris, Kopenhagen oder Toulouse.
Damit war der Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine Schießerei handelte so gut wie null. Trotzdem wurde weiter, da es sich um die USA handelte, mittels Wort- und Themenwahl der Artikel auf die Schusswaffendichte und die Verbreitung von Morden durch Schusswaffen verwiesen. Da ging es längst nicht mehr um Fakten und Berichterstattung - sondern um Meinung und Haltung.
Medien, die nicht nur gerne mal Informationen oder Ereignisse unberichtet lassen, sondern auch in der Wortwahl zu einer eindeutigen Haltung tendieren UND darüber hinaus Bildmaterial manipulieren, wie es bspw. vor Wochen zugegeben wurde sind nicht glaubwürdig.
Warum also eine so große Zahl Bürger in der jüngsten Umfrage ihnen noch glauben schenkt oder immerhin eine gewisse Glaubwürdigkeit attestiert - mir ist das unbegreiflich. Wenn immer wieder gewarnt wird vor der Wiederholung bestimmter Geschichtsabschnitte, so frage ich mich schon, warum die Rolle der Medien dabei so unbeachtet bleibt. Egal ob Weimarer Republik, NaziZeit, DDR und SU, Volksrepublik China oder Nordkorea - überall ist die Rolle der Medien eindeutig und bedeutsam.
In unserem Land aber, wo mancher auf jedes Wort achten muss, damit es nicht gegen ihn verwendet wird, wo über Personalpronomen leidenschaftlich diskutiert wird, da stört es scheinbar niemand, wenn die Medien Worte benutzten, die Opfern erstmal eine Mitschuld oder gar gleich die Verantwortung in Schuhe schieben.
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