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Montag, 25. April 2016

Neo-Nazi-Terrorzelle im letzten Moment vor Machtübernahme ausgehoben

So, wie die Überschrift lautet, lesen sich die Berichte. Alle Journalisten jubeln über den gelungenen Zugriff der GSG9. Es kann nicht groß genug sein.
"Razzia gegen Rechtsterroristen" - ARD
Großeinsatz in Freital: GSG9 nimmt fünf mutmaßliche Rechtsterroristen fest - Spiegel
Mit maximaler Schlagkraft gegen Rechtsextreme - FAZ

Wen hat das GSG 9, die Spezialeinheit gegen Terrorismus, denn da festgenommen und weshalb?
Fünf Verdächtige plus drei bereits Inhaftierte im Alter zwischen 18 und 49+, 7 Männer und eine Frau.

Es bestehe unter anderem der dringende Verdacht, dass die Beschuldigten im Juli 2015 die rechtsterroristische Vereinigung gegründet haben.
Aha. Ok. Noch kein Grund für einen Großeinsatz mit

(...)mehr als 200 Beamte des Bundeskriminalamts, der Bundespolizei und der sächsischen Polizei(...).
aber die Beamten werden schon wissen, was nötig ist.
Das die "Gruppierung" scheinbar noch nicht mal einen Namen hatte, erscheint mir allerdings immerhin berichtenswert. Denn "Gruppe Freital" kommt von der Staatsanwaltschaft.
Die ermittelnde Generalbundesanwaltschaft bezeichnet die Gruppe als "Gruppe Freital".  
Bei dem Aufgebot und angesichts der Erfahrungen solcher Einsätze wie bei der Auflösung der Bonn-Kölner Islamistenzelle nach dem Anschlagsversuch auf den Bonner Hauptbahnhof müssen das hochgerüstete, kampfbereite Fanatiker gewesen sein, unmittelbar davor mit automatischen Waffen und Sprengmitteln loszuschlagen...
Bei vier der Beschuldigten wurden bei den Durchsuchungen Feuerwerkskörper aus Tschechien gefunden. 
Ahja.

Damit soll die Gruppe nach Stand der bisherigen Ermittlungen in verschiedenen Konstellationen drei Sprengstoffanschläge verübt haben: zwei Angriffe auf verschiedene Flüchtlingsunterkünfte in Freital in den Nächten vom 19. auf den 20. September und vom 31. Oktober auf den 1. November 2015 sowie in der Nacht auf den 19. Oktober ein Angriff auf ein alternatives Wohnprojekt in Dresden. 
Ok, das rechtfertigt wirklich und ohne jede Ironie polizeiliche Ermittlungen und Anzeigen. Hier geht es aber um Terrorismus - also das, was es ja angeblich nur in Einzelfällen gibt, die nicht verallgemeinert werden dürfen.
In der ARD wurde nebenbei erwähnt, was es Bedarf, um unter diese Definition zu fallen.
Was die ARD unerwähnt lässt, ist die Tatsache, dass dieses Gesetz wegen der RAF gegründet wurde - und seitdem ignoriert wird. Denn was AntiFa und andere Linksradikale an Brandstiftung in den letzten Jahren vollbracht haben, und das stets in Gruppen organisiert, oft öffentlich bekennend - da würden 200 Mann längst nicht ausreichen.
Auch manche aus dem Strom der Völkerwanderung würde dann darunter fallen - denn wie wir mittlerweile wissen ist ein guter Teil der Brandstiftungen auf deren Konto zurück zu führen und oft mit Protest und Trotz verbunden, den eine Gruppe von "Untergebrachten" damit ausdrücken will.
Es wird aber nicht angewandt. Im letzteren Fall wird mancher auf die "politische Absicht" verweisen - diese ist aber lediglich das umgekehrte Spiegelbild dessen, was Fremdenfeinde und Rechtsextreme mit ihren Anschlägen ausdrücken.

Nur mal eine kleine Aufzählung:
Organisierte Angriffe auf Polizeiwachen in Hamburg und Leipzig. (inklusive Feuerwerkskörper und verletzter Polizistin)
Großflächige Zerstörung von öffentlichem Eigentum in Leipzig.
Brandanschläge auf Bundeswehrfahrzeuge in Leipzig.
Jedes Jahr dutzende Brandanschläge auf Kirchen in ganz Deutschland mit organisiertem Hintergrund.
Zerstörung von christlichen Bauwerken über Monate.
Brandanschläge auf S Bahnen in Berlin, Bremen, Hamburg usw.
Massenhafte Brandstiftung an Autos (wieder vornehmlich Berlin und Hamburg, aber in ganz Deutschland verbreitet). Im ersten Link spricht die SPD noch davon, dass sowas die "Vorstufe" zum Terrorismus sei.
Die Anschläge auf AfDler, Katholiken uvm. sind zu zahlreich. Vermutlich erinnert sich der ein oder andere an die Brandanschläge auf Lebensrechtler und konservative Katholiken aus den letzten Monaten.

Was regelmäßig an organiserter Gewalt von linker Seite bei Demonstrationen (oder Gegendemonstrationen) geboten wird, spottet jeder Beschreibung und wird durch "Deeskalationsteams" angeblich bekämpft.

