Auch wenn es grausame Routine wird: mein Mitgefühl, Beileid und Gebet gilt den Opfern, den Verletzten wie den Getöteten und den Hinterbliebenen und Zeugen. Ich hätte mir gewünscht, dass niemand mehr mit diesem Schrecken konfrontiert, auf solch brutale Weise aus dem Leben oder seinem Gefühl der Sicherheit gerissen wird.
Das wir über euch, wie die vielen Opfer vor euch, nun nicht als die Menschen schreiben und sprechen, die ihr wart und im Fall der Überlebenden hoffentlich so weit es möglich ist wieder sein werdet, bereitet mir ein Gefühl der Schuld. Über euch zu sprechen sollte erstmal bedeuten, eure Namen zu kennen, eure Zukunftsträume, eure Stärken und Schwächen, euren Charakter, Freunde und Familie. Aber das ist nicht möglich. Nicht nur, weil es so viel wäre, sondern vor allem, weil es den Schmerz vergrößern, den Verlust näher an uns bringen würde. Ihr würdet es verdienen.
Möget ihr in Frieden ruhen, so schnell und so weit möglich genesen und Gott stehe uns allen bei.
Wieder sterben unschuldige Menschen. Neun Leben werden beendet, darunter wie wir nun wissen sechs Jugendliche und Kinder, 14 weitere werden z.T. schwer verletzt, darunter ein 12jähriger Junge.
Ich gebe zu, als Freunde und ich gestern die Meldungen lasen, glaubten wir an einen islamischen Anschlag. Drei mit Langwaffen bewaffnete hieß es - das klang zu sehr nach Paris und zu wenig nach Erfurt oder Winnende.
Auch als dann von einem Einzeltäter mit einer Pistole berichtet wurde, glaubte ich noch an einen islamischen Anschlag. Zu oft in den letzten Monaten und Jahren war es genau so. Man lag bislang nicht falsch mit der Vermutung. Der letzte Amoklauf liegt mehrere Jahre zurück, Breivik und Winnende verschwinden hinter einer Wand anderer Namen des Terrors.
Aber diesmal scheint es, trotz des Migrationshintergrundes des Täters, wirklich ein Amoklauf zu sein. Die Waffe, eine 9mm Glock, hat er sich illegal besorgt und besessen. Nicht "vermutlich", wie es der offensichtlich in den Gesetzen unbelesene Polizeichef in der Stellungsnahme sagte, sondern 100%. Der Täter war 18 Jahre alt. Das Gesetz erlaubt ihm gerade mal unter strengen Auflagen den Umgang mit solchen Waffen auf dem Schießstand. Eine zu besitzen erlaubt und ermöglicht sie nicht. Händler wollen und müssen die polizeiliche Erlaubnis sehen, die erst mit dem Bedürfnis über einen Schützenverein oder einen Jagdschein erworben werden kann. Er erfüllt mit seinem Alter die Mindestbedingungen dafür nicht.
Das sollte ein Polizeichef wissen und darum keine vagen Äußerungen treffen zu sicherem Erkenntnisstand. Wohin hier die Reise geht, steht bereits jetzt fest.
So wie nun alle gescholten werden, die von einem Anschlag muslimischer Terroristen ausgingen und damit "vorschnell urteilten", so sehr wird nun wieder ein Vergleich nach dem anderen mit vorherigen Amokläufen gezogen und am Ende wieder über die legalen Waffen diskutiert werden. Es wird nicht darüber gesprochen werden, wie schlimm es um die Verhältnisse steht, wenn es einem gerade mal 18jährigen gelingt, sich illegal eine Schusswaffe zu besorgen. Die Gesetze sind da - offensichtlich gelingt es nicht, sie umzusetzen.
Worauf sich momentan vor allem gestürzt wird, zumindest scheint es mir so, ist das Verhältnis der Mitschüler des Täters zu ihm. Er wird als Mobbingopfer beschrieben, als jemand der jahrelang frustriert und gedemütigt wurde. Bis er ausrastete. Ob das so war, wird schwer zu beweisen sein.
Letztlich aber hätte man diese Tat, wie die meisten Amoktaten verhindern können. Hinzusehen und einzugreifen, mit Liebe aber auch mit Durchsetzungskraft, bevor es so weit eskaliert, wäre möglich gewesen. Ein junger Mensch, der immer wieder vom Morden spricht, der sich intensiv mit Massenmorden beschäftigt und dies in einem eher lernenden als forschenden Sinn, sollte Alarmglocken läuten, die nicht mit ein paar Gesprächen und einem "so sind sie halt" wieder abgestellt werden.
Ob Columbine, Sandy Hooks, Breivik, der Amokläufer von Kalifornien, Erfurt oder Winnende. Alle hatten psychische Probleme, die nur unter einer dünnen Oberfläche verborgen lagen, aber mittels Videoblogs oder auffälligem Verhalten für die Umgebung sichtbar waren. Eine Gesellschaft in der Eltern es hinnehmen, dass ein Mitschüler ihrem Kind immer und immer wieder mit dem Tod droht sieht nicht genug auf den Menschen oder zögert zu sehr, einzuschreiten, etwas zu unternehmen.
Was bleibt ist: als hätten wir mit Terroristen nicht genug wahnsinnige Mörder. Es laufen nun auch Gestörte herum, welche die Kanäle illegaler Bewaffnung ebenso nutzen können. Schießen ist keine einfache Sache, der junge deutsch-Iraner hat es ohne Ausbildung erstschreckend "gut" gekonnt. Das er nicht sofort gestoppt wurde, dass die Zahl der Opfer nicht kleiner gehalten werden konnte, dass die Streife die ihn früh stellte ihn dann aus den Augen verloren hat, dass so viele völlig falsche Meldungen rumgingen, dass die Medien und Zeugen pietätlos auf Verletzte und Leichen mit ihren Kameras und Handys hielten... all das liegt neben Angst, Mitleid und Wut in der Luft. Aber das es mehr davon geben könnte, dass wir es nicht schaffen wenigstens diese eine Bedrohung abzustellen, das ist das größte Problem - nach dem Verlust dieser Mitmenschen.
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Samstag, 23. Juli 2016
Mittwoch, 13. Juli 2016
Dienstag, 12. Juli 2016
FAZ zur Black Panther Bewegung und Rassenthematik
Der Artikel machte auf mit einem Bild von Beyonce während ihres Auftrittes beim Superbowl - eine eigentlich rein zu Unterhaltung dienende Veranstaltung über alle sozialen Grenzen hinweg, die unpolitischer nicht gewesen sein könnte. Zwar hat es auch in der Vergangenheit immer wieder Künstler gegeben, die Anliegen unterbrachten, so etwa Michael Jackson, aber Beyonce politisierte und polarisierte, als sie eine regelrechte Ehrung der gewaltätigen und wegen mehrer Morde in Verruf geratenen Black Panther Bewegung vorspielte, während sie einen Song darbot, dessen Video bereits Rassismus vorwarf, während es selbst rassistische Rollenbilder lieferte.
Also dachte ich mir, dass nun jemand Kritik liefern würde, nachdem diese Black Power Bewegung (die neben Namen auch in Symbol mit der "White Power" Bewegung teilt) nun für eine Reihe von Mordanschlägen und mehrere Tote in den letzten Tagen verantwortlich ist.
Weit gefehlt. Der Artikel beginnt:
Das blendet die FAZ mal eben komplett aus.
Einer der Gründer der Black Panthers , Huey Newton, wurde wegen Angriffs mit einer tödlichen Waffe zu lediglich sechs Monaten Haft verurteilt, nachdem er mehrfach auf einen anderen schwarzen Mann einstach. Als er im Oktober 1964 freikam, feierte er dies mit Black Panther Mitgliedern. Auf dem Rückweg geriet er in eine Polizeikontrolle. Er wurde identifiziert und die Beamten nahmen ihn vorläufig wegen Verstoßes gegen Bewährungsauflagen fest, riefen nach Verstärkung, was 1964 deutlich länger dauerte. Bis die Verstärkung da war, lag ein Beamter mit vier Schüssen tot am Bodem, der andere wurde drei Mal getroffen und überlebte verletzt. Newton hatte einen Bauchschuss. Nach seiner, dem überlebenden Polizisten widersprechenden Aussage, hätten die Beamten zuerst auf ihn geschossen und sich dann gegenseitig verletzt.
In erster Instanz zu 15 Jahren wegen eines Tötungsdeliktes verurteilt, wurde diese Strafe wiederrufen. In zwei folgenden Prozessen verhinderte stets mindestens ein Mitglied der Jury eine Einigung der Geschworenen und so mussten die Prozesse ergebnislos abgebrochen werden. Ein vierter Prozess wurde abgelehnt.
Newton reiste nach China, wo die kommunistische Mao Regierung für ihn ein Schaulaufen organisierte und er die höchsten Beamten des Landes außer Mao traf. In seinem Urteil war das maoistische China, wo zu diesem Zeitpunkt mindestens 40 Millionen Menschen umgebracht worden waren, und der in seiner "Roten Bibel" schrieb, dass die Macht aus den Läufen der Gewehre komme, ein "freies und fortschritliches Land unter sozialistischer Regierung". Zu diesem Zeitpunkt schufteten sich vermutlich über 700 000 Menschen in Konzentrationslager zu Tode. Etwa ein Jahr nach seiner Abreise begannen die "Roten Garden" auf Betreiben der Regierung mit "Säuberungen", die Freidenker und Kritiker zu Freiwild machte. Allein In Bejing (Peking) wurden 1966 100 Lehrer von ihren Schülern ermordet. Meist öffentlich und qualvoll.
Es folgten mindestens ein weiterer Mord und mehrere Gewaltakte, meist unpolitischer Natur, deren Strafverfolgung er sich durch eine Flucht nach Kuba entzog.
Die Strafverfolgung kam durch Einschüchterung und Mordversuche an den Zeugen ums Leben. Der Mordversuch an einer Zeugin konnte eindeutig auf die Black Panthers zurückgeführt werden - diese hatten sich im Haus geirrt, der Nachbar war bewaffnet und erschoss ein Mitglied, dessen Leiche identifiziert werden konnte. Einen weiteren Verwundete er. Dieser konnte Mithilfe eines anderen Black Panthers, Nelson Malloy, in den Reihen der Sanitäter entkommen - der Sanitäter sollte zum Schweigen gebracht werden, überlebte aber und identifizierte seine Angreifer aus den Reihen seiner Bewegung. Newton konnte keine Verbindung nachgewiesen werden und ging so mit seinen Verbrechen frei aus. Er kehrte in die USA zurück. Er starb 1989 eines gewaltsamen Todes, als er nach dem verlassen eines Crack Houses, eines Drogenumschlagplatzes von einem Mitglied einer anderen Black Power Bewegung erschossen wurde.
Obwohl zu seinen Opfern nicht "nur" Polizisten und vor allem Schwarze zählen, wird dieser Gewalttäter seit einigen Jahren als Märtyrer im Kampf für die Rechte der Schwarzen und gegen die Unterdrückung verehrt. Das dies nicht nur unwidersprochen hingenommen sondern teilweise aufgegriffen wurde, führte m.E. mit zur jetzigen Situation. Der 2015 veröffentliche Dokumentarfilm über die Black Panther bspw. spricht zwar einen getöteten Polizisten an - mehr von Newtons dunkler Geschichte jedoch nicht.
Dabei ist Newton nur eines der vielen Beispiele, wie man allein an seinen vielen Handlangern wahrnehmen kann.
Auch beleuchtet sein Leben ein soziales Problem, welches den FAZ Artikel ad absurdum führen, mehr noch, zu einem verlogenen Pamphlet machen.
Beweis für Rassismus ist dies jedoch noch nicht, wie Newtons eigene Biographie darstellt.
Denn junge schwarze Männer machen auch unter den Mordopfern ohne Polizeibeteiligung weit mehr als ihren Anteil in der Bevölkerung aus. Die meisten dieser Fälle haben entweder einen Gang-, Drogen- oder Beziehungshintergrund. Dies ist also ein soziales Problem - kein Rassismus.
Unter den bewaffneten Widerständlern gegen Verhaftung machen schwarze junge Männer ebenfalls einen deutlich überdurchschnittlichen Anteil aus - sowohl insgesamt als auch unter den Verhaftungen in den jeweiligen Gruppen (Rasse, Alter, Geschlecht). Das heisst, die Polizisten treffen bei schwarzen jungen Männer weit häufiger auf für sie lebensbedrohliche Gewalt, als bei Weißen, Asiaten, Latinos oder Orientalen.
Unter den Mördern an den schwarzen jungen Männern sind mit überwältigender Mehrheit schwarze junge Männer vertreten. Die Einordung in ein soziales Problem, oft verkürzt als "thug cultur", als "Schläger Kultur" wiedergegeben und in Rap-Songs wie Lifestyle glorifiziert wird offensichtlich.
Dies schlägt sich auch in anderen Verbrechen wieder. So sind von 100 Vergewaltigern 57 weiß aber 27 schwarz - und damit weit mehr als in Relation zu erwarten wären.
Überschreiten wir jetzt die Gruppengrenze stellen wir fest, dass schwarze junge Männer auch über durchschnittlich oft die Täter bei Verbrechen an Weißen sind. Vergewaltigung, Mord, Körperverletzung. Gerade Vergewaltigung und Mord fallen hier auf. Vergewaltigung, die sonst eher im eigenen Umfeld und zumindest im eigenen ethischen Umfeld stattfindet sieht weit über die Proportion hinaus viele Übergriffe auf weiße Frauen durch schwarze Männer. Wie in allen diesen Bereichen ist es schwer aktuelle und verläßliche Zahlen zu finden, aber es scheint, dass bis zu einem Drittel der weißen Opfer von Vergewaltigung zu diesen durch schwarze Täter wird.
Umgekehrt sind unter den schwarzen Opfern von Vergewaltigung "lediglich" zwischen 20 und 5% durch weiße Täter angegriffen worden. (Die große Bandbreite spiegelt die stark variierenden Angaben wieder, die ich fand. Den extremsten Angaben, nämlich 0% schenke ich keinen Glauben).
Auch die FAZ weiß, dass es eben nicht nur schwarze trifft, schreibt dies auch, aber ignoriert dann alle anderen Möglichkeiten.
Und bevor nun jemand einen anderen Hintergrund hineinliest: ich halte dies wie mehrfach gesagt, für ein soziales Problem. Die "black community", die schwarze Gemeinschaft in den USA kämpft gegen innere Probleme - oder vielmehr, sie kämpft nicht. Der ausgeschiedene Präsidentschaftskandidat Ben Carson sprach es mehrfach an. Eine Gesellschaft, in der die Mehrheit der Kinder von ihren Vätern verlassen und ignoriert werden, in der Kriminelle verehrt und die Selbstreflektion lediglich in der Opferrolle besteht, kann nicht gesunden.
Die eigenen Probleme werden auf andere, in diesem Fall die Weißen projeziert um jemanden, nicht sich selbst, verantwortlich machen zu können. Es gibt viele aufrechte Schwarze in den USA, die gegen diese Haltung, diesen Teufelskreis angehen - aber ihre Bewegung wird weder bejubelt noch befördert. Im Gegenteil.
Newton ist dafür ein Beispiel. Ein starker Hang zur Gewalt und die Vermeidung jeglicher Verantwortung für seine Taten, trotz hoher Intelligenz. Da ist das Wiederaufleben kein Beweis für die Stabilität von rassistischen Strukturen.
Die oben angesprochene Doku wird ebenfalls als "Beleg" zitiert, ebenso wie andere Dokumente der "black history". Was nicht angesprochen ist, dass diejenigen, die dort ihre Angst ausdrücken zu Opfern von Polizeigewalt zu werden weit mehr Angst vor ihren "Mitstreitern" hätten haben sollen.
Mindestens ebensoviele Black Panther starben durch die Hand ihrer "Brüder" oder rivalisierender Schwarzer, wie durch die Polizei. Angesichts der Tatsache, dass die Black Panther aktiv gegen die Polizei vorgingen oder diese bewaffnet bedrohten oder stalkten spricht das eigentlich genau das Gegenteil.
Völlig verlogen oder ahnungslos dann dieser Absatz
Eric Garner, ein riesiger Mann mit extremen Körpermaßen, widersetzte sich der Festnahme. Er zog seine Hände aus dem Griff der Polizei und fuchtelte mit den Armen herum, während er zunehmend lauter wurde. Ein Beamter setzte einen Polizeigriff ein, den er nicht hätte benutzen dürfen. Dieser allein war aber nicht das Problem. Garner wurde von einem dutzend Krankenheiten geplagt, die meisten davon aus seiner Fettleibigkeit geboren. Dazu kamen Asthma und ein Herzproblem.
Die neben den ausführenden Beamten stehende Supervisorin, also Chefin vor Ort, war ein weiblicher, schwarzer Seargent. Auch diese sah das Vorgehen gerechtfertigt.
Garner, der am Boden lag, klagte laut und deutlich mehrfach, dass er nicht atmen könne. Obwohl dieser Kontext Gegenstand vieler schwarzer Witze ist, so ist lautes Rufen mit der Behauptung nicht atmen zu können für Beamte, die jeden Tag bei Festnahmen gesundheitliche Klagen zu hören bekommen erstmal nicht glaubhaft. Erst, als Garner zu kolabieren drohte und seine Rufe wirklich erbärmlich klangen, ließ man bereitstehende Sanitäter zugreifen - die ebenfalls Zweifel an der Echtheit hatten.
Garner verstarb an einer Kombination verschiedener Probleme, u.a. einem Asthma-Anfall, Herzrythmusstörungen und einem erhöhten Stress-Pegel. Der Gerichtsmediziner trug ins Protokoll ein, dass am Hals Quetschungen zu finden waren, die zum Tode "beitrugen".
Die einzige Gewalt gegen Garner, war der besagte Griff, der lediglich dazu diente, ihn, den Widerständler, zu Boden zu ringen angesichts einer bedrohlichen Situation.
Der Beamte erhielt wegen seines unerlaubten Griffes eine disziplinarische Maßnahme, der Fall wurde berühmt und eine Grand Jury verhandelte, ob es zur Anklage gegen die Beamten kam.
Michael Brown, der kurz vor seinem Tod einen kleinen Laden beraubte, griff einen Polizeibeamten an, versuchte ihm die Waffe zu entwenden und schlug ihn. Nach Aussage des Polizisten bedrohte er ihn. Brown, der u.a. in Gangster-Rap-Songs mit seiner Gewaltbereitschaft geprahlt hatte, wurde erschossen, als der Beamte den Eindruck hatte, er würde erneut auf ihn einstürmen. Die Autopsieergebnisse können so gelesen werden. Die ersten Zeugenaussagen aus der schwarzen Gegend, in der dies geschah entsprachen entweder dieser Darstellung oder wurden als komplett erlogen entlarvt - so etwa die seines Komplizen und Freundes, der aussagte, er hätte sich mit erhobenen Händen hingekniet und wäre aus nächster Nähe von hinten exekutiert worden.
Egal wie die letzten Sekunden waren - den vorherigen Teil auszulassen und Brown als unschuldiges Opfer unnötiger Gewalt darzustellen ist verlogen.
Der letzte genannte Fall ist noch gar nicht behandelt worden. Die Ermittlungen laufen noch, Zeugenaussagen werden noch immer gesammelt. Bislang ist klar: die Beamten handelten nicht profesionell und Sterling selbst leistete Widerstand. Alles andere wird noch zu klären sein - aber nicht für den Journalisten, der bereits alles genau einzuordnen vermag.
Während also die Relation der Kern der These des polizeilichen Rassismus ist so wird alles andere an Statistiken und Daten gepflegt ignoriert.
Beides sind rassistische Bewegungen, durch und durch. Das gilt in meinen Augen etwas abgemildert auch für die BLM Bewegung. Zahllose Mitglieder und zahllose Demonstrationen stehen hierfür als Zeugen bereit, in denen Vorurteile und Pauschalisierungen, Phrasen und unbewiesene Verschwörungstheorien kursieren.
Die FAZ singt unterdessen ein Loblied auf BLM und die originallen Panthers, verweist auf die Witwe Newtons. Kein Wort über dessen kriminelles Leben oder die zum Schweigen gebrachten Zeugen und Helfer.
Der ganze Artikel blendet den Teil der Geschichte aus, der aus Helden Banditen macht. Er blendet die Seite aus, die den angeblichen Rassismus in ein anderes Licht rückt.
Keine Frage, WARUM es mehr Kontrollen gibt - man will es bereits wissen.
Im streben, ein "Guter" zu sein, ein "social justice warrior" wird als erstes Faktenwissen bekämpft. Unehrlich und traurig.
Ich hoffe sehr, dass sich nun mehr Ohren finden, die jenen Schwarzen zuhören, die erstmal die inneren Probleme lösen. Allein an einem Wochenende in der Stadt Chicago sterben im Schnitt mehr schwarze Jugendliche durch Gewalt schwarzer Jugendlicher (meist Gangrivalität) als durch die Polizei an der gesamten Ostküste im Verlauf eines Halbjahres.
Wenn "schwarze Leben zählen" - wieso dann nicht die kleinen Mädchen, die in ihren Häusern durch schwarze Gangmitglieder tödlich verletzt werden, während sie in einem "drive by shooting" mit vollautomatischen Waffen draußen vorbeirasen und versuchen einen Rivalen zu töten...
