Volker Beck wurde mit Drogen erwischt. Ob er sie für sich selbst oder für andere bei sich trug, spielt für mich dabei erstmal keine Rolle.
Er zeigte sich zuerst uneinsichtig ("ich warb immer für eine liberale Drogenpolitik"), dann reuig und gleichzeitig verleugnend ("die waren nicht für mich, aber ich habe einen Fehler gemacht").
Er trat aus allen parteipolitischen Ämtern zurück "um die Partei vor Schaden zu bewahren") - nicht aber von seinen Ämtern in der Bundes- bzw. Lokalpolitik. Hier interessierte ihn potentieller Schaden nicht die Bohne.
Nunmehr ist er nach einer Vergleichszahlung und einigen Wochen "Auszeit" aus der Parteipolitik wieder in alle Ämter eingesetzt. Nachdem sich eine große Zahl an Politikern (auch anderer Parteien) für ihn aussprachen.
Fataler geht es nicht. Das Signal oder besser die Signale, welche hier gesendet werden, lautet: Drogen sind halb so wild, Politiker kratzt nicht die Bohne, was den kleinen Bürger hart treffen kann und scheinheillige Reue reicht völlig - selbst wenn man vorher klar gemacht hat, dass man nicht findet, etwas falsch gemacht zu haben.
Und für jene die genauer hinsehen: Parteienpolitik ist das einzige, das zählt. Nicht für das Volk, für die eigene Partei und Position arbeiten unsere Politiker.
Da sitzt jemand in einer der wichtigsten und bestimmendsten Einrichtungen unseres Landes, wird mit Drogen erwischt und bis auf ein paar Euro passiert nichts.
Ein Autofahrer, Sportschütze, Pilot, Polizist, Rettungssänitäter usw. die sich derart überführt finden haben nicht die Chance mit einer halbherzigen bis verlogenen Entschuldigung und der Sympathie der eigenen Kreise ihre Verantwortung zu behalten. Im Gegenteil, bei den meisten führt ein Verstoß zu ernsten Konsequenzen, bei den Sportschützen zum Verlust der "Zuverlässigkeit" (ein gummiartiger Begriff, der dazu dient, den Charakter eines Menschen in die Erlangung eines Rechtes einfließen zu lassen) - und somit zum Verlust seines Sportgerätes.
Volker Beck sitzt da in etwas viel gefährlicherem. Einzelne Autofahrer, Sportschützen, Polizisten usw. können unter Drogen einem oder mehreren Menschen Schaden und viele traumatisieren.
Ein Politiker in unserem Parlament kann Entscheidungen mitbestimmen, die für Millionen Folgen haben und diese schädigen, ja sogar umbringen können. Das zählt nichts?
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Montag, 9. Mai 2016
Sonntag, 8. Mai 2016
Berichterstattung deutscher Medien - Parteilichkeit ohne Ende
Jetzt geht es mal wieder gegen die Apotheker. Obwohl wir in den letzten Jahren verschiedene Dinge erlebten, die auf einem freien Markt eigentlich unmöglich sind, neigen unsere Journalisten dazu, sich vor allem auf die Apotheker selbst einzuschießen. Wir haben zwar ein Apothekensterben in Deutschland bei gleichzeitigem Wachstum des Bedarfs und die bestehenden Apotheken gehören mehr und mehr zu Ketten, die es im Gesundheitswesen ja eigentlich nicht geben darf aber deren Existenz durch Nischen trotzdem toleriert wird (und man stelle die Frage, warum), obwohl unter U. Schmidt (und ihren Nachfolgern) als Gesundheitsministerin eine Zwangsabgabe in Höhe von tausenden eingefordert wurde, die nicht, wie ursprünglich behauptet einmalig oder stark begrenzt war, sondern über Jahre lief), obwohl Apotheken wie Tankstellen von den Zusatzverkäufen leben (da sie eine Preisvorgabe und eine maximale Gewinnspanne bei Medikamenten einhalten müssen) halten unsere Medienvertreter weiterhin am Narrativ fest, die Apotheker hätten eine sehr effektive und starke Lobby, die ihre Interessen mit allen Mitteln erfolgreich vertritt.