Bevor nun jemand meint, ich wolle damit entschuldigen oder verharmlosen - wie gesagt, die Verhaftung und die Anzeige kann ich durchaus verstehen und halte sie an sich für richtig.
Die Art und Weise der Festnahme, die Vorwürfe, die Berichterstattung, all das ist derartig pervers aufgeblasen wenn man es in Relation zum Alltag dieser Republik sieht, wie ich es eigentlich nur von bestimmten Staaten der Vergangenheit kenne.
Man könnte meinen, es handele sich mindestens um einen zweiten NSU, vermutlich aber den Beginn einer neuen SA.

Auch der Vorgang der Festnahme selbst... Als die Bonner Terroristenzelle festgenommen wurde, hatte dies die Bonner und die Bundespolizei zu verantworten. Als die Sauerlandgruppe festgenommen wurde, gab das GSG 9 lediglich die Parodie einer Anti-Terror-Einheit.
Unsere belgischen Nachbarn haben unter den Wurfgeschossen der Anwohner den verbleibenden Attentäter von Paris in Molenbeek verhaftet - mit einer Einsatzgruppe von ca. 30 Mann und nachdem wegen der Terrorgefahr das Viertel zuvor wochenlang unter Ausnahmezustand gelegt wurde.

Angesichts des Aufgebotes, welches zur Festnahme der organisierten Kriminellen aus Berlin und Hamburg (Miri und al-Irgendwas Clan) benötigt wurden, erscheint es doch lächerlich, wenn bei Leuten, die offensichtlich keine wirkliche Struktur aufgebaut haben, keine Finanzierung zu stehen bekamen (so weit ich informiert bin) und bei denen vereinzelt als Waffen "Tschechenböller" gefunden wurden, plötzlich schwerbewaffnete, hochbezahlte und -trainierte "Elitebeamte" in der Bude stehen. Jedes SEK hätte das ebensogut übernehmen können und sollen. Wenn nicht besser.

Und solange Brandstiftung mit verletzten Polizisten, Angriffe auf Polizeiwachen und Beamte, die jährliche oder unregelmäßige Terrorisierung ganzer Wohnblocks (Stichwort "gegen Gentrifizierung") oder Stadteile (1. Mai) nicht ähnlich heftige Reaktionen heraufbeschwört, solange handelt es sich um Heuchelei und Bevorzugung nach Täter- bzw. Opfergruppe.
Die BRD verspielt ihren Anspruch, ein Rechtsstaat zu sein.



Mittwoch, 30. März 2016

Rede- und Meinungsfreiheit heute - Videos und Ereignisse

Eine gute Debatte zu schätzen - das behaupten viele. Aber was IST eine gute Debatte? Warum debattiert man. Und wird sie wirklich geschätzt, oder ist es lediglich eine Schutzbehauptung, weil es so furchtbar klingt, wenn man sagt, "ich hasse jeden mit anderer Meinung" - oder, weniger drastisch "jeder der anderes denkt, ist ein Idiot und wertlos"?

Gerne wird auf die Geschichte zurückgeblickt und selbstverliebt geseufzt, wie gut es sei, dass man heute seine Meinung, seine Gedanken offen und ohne Furcht vor Verfolgung und Diskriminierung aussprechen kann. Das sei früher ja ganz anders gewesen. Und natürlich ist das wahr. "Früher" gab es immer wieder Herrscher, Organisationen und Mächtige, die es geschafft haben, jegliche Kritik an sich, oft auch an ihrer Familie und ihren Freunden wie Mitarbeitern zu ersticken, indem sie Gewalt und Haft walten ließen. Solche Tyrannen gab es bereits in der Antike, ebenso wie Könige und Kaiser seit diesem Zeitalter. So viel früher aber brauchen wir nicht zu gehen und in so selten gewordene Regierungsformen ebensowenig. Auch Demokratien können genau das. Einseitigkeit und restriktive Maßnahmen.
Und ist es heute wirklich so viel besser?
Ich behaupte, wir drehen gerade in der westlichen Kultur die Uhr zurück, weltweit sind wir nie weiter gekommen. Wir ignorieren die ironische Selbsterfüllung dessen, was wir angeblich kritisieren - die dominante Einwirkung auf Andere bis zur Zensur, bis zur Gedankenverfolgung.
Klingt pompös, klingt übertrieben. Ist es aber nicht.