Also dachte ich mir, dass nun jemand Kritik liefern würde, nachdem diese Black Power Bewegung (die neben Namen auch in Symbol mit der "White Power" Bewegung teilt) nun für eine Reihe von Mordanschlägen und mehrere Tote in den letzten Tagen verantwortlich ist.
Weit gefehlt. Der Artikel beginnt:
Die „Black Panther Party“ sah sich in den sechziger und siebziger Jahren in Amerika im Widerstand gegen weiße Polizeigewalt. 50 Jahre später gehen Afroamerikaner wieder auf die Straße – aus denselben Gründen. Nur mit einem anderen Ansatz.Neben der Tatsache, dass die Panther Bewegung sich illegal bewaffnete - ein Anliegen, dass Redakteure deutscher Zeitungen normalerweise auf legale Bewaffnungsmöglichkeit zurückführen und verdammen, ist ihre Geschichte wie ihr Personal die von Gewalt und Verbrechen.
Das blendet die FAZ mal eben komplett aus.
Als Schweine wurden die Polizisten in den Karikaturen der Parteizeitung dargestellt und beleidigt. Das hat maßgeblich zum Untergang der „Black Panther“ beigetragen, denn das FBI hatte es sich daraufhin zum Ziel gesetzt, die militante Organisation zu brechen und zu zerstören. Wie genau das gelungen ist, und wieviel ihre Mitglieder selbst dazu beigetragen haben, ist umstritten. Fest steht, dass Ende der sechziger Jahre immer wieder führende Köpfe der Panthers verhaftet oder bei Razzien von Polizisten erschossen wurden. Anfang der siebziger Jahre begann sich die „Black Panther Party“ nach einem internen Machtkampf langsam selbst aufzulösen, seit 1982 gibt es die Partei nicht mehr.Das die Strukturen der Black Panthers Ende der 70er und den frühen 80ern vermehrt für organisierte Kriminalität genutzt wurden, diese Information fällt für den Schreiber wohl unter den Bereich "umstrittene Gründe für den Untergang". Auch das der "interne Machtkampf" durchaus blutig ausgetragen wurde.
Einer der Gründer der Black Panthers , Huey Newton, wurde wegen Angriffs mit einer tödlichen Waffe zu lediglich sechs Monaten Haft verurteilt, nachdem er mehrfach auf einen anderen schwarzen Mann einstach. Als er im Oktober 1964 freikam, feierte er dies mit Black Panther Mitgliedern. Auf dem Rückweg geriet er in eine Polizeikontrolle. Er wurde identifiziert und die Beamten nahmen ihn vorläufig wegen Verstoßes gegen Bewährungsauflagen fest, riefen nach Verstärkung, was 1964 deutlich länger dauerte. Bis die Verstärkung da war, lag ein Beamter mit vier Schüssen tot am Bodem, der andere wurde drei Mal getroffen und überlebte verletzt. Newton hatte einen Bauchschuss. Nach seiner, dem überlebenden Polizisten widersprechenden Aussage, hätten die Beamten zuerst auf ihn geschossen und sich dann gegenseitig verletzt.
In erster Instanz zu 15 Jahren wegen eines Tötungsdeliktes verurteilt, wurde diese Strafe wiederrufen. In zwei folgenden Prozessen verhinderte stets mindestens ein Mitglied der Jury eine Einigung der Geschworenen und so mussten die Prozesse ergebnislos abgebrochen werden. Ein vierter Prozess wurde abgelehnt.
Newton reiste nach China, wo die kommunistische Mao Regierung für ihn ein Schaulaufen organisierte und er die höchsten Beamten des Landes außer Mao traf. In seinem Urteil war das maoistische China, wo zu diesem Zeitpunkt mindestens 40 Millionen Menschen umgebracht worden waren, und der in seiner "Roten Bibel" schrieb, dass die Macht aus den Läufen der Gewehre komme, ein "freies und fortschritliches Land unter sozialistischer Regierung". Zu diesem Zeitpunkt schufteten sich vermutlich über 700 000 Menschen in Konzentrationslager zu Tode. Etwa ein Jahr nach seiner Abreise begannen die "Roten Garden" auf Betreiben der Regierung mit "Säuberungen", die Freidenker und Kritiker zu Freiwild machte. Allein In Bejing (Peking) wurden 1966 100 Lehrer von ihren Schülern ermordet. Meist öffentlich und qualvoll.
Es folgten mindestens ein weiterer Mord und mehrere Gewaltakte, meist unpolitischer Natur, deren Strafverfolgung er sich durch eine Flucht nach Kuba entzog.
Die Strafverfolgung kam durch Einschüchterung und Mordversuche an den Zeugen ums Leben. Der Mordversuch an einer Zeugin konnte eindeutig auf die Black Panthers zurückgeführt werden - diese hatten sich im Haus geirrt, der Nachbar war bewaffnet und erschoss ein Mitglied, dessen Leiche identifiziert werden konnte. Einen weiteren Verwundete er. Dieser konnte Mithilfe eines anderen Black Panthers, Nelson Malloy, in den Reihen der Sanitäter entkommen - der Sanitäter sollte zum Schweigen gebracht werden, überlebte aber und identifizierte seine Angreifer aus den Reihen seiner Bewegung. Newton konnte keine Verbindung nachgewiesen werden und ging so mit seinen Verbrechen frei aus. Er kehrte in die USA zurück. Er starb 1989 eines gewaltsamen Todes, als er nach dem verlassen eines Crack Houses, eines Drogenumschlagplatzes von einem Mitglied einer anderen Black Power Bewegung erschossen wurde.
Obwohl zu seinen Opfern nicht "nur" Polizisten und vor allem Schwarze zählen, wird dieser Gewalttäter seit einigen Jahren als Märtyrer im Kampf für die Rechte der Schwarzen und gegen die Unterdrückung verehrt. Das dies nicht nur unwidersprochen hingenommen sondern teilweise aufgegriffen wurde, führte m.E. mit zur jetzigen Situation. Der 2015 veröffentliche Dokumentarfilm über die Black Panther bspw. spricht zwar einen getöteten Polizisten an - mehr von Newtons dunkler Geschichte jedoch nicht.
Dabei ist Newton nur eines der vielen Beispiele, wie man allein an seinen vielen Handlangern wahrnehmen kann.
Auch beleuchtet sein Leben ein soziales Problem, welches den FAZ Artikel ad absurdum führen, mehr noch, zu einem verlogenen Pamphlet machen.
Die „New Black Panther Party“ hat es sich zum Ziel gemacht, die amerikanische Gesellschaft, in der Schwarze überdurchschnittlich oft Opfer von Polizeigewalt werden, unter genau diesem Slogan zu revolutionieren. Wie schwer es allerdings ist, die Strukturen der amerikanischen Gesellschaft aufzubrechen, zeigt die Tatsache, dass es vor 50 Jahren schon einmal eine „Black Panther Party“ gegeben hat, die damals genau dieselbe politische Agenda hatte.Überdurchschnittlich ist richtig - denn noch immer sterben mehr als doppelt so viele Weiße durch Polizeigewalt (sowohl gerechtfertigte als auch übertriebene oder kriminelle). Da die schwarze Bevölkerung (insgesamt) nur ca 12 - 14 % der Gesamtpopulation der USA ausmacht, ist das in Relation mehr als zu erwarten, wenn "alles gleich" wäre.
Beweis für Rassismus ist dies jedoch noch nicht, wie Newtons eigene Biographie darstellt.
Denn junge schwarze Männer machen auch unter den Mordopfern ohne Polizeibeteiligung weit mehr als ihren Anteil in der Bevölkerung aus. Die meisten dieser Fälle haben entweder einen Gang-, Drogen- oder Beziehungshintergrund. Dies ist also ein soziales Problem - kein Rassismus.
Unter den bewaffneten Widerständlern gegen Verhaftung machen schwarze junge Männer ebenfalls einen deutlich überdurchschnittlichen Anteil aus - sowohl insgesamt als auch unter den Verhaftungen in den jeweiligen Gruppen (Rasse, Alter, Geschlecht). Das heisst, die Polizisten treffen bei schwarzen jungen Männer weit häufiger auf für sie lebensbedrohliche Gewalt, als bei Weißen, Asiaten, Latinos oder Orientalen.
Unter den Mördern an den schwarzen jungen Männern sind mit überwältigender Mehrheit schwarze junge Männer vertreten. Die Einordung in ein soziales Problem, oft verkürzt als "thug cultur", als "Schläger Kultur" wiedergegeben und in Rap-Songs wie Lifestyle glorifiziert wird offensichtlich.
Dies schlägt sich auch in anderen Verbrechen wieder. So sind von 100 Vergewaltigern 57 weiß aber 27 schwarz - und damit weit mehr als in Relation zu erwarten wären.
Überschreiten wir jetzt die Gruppengrenze stellen wir fest, dass schwarze junge Männer auch über durchschnittlich oft die Täter bei Verbrechen an Weißen sind. Vergewaltigung, Mord, Körperverletzung. Gerade Vergewaltigung und Mord fallen hier auf. Vergewaltigung, die sonst eher im eigenen Umfeld und zumindest im eigenen ethischen Umfeld stattfindet sieht weit über die Proportion hinaus viele Übergriffe auf weiße Frauen durch schwarze Männer. Wie in allen diesen Bereichen ist es schwer aktuelle und verläßliche Zahlen zu finden, aber es scheint, dass bis zu einem Drittel der weißen Opfer von Vergewaltigung zu diesen durch schwarze Täter wird.
Umgekehrt sind unter den schwarzen Opfern von Vergewaltigung "lediglich" zwischen 20 und 5% durch weiße Täter angegriffen worden. (Die große Bandbreite spiegelt die stark variierenden Angaben wieder, die ich fand. Den extremsten Angaben, nämlich 0% schenke ich keinen Glauben).
Auch die FAZ weiß, dass es eben nicht nur schwarze trifft, schreibt dies auch, aber ignoriert dann alle anderen Möglichkeiten.
Natürlich gibt es nicht nur Polizeigewalt gegen Schwarze. Laut Recherchen der Zeitung „Washington Post“ wurden allein 2015 in Amerika 990 Menschen von Polizisten getötet. 494 waren Weiße, 258 Afroamerikaner. Das sind 26 Prozent aller Fälle. Dabei machen Schwarze nur 13 Prozent der amerikanischen Bevölkerung aus – sie sind also überdurchschnittlich von Polizeigewalt betroffen.
Und bevor nun jemand einen anderen Hintergrund hineinliest: ich halte dies wie mehrfach gesagt, für ein soziales Problem. Die "black community", die schwarze Gemeinschaft in den USA kämpft gegen innere Probleme - oder vielmehr, sie kämpft nicht. Der ausgeschiedene Präsidentschaftskandidat Ben Carson sprach es mehrfach an. Eine Gesellschaft, in der die Mehrheit der Kinder von ihren Vätern verlassen und ignoriert werden, in der Kriminelle verehrt und die Selbstreflektion lediglich in der Opferrolle besteht, kann nicht gesunden.
Die eigenen Probleme werden auf andere, in diesem Fall die Weißen projeziert um jemanden, nicht sich selbst, verantwortlich machen zu können. Es gibt viele aufrechte Schwarze in den USA, die gegen diese Haltung, diesen Teufelskreis angehen - aber ihre Bewegung wird weder bejubelt noch befördert. Im Gegenteil.
Newton ist dafür ein Beispiel. Ein starker Hang zur Gewalt und die Vermeidung jeglicher Verantwortung für seine Taten, trotz hoher Intelligenz. Da ist das Wiederaufleben kein Beweis für die Stabilität von rassistischen Strukturen.
Die oben angesprochene Doku wird ebenfalls als "Beleg" zitiert, ebenso wie andere Dokumente der "black history". Was nicht angesprochen ist, dass diejenigen, die dort ihre Angst ausdrücken zu Opfern von Polizeigewalt zu werden weit mehr Angst vor ihren "Mitstreitern" hätten haben sollen.
Mindestens ebensoviele Black Panther starben durch die Hand ihrer "Brüder" oder rivalisierender Schwarzer, wie durch die Polizei. Angesichts der Tatsache, dass die Black Panther aktiv gegen die Polizei vorgingen oder diese bewaffnet bedrohten oder stalkten spricht das eigentlich genau das Gegenteil.
Völlig verlogen oder ahnungslos dann dieser Absatz
Die Fälle von Eric Garner, Michael Brown und Alton Sterling und die gängige Erklärung der Polizeibehörden, man habe gedacht, der Verdächtige sei bewaffnet und wolle gar nach seiner Schusswaffe greifen, zeigen, dass Coates zumindest ansatzweise Recht hat.Eric Garners Fall wurde von einer gemischten Grand Jury abgelehnt. Hintergrund dieses Vorfalles war, dass der mehrfach im Knast gewesene Kleinkriminelle mal wieder beim Dealen mit Zigaretten erwischt wurde - zwar kein schweres Verbrechen, aber ein verbreitetes Vergehen, welches die Stadt geahndet sehen will, um ihre von Kioskbetreibern erhobene Tabaksteuer nicht zu riskieren und die damit verbundene "Eindämmung des Rauchens" betreiben zu können.
Eric Garner, ein riesiger Mann mit extremen Körpermaßen, widersetzte sich der Festnahme. Er zog seine Hände aus dem Griff der Polizei und fuchtelte mit den Armen herum, während er zunehmend lauter wurde. Ein Beamter setzte einen Polizeigriff ein, den er nicht hätte benutzen dürfen. Dieser allein war aber nicht das Problem. Garner wurde von einem dutzend Krankenheiten geplagt, die meisten davon aus seiner Fettleibigkeit geboren. Dazu kamen Asthma und ein Herzproblem.
Die neben den ausführenden Beamten stehende Supervisorin, also Chefin vor Ort, war ein weiblicher, schwarzer Seargent. Auch diese sah das Vorgehen gerechtfertigt.
Garner, der am Boden lag, klagte laut und deutlich mehrfach, dass er nicht atmen könne. Obwohl dieser Kontext Gegenstand vieler schwarzer Witze ist, so ist lautes Rufen mit der Behauptung nicht atmen zu können für Beamte, die jeden Tag bei Festnahmen gesundheitliche Klagen zu hören bekommen erstmal nicht glaubhaft. Erst, als Garner zu kolabieren drohte und seine Rufe wirklich erbärmlich klangen, ließ man bereitstehende Sanitäter zugreifen - die ebenfalls Zweifel an der Echtheit hatten.
Garner verstarb an einer Kombination verschiedener Probleme, u.a. einem Asthma-Anfall, Herzrythmusstörungen und einem erhöhten Stress-Pegel. Der Gerichtsmediziner trug ins Protokoll ein, dass am Hals Quetschungen zu finden waren, die zum Tode "beitrugen".
Die einzige Gewalt gegen Garner, war der besagte Griff, der lediglich dazu diente, ihn, den Widerständler, zu Boden zu ringen angesichts einer bedrohlichen Situation.
Der Beamte erhielt wegen seines unerlaubten Griffes eine disziplinarische Maßnahme, der Fall wurde berühmt und eine Grand Jury verhandelte, ob es zur Anklage gegen die Beamten kam.
Michael Brown, der kurz vor seinem Tod einen kleinen Laden beraubte, griff einen Polizeibeamten an, versuchte ihm die Waffe zu entwenden und schlug ihn. Nach Aussage des Polizisten bedrohte er ihn. Brown, der u.a. in Gangster-Rap-Songs mit seiner Gewaltbereitschaft geprahlt hatte, wurde erschossen, als der Beamte den Eindruck hatte, er würde erneut auf ihn einstürmen. Die Autopsieergebnisse können so gelesen werden. Die ersten Zeugenaussagen aus der schwarzen Gegend, in der dies geschah entsprachen entweder dieser Darstellung oder wurden als komplett erlogen entlarvt - so etwa die seines Komplizen und Freundes, der aussagte, er hätte sich mit erhobenen Händen hingekniet und wäre aus nächster Nähe von hinten exekutiert worden.
Egal wie die letzten Sekunden waren - den vorherigen Teil auszulassen und Brown als unschuldiges Opfer unnötiger Gewalt darzustellen ist verlogen.
Der letzte genannte Fall ist noch gar nicht behandelt worden. Die Ermittlungen laufen noch, Zeugenaussagen werden noch immer gesammelt. Bislang ist klar: die Beamten handelten nicht profesionell und Sterling selbst leistete Widerstand. Alles andere wird noch zu klären sein - aber nicht für den Journalisten, der bereits alles genau einzuordnen vermag.
Während also die Relation der Kern der These des polizeilichen Rassismus ist so wird alles andere an Statistiken und Daten gepflegt ignoriert.
Heute suchen viele Polizisten und afro-amerikanische Aktivisten einen anderen Weg. Es wird auf Repräsentation in der Politik und in der Polizei gesetzt, die Stadt Ferguson bekam etwa nach dem Tod Michael Browns durch Polizeikugeln ihren ersten schwarzen Polizeichef, Delrish Moss. Auch der Polizeichef von Dallas, David Brown, ist Afroamerikaner. Informationen des amerikanischen Justizministeriums zufolge sind inzwischen etwa zwölf Prozent aller lokalen Polizeibeamten schwarz, zwischen 1987 and 2013 hat sich der Anteil fast verdoppelt.12% aller Polizeibeamten sind also schwarz. Auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken, was dies für Verantwortung und Umsetzung in Sachen Rassismus bedeuten würde, das kommt nicht in den Sinn. Vielfach haben sich Kollegen und schwarze Chefs hinter Beamte gestellt, die des Rassismus gezichtigt wurden - das ist keine Meldung wert. Aber ein LA Beamter, der Amok läuft und dabei die Familie eines anderen Beamten ermordet und damit droht, dies weiter zu betreiben - der wird mit Verständnis behandelt und sein Anliegen als gerecht.
Hier wird es nun lächerlich. "Black Power" Rufe und eine geballte, erhobene Faust sind auch bei der neuen Bewegung Symbolik. Wer das nicht als rassistisch einzustufen vermag, der sollte sich auch bei "White Power" und dem gleichen, in weiß gehaltenen Symbol zurückhalten oder sich gleich "Heuchler" auf die Stirn tätowieren.
Im Gegensatz zu der „Black Lives Matter“-Bewegung werden sie als rassistische, gewaltbereite Organisation porträtiert, die mit der Polizei auf Konfrontationskurs geht, schreibt die „Washington Post“.
Ob das stimmt, ist schwer zu beweisen. Die neuen Panthers reagieren nicht auf Presseanfragen und geben sich als mysteriöse Untergrund-Kämpfer.
Beides sind rassistische Bewegungen, durch und durch. Das gilt in meinen Augen etwas abgemildert auch für die BLM Bewegung. Zahllose Mitglieder und zahllose Demonstrationen stehen hierfür als Zeugen bereit, in denen Vorurteile und Pauschalisierungen, Phrasen und unbewiesene Verschwörungstheorien kursieren.
Die FAZ singt unterdessen ein Loblied auf BLM und die originallen Panthers, verweist auf die Witwe Newtons. Kein Wort über dessen kriminelles Leben oder die zum Schweigen gebrachten Zeugen und Helfer.
Der ganze Artikel blendet den Teil der Geschichte aus, der aus Helden Banditen macht. Er blendet die Seite aus, die den angeblichen Rassismus in ein anderes Licht rückt.
Keine Frage, WARUM es mehr Kontrollen gibt - man will es bereits wissen.
Im streben, ein "Guter" zu sein, ein "social justice warrior" wird als erstes Faktenwissen bekämpft. Unehrlich und traurig.
Ich hoffe sehr, dass sich nun mehr Ohren finden, die jenen Schwarzen zuhören, die erstmal die inneren Probleme lösen. Allein an einem Wochenende in der Stadt Chicago sterben im Schnitt mehr schwarze Jugendliche durch Gewalt schwarzer Jugendlicher (meist Gangrivalität) als durch die Polizei an der gesamten Ostküste im Verlauf eines Halbjahres.
Wenn "schwarze Leben zählen" - wieso dann nicht die kleinen Mädchen, die in ihren Häusern durch schwarze Gangmitglieder tödlich verletzt werden, während sie in einem "drive by shooting" mit vollautomatischen Waffen draußen vorbeirasen und versuchen einen Rivalen zu töten...
Montag, 11. Juli 2016
Beschwichtung und Verharmlosung
Man stelle sich vor, die aktuellen Schlagzeilen würden in einem Wort anders lauten.
"Rechte Krawalle bei Räumung eines besetzten Hauses. 123 Beamte verletzt, Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz gemeldet. 3500 Rechte, teilweise vermummt, machten aus Protesten eine Orgie der Gewalt."
Zu Recht wäre das Land entsetzt und angesichts des Potenzials vermutlich auch verängstigt. Die Polizei würde spektakuläre Festnahmen unter dem Beifall von Politik, Medien und Gesellschaft vornehmen. Die Presse wäre voll davon, wie falsch und hasserfüllt diese Rechten seien und wie ihre Sympathisanten auf perfide Propagandastrategien hereinfielen, die nichts mit der Realität gemein hätten.
So wie es seit vielen Jahren der Fall ist, wann immer irgendwo eine Gruppe von wenigen dutzend bis einigen hundert aus der Republik angekarrter Rechtsradikaler demonstriert oder Einwanderern statt Willkommenskultur blanke Ablehnung entgegen schlägt.