Das dies Schwachsinn ist, kann man an den oben genannten Tiefschlägen ablesen, welche die eingetragenen Kauflaute (denn dies zu sein erfordert das Gesetz von einem selbstständigen Apotheker) einstecken mussten.
Nun geht es aber weiter. Die Welt am Sonntag brachte heute einen Artikel, in welchem sie behauptet, "Apotheker betrügen Kassen um Millionen" - und glücklich springen andere Zeitungen auf (an dieser Stelle beispielhaft die Süddeutsche). Nur wer die ganzen Artikel liest (und dies gründlich), also gefühlt weniger als 20% der Leser, stößt dabei auf relevante Informationen. So geht es nicht um "DIE Apotheker" - es geht um einige wenige Betrüger, die sich über die Bundesländer verteilen. Unter 20 000 Apotheken und ca. 17 000 selbstständigen Apothekern. Die genaue Zahl der Täter ist mir bislang nicht untergekommen - es dürfte auch schwer sein, denn "Sie machen dabei gemeinsame Sache mit Ärzten oder Patienten."
Komischerweise heißen die Artikel nicht "Patienten prellen Krankenkassen" oder "Ärzte betrügen organisiert" sondern eben Apotheker. Es wird in kopfschüttelndem Ton über das Vertrauen zu den Apothekern gesprochen, welches ungebrochen groß ist. Warum dies so ist, könnte man leicht erfahren. Etwa wenn die Stammapotheker sich ein Bein ausreißen, um ein Medikament zu bekommen, welches der Kunde (in der Apotheke wird aus dem Patienten der Kunde - eigentlich) dringend braucht, die Apotheke aber nicht auf Lager hat. Oder wenn der Apotheker bemerkt, dass der Arzt einmal mehr einen Fehler gemacht hat (falsches Medikament, zu hohe oder zu niedrige Dosierung, Wirkung mit anderen Medikamenten, welche der Kunde bekommt) und sich darüber dann mit dem Arzt eine Diskussion liefern darf - zum Besten der Kunden.
Wie gerade die Senioren mit der für den Kunden kostenlosen Apothekenzeitung ihren Alltag bereichern und sie darum vehement einfordern - und der Apotheker dies bezahlt.
Geradezu bescheuert wird es im Text aber, wenn von "organisiertem Betrug" die Rede ist - wir also den Vorwurf verbreiteter und organisierter Kriminalität haben. Eine Behauptung, die nur durch den Satz des Ökonomen Gaeske getoppt wird, der behauptet, Betrügereien würden nur schwer erkennbar sein.
Organisiert höchstens im Sinne, dass sich alle drei Beteiligten Personenkreise (Patienten, Ärzte und Apotheker) zusammen tun, aber nicht im Sinne verbreiteter Strukturen, die weite Kreise innerhalb der Gruppen ziehen.
Und das dies nicht auffällt kann nur behaupten, wer entweder keine Ahnung von den Abläufen hat, oder bewusst Partei genommen hat - zugunsten der Kassen. Wer es nicht glaubt, möge sich einen Tag in der Apotheke ansehen. Diese senden die gesammelten Rezepte in bestimmten Abständen an die Abrechnungsstellen der Kassen - wo diese intensiv auf mgl. Fehler oder Nichtbeachtungen der von ihnen abgeschlossenen Rabattverträge (de facto ebenfalls eine Maßnahme gegen Moral und unsere marktwirtschaftliche Regeln) geprüft werden. Kann etwas beanstandet werden, so gehen die Rezepte unbezahlt zurück oder die Apotheken werden sogar "retaxiert". Das kann sogar Ärzten passieren. Diese angebliche "Wirtschaftlichkeit", die von den Kassen zu Einsparungszwecken und m.E. auch zur Mauscheleien genutzt werden, geht zulasten der Ärzte, Apotheker und letztlich auch der Patienten / Kunden.