Ich hatte vor einiger Zeit schon einen Beitrag mit Beispielen aus dem akademischen Betrieb in Deutschland veröffentlicht. Dort finden sich Fälle von genau diesem Phänomen. Studenten, welche Dozenten und Professoren aufgrund ihrer politischen Einstellung, ihrer Haltung zu bestimmten Themen und Ideologien regelrecht verfolgen, stalken und anprangern bis zur Entlassung.
Auf diese Weise wird der Diskurs, die für die meisten "weichen" Wissenschaften überlebensnotwendige Debatte von Ideen, Theorien und Forschungsergebnissen unmöglich gemacht. So verkopft und wenig lebensbezogen das klingen mag, es hat handfeste Folgen. Aber eines nach dem anderen.
Die letzten Monate haben, von den Medien nahezu unbeachtet, eine riesige Reihe von Beispielen der Intoleranz gesehen. Hauptakteure sind dabei einzelne Wissenschaftler oder Disputanten auf der einen Seite und Organisationen, öffentlich Beauftragte und Ideologen auf der anderen.
Vielleicht noch in Erinnerung ist der Fall Tim Hunt aus dem Sommer 2015. Der englische Nobelpreisträger und Professor hatte während eines Vortrages im Ausland einen Scherz gemacht, der, so man die ganze Rede zur Verfügung hatte als solcher klar erkennbar und konträr zu seiner ebenfalls dort geäußerten Meinung stand. Ein wenig sarkastischer Humor eben. In der Folge entlud sich erst ein sog. shitstorm und anschließend die political correctness, die dafür sorgte, dass er ohne sich äußern zu können seinen Lehrstuhl verlor.
Nun ist das kein wissenschaftlicher Beitrag an sich - allerdings gehörte er zu einem.
Wesentlich fundierter ging es an der California State University Los Angeles zu (kurz CSULA), im Februar diesen Jahres. Dort wurde Ben Shapiro, ein liberaler Kommentator und politischer Redner eingeladen einen Vortrag mit dem Titel "Wenn Diversität zum Problem wird" zu halten. Daraufhin starteten verschiedene Studentenbewegungen Druck auszuüben, diese Rede nicht stattfinden zu lassen. Der Universitätspräsident gab diesem Druck teilweise nach, sagte die Veranstaltung ab um einen neuen Termin mit Rednern unterschiedlicher Meinung anzusetzen.
Die Young America's Foundation unterstützte den darüber ungehaltenen Shapiro, der trotzdem anreiste und mit Einwilligung des Präsidenten doch seine Rede hielt. Allerdings benötigte er, aufgrund von Drohungen und einem sehr "handfesten" Protest, der ihm und allen Zuhörern den Zutritt verwehrte Polizeischutz. Seine Zuschauer mussten über einen Hintereingang eingelassen werden, nachdem viele massiv angegangen worden waren und kaum jemandem der reguläre Eintritt gelang.
Hier mal ein paar Videos dazu:






Man muss sie sich nicht in voller Länge ansehen um zu erkennen, dass die Eskalation auf der Tür steht und auf eine falsche Reaktion derjenigen wartet, die dort ihre Grundrechte verwehrt bekommen. Die Blockierer sind offensichtlich aggressiv und es kam bereits zum Ruf nach "Muskeln".
Wer des Englischen mächtig ist, der kann sich die volle Rede ansehen. Aber: als die Protestierenden mitbekamen, dass sie die Rede nicht durch Blockaden verhindern konnten, zogen sie den Feueralarm.
Es ist scheinbar der anwesenden Polizei zu verdanken, dass keine Gebäuderäumung erfolgte, wie es sonst in diesem Falle notwendig geworden wäre - auch bei offensichtlichem Falschalarm.

Der "Ruf nach ein paar Muskeln" erfolgte sogar durch eine Dozentin der University of Missouri. Diese hatte sich einem Protest von Studenten angeschlossen, die für die Entlassung eines angeblich rassistischen Dekans einen Teil des Campus besetzten und zur "Safe Space" erklärten. Ein studentischer Reporter wollte dies aufnehmen und von seinem Grundrecht gebrauch machen. Die Aufforderung zu gehen verneinte er, woraufhin besagte Lehrkraft rief "ich brauche hier ein paar Muskeln. Der will nicht gehen". Die Frau ist nach erster Nichtreaktion, dann zeitweiser bezahlter Beurlaubung, Verurteilung von einem regulären Gericht und mehreren Protestschreiben entlassen worden.
Der Dekan allerdings auch.

Randbemerkung: wer mit dem Begriff Safe Space nichts anfangen kann, hat eine wirklich lange Erklärung eines völlig bescheuerten Systems vor sich, dass mit der Definition von "Microaggressions" beginnt - also dem Gedanken, dass alles vermieden werden muss, was andere beleidigt, verletzt oder angreift - und diese bestimmen, um was es dabei geht.
Die Macher von South Park haben das mal filmisch umgesetzt.
Wer nun glaubt, es sei ein US Problem - mitnichten. Zum einen beachten Sie bitte meinen Eingangs verlinkten Beitrag zur Entwicklung und Atmosphäre hier in Deutschland - und dabei bin ich noch gar nicht auf kontroverse Themen wie Klimaentwicklung, Energiegewinnung und Außenpolitik eingangen.
Zum anderen passiert dies auch in Europa, allen voran in England, dem Land, das die gepflegte Debatte eigentlich tief in seiner Kultur verankert hat. Wer sich die gepflegten Beleidigungen unter reger Publikumsteilnahme im Unterhaus einmal angesehen hat weiß, was ich meine.
Aber Vortrags- und Diskussionspodien sind an den englischen Unis uralte Tradition - und werden mehr und mehr von Studenten und Organisationen niedergemacht. Auch hier wurden schon verschiedene Redner zum Anlaß für massive, bedrohliche Proteste genommen die oft genug ein Einknicken der Unis zur Folge hatte.
So hatte die eigentlich stark links stehende Komikerin Kate Smurthwaite einen "Gig", einen Auftritt an der University of London - aber weil sie eine andere Meinung als diverse Vertreter des Studententums zum Thema "sex worker"hat, wurde eine Abstimmung gehalten, ob dieser Auftritt zugelassen würde. Zwar ging die Abstimmung deutlich zu ihren Gunsten aus (70 zu 30), aber die Verlierer zeigten sich als schlechte ihrer Art und so wurde die Veranstaltung schließlich aus Sicherheitsbedenken abgesagt.
 Der auch hierzulande berühmte Biologe und Religionsgegner Richard Dawkins wurde zu seinem eigenen Entsetzen ein weiteres Opfer. Er beging den Fehler, einen kleinen animierten Komik lustig zu finden. Dieser zeigte zwei Figuren im Duett - eine Feministin und einen Islamisten, die über ihre Gemeinsamkeiten ein Lied trällerten. Die Feministin war dabei einer real existierenden Frau nachempfunden, die durch ihr extrem feindseeliges Auftreten, ihre Äußerungen und ihr dabei einprägsames Äußeres zum internet meme wurde