Ginge es gerecht zu, so wäre dies auch bei linker Gewalt nicht anders. Was gerade in Berlin passiert, ich verlinkte das Vorspiel erst vor wenigen Tagen, ist jenseits einer Kleinigkeit, ist alles andere als "aufgebauscht", wie es Familienministerin Schwesig nannte, als sie sämtliche Fördermittel im Kampf gegen Linksradikalität strich und auch die Bekenntnisklausel gleich mit einkassierte. Diese hatte gefordert, dass sich auch linke Gruppierungen zum Grundgesetz bekennen müssen, bevor sie Fördermittel erhalten - auch wenn es um den Kampf gegen Rechts geht.
Das ist auch nicht mit einem halben Nebensatz abgetan, wie es unser Bundespräsident (mir unbekannter Weise) tat. Schon gar nicht im Kontrast zur eindeutigen "Kante" gegen Rechts. Um einen stark harmlos klingenden aber nicht verharmlosend gemeinten Vergleich zu benutzen:
wer zwei unartige Kinder unterschiedlich abmahnt, das eine schwer und massiv straft und ihm das Vergehen immer wieder vorhält und das andere mit einem "darüber müssen wir mal reden. Was haben wir falsch gemacht, dass du sowas tust" für fünf Minuten an den Tisch zwingt, bevor er mit einem Stück Schokolade wieder losziehen darf, der darf sich auf schwere Familienprobleme freuen und auf mindestens ein, wenn nicht zwei asoziale (im psychischen Sinne) Abkömmlinge.
Statt dessen wird aus Berlin in den Medien seit Wochen immer "neutral" berichtet. Die Polizei reagiere ja über, jahrelang wäre es nie zu Problemen gekommen und erst durch Polizeiübergriffe wäre die Lage immer weiter eskaliert. So die Tagespost, so die FAZ und Süddeutsche und Taz sowieso. Auch die Tagesschau verkneift sich solcherlei Hinweise ebensowenig, wie die berichtenden Magazine der ÖR.
Obwohl wir nun bspw. wissen, dass es 123 verletzte Beamte sind - eine Zahl die fast drei Mal so hoch liegt, wie jene die als "neue Stufe der Gewalt" betitelte "HogeSa" Demo von Köln (und hier wurde ignoriert, dass der Polizeipräsident selbst auf der PK sagte, die meisten durch das eigene Pfefferspray - was immer noch einige verletzte Beamte auf das Konto der Hooligans gehen lässt und somit untragbar bleibt) ist sich die Tagesschau nicht zu schade zu schreiben:
Auch die direkte Forderung an die Politik ist einmalig - denn genau das gleiche zu den Demonstrationen zu Anti-Asylheim-Demonstrationen geschrieben würde einen Sturm der Entrüstung hervorrufen.
Dabei ist die Lösung simpel. Macht es genauso, wie mit den Rechtsextremen. Keine Verhandlungen, keine Deeskalation, keine Öffentlichkeitsarbeit FÜR Linksradikale und schon gar nicht in ÖR. Wer sich sein eigenes Recht gestaltet, wer die Gesundheit anderer gezielt attackiert, wer das Eigentum anderer nicht nur nicht achtet sondern schlicht vernichtet, der verdient keine bessere Behandlung als jene menschenverachtenden Aggressoren, die Asylheime anzünden oder laut pöbelnd um einen Bus demonstrieren.
Polizisten sind ebenso Menschen. Wieso man diese bedrohen, beschimpfen und angreifen darf und dafür noch Verständnis und Gesprächsforderungen kassieren darf, während bei Flüchtlingen jeder Teilnehmer mit dem Stempel Neonazi leben muss und seine Grundrechte in Frage gestellt werden dürfen - das ist mir ein Rätsel.
Gerechtigkeit behandelt alle gleich und ist darum eine Utopie. Aber eine, nach der man streben sollte und keine, die man lachend mit Füßen tritt.
"Rechte Krawalle bei Räumung eines besetzten Hauses. 123 Beamte verletzt, Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz gemeldet. 3500 Rechte, teilweise vermummt, machten aus Protesten eine Orgie der Gewalt."
Zu Recht wäre das Land entsetzt und angesichts des Potenzials vermutlich auch verängstigt. Die Polizei würde spektakuläre Festnahmen unter dem Beifall von Politik, Medien und Gesellschaft vornehmen. Die Presse wäre voll davon, wie falsch und hasserfüllt diese Rechten seien und wie ihre Sympathisanten auf perfide Propagandastrategien hereinfielen, die nichts mit der Realität gemein hätten.
So wie es seit vielen Jahren der Fall ist, wann immer irgendwo eine Gruppe von wenigen dutzend bis einigen hundert aus der Republik angekarrter Rechtsradikaler demonstriert oder Einwanderern statt Willkommenskultur blanke Ablehnung entgegen schlägt.
Ginge es gerecht zu, so wäre dies auch bei linker Gewalt nicht anders. Was gerade in Berlin passiert, ich verlinkte das Vorspiel erst vor wenigen Tagen, ist jenseits einer Kleinigkeit, ist alles andere als "aufgebauscht", wie es Familienministerin Schwesig nannte, als sie sämtliche Fördermittel im Kampf gegen Linksradikalität strich und auch die Bekenntnisklausel gleich mit einkassierte. Diese hatte gefordert, dass sich auch linke Gruppierungen zum Grundgesetz bekennen müssen, bevor sie Fördermittel erhalten - auch wenn es um den Kampf gegen Rechts geht.
Das ist auch nicht mit einem halben Nebensatz abgetan, wie es unser Bundespräsident (mir unbekannter Weise) tat. Schon gar nicht im Kontrast zur eindeutigen "Kante" gegen Rechts. Um einen stark harmlos klingenden aber nicht verharmlosend gemeinten Vergleich zu benutzen:
wer zwei unartige Kinder unterschiedlich abmahnt, das eine schwer und massiv straft und ihm das Vergehen immer wieder vorhält und das andere mit einem "darüber müssen wir mal reden. Was haben wir falsch gemacht, dass du sowas tust" für fünf Minuten an den Tisch zwingt, bevor er mit einem Stück Schokolade wieder losziehen darf, der darf sich auf schwere Familienprobleme freuen und auf mindestens ein, wenn nicht zwei asoziale (im psychischen Sinne) Abkömmlinge.
Statt dessen wird aus Berlin in den Medien seit Wochen immer "neutral" berichtet. Die Polizei reagiere ja über, jahrelang wäre es nie zu Problemen gekommen und erst durch Polizeiübergriffe wäre die Lage immer weiter eskaliert. So die Tagespost, so die FAZ und Süddeutsche und Taz sowieso. Auch die Tagesschau verkneift sich solcherlei Hinweise ebensowenig, wie die berichtenden Magazine der ÖR.
Obwohl wir nun bspw. wissen, dass es 123 verletzte Beamte sind - eine Zahl die fast drei Mal so hoch liegt, wie jene die als "neue Stufe der Gewalt" betitelte "HogeSa" Demo von Köln (und hier wurde ignoriert, dass der Polizeipräsident selbst auf der PK sagte, die meisten durch das eigene Pfefferspray - was immer noch einige verletzte Beamte auf das Konto der Hooligans gehen lässt und somit untragbar bleibt) ist sich die Tagesschau nicht zu schade zu schreiben:
Von den 1800 eingesetzten Beamten wurden mehrere verletzt, Sanitäter mussten auch blutende Demonstranten behandeln."Mehrere" klingt nicht besonders dramatisch - und der direkt angestellte Hinweis auf eine wesentlich bildlicher und ergreifender geschilderte Verletzung von Demonstranten macht die Relativierung vollständig.
Das Haus ist nicht "bewohnt" sondern "besetzt" - und die Formulierung stellt es nicht als überfälligen Versuch den Rechtsstaat auch in Friedrichshain herzustellen dar (eine Forderung, die für ein von Nazis übernommenes Dorf absolut legal immer und immer wieder erhoben und sogar mit vor Ort durchgeführten Konzerten forciert wird aber hier scheinbar ein Sakrileg zu sein scheint), sondern als polizeiliche Übergriffe.
Die Demonstration richtete sich gegen Polizeieinsätze und die seit längerem andauernde Polizeipräsenz in und vor einem von Autonomen bewohntem Haus in der Rigaer Straße. In den vergangenen Wochen hatte es Aufrufe zu Gewalt und Straßenschlachten gegeben. Der Berliner Senat aus SPD und CDU muss nun klären, wie er mit dem Konflikt um die Rigaer Straße weiter umgeht. Doch eine politische Strategie zur Lösung des Problems fehlt bislang.
Auch die direkte Forderung an die Politik ist einmalig - denn genau das gleiche zu den Demonstrationen zu Anti-Asylheim-Demonstrationen geschrieben würde einen Sturm der Entrüstung hervorrufen.
Dabei ist die Lösung simpel. Macht es genauso, wie mit den Rechtsextremen. Keine Verhandlungen, keine Deeskalation, keine Öffentlichkeitsarbeit FÜR Linksradikale und schon gar nicht in ÖR. Wer sich sein eigenes Recht gestaltet, wer die Gesundheit anderer gezielt attackiert, wer das Eigentum anderer nicht nur nicht achtet sondern schlicht vernichtet, der verdient keine bessere Behandlung als jene menschenverachtenden Aggressoren, die Asylheime anzünden oder laut pöbelnd um einen Bus demonstrieren.
Polizisten sind ebenso Menschen. Wieso man diese bedrohen, beschimpfen und angreifen darf und dafür noch Verständnis und Gesprächsforderungen kassieren darf, während bei Flüchtlingen jeder Teilnehmer mit dem Stempel Neonazi leben muss und seine Grundrechte in Frage gestellt werden dürfen - das ist mir ein Rätsel.
Gerechtigkeit behandelt alle gleich und ist darum eine Utopie. Aber eine, nach der man streben sollte und keine, die man lachend mit Füßen tritt.
Freitag, 24. Juni 2016
Suizid durch Polizei
Ein Begriff, den anglophile bereits kennen lautet "suzicide by cop", Selbstmord durch einen Polizisten. Gemeint ist damit ein Verhalten einer Person, welche einen Polizisten zwingt, auf ihn zu schießen. Meist geht es dabei um Waffen, Sprengstoff oder die Gefährdung anderer - oft lediglich nach Anschein und ohne die Chance die genaue Lage zu klären. Den Polizisten ist in diesen Fällen i.d.R. kein Vorwurf zu machen.
Genau dies passierte nun in Viernheim. Ein junger Mann verschafft sich für das Auge bewaffnet zutritt in einen Kinosaal und gibt mehrere Schüsse in die Luft ab. Die Menschen geraten in Panik, die durch den Alarm herbeigerufene Polizei erschiesst den Mann. Es stellt sich später heraus, dass seine Waffen lediglich Schreckschusswaffen waren, also täuschend echt aussehende Geräte, die aber lediglich Schussgeräusche, ggf. noch Lichtblitze sowie Pfeffergase abgeben. Lediglich ab dem Kaliber 9 mm P.A.K. kann eine solche Waffe, wenn sie aufgesetzt wird oder sehr, sehr nah gehalten wird ernste Verletzungen verursachen - Schock oder Schädelfrakturen können dabei auch tödlich sein.
Zudem trug der junge Mann eine funktionsunfähige und ungefährliche Nachbildung einer Stabhandgranate bei sich.
Rein sachlich waren die Besucher also in keiner größeren Gefahr, als bei einem ähnlichem Übergriff mit einem Messer. Aber es sah erstmal danach aus.
Die Absicht des jungen Mannes scheint es gewesen zu sein, erschossen zu werden. Die stürmende Polizei konnte nicht wissen und auch nicht in der Situation klären, ob der Mann wirklich bewaffnet war oder eben nur Anscheinswaffen führte. Sie musste von einer Gefahr für die Geiseln und für sich selbst ausgehen.
Die Katastrophe wäre lediglich vermeidbar gewesen, wenn man dem Mann vor Beginn seines Verbrechens, der Freiheitsberaubung mit Waffengewalt, geholfen hätte bei dem, was auch immer ihn plagte. Einweisung in eine Klinik, klärende Gespräche, medizinische Behandlung oder schlicht ein paar Unterweisungen wie man mit den Rückschlägen des Lebens zurecht kommt.
Anders als von der FAZ im zweiten Artikel behauptet, ist die Geiselnahme ohne Schädigung und Erpressung nicht tyisch für "ähnliche Amokläufe in Schulen in den USA". Im Gegenteil. Die "shootings" oder Amokläufe, wie wir sie auch in Erfurt und Winnende erleben mussten, geschehen eben ohne Forderung. Die Ermordung bestimmter Menschen oder Mitgliedern von Gruppen ist dann das Ziel. Die eigene Tötung durch Polizeikräfte wird dabei i.d.R. nicht in Kauf genommen. Die Täter töten sich meist selbst (Columbine High School, Umpqua College, Virginia Tech usw. usf.
Die Täter richten sich dabei meist selbst nach der "Vollendung" ihrer Ziele oder nachdem sie keine Chance auf ein entkommen mehr haben, sei es durch die Einkesselung oder eine Verwundung.
Die Einkesselung führt aber i.d.R. nicht zum "in Kauf nehmen, von Polizisten erschossen zu werden" sondern entweder zur Aufgabe oder zum Kampf mit dem Versuch, am Leben zu bleiben. Anders als bspw. im Film "Falling Down" mit Michael Douglas oder eben jetzt in Viernheim richten die Täter von Amokläufen keine ungefährlichen Nachbildungen auf Polizisten und zwingen sie so zu schießen.
Entweder versuchen sie, die Polizisten selbst zu erschießen oder ihr Leben durch den Kampf so lange als möglich zu verlängern.
Für manchen Leser mag das kleinlich wirken. Tatsache aber ist, dass unsachliche Verknüpfungen und Falschbehauptungen Zusammenhänge vorgetäuscht werden, die es nicht gibt. Die Meinungen der Menschen lassen sich so durchaus in gewünschte Bahnen bewegen.
Der Täter von Viernheim ist kein Amokläufer. Er schädigte keine Geisel bewusst - auch wenn die Menschen (Geiseln wie Beamte) ein Trauma und einen Schock davon tragen werden, was dem Täter wohl egal war. Ebenso wie das Risiko für die Unschuldigen beim Zugriff verletzt zu werden.
Mit seinen Waffen aber verletzte er niemand. Konnte es auch nicht ohne weiteres. Trotzdem wollte er schwer bewaffnet wirken. Mit der Handgranate vielleicht sogar als Terrorist.
Welches andere Ziel kann also vorgelegen haben, als sich töten zu lassen. Dies zu vergleichen mit den Amokläufern der jüngsten Vergangenheit, deren Tätern es um den Tod anderer ging, ist mehr als fragwürdig.
Es springen noch immer viele Leute vor Autos, von Brücken oder vor Züge, um ihr Leben zu beenden, und riskieren dabei mindestens ebenso Leben und Gesundheit unbeteiligter. Nur, weil der junge Mann die Polizei zu seinem Mittel machte und dabei Nachbildungen von Schusswaffen trug wird eine Verbindun gezogen, die es nicht gibt.
Genau dies passierte nun in Viernheim. Ein junger Mann verschafft sich für das Auge bewaffnet zutritt in einen Kinosaal und gibt mehrere Schüsse in die Luft ab. Die Menschen geraten in Panik, die durch den Alarm herbeigerufene Polizei erschiesst den Mann. Es stellt sich später heraus, dass seine Waffen lediglich Schreckschusswaffen waren, also täuschend echt aussehende Geräte, die aber lediglich Schussgeräusche, ggf. noch Lichtblitze sowie Pfeffergase abgeben. Lediglich ab dem Kaliber 9 mm P.A.K. kann eine solche Waffe, wenn sie aufgesetzt wird oder sehr, sehr nah gehalten wird ernste Verletzungen verursachen - Schock oder Schädelfrakturen können dabei auch tödlich sein.
Zudem trug der junge Mann eine funktionsunfähige und ungefährliche Nachbildung einer Stabhandgranate bei sich.
Rein sachlich waren die Besucher also in keiner größeren Gefahr, als bei einem ähnlichem Übergriff mit einem Messer. Aber es sah erstmal danach aus.
Die Absicht des jungen Mannes scheint es gewesen zu sein, erschossen zu werden. Die stürmende Polizei konnte nicht wissen und auch nicht in der Situation klären, ob der Mann wirklich bewaffnet war oder eben nur Anscheinswaffen führte. Sie musste von einer Gefahr für die Geiseln und für sich selbst ausgehen.
Die Katastrophe wäre lediglich vermeidbar gewesen, wenn man dem Mann vor Beginn seines Verbrechens, der Freiheitsberaubung mit Waffengewalt, geholfen hätte bei dem, was auch immer ihn plagte. Einweisung in eine Klinik, klärende Gespräche, medizinische Behandlung oder schlicht ein paar Unterweisungen wie man mit den Rückschlägen des Lebens zurecht kommt.
Anders als von der FAZ im zweiten Artikel behauptet, ist die Geiselnahme ohne Schädigung und Erpressung nicht tyisch für "ähnliche Amokläufe in Schulen in den USA". Im Gegenteil. Die "shootings" oder Amokläufe, wie wir sie auch in Erfurt und Winnende erleben mussten, geschehen eben ohne Forderung. Die Ermordung bestimmter Menschen oder Mitgliedern von Gruppen ist dann das Ziel. Die eigene Tötung durch Polizeikräfte wird dabei i.d.R. nicht in Kauf genommen. Die Täter töten sich meist selbst (Columbine High School, Umpqua College, Virginia Tech usw. usf.
Die Täter richten sich dabei meist selbst nach der "Vollendung" ihrer Ziele oder nachdem sie keine Chance auf ein entkommen mehr haben, sei es durch die Einkesselung oder eine Verwundung.
Die Einkesselung führt aber i.d.R. nicht zum "in Kauf nehmen, von Polizisten erschossen zu werden" sondern entweder zur Aufgabe oder zum Kampf mit dem Versuch, am Leben zu bleiben. Anders als bspw. im Film "Falling Down" mit Michael Douglas oder eben jetzt in Viernheim richten die Täter von Amokläufen keine ungefährlichen Nachbildungen auf Polizisten und zwingen sie so zu schießen.
Entweder versuchen sie, die Polizisten selbst zu erschießen oder ihr Leben durch den Kampf so lange als möglich zu verlängern.
Für manchen Leser mag das kleinlich wirken. Tatsache aber ist, dass unsachliche Verknüpfungen und Falschbehauptungen Zusammenhänge vorgetäuscht werden, die es nicht gibt. Die Meinungen der Menschen lassen sich so durchaus in gewünschte Bahnen bewegen.
Der Täter von Viernheim ist kein Amokläufer. Er schädigte keine Geisel bewusst - auch wenn die Menschen (Geiseln wie Beamte) ein Trauma und einen Schock davon tragen werden, was dem Täter wohl egal war. Ebenso wie das Risiko für die Unschuldigen beim Zugriff verletzt zu werden.
Mit seinen Waffen aber verletzte er niemand. Konnte es auch nicht ohne weiteres. Trotzdem wollte er schwer bewaffnet wirken. Mit der Handgranate vielleicht sogar als Terrorist.
Welches andere Ziel kann also vorgelegen haben, als sich töten zu lassen. Dies zu vergleichen mit den Amokläufern der jüngsten Vergangenheit, deren Tätern es um den Tod anderer ging, ist mehr als fragwürdig.
Es springen noch immer viele Leute vor Autos, von Brücken oder vor Züge, um ihr Leben zu beenden, und riskieren dabei mindestens ebenso Leben und Gesundheit unbeteiligter. Nur, weil der junge Mann die Polizei zu seinem Mittel machte und dabei Nachbildungen von Schusswaffen trug wird eine Verbindun gezogen, die es nicht gibt.
Sonntag, 5. Juni 2016
Heuchler im Amt
Es gibt eines ganze Reihe von Politikern, die mich regelrecht abstoßen. Von deren Charakter und Zielen ich derart angewidert bin, die ich für derart egozentrisch, arrogant und mit einer unsäglichen Hybris ausgestattet halte, dass mich die kalte Wut überkommt.
Jäger, Minister des Inneren in NRW gehört, wie regelmäßige Leser wissen, definitiv dazu. Schwesig ebenso. Beide rufen zum "Kampf gegen" auf, zum Kampf gegen Rechts (eine politische Richtung und nicht identisch mit Rechtsradikalen - wie "links" nicht gleichbedeutend mit Kommunist, Stalinist, Linksradikal oder AntiFa ist...), gegen Rassismus (also den Rassismus gegen Nicht-Deutsche, gegen Deutsche wird er verleugnet) und gegen Gewalt (außer gegen die Gruppen, gegen die man zum Kampf aufruft und natürlich auch die Polizei) auf. Dabei werden sie auch aktiv, streichen Gelder die im Kampf gegen anderen Radikalismus gedacht sind als gegen Rechts, stampfen Werbematerial gegen Islamismus ein, wenn sich Muslime beleidigt äußern (wann ist das nicht der Fall?), versprechen immer wieder die Verbesserung von Polizei- und Sozialbehörden, nur um diese dann doch wieder im Regen aber mit mehr Aufgaben stehen zu lassen usw. usf.
Ein besonders gefährlicher Mensch ist in meinen Augen in den letzten zwei bzw. bald drei Jahren in eine besondere Machtposition gekommen: Heiko Maas. Unser Justizminister hat sich mit Versuchen, Zensur als "Reaktion auf die Vorkomnisse von Köln in der Silvesternacht" und "modernes Geschlechterbild" einzuführen in meinen Augen ebenso positioniert, wie mit ständigen unsachlichen bis beleidigenden und unterstellenden Äußerungen oder der Einrichtung einer (privatwirtschaftlichen) Kommission, welche "Hasssprache" ausfindig machen und der Verfolgung übergeben soll.