Die Überprüfung hierbei, zusammen mit dem bei Apotheken ziemlich durchdringenden Blick der Finanzämter verhindert, mit einigen weiteren Stellen, dass solche Betrügereien wirklich spielend leicht durchgeführt werden. Abgesehen davon, dass die Mehrheit der Menschen gesetzestreue Seelen sein dürften, kommt diese Erschwernis hinzu um zu verhindern, dass jenes Problem wirklich so riesig ist, wie behauptet.
Es handelt sich um Fälle von Betrug, und wie bei jedem Beruf dem Vertrauen geschenkt wird, ist es besonders unangenehm und sensationell - aber einseitige Berichterstattung und Pauschalisierung sind hier erbärmlich.
Vor allem angesichts der bescheidenen Analysen und Kritiken an jüngsten Polit- und Medienskandalen...
Das dies Schwachsinn ist, kann man an den oben genannten Tiefschlägen ablesen, welche die eingetragenen Kauflaute (denn dies zu sein erfordert das Gesetz von einem selbstständigen Apotheker) einstecken mussten.
Nun geht es aber weiter. Die Welt am Sonntag brachte heute einen Artikel, in welchem sie behauptet, "Apotheker betrügen Kassen um Millionen" - und glücklich springen andere Zeitungen auf (an dieser Stelle beispielhaft die Süddeutsche). Nur wer die ganzen Artikel liest (und dies gründlich), also gefühlt weniger als 20% der Leser, stößt dabei auf relevante Informationen. So geht es nicht um "DIE Apotheker" - es geht um einige wenige Betrüger, die sich über die Bundesländer verteilen. Unter 20 000 Apotheken und ca. 17 000 selbstständigen Apothekern. Die genaue Zahl der Täter ist mir bislang nicht untergekommen - es dürfte auch schwer sein, denn "Sie machen dabei gemeinsame Sache mit Ärzten oder Patienten."
Komischerweise heißen die Artikel nicht "Patienten prellen Krankenkassen" oder "Ärzte betrügen organisiert" sondern eben Apotheker. Es wird in kopfschüttelndem Ton über das Vertrauen zu den Apothekern gesprochen, welches ungebrochen groß ist. Warum dies so ist, könnte man leicht erfahren. Etwa wenn die Stammapotheker sich ein Bein ausreißen, um ein Medikament zu bekommen, welches der Kunde (in der Apotheke wird aus dem Patienten der Kunde - eigentlich) dringend braucht, die Apotheke aber nicht auf Lager hat. Oder wenn der Apotheker bemerkt, dass der Arzt einmal mehr einen Fehler gemacht hat (falsches Medikament, zu hohe oder zu niedrige Dosierung, Wirkung mit anderen Medikamenten, welche der Kunde bekommt) und sich darüber dann mit dem Arzt eine Diskussion liefern darf - zum Besten der Kunden.
Wie gerade die Senioren mit der für den Kunden kostenlosen Apothekenzeitung ihren Alltag bereichern und sie darum vehement einfordern - und der Apotheker dies bezahlt.
Geradezu bescheuert wird es im Text aber, wenn von "organisiertem Betrug" die Rede ist - wir also den Vorwurf verbreiteter und organisierter Kriminalität haben. Eine Behauptung, die nur durch den Satz des Ökonomen Gaeske getoppt wird, der behauptet, Betrügereien würden nur schwer erkennbar sein.
Organisiert höchstens im Sinne, dass sich alle drei Beteiligten Personenkreise (Patienten, Ärzte und Apotheker) zusammen tun, aber nicht im Sinne verbreiteter Strukturen, die weite Kreise innerhalb der Gruppen ziehen.