Seine Belustigung twitterte er. Dieser Fehler zog diverse Feministinnen an, die ihn harsch angingen und ihm u.a. vorhielten, die Frau würde Drohungen erhalten (was stimmt - aufgrund ihrer eigenen Aggression erhielt sie diverse Drohungen doch nicht mehr als nahezu alle in der Öffentlichkeit stehenden Personen, erst recht Ali oder Dawkins) und nun versteckt leben - was nicht stimmt.
Dawkins entschuldigte sich auf der Basis dieser Informationen und löschte seinen tweet - und damit ging es erst richtig los. Am Ende wurde er von einer atheistischen Veranstaltung in den USA ausgeladen, zu der er als Redner geladen war. Die Begründung: man könne keinen so frauenfeindlichen, wenigstens aber anti-feministischen Redner zulassen. Dawkins zeigte bei der Genesung bei dem zeitlich darauffolgenden Schlaganfall in einem Podcast seine Enttäuschung über seine "eigenen Leute". Er betrachtet sich selbst als Feministen.

Sein Gegenstück ist wohl Milo Yiannopoulos, ein Journalist der massgeblich für eine Debatte mitverantwortlich ist, die sich "Gamergate" nennt. Dabei ging es um Feministinnen, die mit Hilfe persönlicher Beziehungen in den Reihen der Spiele-Journalisten ihre Agenda und die von ihnen entwickelten Spiele versuchten besser bewerten zu lassen und damit besser zu verkaufen.
Nachdem dies ans Licht kam, verabredeten sich verschiedene Zeitschriften- und Onlineredakteure, um gemeinsam gegen die aufbegehrende community anzuschreiben. Die Verabredung dazu wurde von Milo Yiannopoulos veröffentlicht.
Seitdem berichtet und tourt er mit Blick auf den Feminismus der "3. Generation" und bekommt dafür einiges an Gegenwind. Diverse Veranstaltungen wurden abgesagt, boykottiert und zweimal wurden sie wegen ernster Bombendrohungen abgesagt. Das der Feminismus keineswegs zimperlich vorgeht, hatten letztes Jahr auch die Teilnehmer einer Männerrechtsorganisation erleben dürfen, deren Veranstaltungsort aus Sicherheitsbedenken absagte und der neue Ort einen Mehraufwand von zehntausenden Dollarn forderte, bevor er stattfinden durfte. Geplant war u.a. darüber zu reden, warum Männer so viel häufiger am Arbeitsplatz Unfällen erliegen als Frauen, warum Männer früher sterben, warum männliche Kinder öfter erkranken, usw. usf.


Ähnliches gilt auch für die US Unis. Die Ehrung und Rede Ayaan Hirsi Ali in Yale 2014 ist dafür ein herovragendes Beispiel. Diese Frau, die sich seit vielen Jahren heftig angefeindet UND gleichzeitig durch radikale Muslime ständig an Leib und Leben bedroht für die Rechte muslimischer Frauen und Andersgläubiger einsetzt, wurde von über 30 Organisationen angegangen. Zwar konnte sie am Ende, nach einer sehr kontroversen und teilweise unsachlichen Debatte doch ihre Rede halten, aber die Entscheidung war knapp und allein der Tatsache geschuldet, dass eine Person nicht einknickte. Selbst die atheistische Yale-Gesellschaft wollte Ali von ihrer Rede abhalten - mit Berufung auf "Diversität". Ali ist eine schwarze Somalierin, (ehemalige) Muslima und steht unter konstanter Todesdrohung....

Umgekehrt haben es sich Mitglieder der Black Lives Matter Bewegung nicht nur angewöhnt, zu blockieren und zu eskalieren, sondern auch eine Art Inquisition einzurichten. So stürmten sie eine Uni-Bibliothek, beschimpften alle Weißen im Raum, zerrten ein junges Mädchen durch die Gegend und befragten jeden aufdringlich ob "Black lives matters".