Das letzte Mal, als "Beauftragte" unterwegs waren, um Menschen auf den Mund zu schauen, sie zu melden und dann strafrechtlich belangen zu lassen war ein Staat an der Macht, der seine Bürger wegen "Fluchtversuchen" abknallen ließ - und davor einer, der sowieso bereit war, jeden zu ermorden.
Mit beiden möchte man normalerweise nicht verglichen werden. Maas scheint das nicht zu kümmern.
Mehr Sorgen macht er sich wegen "vorschneller Verdächtigungen" und "unzulässiger Verknüpfungen". Nach besagter Nacht an Silvester, als aus ganz Deutschland gleichlautende Meldungen, Zeugen- und Opferaussagen eintrafen, da stellte er sich hin, und äußerte:
Jetzt aber hat Maas mal wieder gezeit, wie geheuchelt seine Sorge um "Vorverurteilung" und "Pauschalisierung" wirklich ist. Und die Medien spielen fleißig mit.
Aktuell habe er eine Morddrohung in Form einer 9mm Patrone im Briefkasten erhalten. Kein Journalist fragt, wie das möglich sei, werden unsere Politiker doch i.d.R. ziemlich gut bewacht und gerade unser Justiz- und Innenministerien werden ja nicht müde zu erklären, wie sich der Bewohner Deutschlands doch verbunkern solle, angesichts der Zunahme an Einbrüchen und im Falle der persönlichen Bedrohung.
Keine Kamera, kein Sicherheitsbeamter hat gesehen, wie jemand an den Briefkasten ging?
Die FAZ macht gemeinsam mit Maas daraus folgenden, von mir nicht veränderten Absatz:
Wer sich die Flut von Artikeln zu diesem Thema, angefangen bei der Stellungsnahme in der BILD, durchliest kann erkennen, dass die Äußerung nicht auf die Patrone allen gezielt war, sondern auf die Flut von Beleidigungen und Drohungen, die Maas derzeit erhält. Das diese zweifellos vorwiegend bis ausschließlich von Rechtsradikalen, Fremden- und Verfassungsfeinden kommen, vermutlich mit einer nicht zu verschweigenden Anzahl schlicht frustierter Menschen, liegt auf der Hand.
Im Fall der konkreten Bedrohung wie der allgemeinen Zuschriften sofort bestimmte und überschaubare Gruppen zu nennen und zu beschuldigen ist hingegen weit über das hinaus, was Maas noch im Januar als rechtsstaatliches Verhalten definierte.
Kein einziger der Journalisten kommt seinem beruflichen Ethos nach und stellt die vor allem gegen die AfD gezielten Äußerungen des Ministers in Frage oder der Tatsache gegenüber, dass selbst die FAZ erst vor kurzem darüber berichtet hat, wie massiv die Gewalt gegen genau jene Partei wurde, die der Minister hier in der Verantwortung nennt. Wenn also der Anstieg der Gewalt, welcher laut Behörden auf der linksradikalen Seite weitaus dramatischer ist nur den besagten Parteien und Bewegungen anzulasten sei, dann entsteht eine Diskrepanz zur Realität, die ausschließlich auf den Charakter und die Ziele des Justizministers zurückzuführen sind und ihm jegliche Ehrlichkeit und Objektivität absprechen.
Auch kommt nicht ein Reporter auf die paradoxe Ironie des folgenden Absatzes:
Wäre Maas ein zurückhaltender, bescheidener und wortgewandter Gentlemen, so würde ich seinen Protest akzeptieren. So aber kommt er mir wie sein verstorbener Parteikollege Herbert Wehner vor, der, oft sehr kreativ, pöbelte und randalierte, was das Zeug hergab - auch dieser war im Einstecken nicht so gut, wie im Austeilen. Allerdings war er m.W. nicht so frech, große Bevölkerungsteile so zu behandeln, wie Maas es unternimmt.
Und weil man es ja aussprechen (oder schreiben muss): die Drohungen sind nichts harmloses, sind nicht ok oder "selbstverschuldet". Jemandem zu drohen geht gar nicht - von niemanden an niemanden. Die Polizei findet hoffentlich den "Patronenspender". Und ebenso hoffentlich lernt auch Maas irgendwann, dass er nicht so viel anders vorgeht, wenn er die Meinungsfreiheit auf den Müll wirft und Menschen pauschalisiert und beleidigt.
Jäger, Minister des Inneren in NRW gehört, wie regelmäßige Leser wissen, definitiv dazu. Schwesig ebenso. Beide rufen zum "Kampf gegen" auf, zum Kampf gegen Rechts (eine politische Richtung und nicht identisch mit Rechtsradikalen - wie "links" nicht gleichbedeutend mit Kommunist, Stalinist, Linksradikal oder AntiFa ist...), gegen Rassismus (also den Rassismus gegen Nicht-Deutsche, gegen Deutsche wird er verleugnet) und gegen Gewalt (außer gegen die Gruppen, gegen die man zum Kampf aufruft und natürlich auch die Polizei) auf. Dabei werden sie auch aktiv, streichen Gelder die im Kampf gegen anderen Radikalismus gedacht sind als gegen Rechts, stampfen Werbematerial gegen Islamismus ein, wenn sich Muslime beleidigt äußern (wann ist das nicht der Fall?), versprechen immer wieder die Verbesserung von Polizei- und Sozialbehörden, nur um diese dann doch wieder im Regen aber mit mehr Aufgaben stehen zu lassen usw. usf.
Ein besonders gefährlicher Mensch ist in meinen Augen in den letzten zwei bzw. bald drei Jahren in eine besondere Machtposition gekommen: Heiko Maas. Unser Justizminister hat sich mit Versuchen, Zensur als "Reaktion auf die Vorkomnisse von Köln in der Silvesternacht" und "modernes Geschlechterbild" einzuführen in meinen Augen ebenso positioniert, wie mit ständigen unsachlichen bis beleidigenden und unterstellenden Äußerungen oder der Einrichtung einer (privatwirtschaftlichen) Kommission, welche "Hasssprache" ausfindig machen und der Verfolgung übergeben soll.
Das letzte Mal, als "Beauftragte" unterwegs waren, um Menschen auf den Mund zu schauen, sie zu melden und dann strafrechtlich belangen zu lassen war ein Staat an der Macht, der seine Bürger wegen "Fluchtversuchen" abknallen ließ - und davor einer, der sowieso bereit war, jeden zu ermorden.
Mit beiden möchte man normalerweise nicht verglichen werden. Maas scheint das nicht zu kümmern.
Mehr Sorgen macht er sich wegen "vorschneller Verdächtigungen" und "unzulässiger Verknüpfungen". Nach besagter Nacht an Silvester, als aus ganz Deutschland gleichlautende Meldungen, Zeugen- und Opferaussagen eintrafen, da stellte er sich hin, und äußerte:
(....) Maas warnte davor, aus den Vorfällen Rückschlüsse auf die Gesetzestreue von Migranten zu ziehen. (....)Seine Kompetenz bewies er damals schon, als er von der "schnellen Abschiebung der Täter" sprach, und kurz darauf zurückrudern musste. Bis heute ist das nicht eingetreten und scheinbar auch nicht möglich. In der Tat sind die ersten Täter mit milden Strafen bereits wieder unterwegs.
Auch sei es "schlicht falsch", zwischen den Exzessen in Köln und dem Flüchtlingszuzug einen Zusammenhang zu sehen (...)
Jetzt aber hat Maas mal wieder gezeit, wie geheuchelt seine Sorge um "Vorverurteilung" und "Pauschalisierung" wirklich ist. Und die Medien spielen fleißig mit.
Aktuell habe er eine Morddrohung in Form einer 9mm Patrone im Briefkasten erhalten. Kein Journalist fragt, wie das möglich sei, werden unsere Politiker doch i.d.R. ziemlich gut bewacht und gerade unser Justiz- und Innenministerien werden ja nicht müde zu erklären, wie sich der Bewohner Deutschlands doch verbunkern solle, angesichts der Zunahme an Einbrüchen und im Falle der persönlichen Bedrohung.
Keine Kamera, kein Sicherheitsbeamter hat gesehen, wie jemand an den Briefkasten ging?
Die FAZ macht gemeinsam mit Maas daraus folgenden, von mir nicht veränderten Absatz:
In den Briefkasten seiner Privatwohnung habe jemand „eine Neun-Millimeter-Patrone“ geworfen.
Die Täter kommen laut Maas aus der rechten Szene: „Vor allem Pegida, AfD, NPD und was es sonst noch in der rechten Ecke gibt. Das ist der Teil der Gesellschaft, der sich auch sonst in Fremdenfeindlichkeit und Rassismus ergießt.“Der zuständige Journalist äußert durch diese Textsetzung die Behauptung, dass man wisse, wer die Patrone eingeworfen habe und wieso. Ohne, dass man Ermittlungsergebnisse präsentiert.
Wer sich die Flut von Artikeln zu diesem Thema, angefangen bei der Stellungsnahme in der BILD, durchliest kann erkennen, dass die Äußerung nicht auf die Patrone allen gezielt war, sondern auf die Flut von Beleidigungen und Drohungen, die Maas derzeit erhält. Das diese zweifellos vorwiegend bis ausschließlich von Rechtsradikalen, Fremden- und Verfassungsfeinden kommen, vermutlich mit einer nicht zu verschweigenden Anzahl schlicht frustierter Menschen, liegt auf der Hand.
Im Fall der konkreten Bedrohung wie der allgemeinen Zuschriften sofort bestimmte und überschaubare Gruppen zu nennen und zu beschuldigen ist hingegen weit über das hinaus, was Maas noch im Januar als rechtsstaatliches Verhalten definierte.
Kein einziger der Journalisten kommt seinem beruflichen Ethos nach und stellt die vor allem gegen die AfD gezielten Äußerungen des Ministers in Frage oder der Tatsache gegenüber, dass selbst die FAZ erst vor kurzem darüber berichtet hat, wie massiv die Gewalt gegen genau jene Partei wurde, die der Minister hier in der Verantwortung nennt. Wenn also der Anstieg der Gewalt, welcher laut Behörden auf der linksradikalen Seite weitaus dramatischer ist nur den besagten Parteien und Bewegungen anzulasten sei, dann entsteht eine Diskrepanz zur Realität, die ausschließlich auf den Charakter und die Ziele des Justizministers zurückzuführen sind und ihm jegliche Ehrlichkeit und Objektivität absprechen.
Auch kommt nicht ein Reporter auf die paradoxe Ironie des folgenden Absatzes:
"Ich bin seit 20 Jahren in der Politik, so viel Rohheit wie heute habe ich nie erlebt", sagte Maas der Bild am Sonntag. "Das, was geschrieben und geschickt wird, ist unterirdisch und voller Hass." Er erhalte "Morddrohungen mit Ort, Datum, Uhrzeit". Massiv zugenommen hätten die Attacken, nachdem er die islamfeindliche "Pegida"-Bewegung als eine Schande für Deutschland bezeichnet habe.So viel Rohheit wie heute hat er noch nicht erlebt, nachdem er selbst, als Minister und "Vorbild" in die unteren Schubladen sprachlicher Möglichkeiten griff...
Wäre Maas ein zurückhaltender, bescheidener und wortgewandter Gentlemen, so würde ich seinen Protest akzeptieren. So aber kommt er mir wie sein verstorbener Parteikollege Herbert Wehner vor, der, oft sehr kreativ, pöbelte und randalierte, was das Zeug hergab - auch dieser war im Einstecken nicht so gut, wie im Austeilen. Allerdings war er m.W. nicht so frech, große Bevölkerungsteile so zu behandeln, wie Maas es unternimmt.
Und weil man es ja aussprechen (oder schreiben muss): die Drohungen sind nichts harmloses, sind nicht ok oder "selbstverschuldet". Jemandem zu drohen geht gar nicht - von niemanden an niemanden. Die Polizei findet hoffentlich den "Patronenspender". Und ebenso hoffentlich lernt auch Maas irgendwann, dass er nicht so viel anders vorgeht, wenn er die Meinungsfreiheit auf den Müll wirft und Menschen pauschalisiert und beleidigt.
Montag, 30. Mai 2016
Sexuelle Gruppenbelästigung und die Reaktion der Justiz - Irrenanstalt Deutschland
Nachdem an Silvester in diversen deutschen Städten Gruppen ausländischer oder bestenfalls gerade eingebürgerter Männer mit orientalischem, südländischem, nordafrikanischem oder sonstwie erläuterten Erscheinungsbild Frauen belästigten, begrapschten oder sogar vergewaltigten versprach der inkompetente Darsteller eines Justizministers Aufklärung und harte Reaktion - nur um dann zurück zu rudern, denn man konnte den gefassten Tätern nichts und war ohnehin mehr mit Beschwichtigung und Verschleierung beschäftigt.
So versucht die NRW Regierung, deren Ministerpräsidentin Hannlore Kraft MINDESTENS dafür verantwortlich ist, dass der in meinen Augen verfassungs-, demokratie- und freiheitsfeindliche Minister Jäger nicht gefeuert wurde, als der Skandal an die Öffentlichkeit drang, dass dank seiner Notrufumstellung über 500 000 Notrufe nicht angenommen wurden... Statt dessen wurden die Akten unter Verschluß gestellt, trotz der kraftschen Versprechung der lückenlosen und transparenten Aufklärung, und nunmehr deutlich intensiver nach dem Leck, gesucht, als nach den Tätern.
Aber natürlich wurde auch versprochen, dass es Aktionen und Initiativen gäbe um diese "Missverständnisse" zu beenden. So wurde zu Karneval eine Informationsbroschüre rausgegeben, die unseren südländischen Einwanderern erklären sollte, wie das so geht - mit dem Miteinander.
Die Gesundheitsbehörde hat online und in Druck Informationen zum Geschlechtsverkehr herausgegeben - in den Sprachen unserer Neuankömmlinge und natürlich so coloriert, wie man es sich nur wünschen kann... wenn man umgekehrten Rassismus mag.
Ansonsten trat der Justizlaie mit seinem Versuch nach vorne, "sexistische Werbung" zu verbieten, also eine Zensur einzuführen und seiner erfolgreichen Einführung einer Komission zur Verfolgung von "Hasssprache im Internet" - geleitet von einer ehemaligen Informantin der Stasi.
Und man arbeitet weiter fleißig an derlei - woran man nicht arbeitet ist offensichtlich das eigentliche Probleme. Nachdem es zum Karneval der Kulturen in Berlin wieder zu ähnlichen Szenen kam - Gruppen junger Männer belästigen und betatschen junge Frauen, ist es nun auch in Darmstadt während des Schlossgrabenfestes zu den gleichen Ereignissen gekommen (Kürzer und weniger informativ könnten die Artikel kaum sein....).
Und dies sind nur zwei der Beispiele, die es noch in größere Medien geschafft haben. Zahlreiche "Einzelfälle" darf man gar nicht mehr melden oder besprechen - aus Angst Unschuldige zu Opfern zu machen.
Das bereits Unschuldige zu Opfern wurden interessiert jene, die so denken nicht. Hier geht es nur um eine bestimmte Gruppe. Es ist nicht die eigene - und trotzdem ist dieses denken klar eines: Rassismus.
Herzlichen Glückwunsch, Deutsche. Ihr seid exakt dort, wo wir nie wieder hinwollten. Der weitere, bekannte Weg liegt vor euch, nur die Hecken wurden getrimmt, ein paar Bäume gesetzt oder gefällt und die Sonne scheint aus einer anderen Richtung. Werdet ihr ihn erneut gehen?
Jägers Versuch Innendienstler für den Außendienst frei zu machen und die Folgen - NACH dem eigentlichen Fehlschlag.
So versucht die NRW Regierung, deren Ministerpräsidentin Hannlore Kraft MINDESTENS dafür verantwortlich ist, dass der in meinen Augen verfassungs-, demokratie- und freiheitsfeindliche Minister Jäger nicht gefeuert wurde, als der Skandal an die Öffentlichkeit drang, dass dank seiner Notrufumstellung über 500 000 Notrufe nicht angenommen wurden... Statt dessen wurden die Akten unter Verschluß gestellt, trotz der kraftschen Versprechung der lückenlosen und transparenten Aufklärung, und nunmehr deutlich intensiver nach dem Leck, gesucht, als nach den Tätern.
Aber natürlich wurde auch versprochen, dass es Aktionen und Initiativen gäbe um diese "Missverständnisse" zu beenden. So wurde zu Karneval eine Informationsbroschüre rausgegeben, die unseren südländischen Einwanderern erklären sollte, wie das so geht - mit dem Miteinander.
Die Gesundheitsbehörde hat online und in Druck Informationen zum Geschlechtsverkehr herausgegeben - in den Sprachen unserer Neuankömmlinge und natürlich so coloriert, wie man es sich nur wünschen kann... wenn man umgekehrten Rassismus mag.
Ansonsten trat der Justizlaie mit seinem Versuch nach vorne, "sexistische Werbung" zu verbieten, also eine Zensur einzuführen und seiner erfolgreichen Einführung einer Komission zur Verfolgung von "Hasssprache im Internet" - geleitet von einer ehemaligen Informantin der Stasi.
Und man arbeitet weiter fleißig an derlei - woran man nicht arbeitet ist offensichtlich das eigentliche Probleme. Nachdem es zum Karneval der Kulturen in Berlin wieder zu ähnlichen Szenen kam - Gruppen junger Männer belästigen und betatschen junge Frauen, ist es nun auch in Darmstadt während des Schlossgrabenfestes zu den gleichen Ereignissen gekommen (Kürzer und weniger informativ könnten die Artikel kaum sein....).
Und dies sind nur zwei der Beispiele, die es noch in größere Medien geschafft haben. Zahlreiche "Einzelfälle" darf man gar nicht mehr melden oder besprechen - aus Angst Unschuldige zu Opfern zu machen.
Das bereits Unschuldige zu Opfern wurden interessiert jene, die so denken nicht. Hier geht es nur um eine bestimmte Gruppe. Es ist nicht die eigene - und trotzdem ist dieses denken klar eines: Rassismus.
Herzlichen Glückwunsch, Deutsche. Ihr seid exakt dort, wo wir nie wieder hinwollten. Der weitere, bekannte Weg liegt vor euch, nur die Hecken wurden getrimmt, ein paar Bäume gesetzt oder gefällt und die Sonne scheint aus einer anderen Richtung. Werdet ihr ihn erneut gehen?
Jägers Versuch Innendienstler für den Außendienst frei zu machen und die Folgen - NACH dem eigentlichen Fehlschlag.
Freitag, 20. Mai 2016
Waffengesetze schützen Kriminelle
Unsere aktuellen Waffengesetze sollen verhindern, dass Waffengewalt in Deutschland herrscht.
Wer die Nachrichten der letzten Wochen aufmerksam verfolgte hat mehrere Schiessereien zwischen Rockerbanden und orientalischen Familienclans zu lesen bekommen - der Plan funktioniert also nicht.
Dabei kam es auch zu verletzten Passanten, da teilweise wild in die Landschaft geschossen wurde, ohne Gedanken an Unbeteiligte.
Das nicht Schlimmeres passierte war lediglich Glück und weder unseren Gesetzen, unseren Gesetzeshütern oder dem Zustand unserer Gesellschaft geschuldet.
Nun hat ein Mann polizeiliche Ermittlungen zu erdulden und möglicherweise sogar eine Anklage wegen des Verstoßes gegen die Gesetze, die ihm u.U. eine schlimmere Strafe einbringen kann, als die Kriminellen, denen er begegnete. Was war passiert?
Zwar ist der Erwerb einer Schreckschusswaffe legal, sie außerhalb der eigenen Wohnung oder Geschäftsräume bzw. umfriedeten Gartenanlage zu "führen", also bei sich zu tragen oder gar zu benutzen ist verboten, so man keinen "kleinen Waffenschein" beantragt und bewilligt bekam.
Der Mann tat, was die Politiker fordern: einzuschreiten und Courage zu zeigen, wenn Unrecht geschieht. Hier aber tat er dies mit einem zwar angemessenen und vermutlich auch nötigen Mittel - mit bloßen Händen wäre er wohl nur ein weiteres Opfer der Gruppe geworden - aber eben einem verbotenen.
Und das ist es, was strenge Waffengesetze letztlich bewirken. Die Unfähigkeit sich und andere zu verteidigen.
Waffengesetze sollen Menschen davor schützen, durch Waffeneinsatz zu schaden zu kommen.
In diesem Fall schaden die Gesetze einem Menschen, der mit einer Waffe einen anderen vor Schaden bewahrte.
Es wäre wirklich an der Zeit, die eigene Einstellung in Europa sachlich und tief zu diskutieren, statt nach jedem Terroranschlag blinden und sinnlosen Aktionismus walten zu lassen...
Wer die Nachrichten der letzten Wochen aufmerksam verfolgte hat mehrere Schiessereien zwischen Rockerbanden und orientalischen Familienclans zu lesen bekommen - der Plan funktioniert also nicht.
Dabei kam es auch zu verletzten Passanten, da teilweise wild in die Landschaft geschossen wurde, ohne Gedanken an Unbeteiligte.
Das nicht Schlimmeres passierte war lediglich Glück und weder unseren Gesetzen, unseren Gesetzeshütern oder dem Zustand unserer Gesellschaft geschuldet.
Nun hat ein Mann polizeiliche Ermittlungen zu erdulden und möglicherweise sogar eine Anklage wegen des Verstoßes gegen die Gesetze, die ihm u.U. eine schlimmere Strafe einbringen kann, als die Kriminellen, denen er begegnete. Was war passiert?