Und das dies nicht auffällt kann nur behaupten, wer entweder keine Ahnung von den Abläufen hat, oder bewusst Partei genommen hat - zugunsten der Kassen. Wer es nicht glaubt, möge sich einen Tag in der Apotheke ansehen. Diese senden die gesammelten Rezepte in bestimmten Abständen an die Abrechnungsstellen der Kassen - wo diese intensiv auf mgl. Fehler oder Nichtbeachtungen der von ihnen abgeschlossenen Rabattverträge (de facto ebenfalls eine Maßnahme gegen Moral und unsere marktwirtschaftliche Regeln) geprüft werden. Kann etwas beanstandet werden, so gehen die Rezepte unbezahlt zurück oder die Apotheken werden sogar "retaxiert". Das kann sogar Ärzten passieren. Diese angebliche "Wirtschaftlichkeit", die von den Kassen zu Einsparungszwecken und m.E. auch zur Mauscheleien genutzt werden, geht zulasten der Ärzte, Apotheker und letztlich auch der Patienten / Kunden.
Die Überprüfung hierbei, zusammen mit dem bei Apotheken ziemlich durchdringenden Blick der Finanzämter verhindert, mit einigen weiteren Stellen, dass solche Betrügereien wirklich spielend leicht durchgeführt werden. Abgesehen davon, dass die Mehrheit der Menschen gesetzestreue Seelen sein dürften, kommt diese Erschwernis hinzu um zu verhindern, dass jenes Problem wirklich so riesig ist, wie behauptet.
Es handelt sich um Fälle von Betrug, und wie bei jedem Beruf dem Vertrauen geschenkt wird, ist es besonders unangenehm und sensationell - aber einseitige Berichterstattung und Pauschalisierung sind hier erbärmlich.
Vor allem angesichts der bescheidenen Analysen und Kritiken an jüngsten Polit- und Medienskandalen...
Freitag, 19. Februar 2016
Jugendstrafrecht - eine gute Idee zum Werkzeug des Teufels verkommen
Selten kommt es vor, dass ich mal den Teufel ins Spiel bringe. Nicht, weil ich nicht von dessen Existenz überzeugt wäre, sondern weil zu viele Klischees, zu viel künstlerische Verarbeitung und zu viel gewolltes Unverständnis im Umlauf sind.
Jetzt ist aber wiedermal ein Urteil unserer Gerichte gefällt worden, bei dem der Mensch aus etwas gut gemeintem etwas furchtbares errichtet hat. Gemeint ist das Jugendstrafrecht. Es sollte dazu dienen, Kinder und Jugendliche, die noch nicht ganz begreifen, was "richtig" und "falsch" oder besser "was erlaubt" ist zu unterscheiden, vor übertriebenen Strafen zu schützen und ihnen die Chance zu geben, doch noch einen vernünftigen Start ins Leben hinzulegen.
Jedem dürften mittlerweile die zahllosen Fälle von deutlich über 20 Jahre alten Personen bekannt sein, die nach dem Jugendstrafrecht für teilweise sehr brutale Verbrechen mit lächerlichen Strafen davon kamen.
Im aktuellen Fall, ist es mir aber ein absolutes Rätsel, wie hier Jugendstrafrecht begründet wurde. Dafür ist das Verfahren ein Beweis des absoluten Versagens unseres Rechtssystemes.
Was war passiert?
Eren T. hatte Maria P. geschwängert. Er wollte das Kind nicht, sie weigerte sich abzutreiben und trug es aus. Er bedrohte sie mehrfach, sie erstattete Anzeige, nur wenige Stunden bevor es passierte.
Im achten Monat der Schwangerschaft wurde sie von ihrem Ex-Freund, dem Kindesvater, und dessen Freund Daniel M. (beide 20) überfallen. Diese schlugen sie nieder und traten auf sie ein, wobei Eren angeblichvor allem auf den Bauch der jungen Frau (19) zielte. Anschließend wurde von einem der beiden mit einem Brotmesser in den Schwangerschaftsbauch gestochen, offensichtlich in der Absicht, das Kind zu töten.