Man merkt, ich könnte stundenlang so weiter schreiben (und war auch kurz davor), aber ich denke, es wurde deutlich, in welche Richtung die Reise geht, aus welcher Richtung die Meinungs- und Äußerungsfreiheit in Abrede gestellt wird. Es sind vor allem Bewegungen wie "Besorgte Studenten", "Black Live Matters", "Feministen", "AntiFa" und ähnliche Kreise, die sich positive Dinge auf die Fahnen schreiben, um dann völlig überzogene Behauptungen auszugeben und selbst bis zur Gewalt zu gehen.
Vielleicht glaubt man, gerade anhand des genannten Kreises nicht, dass dies für Deutschland irgendeine Relevanz hätte. Leider doch.
Angefangen mit den Paralellen in der Politik, wo sich die AfD immer wieder neue Veranstaltungsorte suchen muss und die Teilnehmer dringend Polizeischutz benötigen, über Familienrechtlerinnen wie Frau Kelle, die sich immer wieder massiven Störungen und Drohungen gegenüber sieht, hin zu Wissenschaftlern wie den Eingangs verlinkten Forschern oder jüngst einem Biologen, der zwar als Redner eingeladen wird, wenn er über die wissenschaftlich nicht haltbaren Behauptungen der Kreationisten reden soll, aber wenn er über die gleichermaßen wissenschaftlich nicht zu haltenden Pseudo-Argumente der Genderisten spricht sich sofort disqualifiziert.
Während immer weiter Stellen für Geschichtswissenschaften u.ä. abgebaut werden, blühen die Genderprofessuren - ohne an diese die üblichen Maßstäbe anzulegen.
Die freiwillige Gleichberichterstattung (oder besser "Nichtberichterstattung") unserer Medienwelt fällt ebenfalls darunter.
Israelboykotte, Rauswurfforderungen und Umsetzungen (bspw. ein Busfahrer wegen Tragens einer bestimmten, von Rechtsradikalen verehrten Kleidermarke) usw. usf.
Fundamente unserer Gesellschaft, die Unschuldsvermutung, die Versammlungsfreiheit, die Meinungsfreiheit, die Freiheit von Forschung und Wirtschaft sind am zerbröseln. Auch dies ist ein Grund, warum unsere Gesellschaft die Herausforderungen unserer Zeit, vom Terrorismus über Einwanderung bis hin zur Demographie nicht in den Griff bekommt und bekommen kann.


Es sind erstaunlicherweise genau jene Kreise, die ausschließen, die gegenteilige Meinungen dämonisieren und zum schweigen bringen, die Sprache benutzen, welche die Menschlichkeit ihrer jeweiligen Kontrahenten völlig abspricht, die sich hier stark machen.
Bei uns gerne mit unter die nicht ganz passende Bezeichnung "Gutmenschen" gepackt, gibt es im anglo-amerikanischen Raum den Begriff des SJW, des "social justice warriors".
Falls Sie sich, werter Leser, einmal berufen fühlen, "der weiße Ritter" in einer Sache zu sein - prüfen Sie bitte Ihr Anliegen. Geht es wirklich um etwas? Lässt es sich nicht besser in einer Schlacht der Argumente austragen als in Protest und Boykott?



P.S. Gut passt ein aktueller Skandal. Erdogan regt sich über ein Satirevideo des NDR auf, macht einen diplomatischen Zwischenfall daraus und versucht in unsere Medienfreiheit einzugreifen.
Mit diesem Machthaber und seinem Land hat unsere Regierung gerade einen extrem teuren und fragwürdigen Deal abgeschlossen, auf der Strasse einer deutschen Großstadt eskalierte eine türkische Demo der Grauen Wölfe - und nichts kommt von der Seite unserer Politik. Kein aufrechtes dagegenhalten und verweisen auf europäisches Recht und unsere Sitte - welche die Türkei angeblich ebenfalls anstrebte um Mitglied zu werden. Und unsere Medienschaffenden sind schon dabei, die Randbereiche ins Scheinwerferlicht zu räumen. Sieht einfach besser aus... Danke und tschüß, Pressefreiheit. Das scheint ein altersbedingter Tod zu sein...

Samstag, 13. Februar 2016

Dresden und sein Gedenken - ein Trauerspiel Deutschlands

Es dürfte nur wenige Menschen in Deutschland geben, die täglich Zeitung lesen oder sich politisch interessieren, und nicht wissen, was am 13.2.1945 mit Dresden passierte. Damals luden britische Bomber ihre tödliche Fracht über der bis dahin verschonten und darum für zehntausende von Flüchtlingen zum Ziel gewordenen aus. Allerdings nicht "nur" einfache Bomben. Auf eine Welle von normalen Bomben, die Schäden an den Fassaden und Dächern verursachten und sie so anfälliger für Flammen machten folgten 650 000 Brandbomben - nahezu eine für jeden Einwohner, die ein Maximum an Opfern und Schäden erreichen sollten. So verwandelte das britische Kommando unter ihrem Chef Harris Dresden in eine Hölle auf Erden, in der die Flammen sich gegenseitig die Luft nahmen und dabei solch ein Sog entstand, dass fliehende Kinder und nach manchem Bericht sogar Erwachsene wie von Geisterhand hineingezogen wurden und elendig verbrannten.

Noch während die Stadt brannte und die Menschen noch flüchteten erreichte am folgenden Tag eine US Bomberflotte die Stadt und lud weitere Bombenlast ab. Und noch einmal am Tag darauf.
Zahllose Augenzeugen berichteten darüber, dass die Fliehenden von Jagdflugzeugen im Tiefflug beschossen worden wären. Eine Prüfung ergab aber weder Unterlagen zu eingesetzten Jagdflugzeugen (es gab faktisch keine Luftabwehr über Dresden) noch fand man bei einer Sondierung in der betreffenden Region außerhalb Dresdens entsprechende Geschosse im Boden, womit der Fall offiziell als Falschbehauptung beendet gilt.
Die Überlebenden kehrten zurück und begannen die Toten einzusammeln und ihre Überreste zu krematieren, indem sie riesige Scheiterhaufen errichteten. Dies war aufgrund der Seuchengefahr notwendig. Geregelte Bestattungen lagen völliger außer der Fähigkeit der Bevölkerung in ihrer zerstörten Stadt. So aber konnten auch keine Daten erfasst werden. Wie viele Opfer es nun genau gab, ist eine bis heute strittige Frage, die von zehntausend bis zu hunderttausend geschätzt wird. Verschiedene Kommissionen kamen auf Ergebnisse von ca. 22 000 bis 35 000 Toten - auch hier unter Widerspruch mit den Zeugenaussagen.
Was nun stimmt in diesen beiden strittigen Fragen, ich weiß es nicht. Und ehrlich gesagt, ist es mir, abgesehen von den tausenden Einzelschicksalen, auch egal ob es nun 22 oder 35 000 Tote waren - denn es ist ein Grund zur Trauer und eine Schande für die Alliierten. Wir wissen heute, dass die Angriffe auf Zivilisten absolut nichts gebracht haben außer Leid, Zerstörung, Fatalismus und Tod.