Die Polizei in Hagen hat Ermittlungen gegen einen 35 Jahre alten Mann aufgenommen, der eine Frau mit einer Schreckschußwaffe vor fünf Angreifern verteidigte. Die 36jährige gab an, nach der Rückkehr aus einem Krankenhaus von den Angreifern „grundlos geschlagen sowie an den Haaren gerissen“ worden zu sein, teilte die Polizei mit. Die Frau wurde dabei leicht am Hinterkopf verletzt.Im Zuge dessen war der Zeuge der Attackierten zu Hilfe gekommen. „Er rannte mit einer Schreckschußwaffe in der Hand aus der Wohnung und schoß in die Luft. Daraufhin sind die Männer in mehrere Richtungen geflüchtet“, teilte die Polizei mit.
Zwar ist der Erwerb einer Schreckschusswaffe legal, sie außerhalb der eigenen Wohnung oder Geschäftsräume bzw. umfriedeten Gartenanlage zu "führen", also bei sich zu tragen oder gar zu benutzen ist verboten, so man keinen "kleinen Waffenschein" beantragt und bewilligt bekam.
Der Mann tat, was die Politiker fordern: einzuschreiten und Courage zu zeigen, wenn Unrecht geschieht. Hier aber tat er dies mit einem zwar angemessenen und vermutlich auch nötigen Mittel - mit bloßen Händen wäre er wohl nur ein weiteres Opfer der Gruppe geworden - aber eben einem verbotenen.
Und das ist es, was strenge Waffengesetze letztlich bewirken. Die Unfähigkeit sich und andere zu verteidigen.
Waffengesetze sollen Menschen davor schützen, durch Waffeneinsatz zu schaden zu kommen.
In diesem Fall schaden die Gesetze einem Menschen, der mit einer Waffe einen anderen vor Schaden bewahrte.
Es wäre wirklich an der Zeit, die eigene Einstellung in Europa sachlich und tief zu diskutieren, statt nach jedem Terroranschlag blinden und sinnlosen Aktionismus walten zu lassen...
Dienstag, 10. Mai 2016
Mordversuch auf 17jährigen in Bonn, Christen bedroht und angegriffen, Gedenkfeiern gestört
Bonn war mal Bundeshauptstadt, war mal eine schönsten und kulturellsten Städte des Landes. Eine hohe Zahl an Schlössern und "Schlösschen", der alte Pater Rhenus welcher sich in Wurfweite vom Stadtzentrum dahinschlängelt und eine relativ intakt gebliebene Baustruktur vergangener Jahrhunderte und Jahrzehnte, die das Auge sehr erfreuen kann.
Eine gewisse Eitelkeit, das Brüsten mit Beethoven, der inhaltsleere Verweis auf die sakralen Bauwerke, die aus althistorischer Sicht dank politischer Wilkür zur Peinlichkeit verkommene 2000 Jahrfeier (es gibt immer noch kein Jahr 0!) waren die unangenehmeren Seiten - als nichts, womit man nicht leben könnte.
In den letzten ca. 10 Jahren hat sich Bonn aber tiefgreifend verändert. Ganze Stadtteile sind ab bestimmten Uhrzeiten "nur noch auf eigene Gefahr" zu betreten. Generell nicht mehr allzu sicher, aber dank völlig verfehlter Personalführung (auch hier ist die Politik wieder verantwortlich, lokale wie landespolitische Arroganz und Ignoranz) fehlt es an Präsenz in den Nächten.
So ist es nicht verwunderlich, dass nach dem lange Zeit als Selbstmord ausgegebenen Mord (und mittlerweile eingestelltem Verfahren) an einem jungen Jurastudenten vermutlich in der Folge seiner Intervention bei einer Drogengeschichte nun eine brutale, unprovozierte Attacke erfolgte.
Auch der Fall des indische Austauschstudent passt, welcher bei der Bonner Polizei angab, von Islamisten gestoppt und zur Konversion aufgefordert worden zu sein um dann bei der Verweigerung schwer an der Zunge verletzt zu werden. Natürlich wurde nach seiner Abreise dann behauptet, der geschilderte Vorgang sei zweifelhaft.
Und nun wurde eine kleine Gruppe junger Leute, zwei Jungen (17 und 18) und ein Mädchen (17) von einer Gruppe angepöbelt, ließ sich, wie gelernt, nicht provozieren nur um zu erleben, wie drei aus der sie beleidigenden Gruppe ihnen hinterher gingen und den 17jährigen von hinten niederschlugen um am Boden weiter auf ihn einzuprügeln und -treten. Auch die beiden anderen wurden verletzt. Erst mehrere Zeugen konnten die Angreifer verscheuchen aber nicht festhalten. Die gerufenen Rettungskräfte mussten den Jungen vor Ort wiederbeleben, sein Zustand ist bis zur Stunde lebensbedrohlich, es gibt auch Tage nach dem Vorfall keine Entwarnung. Selbst wenn er es überleben sollte, gebe es Gott, so wird die Attacke ihn körperlich wie psychisch auf ewig zeichnen.
Gefahndet wird nach einem jungen mit "dunklem Hauttyp", bei zwei von den Tätern hielt man es nötig anzufügen, dass sie fließend deutsch sprächen. Alle drei haben schwarze und lockige Haare...
Bei diesen Beschreibungen ist auffällig, welche Worte NICHT fallen.
Viele Menschen, inklusive der Polizei, reagieren erstaunt. Brutale Übergriffe dieser Art kennt man doch eigentlich gar nicht, denkt dabei eher an Rostock oder andere ostdeutsche Städte die man schnell und einfach mit Rassismus und Rechtsradikalismus in Verbindung bringen kann. Nicht nur, dass Solingen solcherlei in Westdeutschland bot - diese Art der Gewalt ist eben nicht ausschließlich eine Sache weißer, nationalistischer und fremdenfeindlicher Rechtsradikaler. Sie existiert in allen Lagern, unter allen Nationen, Völkern und Hautfarben. Die Versteifung unserer Gesellschaft auf die eigenen Radikalen und die geradezu zwanghafte Leugnung der Tendenz zu solchen Dingen unter einer unangenehm hohen Zahl unserer Migranten und deren Nachfahren kostet Menschen Gesundheit und Leben.
Aber selbst dann... So griff die AntiFa inWien(!) mit großem Aufgebot heute eine winzige Gedenkveranstaltung für die von einem längst zur Abschiebung bestimmten Afrikaner ermordete 54jährige Putzfrau Maria E. an, deren Tod nicht nur brutal sondern auch völlig ohne jeden Anlaß erfolgte.
Egal wer es veranstaltet, eine Gedenkstelle anzugreifen, an der ein Mensch mit einer Eisenstange (oder mit irgendwelchen Methoden) ermordet wurde, das ist derart infam...
Und auch die nächste Meldung passt zu der Haltung wie die Faust aufs Auge. Zwar waren die Teilnehmer der aktuellen Umfrage in der Zahl recht klein, aber die Auswertung passt zu dem bislang gezeichneten Bild durch Zeugenaussagen und Anzeigen. In unseren Flüchtlingsunterkünften, wo wir nicht nur einfach Schutzbedürftige sondern schlicht jeden der kommt unterbringen müssen, werden Christen diskriminiert und verfolgt. Insbesondere Konvertiten. Von ihren muslimischen "Mitflüchtlingen" ebenso, wie vom Securitypersonal, welches häufig einen ähnlichen Hintergrund aufzuweisen hat.
Bis zu Morddrohungen (und in Einzelfällen Mordversuchen und realen Morden) geht diese Sache.
Suchen Sie eine sichere Umgebung? Nicht in Deutschland, nicht in Bonn. Verteidigen dürfen wir uns nicht, wir könnten es ja übertreiben. Dafür werden die Zustände schön geredet, solange es geht.
Eine gewisse Eitelkeit, das Brüsten mit Beethoven, der inhaltsleere Verweis auf die sakralen Bauwerke, die aus althistorischer Sicht dank politischer Wilkür zur Peinlichkeit verkommene 2000 Jahrfeier (es gibt immer noch kein Jahr 0!) waren die unangenehmeren Seiten - als nichts, womit man nicht leben könnte.
In den letzten ca. 10 Jahren hat sich Bonn aber tiefgreifend verändert. Ganze Stadtteile sind ab bestimmten Uhrzeiten "nur noch auf eigene Gefahr" zu betreten. Generell nicht mehr allzu sicher, aber dank völlig verfehlter Personalführung (auch hier ist die Politik wieder verantwortlich, lokale wie landespolitische Arroganz und Ignoranz) fehlt es an Präsenz in den Nächten.
So ist es nicht verwunderlich, dass nach dem lange Zeit als Selbstmord ausgegebenen Mord (und mittlerweile eingestelltem Verfahren) an einem jungen Jurastudenten vermutlich in der Folge seiner Intervention bei einer Drogengeschichte nun eine brutale, unprovozierte Attacke erfolgte.
Auch der Fall des indische Austauschstudent passt, welcher bei der Bonner Polizei angab, von Islamisten gestoppt und zur Konversion aufgefordert worden zu sein um dann bei der Verweigerung schwer an der Zunge verletzt zu werden. Natürlich wurde nach seiner Abreise dann behauptet, der geschilderte Vorgang sei zweifelhaft.
Und nun wurde eine kleine Gruppe junger Leute, zwei Jungen (17 und 18) und ein Mädchen (17) von einer Gruppe angepöbelt, ließ sich, wie gelernt, nicht provozieren nur um zu erleben, wie drei aus der sie beleidigenden Gruppe ihnen hinterher gingen und den 17jährigen von hinten niederschlugen um am Boden weiter auf ihn einzuprügeln und -treten. Auch die beiden anderen wurden verletzt. Erst mehrere Zeugen konnten die Angreifer verscheuchen aber nicht festhalten. Die gerufenen Rettungskräfte mussten den Jungen vor Ort wiederbeleben, sein Zustand ist bis zur Stunde lebensbedrohlich, es gibt auch Tage nach dem Vorfall keine Entwarnung. Selbst wenn er es überleben sollte, gebe es Gott, so wird die Attacke ihn körperlich wie psychisch auf ewig zeichnen.
Gefahndet wird nach einem jungen mit "dunklem Hauttyp", bei zwei von den Tätern hielt man es nötig anzufügen, dass sie fließend deutsch sprächen. Alle drei haben schwarze und lockige Haare...
Bei diesen Beschreibungen ist auffällig, welche Worte NICHT fallen.
Viele Menschen, inklusive der Polizei, reagieren erstaunt. Brutale Übergriffe dieser Art kennt man doch eigentlich gar nicht, denkt dabei eher an Rostock oder andere ostdeutsche Städte die man schnell und einfach mit Rassismus und Rechtsradikalismus in Verbindung bringen kann. Nicht nur, dass Solingen solcherlei in Westdeutschland bot - diese Art der Gewalt ist eben nicht ausschließlich eine Sache weißer, nationalistischer und fremdenfeindlicher Rechtsradikaler. Sie existiert in allen Lagern, unter allen Nationen, Völkern und Hautfarben. Die Versteifung unserer Gesellschaft auf die eigenen Radikalen und die geradezu zwanghafte Leugnung der Tendenz zu solchen Dingen unter einer unangenehm hohen Zahl unserer Migranten und deren Nachfahren kostet Menschen Gesundheit und Leben.
Aber selbst dann... So griff die AntiFa inWien(!) mit großem Aufgebot heute eine winzige Gedenkveranstaltung für die von einem längst zur Abschiebung bestimmten Afrikaner ermordete 54jährige Putzfrau Maria E. an, deren Tod nicht nur brutal sondern auch völlig ohne jeden Anlaß erfolgte.
Egal wer es veranstaltet, eine Gedenkstelle anzugreifen, an der ein Mensch mit einer Eisenstange (oder mit irgendwelchen Methoden) ermordet wurde, das ist derart infam...
Und auch die nächste Meldung passt zu der Haltung wie die Faust aufs Auge. Zwar waren die Teilnehmer der aktuellen Umfrage in der Zahl recht klein, aber die Auswertung passt zu dem bislang gezeichneten Bild durch Zeugenaussagen und Anzeigen. In unseren Flüchtlingsunterkünften, wo wir nicht nur einfach Schutzbedürftige sondern schlicht jeden der kommt unterbringen müssen, werden Christen diskriminiert und verfolgt. Insbesondere Konvertiten. Von ihren muslimischen "Mitflüchtlingen" ebenso, wie vom Securitypersonal, welches häufig einen ähnlichen Hintergrund aufzuweisen hat.
Bis zu Morddrohungen (und in Einzelfällen Mordversuchen und realen Morden) geht diese Sache.
Suchen Sie eine sichere Umgebung? Nicht in Deutschland, nicht in Bonn. Verteidigen dürfen wir uns nicht, wir könnten es ja übertreiben. Dafür werden die Zustände schön geredet, solange es geht.
Freitag, 6. Mai 2016
Ein ereignisreicher Tag in der bunten Republik
Diese Himmelfahrt werde ich so schnell nicht vergessen. Derzeit hagelt es bei uns ein Problem nach dem anderen, und das unmittelbar vor der Geburt meiner nächsten Tochter.
Und just heute stellte ich fest, dass mein Rasenmäher aus der Gartenlaube gestohlen wurde. Jemand (und es müssen mehr als einer gewesen sein, denn das Ding war wirklich schwer) drang in den Garten meiner Familie, sprengte das Schloss ab und stahl meinen Rasenmäher (und andere Dinge). Ich warnte die unmittelbaren Nachbarn - und eine Stunde später klingelte einer der etwas entfernteren Nachbarn um mich zu fragen, ob ich evtl. etwas gehört hätte - sein Rasenmäher sei gestohlen worden.
Bei uns wurde schon mehrfach versucht, einzubrechen. Ein Versuch geschah während unserer Anwesenheit, bei voller Beleuchtung und Musik während der Renoverierungsphase in der Nacht.
Doch dabei endet es nicht. Ich rief die Polizei an (nicht den Notruf, eine im Netz zu findende Telefonnummer für die Region). Die Dame meinte, da müsste ich mit der Nummer des Rasenmähers zur Wache. Nun war ich schon etwas miefig, weil ich als Geschädigter nun auch noch mehr Aufwand hatte - um zu erfahren, dass im Umkreis von rund 30 km keine Wache besetzt sei, und ich in die nächste Großstadt fahren müsste.
Ab da fühlte man sich bereits nicht mehr beschützt, das Gewaltmonopol verkommt zu einem Witz.
Aber auch damit nicht genug. Eine Viertelstunde vor zwei Uhr, die Nerven haben sich langsam etwas beruhigt, höre ich ein Motorengeräusch näher kommen. Nun wohnen wir in der Ausweichschneise eines Flughafens und hören öfter Luftfahrzeuge, in der Nähe ist eine Ausbildungskaserne der Bundespolizei, also hin und wieder auch Helikopter. Aber diesmal war es sehr viel näher, lauter, beständiger. Das dröhnen ließ die Scheiben vibrieren und kurz darauf war es draußen "heller". Meine Frau und mein Kind wurden wach - vielen Dank dafür.... - und machten große, ängstliche Augen. Ein Blick nach draußen - mindestens drei Polizeihelikopter standen über unserem Dorf, niedriger Flug und mindestens einer von ihnen leuchtete mit einem Scheinwerfer IN die Wohnungen und Häuser. Auch unser Dachfenster und die großen Gartenfenster wurden illuminiert. Mittlerweile ist (jetzt im Moment) die ganze Strasse wach, in fast allen Häusern ist Licht zu sehen. Die meisten Anwohner sind Senioren und um zwei Uhr in der Nacht eher nicht aktiv...
Nach ca. 10, vielleicht auch 15 Minuten flogen die Helikopter weiter. Und wir sitzen hier mit dem Gefühl: die suchen jemanden - und bei drei Maschinen ist das kein harmloser Zeitgenosse. Keine Meldung, keine Mitteilungen, keine Beamten vor Ort. Lediglich dieses Szenario wie in einem schlechten Film.
Und ich werde diese Nacht aus Sorge um meine Familie kein Auge zu tun. Drei Runden um alle Fenster und Türen zu kontrollieren habe ich nun hinter mir.
Und ich vermute mal, egal was vorlag, es wird nicht in den Zeitungen erscheinen...
Und just heute stellte ich fest, dass mein Rasenmäher aus der Gartenlaube gestohlen wurde. Jemand (und es müssen mehr als einer gewesen sein, denn das Ding war wirklich schwer) drang in den Garten meiner Familie, sprengte das Schloss ab und stahl meinen Rasenmäher (und andere Dinge). Ich warnte die unmittelbaren Nachbarn - und eine Stunde später klingelte einer der etwas entfernteren Nachbarn um mich zu fragen, ob ich evtl. etwas gehört hätte - sein Rasenmäher sei gestohlen worden.
Bei uns wurde schon mehrfach versucht, einzubrechen. Ein Versuch geschah während unserer Anwesenheit, bei voller Beleuchtung und Musik während der Renoverierungsphase in der Nacht.
Doch dabei endet es nicht. Ich rief die Polizei an (nicht den Notruf, eine im Netz zu findende Telefonnummer für die Region). Die Dame meinte, da müsste ich mit der Nummer des Rasenmähers zur Wache. Nun war ich schon etwas miefig, weil ich als Geschädigter nun auch noch mehr Aufwand hatte - um zu erfahren, dass im Umkreis von rund 30 km keine Wache besetzt sei, und ich in die nächste Großstadt fahren müsste.
Ab da fühlte man sich bereits nicht mehr beschützt, das Gewaltmonopol verkommt zu einem Witz.
Aber auch damit nicht genug. Eine Viertelstunde vor zwei Uhr, die Nerven haben sich langsam etwas beruhigt, höre ich ein Motorengeräusch näher kommen. Nun wohnen wir in der Ausweichschneise eines Flughafens und hören öfter Luftfahrzeuge, in der Nähe ist eine Ausbildungskaserne der Bundespolizei, also hin und wieder auch Helikopter. Aber diesmal war es sehr viel näher, lauter, beständiger. Das dröhnen ließ die Scheiben vibrieren und kurz darauf war es draußen "heller". Meine Frau und mein Kind wurden wach - vielen Dank dafür.... - und machten große, ängstliche Augen. Ein Blick nach draußen - mindestens drei Polizeihelikopter standen über unserem Dorf, niedriger Flug und mindestens einer von ihnen leuchtete mit einem Scheinwerfer IN die Wohnungen und Häuser. Auch unser Dachfenster und die großen Gartenfenster wurden illuminiert. Mittlerweile ist (jetzt im Moment) die ganze Strasse wach, in fast allen Häusern ist Licht zu sehen. Die meisten Anwohner sind Senioren und um zwei Uhr in der Nacht eher nicht aktiv...
Nach ca. 10, vielleicht auch 15 Minuten flogen die Helikopter weiter. Und wir sitzen hier mit dem Gefühl: die suchen jemanden - und bei drei Maschinen ist das kein harmloser Zeitgenosse. Keine Meldung, keine Mitteilungen, keine Beamten vor Ort. Lediglich dieses Szenario wie in einem schlechten Film.
Und ich werde diese Nacht aus Sorge um meine Familie kein Auge zu tun. Drei Runden um alle Fenster und Türen zu kontrollieren habe ich nun hinter mir.
Und ich vermute mal, egal was vorlag, es wird nicht in den Zeitungen erscheinen...
Dienstag, 3. Mai 2016
1. Mai und AfD - was fehlte in den Nachrichten?
Ein Video aus Berlin Kreuzberg zeigt, wie es am 1. Mai VOR den eigentlichen Abend- und Nachtrandalen zuging.
Kopfsteine werden nach den Beamten geworfen. Die, um nicht zu provozieren ohne Schilde angerückten Beamten müssen sich der Glasflaschen und Steinwürfe mit Schlagstöcken und den Versuchen, die Geschosse zu fangen erwehren - während andere Demonstranten sie aufs übelste beleidigen, ihnen Dinge zeigen, die sie nicht sehen wollen und Sprechchöre ihnen, ihren Besitztümern und Familien Dinge androhen.
Wenn die Polizei dann zugreift, vielmehr, sich wehrt und auf Provokationen noch relativ sanft reagiert wird protestiert, geheult, geschimpft und von Polizeibrutalität geschrien.
Das war der 1. Mai. Nicht nur in Berlin sondern in vielen Städten.
Dieses Jahr blieb die Zahl der Verletzten erneut unter der drastischen Grenze von 100 - bei 59 (laut Gewerkschaft der Polizei, der Innensenator sprach von 49). Eingesetzt waren 6 000 Beamte, die den Tag sicher auch lieber mit ihren Familien verbracht hätten, als betrunkene Jugendliche die noch bei Muttern wohnen und vom Staat Geld beziehen dabei zuzuhören, wie schlimm der Staat und die Polizei doch sei.
Über was aber zogen es die Redakteure vor drei oder vier Tage in Titelseiten und Leseempfehlungen zu schreiben? Den AfD Bundesparteitag und das "neue" Programm. Der Untergang des Abendlandes - wenn man manchem Journalisten seine Zeit schenkt. So orakelt Oliver Georgi in der FAZ, wie sehr das Programm das Gesicht von Deutschland verändern würde - und führt die dafür verantwortlichen Punkte an.