Abschließend schleppten sie die verletzte junge Frau in ein Waldstück, übergoßen sie mit Benzin und verbrannten sie und ihr Kind bei lebendigem Leibe.
Eren T. versuchte sich unschuldig zu geben und gab bei der Polizei selbst am folgenden Tag eine Vermisstenanzeige auf.
Bei ihrer Festnahme hatten sie keine Reue gezeigt und auch vor Gericht scheint nichts davon durchzukommen. Statt dessen beschuldigten sie sich gegenseitig. Es steht fest, dass die beiden gemeinschaftlich einen Mord begingen, der grausamer kaum sein könnte. Trotzdem forderte der Verteidiger den Freispruch, weil nicht zu beweisen war, welche Tat welcher der beiden unmittelbar begangen hatte. Beinahe wäre er damit durchgekommen und kann auf dieser Basis das Urteil dieses "Indizienprozesses" anfechten. Wie die Revision ausgeht...
Aber sie wurden Gott und Richter sei dank, verurteilt. Aber lediglich nach Jugendstrafrecht. Obwohl die beiden Männer offensichtlich vorbereitet, im Wissen um die Einstufung als Verbrechen, eine junge Frau brutal angriffen, zurichteten und sich dann auch noch eine möglichst qualvolle Todesart aussuchten, diese ebenfalls vorbereitet hatten und sogar einen geeigneten Platz kannten, am Ende noch zu vertuschen suchten - waren maximal 15 Jahre Strafe möglich. Aufgrund der Eingangs erwähnten Regelung namens Jugendstrafrecht.
Bekommen haben sie 14 Jahre, Bewährung wird ihnen wohl schon nach wenigen Jahren zustehen und besagte Revision kann ganz anders ausgehen.
Ist das die gerechte Strafe? Für zwei so brutale, eiskalte Morde? Für Menschen, die nicht nur ein ungeborenes Kleinkind abstechen wollen sondern auch eine stöhnende, um ihr Leben bettelnde 19jährige mit Benzin übergießen und anschließend daneben stehen, während sie schreiend einen schmerzvollen Todeskampf durchleidet?
Ich denke nicht. Wäre es mir durch meinen Glauben nicht verboten, ich wäre für die Todesstrafe.
Jetzt ist aber wiedermal ein Urteil unserer Gerichte gefällt worden, bei dem der Mensch aus etwas gut gemeintem etwas furchtbares errichtet hat. Gemeint ist das Jugendstrafrecht. Es sollte dazu dienen, Kinder und Jugendliche, die noch nicht ganz begreifen, was "richtig" und "falsch" oder besser "was erlaubt" ist zu unterscheiden, vor übertriebenen Strafen zu schützen und ihnen die Chance zu geben, doch noch einen vernünftigen Start ins Leben hinzulegen.
Jedem dürften mittlerweile die zahllosen Fälle von deutlich über 20 Jahre alten Personen bekannt sein, die nach dem Jugendstrafrecht für teilweise sehr brutale Verbrechen mit lächerlichen Strafen davon kamen.
Im aktuellen Fall, ist es mir aber ein absolutes Rätsel, wie hier Jugendstrafrecht begründet wurde. Dafür ist das Verfahren ein Beweis des absoluten Versagens unseres Rechtssystemes.
Was war passiert?
![]() |
| Eren T. |
Im achten Monat der Schwangerschaft wurde sie von ihrem Ex-Freund, dem Kindesvater, und dessen Freund Daniel M. (beide 20) überfallen. Diese schlugen sie nieder und traten auf sie ein, wobei Eren angeblichvor allem auf den Bauch der jungen Frau (19) zielte. Anschließend wurde von einem der beiden mit einem Brotmesser in den Schwangerschaftsbauch gestochen, offensichtlich in der Absicht, das Kind zu töten.
Abschließend schleppten sie die verletzte junge Frau in ein Waldstück, übergoßen sie mit Benzin und verbrannten sie und ihr Kind bei lebendigem Leibe.