Daran wäre heute in Dresden zu Gedenken - und daran, dass hier neben den Dresdnern auch Menschen auf der Flucht umgebracht wurden. Hier begegnet Geschichte mal wieder den aktuellen Ereignissen.
Seit vielen Jahren sind es aber Geschichtsrevisionisten, Rechtsradikale und Linksradikale, die in Dresden die Wahrnehmung der Geschichte bestimmen. Die einen trauern nicht, benutzen aber die Trauer um die Opfer zur Verbreitung ihrer politschen Botschaft. Höchst unerfolgreich, wie man hinzufügen muss. Ähnlich wie die "Aufmärsche" von einer handvoll sturer Verweigerer der Realität zum Geburtstag von Hess oder dem Geburtstag Hitlers.
Die andere Seite aber bejubeln den Massenmord, wie die beiden linken "politisch Aktiven", Linkenpolitikerin und Bezirksabgeordnete Anne Helm und  Femen-Mitglied Mercedes Reichstein, welche 2014 in Fementradition mit nacktem Oberkörper posierten und dabei eine in linksextremen Kreisen sehr beliebte Aufschrift trugen: "Thanks Bomber Harris" und  "AntiFa Aktion". In späteren Interviews behauptete Helm erst, sie sei nicht dabei gewesen, um es dann zuzugeben - aber sich völlig missverstanden zu geben.
Mercedes Reichstein wiederholte die Aktion in Leipzig mit der Beschriftung "Bomber Harris, do it again noPegida" und nachgefragt bestätigte sie, ihre Aktion Ziele auf die Teilnehmer ab.
Der Jubel über einen Massenmord und der Aufruf zur Wiederholung wird weder verfolgt noch als Volksverhetzung bezeichnet noch sonstwie geahndet.

Unter dem Druck dieser beiden Richtungen wird es dieses Jahr, dem 71. Jahrestag, kein öffentliches Gedenken geben. Statt die Trauer zu organiseren und vehement das Gedanken an die Opfer und eben nur daran durchzusetzen, alle politische Instrumentalisierung und Menschenverachtung zu verbannen, kneift das offizielle Dresden, welches gleichzeitig nicht müde wird, zu Gegendemonstrationen gegen die Pegida-Zusammenkünfte aufzurufen und damit immer wieder Leute einzuladen, die andere Menschen mit Gegenständen bewerfen, ihre Grundrechte absprechen, Autos anzünden und ja, auch den Massenmord vom 13.2.45 bejubeln.

Schande Dresden, ist nicht nur eine historische, eine in der Vergangenheit erreichte Sache. Wenn ihr es nicht schafft, um unschuldig verbrannte Kinder vom Februar 45 zu trauern - wie wollt ihr noch über Differenzierung, Menschenrechte und Würde reden?
Wie will die Linke Rechte für Flüchtlinge einfordern, wenn sie das Gedanken an abgeschlachtete Fliehende mit Füßen tritt?

Dienstag, 24. November 2015

Apologeten - wenn Ideologen und Idealisten bewerten

Wäre es nicht die Realität, es wäre urkomisch. Die Phrasen, die dieser Tage von sogenannten Experten und wirklichen Fachleuten gedroschen werden. Das ZDF etwa lässt seine Kindernachrichten erklären, dass der Kolonialismus Frankreichs schuld sei an der Radikalisierung und den Anschlägen. N 24 schreibt gleich die Gesamtschuld unserer Gesellschaft zu.
Warum kommen so viele junge Dschihadisten aus Belgien? Perspektivlosigkeit und Alltags-Rassismus treiben junge Männer in die Arme der Extremisten. Doch es gibt noch einen weiteren, belgischen Grund.
Im vorherigen Bericht wird noch durch den belgischen Innenminister erklärt, dass Belgien soviele radikale Muslime produziere, weil der Konflikt zwischen Flamen und Wallonen zu viele Sicherheitskräfte beschäftige und damit binde.

Wer jetzt glaubt, das sei schon unfassbarer Unsinn, der hat das Beste noch vor sich.
Die ZEIT berichtet, dass eine "Willkommenskultur" die beste Waffe gegen Extremismus sei," und schreibt vom IS nur noch als "sogenannter IS", entsprechend der Forderung einer muslimischer Funktionäre und Politiker in Deutschland.
Pax Christi hingegen will verhandeln und sieht in der mangelnden Kommunikationsbereitschaft mit dem IS das Problem - auch wenn sie nicht so recht verstehen, warum der keine politischen Forderungen stellt.
Der Präsident des deutschen Reiseverbandes rät unterdessen, "Vorurteile abzubauen" und den Terror dadurch sozusagen klein halten, dass man als Tourist der in die islamischen Länder reist den Menschen Arbeit gibt - auch wenn man dadurch dann eben sozusagen für die bereits existierenden Terroristen wie in Tunesien zur Zielscheibe wird.
Und während ein konservativer Journalist, der ein Smiley an der falschen Stelle setzt seinen Job wegen Verhöhnung der Opfer und Verallgemeinerung der Flüchtlinge verliert argumentiert der BUND (ja, der Naturschutzverein), dass man nun die Klimaschutzvereinbarungen verschärfen und überhaupt durchsetzen solle - so könne man Frieden schaffen.