Bei vielem fragt man sich, was daran so spektakulär sein soll und bei anderem, was der Unsinn in einem Programm zu suchen hat - aber die vorhergesagte "Gesichtsveränderung" eines Staates, der sich seit ca. 10 Jahren im radikalen Umbruch vor allem in seiner Gesellschaft (Überalterung, Altersarmut, Einwanderungswellen, Völkerwanderung, Ghettoisierung, Polizeiabbau und -überlastung etc.) sehe ich nicht - ebensowenig wie diese Äußerung überhaupt bei einem sehenden Menschen in einen aktuellen Artikel geraten kann.
Mit anderen Worten - das "nicht mehr therapierbare Geisteskranke und Süchtige, welche eine Gefahr für sich und andere darstellen" statt in eine Klinik in Sicherungsverwahrung genommen werden sollen ist die Bedrohung unserer Zivilisation - das an jedem 1. Mai Ausnahmezustand herrscht und insgesamt hunderte Beamte mit ihrer Gesundheit geradestehen dürfen ist völlig normal...
Wenn die Polizei dann zugreift, vielmehr, sich wehrt und auf Provokationen noch relativ sanft reagiert wird protestiert, geheult, geschimpft und von Polizeibrutalität geschrien.
Das war der 1. Mai. Nicht nur in Berlin sondern in vielen Städten.
Dieses Jahr blieb die Zahl der Verletzten erneut unter der drastischen Grenze von 100 - bei 59 (laut Gewerkschaft der Polizei, der Innensenator sprach von 49). Eingesetzt waren 6 000 Beamte, die den Tag sicher auch lieber mit ihren Familien verbracht hätten, als betrunkene Jugendliche die noch bei Muttern wohnen und vom Staat Geld beziehen dabei zuzuhören, wie schlimm der Staat und die Polizei doch sei.
Über was aber zogen es die Redakteure vor drei oder vier Tage in Titelseiten und Leseempfehlungen zu schreiben? Den AfD Bundesparteitag und das "neue" Programm. Der Untergang des Abendlandes - wenn man manchem Journalisten seine Zeit schenkt. So orakelt Oliver Georgi in der FAZ, wie sehr das Programm das Gesicht von Deutschland verändern würde - und führt die dafür verantwortlichen Punkte an.
Bei vielem fragt man sich, was daran so spektakulär sein soll und bei anderem, was der Unsinn in einem Programm zu suchen hat - aber die vorhergesagte "Gesichtsveränderung" eines Staates, der sich seit ca. 10 Jahren im radikalen Umbruch vor allem in seiner Gesellschaft (Überalterung, Altersarmut, Einwanderungswellen, Völkerwanderung, Ghettoisierung, Polizeiabbau und -überlastung etc.) sehe ich nicht - ebensowenig wie diese Äußerung überhaupt bei einem sehenden Menschen in einen aktuellen Artikel geraten kann.
Mit anderen Worten - das "nicht mehr therapierbare Geisteskranke und Süchtige, welche eine Gefahr für sich und andere darstellen" statt in eine Klinik in Sicherungsverwahrung genommen werden sollen ist die Bedrohung unserer Zivilisation - das an jedem 1. Mai Ausnahmezustand herrscht und insgesamt hunderte Beamte mit ihrer Gesundheit geradestehen dürfen ist völlig normal...
Montag, 25. April 2016
Neo-Nazi-Terrorzelle im letzten Moment vor Machtübernahme ausgehoben
So, wie die Überschrift lautet, lesen sich die Berichte. Alle Journalisten jubeln über den gelungenen Zugriff der GSG9. Es kann nicht groß genug sein.
"Razzia gegen Rechtsterroristen" - ARD
Großeinsatz in Freital: GSG9 nimmt fünf mutmaßliche Rechtsterroristen fest - Spiegel
Mit maximaler Schlagkraft gegen Rechtsextreme - FAZ
Wen hat das GSG 9, die Spezialeinheit gegen Terrorismus, denn da festgenommen und weshalb?
Fünf Verdächtige plus drei bereits Inhaftierte im Alter zwischen 18 und 49+, 7 Männer und eine Frau.
Das die "Gruppierung" scheinbar noch nicht mal einen Namen hatte, erscheint mir allerdings immerhin berichtenswert. Denn "Gruppe Freital" kommt von der Staatsanwaltschaft.
In der ARD wurde nebenbei erwähnt, was es Bedarf, um unter diese Definition zu fallen.
Auch manche aus dem Strom der Völkerwanderung würde dann darunter fallen - denn wie wir mittlerweile wissen ist ein guter Teil der Brandstiftungen auf deren Konto zurück zu führen und oft mit Protest und Trotz verbunden, den eine Gruppe von "Untergebrachten" damit ausdrücken will.
Es wird aber nicht angewandt. Im letzteren Fall wird mancher auf die "politische Absicht" verweisen - diese ist aber lediglich das umgekehrte Spiegelbild dessen, was Fremdenfeinde und Rechtsextreme mit ihren Anschlägen ausdrücken.
Nur mal eine kleine Aufzählung:
Organisierte Angriffe auf Polizeiwachen in Hamburg und Leipzig. (inklusive Feuerwerkskörper und verletzter Polizistin)
Großflächige Zerstörung von öffentlichem Eigentum in Leipzig.
Brandanschläge auf Bundeswehrfahrzeuge in Leipzig.
Jedes Jahr dutzende Brandanschläge auf Kirchen in ganz Deutschland mit organisiertem Hintergrund.
Zerstörung von christlichen Bauwerken über Monate.
Brandanschläge auf S Bahnen in Berlin, Bremen, Hamburg usw.
Massenhafte Brandstiftung an Autos (wieder vornehmlich Berlin und Hamburg, aber in ganz Deutschland verbreitet). Im ersten Link spricht die SPD noch davon, dass sowas die "Vorstufe" zum Terrorismus sei.
Die Anschläge auf AfDler, Katholiken uvm. sind zu zahlreich. Vermutlich erinnert sich der ein oder andere an die Brandanschläge auf Lebensrechtler und konservative Katholiken aus den letzten Monaten.
Was regelmäßig an organiserter Gewalt von linker Seite bei Demonstrationen (oder Gegendemonstrationen) geboten wird, spottet jeder Beschreibung und wird durch "Deeskalationsteams" angeblich bekämpft.
Bevor nun jemand meint, ich wolle damit entschuldigen oder verharmlosen - wie gesagt, die Verhaftung und die Anzeige kann ich durchaus verstehen und halte sie an sich für richtig.
Die Art und Weise der Festnahme, die Vorwürfe, die Berichterstattung, all das ist derartig pervers aufgeblasen wenn man es in Relation zum Alltag dieser Republik sieht, wie ich es eigentlich nur von bestimmten Staaten der Vergangenheit kenne.
Man könnte meinen, es handele sich mindestens um einen zweiten NSU, vermutlich aber den Beginn einer neuen SA.
Auch der Vorgang der Festnahme selbst... Als die Bonner Terroristenzelle festgenommen wurde, hatte dies die Bonner und die Bundespolizei zu verantworten. Als die Sauerlandgruppe festgenommen wurde, gab das GSG 9 lediglich die Parodie einer Anti-Terror-Einheit.
Unsere belgischen Nachbarn haben unter den Wurfgeschossen der Anwohner den verbleibenden Attentäter von Paris in Molenbeek verhaftet - mit einer Einsatzgruppe von ca. 30 Mann und nachdem wegen der Terrorgefahr das Viertel zuvor wochenlang unter Ausnahmezustand gelegt wurde.
Angesichts des Aufgebotes, welches zur Festnahme der organisierten Kriminellen aus Berlin und Hamburg (Miri und al-Irgendwas Clan) benötigt wurden, erscheint es doch lächerlich, wenn bei Leuten, die offensichtlich keine wirkliche Struktur aufgebaut haben, keine Finanzierung zu stehen bekamen (so weit ich informiert bin) und bei denen vereinzelt als Waffen "Tschechenböller" gefunden wurden, plötzlich schwerbewaffnete, hochbezahlte und -trainierte "Elitebeamte" in der Bude stehen. Jedes SEK hätte das ebensogut übernehmen können und sollen. Wenn nicht besser.
Und solange Brandstiftung mit verletzten Polizisten, Angriffe auf Polizeiwachen und Beamte, die jährliche oder unregelmäßige Terrorisierung ganzer Wohnblocks (Stichwort "gegen Gentrifizierung") oder Stadteile (1. Mai) nicht ähnlich heftige Reaktionen heraufbeschwört, solange handelt es sich um Heuchelei und Bevorzugung nach Täter- bzw. Opfergruppe.
Die BRD verspielt ihren Anspruch, ein Rechtsstaat zu sein.
"Razzia gegen Rechtsterroristen" - ARD
Großeinsatz in Freital: GSG9 nimmt fünf mutmaßliche Rechtsterroristen fest - Spiegel
Mit maximaler Schlagkraft gegen Rechtsextreme - FAZ
Wen hat das GSG 9, die Spezialeinheit gegen Terrorismus, denn da festgenommen und weshalb?
Fünf Verdächtige plus drei bereits Inhaftierte im Alter zwischen 18 und 49+, 7 Männer und eine Frau.
Es bestehe unter anderem der dringende Verdacht, dass die Beschuldigten im Juli 2015 die rechtsterroristische Vereinigung gegründet haben.Aha. Ok. Noch kein Grund für einen Großeinsatz mit
(...)mehr als 200 Beamte des Bundeskriminalamts, der Bundespolizei und der sächsischen Polizei(...).aber die Beamten werden schon wissen, was nötig ist.
Das die "Gruppierung" scheinbar noch nicht mal einen Namen hatte, erscheint mir allerdings immerhin berichtenswert. Denn "Gruppe Freital" kommt von der Staatsanwaltschaft.
Die ermittelnde Generalbundesanwaltschaft bezeichnet die Gruppe als "Gruppe Freital".Bei dem Aufgebot und angesichts der Erfahrungen solcher Einsätze wie bei der Auflösung der Bonn-Kölner Islamistenzelle nach dem Anschlagsversuch auf den Bonner Hauptbahnhof müssen das hochgerüstete, kampfbereite Fanatiker gewesen sein, unmittelbar davor mit automatischen Waffen und Sprengmitteln loszuschlagen...
Bei vier der Beschuldigten wurden bei den Durchsuchungen Feuerwerkskörper aus Tschechien gefunden.Ahja.
Damit soll die Gruppe nach Stand der bisherigen Ermittlungen in verschiedenen Konstellationen drei Sprengstoffanschläge verübt haben: zwei Angriffe auf verschiedene Flüchtlingsunterkünfte in Freital in den Nächten vom 19. auf den 20. September und vom 31. Oktober auf den 1. November 2015 sowie in der Nacht auf den 19. Oktober ein Angriff auf ein alternatives Wohnprojekt in Dresden.Ok, das rechtfertigt wirklich und ohne jede Ironie polizeiliche Ermittlungen und Anzeigen. Hier geht es aber um Terrorismus - also das, was es ja angeblich nur in Einzelfällen gibt, die nicht verallgemeinert werden dürfen.
In der ARD wurde nebenbei erwähnt, was es Bedarf, um unter diese Definition zu fallen.
Was die ARD unerwähnt lässt, ist die Tatsache, dass dieses Gesetz wegen der RAF gegründet wurde - und seitdem ignoriert wird. Denn was AntiFa und andere Linksradikale an Brandstiftung in den letzten Jahren vollbracht haben, und das stets in Gruppen organisiert, oft öffentlich bekennend - da würden 200 Mann längst nicht ausreichen.
Auch manche aus dem Strom der Völkerwanderung würde dann darunter fallen - denn wie wir mittlerweile wissen ist ein guter Teil der Brandstiftungen auf deren Konto zurück zu führen und oft mit Protest und Trotz verbunden, den eine Gruppe von "Untergebrachten" damit ausdrücken will.
Es wird aber nicht angewandt. Im letzteren Fall wird mancher auf die "politische Absicht" verweisen - diese ist aber lediglich das umgekehrte Spiegelbild dessen, was Fremdenfeinde und Rechtsextreme mit ihren Anschlägen ausdrücken.
Nur mal eine kleine Aufzählung:
Organisierte Angriffe auf Polizeiwachen in Hamburg und Leipzig. (inklusive Feuerwerkskörper und verletzter Polizistin)
Großflächige Zerstörung von öffentlichem Eigentum in Leipzig.
Brandanschläge auf Bundeswehrfahrzeuge in Leipzig.
Jedes Jahr dutzende Brandanschläge auf Kirchen in ganz Deutschland mit organisiertem Hintergrund.
Zerstörung von christlichen Bauwerken über Monate.
Brandanschläge auf S Bahnen in Berlin, Bremen, Hamburg usw.
Massenhafte Brandstiftung an Autos (wieder vornehmlich Berlin und Hamburg, aber in ganz Deutschland verbreitet). Im ersten Link spricht die SPD noch davon, dass sowas die "Vorstufe" zum Terrorismus sei.
Die Anschläge auf AfDler, Katholiken uvm. sind zu zahlreich. Vermutlich erinnert sich der ein oder andere an die Brandanschläge auf Lebensrechtler und konservative Katholiken aus den letzten Monaten.
Was regelmäßig an organiserter Gewalt von linker Seite bei Demonstrationen (oder Gegendemonstrationen) geboten wird, spottet jeder Beschreibung und wird durch "Deeskalationsteams" angeblich bekämpft.
Bevor nun jemand meint, ich wolle damit entschuldigen oder verharmlosen - wie gesagt, die Verhaftung und die Anzeige kann ich durchaus verstehen und halte sie an sich für richtig.
Die Art und Weise der Festnahme, die Vorwürfe, die Berichterstattung, all das ist derartig pervers aufgeblasen wenn man es in Relation zum Alltag dieser Republik sieht, wie ich es eigentlich nur von bestimmten Staaten der Vergangenheit kenne.
Man könnte meinen, es handele sich mindestens um einen zweiten NSU, vermutlich aber den Beginn einer neuen SA.
Auch der Vorgang der Festnahme selbst... Als die Bonner Terroristenzelle festgenommen wurde, hatte dies die Bonner und die Bundespolizei zu verantworten. Als die Sauerlandgruppe festgenommen wurde, gab das GSG 9 lediglich die Parodie einer Anti-Terror-Einheit.
Unsere belgischen Nachbarn haben unter den Wurfgeschossen der Anwohner den verbleibenden Attentäter von Paris in Molenbeek verhaftet - mit einer Einsatzgruppe von ca. 30 Mann und nachdem wegen der Terrorgefahr das Viertel zuvor wochenlang unter Ausnahmezustand gelegt wurde.
Angesichts des Aufgebotes, welches zur Festnahme der organisierten Kriminellen aus Berlin und Hamburg (Miri und al-Irgendwas Clan) benötigt wurden, erscheint es doch lächerlich, wenn bei Leuten, die offensichtlich keine wirkliche Struktur aufgebaut haben, keine Finanzierung zu stehen bekamen (so weit ich informiert bin) und bei denen vereinzelt als Waffen "Tschechenböller" gefunden wurden, plötzlich schwerbewaffnete, hochbezahlte und -trainierte "Elitebeamte" in der Bude stehen. Jedes SEK hätte das ebensogut übernehmen können und sollen. Wenn nicht besser.
Und solange Brandstiftung mit verletzten Polizisten, Angriffe auf Polizeiwachen und Beamte, die jährliche oder unregelmäßige Terrorisierung ganzer Wohnblocks (Stichwort "gegen Gentrifizierung") oder Stadteile (1. Mai) nicht ähnlich heftige Reaktionen heraufbeschwört, solange handelt es sich um Heuchelei und Bevorzugung nach Täter- bzw. Opfergruppe.
Die BRD verspielt ihren Anspruch, ein Rechtsstaat zu sein.
Dienstag, 22. März 2016
Brüssel - die neue alte Realität
Ein Terroranschlag, nur kurz nachdem einer der Verantwortlichen für den Anschlag in Paris im November 2015 unter Steinwürfen, Protesten und Hochrufen auf den Mörder aus dem stark marokkanisch,
muslimisch geprägten Viertel Molenbeek in Handschellen abgeführt wurde, erschüttert Brüssel. Eigentlich sind es mehrere, denn eine ganze Reihe von Bomben wird gelegt und die meisten detonieren "erfolgreich", töten oder verletzen zahlreiche Menschen.
Und wieder sind die Medien scheinbar "überrascht", werden "Experten" hinzugezogen, Bilder von mit Langwaffen ausgerüsteten Polizisten gehen durch alle Kanäle und es dauert nur Stunden bis erst in den sozialen Netzwerken und dann den Nachrichtenseiten die ersten Relativierungen einsetzen. Zwar bekennt sich der IS umgehen zur Tat und droht, wie im November und Januar 2015 weitere Anschläge an - eine Drohung, die er bislang auch umgesetzt hat), aber natürlich hat dies nichts mit dem Islam zu tun, wir müssen, anders als bei anderen Gruppen, differenzieren.
Gewöhn Dich dran, Europa. Die Anschläge hören auf diese Weise nicht auf. Solange wir uns vor unseren eigenen, durchaus möglichen, dunklen Seiten mehr fürchten als vor dem, was Einzelnen von uns angetan wird, sei es in Madrid, London, Paris, Kopenhagen und vielen, vielen weiteren Orten mehr, solange wird es weiter gehen. Weitere Anschläge, weitere Opfer.
Die Angst vor einer Überreaktion, vor Übergriffen oder Diskriminierung Unschuldiger ist berechtigt. Aber das sollte kein Grund sein, nicht endlich kritisch mit dem Islam und den muslimischen Gemeinschaften ins Gericht zu gehen. Es gibt viele Muslime, die das ebenso sehen, die bereits aufgestanden sind gegen Extremisten und Mörder, die durchaus auch Kritik an der eigenen Religion üben und eine Reformation anstreben.
Diese Menschen lassen wir mit den Extremisten im Stich, weil wir aus Angst vor uns selbst darauf verzichten ähnlich deutliche Worte und Handlungen zu finden und zu verlangen.
Was ist das bitte für eine Gesellschaft, der es am Allerwertesten vorbeigeht, wenn immer wieder Züge voller Unschuldiger, Menschen jeden Alters, vom Kleinkind bis zum Greis, in die Luft gesprengt werden, der aber wutgeifernd über "racial profiling" schwadroniert, wenn mehr Muslime als Christen von den Geheimdiensten überwacht werden?
Eine Gesellschaft, die einen christlichen "Marsch für das Leben" unter Hohn des ZDF einen Spießrutenlauf absolvieren lässt, aber jede
Forderung an die muslimischen Vertreter vehement und mit Programmen aus Eigenleistung gegen den Extremismus der eigenen Reihen aufzutreten.
Wo sind die tausenden gemäßigten Muslime während hunderte Mohammed Merah huldigen oder die muslimischen Bewohner Abdeslam, den Terroristen von Paris durch Molenbeek lotsen und vor der Polizei vier Monate lang verstecken?
Immer wieder wird abgestritten, dass unser heutiges "aufgekärtes" Europa nicht trotz sondern wegen dem Christentum da ist wo es steht. Die Verfechter behaupten, es wäre dem Christentum mit Kritik und im Kampf abgerungen worden, was heute besteht. Diesen Kampf aber nun auf etwas auszuweiten, dass sich wirklich tödlich, wirklich gefährlich erwiesen hat und immer wieder erweist - das bleibt aus.
Solange Samthandschuhe angezogen werden, solange die Kritik und die Aktion gegen die eigenen Stimmen der Vernunft gerichtet ist und sie sofort mit anderen Radikalen auf eine Stufe stellt, solange wird das weitergehen. Und während Anschläge wie in Paris durch selbstbewusste Bürger mit eigenem Verteidigungspotential wenigstens schnell beendet werden könnten, so sind gegen Bomben wie in Madrid, London oder Brüssel keine Mittel zu finden. Die Bomben sind billig, leicht zu bauen und noch leichter zu verstecken und zu transportieren. Umso mehr, wenn der Polizei die Hände gebunden werden.
Und wenn wir "Westler", wir "Europäer", wir "Humanisten" und "Christen" erst dann wirklich merken, was vor sich geht, wenn es uns trifft, dann stimmen nicht nur die Bezeichnungen nicht, dann ist uns nicht mehr zu helfen, bevor alles zu spät ist.
muslimisch geprägten Viertel Molenbeek in Handschellen abgeführt wurde, erschüttert Brüssel. Eigentlich sind es mehrere, denn eine ganze Reihe von Bomben wird gelegt und die meisten detonieren "erfolgreich", töten oder verletzen zahlreiche Menschen.
Und wieder sind die Medien scheinbar "überrascht", werden "Experten" hinzugezogen, Bilder von mit Langwaffen ausgerüsteten Polizisten gehen durch alle Kanäle und es dauert nur Stunden bis erst in den sozialen Netzwerken und dann den Nachrichtenseiten die ersten Relativierungen einsetzen. Zwar bekennt sich der IS umgehen zur Tat und droht, wie im November und Januar 2015 weitere Anschläge an - eine Drohung, die er bislang auch umgesetzt hat), aber natürlich hat dies nichts mit dem Islam zu tun, wir müssen, anders als bei anderen Gruppen, differenzieren.
Gewöhn Dich dran, Europa. Die Anschläge hören auf diese Weise nicht auf. Solange wir uns vor unseren eigenen, durchaus möglichen, dunklen Seiten mehr fürchten als vor dem, was Einzelnen von uns angetan wird, sei es in Madrid, London, Paris, Kopenhagen und vielen, vielen weiteren Orten mehr, solange wird es weiter gehen. Weitere Anschläge, weitere Opfer.