Eren T. versuchte sich unschuldig zu geben und gab bei der Polizei selbst am folgenden Tag eine Vermisstenanzeige auf.
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| Daniel M. und das Opfer Maria P. |
Aber sie wurden Gott und Richter sei dank, verurteilt. Aber lediglich nach Jugendstrafrecht. Obwohl die beiden Männer offensichtlich vorbereitet, im Wissen um die Einstufung als Verbrechen, eine junge Frau brutal angriffen, zurichteten und sich dann auch noch eine möglichst qualvolle Todesart aussuchten, diese ebenfalls vorbereitet hatten und sogar einen geeigneten Platz kannten, am Ende noch zu vertuschen suchten - waren maximal 15 Jahre Strafe möglich. Aufgrund der Eingangs erwähnten Regelung namens Jugendstrafrecht.
Bekommen haben sie 14 Jahre, Bewährung wird ihnen wohl schon nach wenigen Jahren zustehen und besagte Revision kann ganz anders ausgehen.
Ist das die gerechte Strafe? Für zwei so brutale, eiskalte Morde? Für Menschen, die nicht nur ein ungeborenes Kleinkind abstechen wollen sondern auch eine stöhnende, um ihr Leben bettelnde 19jährige mit Benzin übergießen und anschließend daneben stehen, während sie schreiend einen schmerzvollen Todeskampf durchleidet?
Ich denke nicht. Wäre es mir durch meinen Glauben nicht verboten, ich wäre für die Todesstrafe.
Montag, 18. Januar 2016
Rückkehr zur Verschleierung von Straftaten
Es geht wieder los. Ein Kommentator auf Cicero hat folgende Meldung vom 14.1. verlinkt:
Wer den Artikel umgekehrt liest, also von unten nach oben, erhält folgenden Ablauf.
Der 42jährige Afghane war in der Wohnung der Familie. Da nicht anders vermerkt und aufgrund der Angabe, der habe Kontakt zu genau dieser Familie gesucht, scheint dies einvernehmlich passiert zu sein. Also vermutlich auf Einladung.
Bei dieser Gelegenheit hat der Mann laut Artikel Alkohol und einen Schlüssel gestohlen. Einen Schlüssel stiehlt man nicht aus Zufall.
Was der Artikel nicht beantwortet und somit doch beantwortet: hatte der Mann dabei einen Eindruck von der Wohnung erhalten? Also wo das Bad, wo das Schlafzimmer der Eltern und das der Tochter ist?
Vermutlich nicht als Grundriß - aber eine etwaige Vorstellung, wie laut er klopfen, klingen oder rufen muss, um vor der Tür, im Wohungsflur oder im Wohnzimmer bemerkt zu werden, dürfte er erhalten haben. In meinen Augen ist es nicht unwahrscheinlich, dass er auch bemerkte, wo die Jugendliche ihr Zimmer hatte (Jugendzimmer sind nicht nur Schlafzimmer, wie die meisten von uns vielleicht noch wissen werden).
Er verschaffte sich also tief in der Nacht, wenn alle im Bett lagen Zugang. Er ging schnurstracks in das Schlafzimmer der Tochter, nicht in das ihm wohl bekannte Wohnzimmer oder die Küche, wo sich verkaufbare Gegenstände und Wertsachen aufgehalten haben dürften. Er nahm keinen Kontakt auf und ging nicht zu den Eltern - er ging in das Schlafzimmer der 14jährigen Tochter. Unmittelbar - wie selbst die Meldung gesteht.
"Als das Mädchen aufwachte" - wie das geschehen ist, wird zwar nicht gesagt, aber natürlich wird betont, es sei zu keinem sexuellen Übergriff oder körperlichem Kontakt gekommen, zumindest "seitens des Beschuldigten". Sein Motiv ist somit unklar, behauptet die Staatsanwaltschaft zusammen mit der Polizei.