Und natürlich erklingt auch das Lied vom "der IS hat nichts mit dem Islam zu tun", eine Coverversion des "Islamismus hat nichts mit dem Islam zu tun". Dieses Thema wurde schon öfter besprochen, darum nur an der Stelle: Herr Mazyek - Sie sind ein Apologet und ein Opferbeschuldiger aller erster Güte. Treten Sie zurück, dann hat Ihr Verband die Chance einen fähigen Menschen zu wählen, der nicht nur die Schuld auf andere schiebt, sondern Missstände angeht.
Sätze wie
Es sei schmerzhaft, dass Deutschland auch ein Exporteur von Terroristen sei. Dies zeuge von einem gesamtgesellschaftlichen Versagen, zumal diese Menschen auf deutsche Schulen gegangen seien und zum Teil aus nicht muslimischen Elternhäusern stamme, betonte Mazyek.
sollten jedes Mitglied des Verbandes vor Scham im Boden versinken lassen. Erst erklärt dieser Kerl, dass der Islam missbraucht und missverstanden würde, als Sündenbock hinhalte etc. und dann beschuldigt er Deutschland und dessen Schulsystem, an der Radikalisierung von Menschen schuld zu sein, die lediglich eines in ihrem Wahn verbindet: der Islam. Aber Hauptsache, "wir sinds nicht".
Da lobe ich mir solche Muslime, die nicht auf andere, sondern auch sich selbst zeigen, und bereit sind die Probleme anzugehen. Die nicht betonen, dass es eine Minderheit sei, die den IS gut findet oder gar unterstützt - denn es sind mindestens 60 Millionen Muslime weltweit. Und das ist nicht nichts. Das ist bedrohlich - und da sprechen wir noch nicht über die Aktiven bei der IS, Al Nusra, Taliban, Islamija, Boko Haram und wie sie alle heissen. Diese töten. Jeden Tag. 99,9% von ihnen kommen weder von deutschen noch von französischen Schulen. Und auch sie verbindet lediglich eines.

(Auf Herrn Mazyeks Unsinn und seine Anschuldigungen gab es eine gute Replik von Thilo Thielke. Der hat sich die angebliche "pseudo-religiöse" oder "quasi-religiöse" Begründung mal angesehen)