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| Brüsseler Metro nach dem Anschlag |
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| Madrid 2004 |
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| Fehlgeschlagener Anschlag Glasgow Airport 2007 |
Was ist das bitte für eine Gesellschaft, der es am Allerwertesten vorbeigeht, wenn immer wieder Züge voller Unschuldiger, Menschen jeden Alters, vom Kleinkind bis zum Greis, in die Luft gesprengt werden, der aber wutgeifernd über "racial profiling" schwadroniert, wenn mehr Muslime als Christen von den Geheimdiensten überwacht werden?
Eine Gesellschaft, die einen christlichen "Marsch für das Leben" unter Hohn des ZDF einen Spießrutenlauf absolvieren lässt, aber jede
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| Moskauer Flugplatz 2011 |
Wo sind die tausenden gemäßigten Muslime während hunderte Mohammed Merah huldigen oder die muslimischen Bewohner Abdeslam, den Terroristen von Paris durch Molenbeek lotsen und vor der Polizei vier Monate lang verstecken?
Immer wieder wird abgestritten, dass unser heutiges "aufgekärtes" Europa nicht trotz sondern wegen dem Christentum da ist wo es steht. Die Verfechter behaupten, es wäre dem Christentum mit Kritik und im Kampf abgerungen worden, was heute besteht. Diesen Kampf aber nun auf etwas auszuweiten, dass sich wirklich tödlich, wirklich gefährlich erwiesen hat und immer wieder erweist - das bleibt aus.
| Lee Rigby, 2013 auf offener Strasse in London abgeschlachtet |
| Paris, November 2015 |
Sonntag, 13. März 2016
Petra Sorge, das absolute Sorgenkind des Cicero. Oder: Aufreger der Woche.
Der Cicero, falls es jemand nicht kennt, ist ein Debattenmagazin ziemlich hoher Qualität. Libertäre Ansichten treffen auf konservative und hin und wieder auch auf linke und sehr viele Töne irgendwo dazwischen. Es gibt im Team auch zwei Mitarbeiter für Polemik und Rabulistik, so jedenfalls mein Eindruck. Der Karrikaturist und die Redakteurin Petra Sorge.
Diese veröffentlicht in unschöner Regelmäßigkeit Artikel, unter denen meine Tischplatte leidet, weil ich zwanghaft meinen Kopf auf sie schlagen muss, wenn ich sie lese.
So auch jetzt wieder. Zur Debatte der Richtlinie um die Nennung der Täterherkunft im Pressekodex glaubte sie sich berufen, die Ereignis in und nach Köln einmal zu analysieren. Leider hat sie es mit Wahrheiten, Zusammenhängen, Fakten u.ä. einfach nicht so, und das ist für mich der Aufreger der Woche.
Und auch ihr Studium, welches sie in Leipzig verbrachte, wirkt nicht gut angewandt.
Aber weiter zum eigentlichen Inhalt.
Die Branche hat sich also "monatelang leidenschaftlich über Ethik gestritten"? Davon habe ich wenig mitbekommen. Sicher, die Prüfung der entsprechenden Richtlinie fand statt - durch eine Kommission, nicht durch "die Branche" oder, damit impliziert, die Masse der Journalisten in Deutschland. Diese haben weiterhin das getan, was seit vielen Monaten üblich ist: jede Kritik, jeden Verdacht unsachlich und oft beleidigend von sich zu weisen. Auch Frau Sorge folgt weiter diesem Pfad, insbesondere mit diesem Artikel. Und überhaupt sei die Richtlinie so genau richtig. Leidenschaftlich, diese Diskussion, und ausführlich die Begründung, die Frau Sorge da wiedergibt und bespricht, nicht wahr?
Einer der Kritikpunkte, die zur Anklage der Verschleierung und der Lüge führten, war die Verzögerung und die mangelnden Informationen in den Massenmedien, die den Ereignissen an Silvester in Köln am Hauptbahnhof folgten.
Fast schon lächerlich, eher aber trotzig behauptet Frau Sorge, die Verzögerung habe es ja gar nicht gegeben. Als Beweis führt sie einen Artikel des Kölner Stadtanzeigers an. Nun, sie erzählt davon und verlinkt dabei auf einen ihrer älteren Beiträge, in denen ausgerechnet sie auffordert, bei den Fakten zu bleiben.
Dort immerhin findet sich besagter "Artikel". Das dieser herhalten soll als angemessene, zeitnahe Berichterstattung ist lächerlich, infam, bodenlos.
1. Der Artikel erschien als einzige bekannte Medienreaktion vor dem 4.1. Ihn als Stellvertreter einer zeitnahen Berichterstattung hinzustellen ist Rosinenwahl erster Güte. Oder einfach schäbig.
2. Inhaltlich ist er ein Beispiel der Herabspielung und Desinformation. Von 40 Tätern wird berichtet und das keine Festnahmen erfolgten. Ebenso wie Bürgermeisterin Reker wies die zu Wort gekommene Polizei, von Journalisten unhinterfragt, darauf hin, dass man von Intensivtätern ausginge und darunter keinerlei Flüchtlinge gewesen seien.
Mittlerweile ist das bekannt, was auch nach Schilderung und Aufnahmen der Beamten vor Ort bereits vorliegendes Wissen war: ca. 1000 Beteiligte am Angriff auf den Dom und hunderte beteiligte an den Übergriffen vor dem Bahnhof. Darunter auch diverse Flüchtlinge, die sich geradezu provozierend auf ihren Status beriefen. Auch, dass die "Nordafrikaner" die schon länger hier sind, als Asylsuchende registriert sind - also Flüchtlinge nach der neuerdings scheinbar gültigen Nomenklatur sind.
3. Der Vorfall fand Luftlinie 2-300 Meter vom Gebäude des WDR statt. Dieser war mit mehreren Teams vor Ort um den Jahreswechsel einzufangen. Vom WDR gab es aber kein Wort. Auch nach Publikwerdung erstmal nicht und veröffentlichtes Videomaterial des WDR ist bis heute Fehlanzeige. bereitet Sorge aber kein Kopfzerbrechen.
4. Die Platzierung, der Ton und die Länge des Artikels haben keinerlei Charakter eines bedeutenden Vorfalles. Es wird verkauft als ein kleiner, lokal begrenzter Einsatz, der völlig unter Kontrolle war, sobald er registriert wurde. Das Gegenteil ist der Fall.
Der vorherige Artikel Sorges spricht ihrer Behauptung, Journalisten und Medien hätten nicht einseitig sondern gründlich gearbeitet Hohn. Sie betont, es wären ja nicht alle 1000 Anwesenden Nordafrikaner an den Übergriffen beteiligt gewesen - ohne zu erwähnen, dass es hunderte sehr wohl waren, keiner von ihnen Einschritt, die meisten Anfeuerten und ausgelassen bereits bei den Übergriffen gegen den Dom und anderen Feierenden mitwirkten.
Sie betont mehrfach und penetrant, es hätte 90 Anzeigen gegeben - eine Behauptung, die sie nicht mit einer Silbe bereute oder revidierte. Mittlerweile sind es viele hunderte. 1075 um genau zu sein.
Im gleichen Atemzug spricht sie von fünf Festnahmen und erweckt den Eindruck, das wäre es auch gewesen - während jede Betroffenenschilderung völlig anderes eindringlich, ausführlich und glaubhaft darlegt. Diese Stelle finde ich besonders widerlich.
Selbst der Übergriff auf eine Beamtin musste ihr nahegelegt werden.
Der Streit um die Richtlinie im neuen Artikel jedenfalls ist nach Sorges Behauptung jedenfalls richtig beigelegt worden. Denn:
Was die Sache selbst angeht: fast alle ihre Behauptungen sind widerlegt - und trotzdem beharrt sie mit einer Penetranz darauf, die einem ablehnende Bewunderung zusichern muss. Wie Atlantiker, die das Credo "Wir gehen nicht unter" selbst dann wiederholen, als ihnen die Wellen über dem Kopf zusammenschlagen.
Da wird der Presskodex gleich noch umgedeutet:
Und wer sich nicht sicher ist, ob er eine Ausnahme vorliegen hat, und keine Zeit oder Möglichkeit hat, nachzufragen, der wird sich an die Regel halten. Prüfen Sie es nach, Sorge. Dafür bekommen Sie ja Geld!
Anschließend nennt sie Beispiele, in deren Fälle Herkunft und Nationalität genannt wurden. Was sie nicht nennt, sind die zahllosen Beispielen ähnlicher oder identischer Fälle, in denen sich die wenigen Berichtenden aus ihrer Zunft dagegen entscheiden.
Kurzum, mit Sorge hat sich Cicero eine waschechte Revisionistin, eine Leugnerin ins Haus geholt, die, würde sie in einem anderen Kontext schreiben, längst vor Gericht stehen. Den Vätern der Republik sei dank haben wir Redefreiheit (auf dem Papier) und so darf sie formulieren, was und wie sie es will - warum dies im Cicero sein muss, weiß ich allerdings nicht. Das ist keine fundierte Meinung, keine sachlich, argumentative Herangehensweise, das ist Schönrederei und dicke Lügen. In meinen Augen zumindest.
Diese veröffentlicht in unschöner Regelmäßigkeit Artikel, unter denen meine Tischplatte leidet, weil ich zwanghaft meinen Kopf auf sie schlagen muss, wenn ich sie lese.
So auch jetzt wieder. Zur Debatte der Richtlinie um die Nennung der Täterherkunft im Pressekodex glaubte sie sich berufen, die Ereignis in und nach Köln einmal zu analysieren. Leider hat sie es mit Wahrheiten, Zusammenhängen, Fakten u.ä. einfach nicht so, und das ist für mich der Aufreger der Woche.
Und auch ihr Studium, welches sie in Leipzig verbrachte, wirkt nicht gut angewandt.
Auch eine Medienkritik darf einmal mit einem Lob anfangen. Es stimmt hoffnungsfroh, dass die Branche sich monatelang leidenschaftlich über Ethik gestritten hat. Ethik, das ist nicht nur dieser fakultative Frontalunterricht ab der dritten Klasse, sondern das, was der Namensgeber dieser Zeitschrift – Cicero – mal als Moralphilosophie bezeichnet hat, als Lehre vom guten, richtigen Handeln.Wo bitte steht geschrieben, dass Ethikunterricht als Frontalunterricht abzuhalten ist? Gruppen- und Freiarbeit sind keineswegs unüblich und die alternativen Schulformen von Waldorf und Montessori bieten sehr wohl auch Ethik als Inhalt an. Wenn man schon den Oberlehrer heraushängen lässt und dabei die eigene Eignung durch Nutzung von Fachbegriffen vortäuschen will, dann sollten es auch die richtigen Worte sein.
Aber weiter zum eigentlichen Inhalt.
Die Branche hat sich also "monatelang leidenschaftlich über Ethik gestritten"? Davon habe ich wenig mitbekommen. Sicher, die Prüfung der entsprechenden Richtlinie fand statt - durch eine Kommission, nicht durch "die Branche" oder, damit impliziert, die Masse der Journalisten in Deutschland. Diese haben weiterhin das getan, was seit vielen Monaten üblich ist: jede Kritik, jeden Verdacht unsachlich und oft beleidigend von sich zu weisen. Auch Frau Sorge folgt weiter diesem Pfad, insbesondere mit diesem Artikel. Und überhaupt sei die Richtlinie so genau richtig. Leidenschaftlich, diese Diskussion, und ausführlich die Begründung, die Frau Sorge da wiedergibt und bespricht, nicht wahr?
Einer der Kritikpunkte, die zur Anklage der Verschleierung und der Lüge führten, war die Verzögerung und die mangelnden Informationen in den Massenmedien, die den Ereignissen an Silvester in Köln am Hauptbahnhof folgten.
Fast schon lächerlich, eher aber trotzig behauptet Frau Sorge, die Verzögerung habe es ja gar nicht gegeben. Als Beweis führt sie einen Artikel des Kölner Stadtanzeigers an. Nun, sie erzählt davon und verlinkt dabei auf einen ihrer älteren Beiträge, in denen ausgerechnet sie auffordert, bei den Fakten zu bleiben.
Dort immerhin findet sich besagter "Artikel". Das dieser herhalten soll als angemessene, zeitnahe Berichterstattung ist lächerlich, infam, bodenlos.
1. Der Artikel erschien als einzige bekannte Medienreaktion vor dem 4.1. Ihn als Stellvertreter einer zeitnahen Berichterstattung hinzustellen ist Rosinenwahl erster Güte. Oder einfach schäbig.
2. Inhaltlich ist er ein Beispiel der Herabspielung und Desinformation. Von 40 Tätern wird berichtet und das keine Festnahmen erfolgten. Ebenso wie Bürgermeisterin Reker wies die zu Wort gekommene Polizei, von Journalisten unhinterfragt, darauf hin, dass man von Intensivtätern ausginge und darunter keinerlei Flüchtlinge gewesen seien.
Mittlerweile ist das bekannt, was auch nach Schilderung und Aufnahmen der Beamten vor Ort bereits vorliegendes Wissen war: ca. 1000 Beteiligte am Angriff auf den Dom und hunderte beteiligte an den Übergriffen vor dem Bahnhof. Darunter auch diverse Flüchtlinge, die sich geradezu provozierend auf ihren Status beriefen. Auch, dass die "Nordafrikaner" die schon länger hier sind, als Asylsuchende registriert sind - also Flüchtlinge nach der neuerdings scheinbar gültigen Nomenklatur sind.
3. Der Vorfall fand Luftlinie 2-300 Meter vom Gebäude des WDR statt. Dieser war mit mehreren Teams vor Ort um den Jahreswechsel einzufangen. Vom WDR gab es aber kein Wort. Auch nach Publikwerdung erstmal nicht und veröffentlichtes Videomaterial des WDR ist bis heute Fehlanzeige. bereitet Sorge aber kein Kopfzerbrechen.
4. Die Platzierung, der Ton und die Länge des Artikels haben keinerlei Charakter eines bedeutenden Vorfalles. Es wird verkauft als ein kleiner, lokal begrenzter Einsatz, der völlig unter Kontrolle war, sobald er registriert wurde. Das Gegenteil ist der Fall.
Der vorherige Artikel Sorges spricht ihrer Behauptung, Journalisten und Medien hätten nicht einseitig sondern gründlich gearbeitet Hohn. Sie betont, es wären ja nicht alle 1000 Anwesenden Nordafrikaner an den Übergriffen beteiligt gewesen - ohne zu erwähnen, dass es hunderte sehr wohl waren, keiner von ihnen Einschritt, die meisten Anfeuerten und ausgelassen bereits bei den Übergriffen gegen den Dom und anderen Feierenden mitwirkten.
Sie betont mehrfach und penetrant, es hätte 90 Anzeigen gegeben - eine Behauptung, die sie nicht mit einer Silbe bereute oder revidierte. Mittlerweile sind es viele hunderte. 1075 um genau zu sein.
Im gleichen Atemzug spricht sie von fünf Festnahmen und erweckt den Eindruck, das wäre es auch gewesen - während jede Betroffenenschilderung völlig anderes eindringlich, ausführlich und glaubhaft darlegt. Diese Stelle finde ich besonders widerlich.
Selbst der Übergriff auf eine Beamtin musste ihr nahegelegt werden.
Der Streit um die Richtlinie im neuen Artikel jedenfalls ist nach Sorges Behauptung jedenfalls richtig beigelegt worden. Denn:
Und im Ergebnis zeigt sich: Fast alle Befürchtungen waren unbegründet. Vollkommen.Vermutlich spielt sie darauf an, dass beim folgenden Karneval in der Stadt nichts dergleichen wiederholt wurde. Angesichts von tausenden Beamten, Sicherheitsleuten, bewaffneten Bürgern, Kameradichte wie zur Krönungszeremonie und und und aber ehrlich gesagt wenig überraschend. Andernorts lief es nicht so friedlich und schön... aber das nur am Rande.
Was die Sache selbst angeht: fast alle ihre Behauptungen sind widerlegt - und trotzdem beharrt sie mit einer Penetranz darauf, die einem ablehnende Bewunderung zusichern muss. Wie Atlantiker, die das Credo "Wir gehen nicht unter" selbst dann wiederholen, als ihnen die Wellen über dem Kopf zusammenschlagen.
Da wird der Presskodex gleich noch umgedeutet:
Dabei müssen und mussten Journalisten niemals etwas verschweigen. Die 12.1 gibt keine Anweisung zur Vertuschung.„In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht.“
Das ist so allgemein formuliert, dass Journalisten auch weiterhin nicht nur alle Möglichkeiten für gute, umfassende Berichterstattung haben, sondern auch, um Tatverdächtige genauer zu beschreiben.Das ist so allgemein formuliert, dass angesichts der Weisung, "nur dann zu erwähnen" nichts anderes bedeutet, als das hier ein Gebot besteht, es nicht zu tun und lediglich Ausnahmefälle definiert werden. Und was diese Außnahmen sind, das dürfen dann Journalisten wie Sorge entscheiden, die selbst dann einen Vorfall kleinreden, wenn Bilder und Zeugen eindeutig anderes aussagen - nur um eben nicht "Vorurteile zu befeuern".
Und wer sich nicht sicher ist, ob er eine Ausnahme vorliegen hat, und keine Zeit oder Möglichkeit hat, nachzufragen, der wird sich an die Regel halten. Prüfen Sie es nach, Sorge. Dafür bekommen Sie ja Geld!
Anschließend nennt sie Beispiele, in deren Fälle Herkunft und Nationalität genannt wurden. Was sie nicht nennt, sind die zahllosen Beispielen ähnlicher oder identischer Fälle, in denen sich die wenigen Berichtenden aus ihrer Zunft dagegen entscheiden.
Kurzum, mit Sorge hat sich Cicero eine waschechte Revisionistin, eine Leugnerin ins Haus geholt, die, würde sie in einem anderen Kontext schreiben, längst vor Gericht stehen. Den Vätern der Republik sei dank haben wir Redefreiheit (auf dem Papier) und so darf sie formulieren, was und wie sie es will - warum dies im Cicero sein muss, weiß ich allerdings nicht. Das ist keine fundierte Meinung, keine sachlich, argumentative Herangehensweise, das ist Schönrederei und dicke Lügen. In meinen Augen zumindest.
Donnerstag, 18. Februar 2016
Folgen einer bewaffneten Zivilbevölkerung
In den USA geht es unruhig zu. Wahljahr, Rassenunruhen und eine völlig verpeilte Studentenbewegung geben sich die Klinke in die Hand. Dabei ist die Mordrate so niedrig wie nie, die Waffenverkäufe steigen bei jedem von Obamas Versuchen neue "Gun Laws" zu verabschieden rasant und die am stärksten wachsende Gruppe von Waffenbesitzern sind Frauen zwischen 18 und 50 Jahren.
Hierzulande lesen wir natürlich die Horrornachrichten. Amoktat in einer Abtreibungsklinik (eigentlich davor...), Amoklauf in Kalifornien (eigentlich ein terroristischer Anschlag mit illegalen Waffen...), und sobald ein junger Mann mit dunkler Hautfarbe von der Polizei erschossen wird weiß die deutsche Medienlandschaft "unbewaffneter Schwarzer von Polizei erschossen" zu berichten. Immerhin ähnelt sie hier der Berichterstattung aus den USA.
Was sie uns nicht berichtet, oder für nötig hält zu berichten, ist der Umstand, dass bspw. neben geschätzt rund zwei dutzend schwer und einer unbekannten Zahl leicht verletzter Polizisten (wir reden über Schussverletzungen, fast ausnahmslos durch Kriminelle mit illegalen Waffen) auch sechs Officers allein im letzten Monat den Dienst mit ihrem Leben bezahlt haben. In den USA beschwören die Beamten einen Zusammenhalt als "thin blue line", als dünne blaue Linie, welche sich als Schutzwall der Rechtschaffenen vor Kriminellen und Terroristen sieht. Man kann sich leicht vorstellen, wie betroffen diese Leute sind, wenn einer der ihren verletzt oder getötet wird.
Was aber ebenfalls bekannt wurde, ist die Tatsache, dass zwei Beamte nach eigener Einschätzung nur noch am Leben sind, weil sogenannte "verdeckt Tragende" (concealed carrier) in der Nähe waren, als sie um ihr Leben kämpften und zu ihrer Hilfe kamen. In den USA darf in der Mehrheit der Bundesstaaten mit einer durch Seminare zu erwerbenden Lizenz eine Handfeuerwaffe verdeckt mit sich geführt werden. Die Zahl derer, welche diese Lizenz erwarben stieg in den Obama-Jahren deutlich an.
Im Januar versuchte ein Beamter in Texas eine Routine-Verkehrskontrolle durchzuführen. Der von ihm angehaltene versuchte zu flüchten, bevor er nach kurzer Verfolgungsjagd anhielt. Der Verhaftung widersetzte er sich, nachdem er vorgab, sich zu fügen. Bei dem folgenden Kampf schaffte er es, die Waffe des Polizisten an sich zu nehmen. Ein Zivilist schritt mit dem in den USA bekannten Ruf der Polizeikräfte "Freeze" - was so viel bedeutet wie "sofort aufhören und jede Bewegung vermeiden - ein. Der Täter gehorchte angesichts der auf ihn gerichteten Waffe und konnte so festgenommen werden.