Aber zurück zur Entschuldigungsphilosophie. Am verbreitetsten ist die Meinung: die Armut und die Diskriminierung in den Vororten, im Alltag treibt die jungen Menschen zum Terror.
Ralf Ostner stellt in einem absolut lesenswerten, nein -notwendigen Beitrag die Fragen:
Warum machen das Millionen ausgegrenzte Jugendliche in den Ban Lieus und vergleichbaren Ghettos der Welt eben nicht? Warum greifen sie nicht zum Terrorismus und Islamismus? Warum bleibt diese Reaktion auf eine Minderheit beschränkt, die jedoch volle Medienaufmerksamkeit erheischt?
Die oben zitierten Entschuldigungen und Pseudo-Begründungen sind es, die mich sofort nach der Qualifikation der Betreffenden fragen lassen. Denn sie haben offensichtlich nicht eine Sekunde darauf verschwendet, sich die Liste der Attentäter der letzten 20 Jahre anzusehen. Das sind eben nicht nur entrechtete Minderheiten ohne Arbeit und Perspektive. Sogar ein sehr großer Teil davon waren Studenten oder Menschen mit einem abgeschlossenen Studium. Ingenieure, Ärzte, Dolmetscher mit Sprachstudium usw. usf. Die absolute Mehrheit tauchte völlig unauffällig in den Gesellschaften unter, und zwar nicht nur den Parallelgesellschaften. Flugscheine zu machen ist für unterdrückte Armutspopulationen nicht nur schwer umsetzbar sondern schlicht unmöglich.
Viele Konvertiten, die ihr Lebtag garantiert nicht einen Tag Alltagsrassismus durchleben mussten gehören, worauf Herr Mazyek ja so genüßlich verwies, zu den Tätern. Aus aller Welt. Die wenigsten davon aus Elendsfamilien, die zusehen mussten, wie Brot auf den Tisch kommt.
 Also stellt euch endlich der Realität.
Und hört mit Ausflüchten aus. "Jede Religion hat ihre dunklen Seiten" und "auch unter Christen gibt es Radikale" und "die christliche Geschichte ist voll von sowas, also leise treten".
Das ist nur eines: entschuldigender Blödsinn ohne das kleinste Anzeichen von Intelligenz, Recherche oder Mitgefühl für andere als Muslime.
Jede Religion hat ihre dunklen Seiten? Sicher - denn jede Religion wird durch Menschen gelebt. Aber die wenigsten Religionen geben Vernichtungsbefehle aus, die klar und deutlich und dazu im imperativ geschrieben sind.
Auch unter Christen gibt es Radikale? Oh ja. Jahrhundertelang ließen diese sich im extremsten Pazifismus abschlachten - erst im Römischen Reich und anschließend bspw. im "goldenen Andalusien", dem muslimisch eroberten Spanien, wo es eine zeitlang so viele offen bekennende Christen gab, dass die wachsende Zahl der Märtyrer (im Christentum, anders als im Islam, jene die für ihren Glauben sterben ohne dabei zu versuchen jemanden zu töten oder zu verletzen) die Kirche zu Besonnenheitsaufrufen zwang. Menschen wie Breivik oder die IRA als Kämpfer für den Glauben zu verkaufen - das gelingt nur solange, wie man sich deren Statements und Ziele vorenthält.
Die Kreuzritter werden dann gerne als Beispiel christlicher Geschichte und Extreme angeführt - nur um zu vergessen, dass die brutalen Schlächter der ersten Welle des ersten Kreuzzuges von verschiedenen Städten im Rheinland ausgewiesen wurden und ihre Opfer eigentlich garantierten Schutz genossen - sogar Bischöfe sich in den Weg der Mörder stellten. Und ohne ein Wort darüber zu verlieren, warum die Levante eigentlich nicht mehr christlich dominiert war, oder wie damals generell und von allen Seiten Krieg geführt wurde usw. usf.
Aber selbst wenn das alles stimmen würde: seit fast 20 Jahren sterben Tag für Tag Menschen unter den islamischen Schlachtrufen und werden die islamischen Schriften bemüht dies zu begründen. Und Jahr für Jahr wird es schlimmer und rückt mehr nach Europa.
Wenn nicht bald die ideologischen und rassistischen Denkschranken fallen um Kritik, Auf- und Überarbeitung zu ermöglichen, dann wird es auf die eine oder andere Weise zu spät sein. Noch können wir die modernen, die aufgeschlossenen und toleranten Muslime unterstützen und hoffen, dass ihre Interpretation dominieren kann. Wenn diese sich aber nicht mehr trauen, wie es in so vielen islamischen Ländern bereits der Fall ist, oder sofort gehetzt werden, dann endet diese Chance. Was folgt ist entweder ein langer, blutiger Konflikt oder eine religiöse Verfolgungswelle durch Europäer, die von Phrasen und Anschlägen genug haben. Beides sind Horrorvisionen.
Darum hört auf zu verteufeln was euch nicht gefällt oder eure Denkschemata stört.
Hört auf mit irgendwelchen aus sozialistischen und sozialpädagogischen Reflexen geschusterten Entschuldigungen alles schönreden zu wollen.
Hört auf die vermeintlichen wie realen dunklen Kapitel der europäischen Geschichte als Vergleich und Entschuldigung für aktuell laufende Massaker zu verwenden.
 Ihr zeigt Verständnis - aber nur in eine Richtung. Und das ist die falsche. Ihr wollt Frieden? Dann fangt in euren eigenen Ländern, in der eigenen Bevölkerung an. Wir nähern uns einem sozialen Unfrieden, wie wir ihn seit vielen, vielen Jahrzehnten nicht mehr hatten. Lasst das Land nicht so zerbrechen. Zeigt nicht auf den Hass anderer, bekämpft erstmal den eigenen.
Wer brüllend bei Trauerkundgebungen gegen Missbrauch vorgeht demonstriert seine Menschenfeindlichkeit, nicht seine Courage. Hört auf damit.
Fürchtet nicht, was passieren könnte, während ein Terroranschlag nach dem anderen Familien zerreißt. Beklagt nicht im Licht brennender Kirchen ungekärte Brände in Heimen.
Hört zu. Argumentiert. Achtet die Grundrechte nicht nur von Flüchtlingen, sondern auch von Mitbürgern anderer Meinung.

Und ich weiß, ich schreibe umsonst. Spartakisten und Stahlhelme haben keine Spur in den Köpfen unserer Generation hinterlassen. Leider.



Mittwoch, 18. November 2015

Trauer auf AntiFa - mit der Bitte um Verbreitung

Am 16.11. wollten Teilnehmer der Bärgida Demo nach deren Ende an dem stillen (!) Gedenken an die Opfer des Terroranschlages von Paris teilnehmen.
Offensichtlich linke Demonstranten versperrten ihnen den Weg und verfielen in das Brüllen von Parolen, die aus der stillen Trauer einen Heidenlärm machten - zusammen mit der "zivilen Absperrung", dem verwehren von Anteilnahme und Trauerbekundung aufgrund von Unterstellung eine der unwürdigsten und verurteilenswertesten Reaktionen in einer Reihe von Peinlichkeiten der letzten Tage.


Vera Lengsfeld sieht darin, in meinen Augen völlig richtig, das Wiederaufleben der Methoden, welche die verfeindeten Parteien der sterbenden Weimarer Republik und des frühen 3. Reiches benutzten. Da bestimmen einige unreife Tugendwächter in gerechtem Zorn, was richtig und was falsch ist, welcher Mensch fundamentale Rechte und wer "eine aufs Maul" verdient.

Und der Staat steht daneben und lässt gewähren. Frau Kanzlerin, ist DAS das freundliche Gesicht, welches Sie als "Ihr Land" bezeichnen?

Wo sind jetzt die Journalisten, die Flüchtlinge instrumentalsiert sehen, wenn auf einer Trauerveranstaltung für ermordete französische Staatsbürger "Welcome Refugee" Fahnen geschwungen und Parolen gegrölt werden?

Deutschland, du hast deine Würde verloren.