Etwa drei Wochen später kam es in Upper Darby, Pennsylvania, zu mehreren Kämpfen zwischen Schülern einer High School. Dabei wurden zwei Beamte schwer verletzt, ein weiterer verdankt nach Aussage des Polizisten selbst und des Polizeichefs sein Leben dem Einschreiten eines bewaffneten Zivilisten. Dieser Ordnungshüter hatte versucht einen Kampf zwischen zwei jungen Männern zu unterbrechen und die Personalien aufzunehmen. Der Kampf war von einer Menge von ca. 40 bis 50 weiteren Schülern angefeuert und beobachtet worden. Während er die Daten aufnahm wurde der Cop von den beiden Schülern angegriffen. Obwohl er noch Verstärkung anfordern konnte und auf den Beinen blieb, verschlimmerte sich die Situation. Nach Zeugenaussage drohten die Zuschauer einzugreifen - zugunsten der Schläger. Die Beteiligten zweifeln nicht daran, dass der "Mob" den Beamten getötet hätte.
Dies verhinderte ein Anwohner, der mit gezogener Waffe die Menge aufforderte, sich zu zerstreuen. Obwohl er zu keinem Zeitpunkt zielte oder gar schoss, folgten die Betreffenden der Anweisung. Der Polizist konnte die beiden Jugendlichen festnehmen.
Der Helfer wird als Retter und Held von der örtlichen Polizei gepriesen, er selbst sagte in einem Interview, er habe nun noch mehr Respekt vor der Arbeit der Polizei.
Solche Ereignisse sind keine Seltenheit. Es gibt eine kleine Sammlung von ähnlichen Vorfällen. Da längst nicht alle gemeldet werden, ist es unmöglich eine vollständige Liste anzulegen.
Wer sich an den Fall des umzingelten und mit einer Schreckschusswaffe "schein"hingerichteten Polizisten zum Jahresende erinnert, die Angst der Duisburg und Gelsenkirchener Wachhabenden vor spontanen, aggressiven Mobs selbst bei einfachen Verkehrskontrollen oder an die angebliche Hilflosigkeit an Silvester in Köln denkt, der ahnt, dass unsere völlig unterbesetze Schutzmacht ebenfalls nicht mehr lange ohne Rückhalt aus der Bevölkerung auskommt.
Da wäre es vielleicht sinnvoll, die eigene Haltung und das eigene Wirken einmal zu überdenken.
Hierzulande lesen wir natürlich die Horrornachrichten. Amoktat in einer Abtreibungsklinik (eigentlich davor...), Amoklauf in Kalifornien (eigentlich ein terroristischer Anschlag mit illegalen Waffen...), und sobald ein junger Mann mit dunkler Hautfarbe von der Polizei erschossen wird weiß die deutsche Medienlandschaft "unbewaffneter Schwarzer von Polizei erschossen" zu berichten. Immerhin ähnelt sie hier der Berichterstattung aus den USA.
Was sie uns nicht berichtet, oder für nötig hält zu berichten, ist der Umstand, dass bspw. neben geschätzt rund zwei dutzend schwer und einer unbekannten Zahl leicht verletzter Polizisten (wir reden über Schussverletzungen, fast ausnahmslos durch Kriminelle mit illegalen Waffen) auch sechs Officers allein im letzten Monat den Dienst mit ihrem Leben bezahlt haben. In den USA beschwören die Beamten einen Zusammenhalt als "thin blue line", als dünne blaue Linie, welche sich als Schutzwall der Rechtschaffenen vor Kriminellen und Terroristen sieht. Man kann sich leicht vorstellen, wie betroffen diese Leute sind, wenn einer der ihren verletzt oder getötet wird.
Was aber ebenfalls bekannt wurde, ist die Tatsache, dass zwei Beamte nach eigener Einschätzung nur noch am Leben sind, weil sogenannte "verdeckt Tragende" (concealed carrier) in der Nähe waren, als sie um ihr Leben kämpften und zu ihrer Hilfe kamen. In den USA darf in der Mehrheit der Bundesstaaten mit einer durch Seminare zu erwerbenden Lizenz eine Handfeuerwaffe verdeckt mit sich geführt werden. Die Zahl derer, welche diese Lizenz erwarben stieg in den Obama-Jahren deutlich an.
Im Januar versuchte ein Beamter in Texas eine Routine-Verkehrskontrolle durchzuführen. Der von ihm angehaltene versuchte zu flüchten, bevor er nach kurzer Verfolgungsjagd anhielt. Der Verhaftung widersetzte er sich, nachdem er vorgab, sich zu fügen. Bei dem folgenden Kampf schaffte er es, die Waffe des Polizisten an sich zu nehmen. Ein Zivilist schritt mit dem in den USA bekannten Ruf der Polizeikräfte "Freeze" - was so viel bedeutet wie "sofort aufhören und jede Bewegung vermeiden - ein. Der Täter gehorchte angesichts der auf ihn gerichteten Waffe und konnte so festgenommen werden.
Etwa drei Wochen später kam es in Upper Darby, Pennsylvania, zu mehreren Kämpfen zwischen Schülern einer High School. Dabei wurden zwei Beamte schwer verletzt, ein weiterer verdankt nach Aussage des Polizisten selbst und des Polizeichefs sein Leben dem Einschreiten eines bewaffneten Zivilisten. Dieser Ordnungshüter hatte versucht einen Kampf zwischen zwei jungen Männern zu unterbrechen und die Personalien aufzunehmen. Der Kampf war von einer Menge von ca. 40 bis 50 weiteren Schülern angefeuert und beobachtet worden. Während er die Daten aufnahm wurde der Cop von den beiden Schülern angegriffen. Obwohl er noch Verstärkung anfordern konnte und auf den Beinen blieb, verschlimmerte sich die Situation. Nach Zeugenaussage drohten die Zuschauer einzugreifen - zugunsten der Schläger. Die Beteiligten zweifeln nicht daran, dass der "Mob" den Beamten getötet hätte.
Dies verhinderte ein Anwohner, der mit gezogener Waffe die Menge aufforderte, sich zu zerstreuen. Obwohl er zu keinem Zeitpunkt zielte oder gar schoss, folgten die Betreffenden der Anweisung. Der Polizist konnte die beiden Jugendlichen festnehmen.
Der Helfer wird als Retter und Held von der örtlichen Polizei gepriesen, er selbst sagte in einem Interview, er habe nun noch mehr Respekt vor der Arbeit der Polizei.
Solche Ereignisse sind keine Seltenheit. Es gibt eine kleine Sammlung von ähnlichen Vorfällen. Da längst nicht alle gemeldet werden, ist es unmöglich eine vollständige Liste anzulegen.
Wer sich an den Fall des umzingelten und mit einer Schreckschusswaffe "schein"hingerichteten Polizisten zum Jahresende erinnert, die Angst der Duisburg und Gelsenkirchener Wachhabenden vor spontanen, aggressiven Mobs selbst bei einfachen Verkehrskontrollen oder an die angebliche Hilflosigkeit an Silvester in Köln denkt, der ahnt, dass unsere völlig unterbesetze Schutzmacht ebenfalls nicht mehr lange ohne Rückhalt aus der Bevölkerung auskommt.
Da wäre es vielleicht sinnvoll, die eigene Haltung und das eigene Wirken einmal zu überdenken.
Mittwoch, 17. Februar 2016
Wie effektiv arbeiten Justiz und Polizei?
Die letzten beiden Jahre standen unter dem Zeichen einer Einbruchswelle, das Jahr 2016 unter dem von Raubüberfällen und sexuellen Übergriffen. So der Eindruck der Menschen, der allerortens von "Experten" und "Fachleuten" als übertrieben dargesellt wird.
Angesichts der Silvesternacht und zahlreicher Folgemeldungen aus der ganzen Republik lasse ich das jeden für sich entscheiden.
Aber wie sieht es eigentlich mit der Staatsmacht aus? Immerhin war nach Köln ja von gnandeloser Strafverfolgung und der ganzen Härte des Gesetzes die Rede, nur um dann zu erfahren, dass wir den Tätern gar nichts können aber drei davon wenigstens die deutsche Staatsbürger besitzen - also gar keine Nordafrikaner seien, auch wenn sie äußerlich, vom Namen und vom Verhalten nicht von den anderen Tätern zu unterscheiden waren...
Da sieht es gar nicht gut. Die Aufklärungsquote unserer Polizei bei Einbrüchen liegt in der gesamten Republik bei deutlich unter 20% (im Schnitt bei rund 16%) - nicht mal jeder fünfte Einbruch wird aufgeklärt. Schlimmer ist da nur noch, dass von diesen kümmerlichen Prozenten wiederum nur 2,6% erfolgreich vor Gericht landen. Bei fast 160 000 Fällen im Jahr (die Misslungenen wohl nicht mit eingerechnet, die ein vielfaches davon ausmachen und die Betroffenen durchaus ebenso belasten können) sind das zwar immer noch viele neue Knastbrüder, aber eben nicht in Relation zu den frei herumlaufenden.
Warum Einbruch in Deutschland nur so lukrativ erscheint? Tja, die Chance geschnappt zu werden ist klein - und falls doch, dann kommt man wahrscheinlich wieder auf freien Fuß.
Anders sieht es bei Mord und Vergewaltigung aus. Von den 2014 ermittelten Fällen wurden über 90% der Morde und 81% der gemeldeten Vergewaltigungen aufgeklärt - aus Sicht der Polizei. Von den angezeigten Vergewaltigungen werden also über 90% aufgeklärt - aber von den Angezeigten enden unter 10%, von den Aufgeklärten somit etwas darüber, mit einer Verurteilung.
Bei Mordfällen sieht es ein wenig besser aus, aber ich konnte keine durchgehende Bewertung durch eine vertrauenswürdige Quelle finden und enthalte mich also einer konkreten Zahl.
Was bleibt ist: leistet unsere Polizei immerhin bei schweren Verbrechen gegen die Menschen selbst überzeugende Arbeit in der Ermittlung (nicht aber in der Prävention), so versagt unsere Justiz scheinbar auf ganzer Linie - will man nicht unterstellen, dass unsere Polizei entweder stets die falschen Personen als Täter ermittelt oder so schlampig arbeitet, dass Beweismittel fast immer unbrauchbar sind.
Das kann ich nicht beurteilen - meine Sicherheit zu übernehmen traue ich diesem Staat aber immer weniger zu, ebenso wie Recht zu sprechen und Gerechtigkeit zu üben.
Angesichts der Silvesternacht und zahlreicher Folgemeldungen aus der ganzen Republik lasse ich das jeden für sich entscheiden.
Aber wie sieht es eigentlich mit der Staatsmacht aus? Immerhin war nach Köln ja von gnandeloser Strafverfolgung und der ganzen Härte des Gesetzes die Rede, nur um dann zu erfahren, dass wir den Tätern gar nichts können aber drei davon wenigstens die deutsche Staatsbürger besitzen - also gar keine Nordafrikaner seien, auch wenn sie äußerlich, vom Namen und vom Verhalten nicht von den anderen Tätern zu unterscheiden waren...
Da sieht es gar nicht gut. Die Aufklärungsquote unserer Polizei bei Einbrüchen liegt in der gesamten Republik bei deutlich unter 20% (im Schnitt bei rund 16%) - nicht mal jeder fünfte Einbruch wird aufgeklärt. Schlimmer ist da nur noch, dass von diesen kümmerlichen Prozenten wiederum nur 2,6% erfolgreich vor Gericht landen. Bei fast 160 000 Fällen im Jahr (die Misslungenen wohl nicht mit eingerechnet, die ein vielfaches davon ausmachen und die Betroffenen durchaus ebenso belasten können) sind das zwar immer noch viele neue Knastbrüder, aber eben nicht in Relation zu den frei herumlaufenden.
Warum Einbruch in Deutschland nur so lukrativ erscheint? Tja, die Chance geschnappt zu werden ist klein - und falls doch, dann kommt man wahrscheinlich wieder auf freien Fuß.
Anders sieht es bei Mord und Vergewaltigung aus. Von den 2014 ermittelten Fällen wurden über 90% der Morde und 81% der gemeldeten Vergewaltigungen aufgeklärt - aus Sicht der Polizei. Von den angezeigten Vergewaltigungen werden also über 90% aufgeklärt - aber von den Angezeigten enden unter 10%, von den Aufgeklärten somit etwas darüber, mit einer Verurteilung.
Bei Mordfällen sieht es ein wenig besser aus, aber ich konnte keine durchgehende Bewertung durch eine vertrauenswürdige Quelle finden und enthalte mich also einer konkreten Zahl.
Was bleibt ist: leistet unsere Polizei immerhin bei schweren Verbrechen gegen die Menschen selbst überzeugende Arbeit in der Ermittlung (nicht aber in der Prävention), so versagt unsere Justiz scheinbar auf ganzer Linie - will man nicht unterstellen, dass unsere Polizei entweder stets die falschen Personen als Täter ermittelt oder so schlampig arbeitet, dass Beweismittel fast immer unbrauchbar sind.
Das kann ich nicht beurteilen - meine Sicherheit zu übernehmen traue ich diesem Staat aber immer weniger zu, ebenso wie Recht zu sprechen und Gerechtigkeit zu üben.
Montag, 15. Februar 2016
Calais und seine Flüchtlinge
Calais war schon oft ein Spiegel für die Geschehnisse seiner Zeit. So auch derzeit. Nahe Calais haben illegale Migranten, die sich durch den Eurotunnel einen Weg nach England in dessen Sicherheit und Sozialsysteme erhoffen, ein Lager errichtet, das sie "Jungle" nennen, mitunter auch "New Jungle". Die Berichte darüber haben im Sommer noch die Titelseiten belegt, ebenso wie die spektakulären Versuche auf LKWs zu klettern oder zu Fuß durch den engen Tunnel zu laufen. Daraus resultierten natürlich verstärkte Kontrollen und immer wieder mussten Hundertschaften der Polizei eingreifen.
Im Januar versuchten dann einige "Flüchtlinge" sich mit Gewalt Zugang zu einer Fähre zu verschaffen.
Diejenigen, die scheiterten kehrten am Abend frustriert in ihre nach Ethnien unterteilten Ecken im Lager zurück - und mussten durch Teile Calais.
Dabei machten sie sich dann Luft, demolierten Autos, versuchten in Häuser einzudringen, bedrohten die Bewohner.
(Wie immer, sollte jemand Sprachprobleme haben, bitte melden)
Dazu kommt, dass die Touristen ausbleiben. Die Regulären aufgrund der Situation, die englischen Einkäufer aufgrund der gesunkenen preislichen Vorteile beim Shopping in Frankreich. Darüber müssen nun Läden, ja sogar Einkaufsmärkte großer Ketten schließen. Der Tod der Region rückt näher.
Und es geht auch in und um den "Jungle" nicht friedlich zu. Die Ethnien liegen z.T. im Clinch miteinander, Gewalt, Brandstiftung, Diebstahl und Übergriffe aller Art sind verbreitet. Reporter wurden vor laufender Kamera mit vorgehaltenem Messer beraubt.
Im Laufe des Novembers wurden immer wieder Polizeibeamte verletzt, bis sie im Dezember anfingen, gezielte Razzien und Festnahmen durchzuführen.
All dies führt zu dem, was die Bewohnerin im Video ausdrückt. Sie sind verzweifelt, fühlen sich allein gelassen und ausgeliefert. Die Beamten sind frustriert, fühlen sich verheizt.
Darauf aufbauend, nicht als Entschuldigung, aber zur Erklärung kommen nun Berichte der freiwilligen Helfer und von Ärzte ohne Grenzen, die von Gewalt gegen Bewohner des Camps berichten, von z.T. Uniformierten Gruppen, die Migranten abholen würden, um sie außerhalb des Lagers schwer zu misshandeln. Sogar von Messerstichen ist die Rede.
Ich hege keinen Zweifel daran, dass es Gewalt dieser Art gibt - was die Menge und Schwere der Angriffe angeht aber sehr wohl. So berichten die Helfer von ca. 50 Verletzten - während die inneren Streitigkeiten angeblich keine Verletzten mehr produzieren würden...
Währenddessen haben die angeblich untätigen Polizisten sieben Männer festgenommen, die sie rassistisch motivierter Übergriffe verdächtigen.
Diese Nachrichten sind natürlich für unsere Medienschaffenden und "Hilfsbereiten" gute Nachrichten, denn "ihre Opfer" werden darin zu "Opfern der Anderen". Da muss man sich dann nicht mit der Situation vor Ort auseinander setzen. Und kann die nun anstehende Räumung des Lagers kritisieren - ganz gleich wie illegal die ganze Sache von Anfang an war.
Und so ist Calais Europa im Kleinen. Illegal Eingereiste werden von Menschen, die es entweder gut meinen oder sich selbst gut fühlen wollen, hofiert, beschützt, geschult und gedrillt, während sie selbst ihre Ziele mit allen Mitteln durchzusetzen gedenken und dabei eine ganze Stadt terrorisieren und zugrunde richten. Für Rassisten und Fremdenhasser ein Grund oder eine Entschuldigung, für viele andere ein Schock und eine reale Bedrohung. Es folgen neben vehementen aber diffamierten oder ignorierten Protesten Übergriffe ohne jede Differenzierung. Der Staat steht daneben und sieht zu, die Individuen machtlos, der Staat willenlos. Als er endlich eingreift wenden sich besagte "Helfer" und die Medien sofort gegen ihn.
Es ist eine verzwickte Situation und nicht leicht zu lösen, wollen wir menschlich, christlich aggieren. Das gilt aber in beide Richtungen. Die Augen vor den Problemen, die jene Menschen bei der Durchsetzung ihres Willens verursachen, dem Leid das sie sich in erster Linie selbst aber eben auch anderen zufügen zu verschließen und mit dem Finger nur auf die Bewohner zu zeigen wird die Situation nur weiter und weiter eskalieren lassen.
Im Januar versuchten dann einige "Flüchtlinge" sich mit Gewalt Zugang zu einer Fähre zu verschaffen.
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| Karte der Region. Quelle: TheGuardian |
Dabei machten sie sich dann Luft, demolierten Autos, versuchten in Häuser einzudringen, bedrohten die Bewohner.
(Wie immer, sollte jemand Sprachprobleme haben, bitte melden)
Dazu kommt, dass die Touristen ausbleiben. Die Regulären aufgrund der Situation, die englischen Einkäufer aufgrund der gesunkenen preislichen Vorteile beim Shopping in Frankreich. Darüber müssen nun Läden, ja sogar Einkaufsmärkte großer Ketten schließen. Der Tod der Region rückt näher.
Und es geht auch in und um den "Jungle" nicht friedlich zu. Die Ethnien liegen z.T. im Clinch miteinander, Gewalt, Brandstiftung, Diebstahl und Übergriffe aller Art sind verbreitet. Reporter wurden vor laufender Kamera mit vorgehaltenem Messer beraubt.
Im Laufe des Novembers wurden immer wieder Polizeibeamte verletzt, bis sie im Dezember anfingen, gezielte Razzien und Festnahmen durchzuführen.
All dies führt zu dem, was die Bewohnerin im Video ausdrückt. Sie sind verzweifelt, fühlen sich allein gelassen und ausgeliefert. Die Beamten sind frustriert, fühlen sich verheizt.
Darauf aufbauend, nicht als Entschuldigung, aber zur Erklärung kommen nun Berichte der freiwilligen Helfer und von Ärzte ohne Grenzen, die von Gewalt gegen Bewohner des Camps berichten, von z.T. Uniformierten Gruppen, die Migranten abholen würden, um sie außerhalb des Lagers schwer zu misshandeln. Sogar von Messerstichen ist die Rede.
Ich hege keinen Zweifel daran, dass es Gewalt dieser Art gibt - was die Menge und Schwere der Angriffe angeht aber sehr wohl. So berichten die Helfer von ca. 50 Verletzten - während die inneren Streitigkeiten angeblich keine Verletzten mehr produzieren würden...
Währenddessen haben die angeblich untätigen Polizisten sieben Männer festgenommen, die sie rassistisch motivierter Übergriffe verdächtigen.
Diese Nachrichten sind natürlich für unsere Medienschaffenden und "Hilfsbereiten" gute Nachrichten, denn "ihre Opfer" werden darin zu "Opfern der Anderen". Da muss man sich dann nicht mit der Situation vor Ort auseinander setzen. Und kann die nun anstehende Räumung des Lagers kritisieren - ganz gleich wie illegal die ganze Sache von Anfang an war.
Und so ist Calais Europa im Kleinen. Illegal Eingereiste werden von Menschen, die es entweder gut meinen oder sich selbst gut fühlen wollen, hofiert, beschützt, geschult und gedrillt, während sie selbst ihre Ziele mit allen Mitteln durchzusetzen gedenken und dabei eine ganze Stadt terrorisieren und zugrunde richten. Für Rassisten und Fremdenhasser ein Grund oder eine Entschuldigung, für viele andere ein Schock und eine reale Bedrohung. Es folgen neben vehementen aber diffamierten oder ignorierten Protesten Übergriffe ohne jede Differenzierung. Der Staat steht daneben und sieht zu, die Individuen machtlos, der Staat willenlos. Als er endlich eingreift wenden sich besagte "Helfer" und die Medien sofort gegen ihn.
Es ist eine verzwickte Situation und nicht leicht zu lösen, wollen wir menschlich, christlich aggieren. Das gilt aber in beide Richtungen. Die Augen vor den Problemen, die jene Menschen bei der Durchsetzung ihres Willens verursachen, dem Leid das sie sich in erster Linie selbst aber eben auch anderen zufügen zu verschließen und mit dem Finger nur auf die Bewohner zu zeigen wird die Situation nur weiter und weiter eskalieren lassen.
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