Das Mädchen hat also völlig unnötig um Hilfe geschrien, der Vater griff aus falsch verstandener Sorge ein und bis auf eine kleine "Rangelei" ist auch gar nichts passiert.
Ein fremder Mann dringt in tiefer Nacht gezielt in das Zimmer eines Mädchen ein. Die "Rangelei" wird wohl ein handfester Kampf gewesen sein und die beiden "Unverletzten" haben am Ende u.a. eine Körperverletzung im Protokoll - mit dem Afghanen als Täter.
Das Mädchen, welches in tiefster Nacht einen wildfremden Mann in seinem Zimmer vorfindet und um Hilfe schreit wird das wohl anders sehen.
Und da wir in den letzten Tagen bei Pauschalverurteilungen deutscher (oha) Menschen die sich bspw. empört über Köln, Reker und ähnliches äußerten, sich jetzt in Angst Selbstverteidigungsmittel kaufen oder gemeinsam mit anderen eigene Nachbarschaftswachen aufstellen nicht zu knapp von unseren lieben Politikern versorgt wurden, will ich nun auch mal eine solche anbringen.
Wäre der Täter ein weißer, deutscher Mann mit 42 Jahren, so wäre die Meldung völlig zu Recht in einem anderen Ton geschrieben worden. Ich mag mich irren. Es gibt schon seit Jahren Justizskandale, völlig ohne den Hintergrund zu beachten - aber dieser hier hat im Kontext der aktuellen Vorgänge etwas, das nur ein Wort einer Mundart richtig wiedergibt: ein Gschmäckle.
Wie es geht und wie es nicht geht kann die Morgenpost (MoPo) demonstrieren.
So berichtet sie über einen Somalier, der eine 10jährige auf einem Schulhof erfolgreich ansprach, sie zum Telefontausch und einem Treffen überreden konnte. Scheinbar berauscht von so viel Erfolg wurde er noch am Ort zudringlich, berührte sie intim und küsste sie. Das 10jährige Mädchen "ging weg" und berichtete ihrer Mutter davon. Der Mann wurde dann anhand der ausgetauschten Daten und des wohl einseitig so gesehenen Stelldicheins ermittelt, festgenommen und wieder laufen gelassen.
Der Artikel beantwortet viele Fragen nicht, die ein guter Journalist stellen würde. So etwa, wieso das Mädchen so vertrauensseelig gegenüber einem völlig Fremden war (mal völlig abgesehen von der Hautfarbe und Sprache). Wieso sexueller Missbrauch ein Vergehen und keine Straftat darstellt und ob da nicht andere Möglichkeiten bestehen - denn das dieser Mann offensichtlich auf Sex aus war und eine 10jährige als probaten Partner ansah sollte Anlaß zur Mutmaßung geben, dass sich dies wiederholt.
Immerhin, und allein darum ist dieser Artikel auf der positiven Seite: er nennt die Herkunft des Täters und seinen Status - er sucht Schutz in unserer Gesellschaft.
Die Liste des "wie es nicht geht" ist allerdings ungleich länger und geht eben über die offenen Fragen hinaus.
So wurden gleich vier Mädchen im Intimbereich begrapscht, als sie in einem Schwimmbad in Flensburg auf eine Gruppe junger Afghanen trafen. Diese bedrängten, belästigten, berührten und beleidigten sie. Die Mädchen, zwischen 14 und 16, wandten sich mutigerweise an den Bademeister (wer Opfer sexueller Gewalt kennt, der weiß wie viele aus Angst nichts unternehmen, was kein Vorwurf sein soll). Dieser wiederum informierte die Polizei - das gleiche Spiel wie in Köln oder bei dem oben zitierten Fall. Festnahme, Identitätsfeststellung, Freilassung.
Die MoPo berichtet zwar über den Fall - nicht aber über die Herkunft der Täter. Immerhin meldete die Polizei diese.
Etwas stärker wird die Debatte im nächsten Fall unterdrückt - der wenistens keine sexuelle Straftat enthält. Schlimm genug, es geht um Gewalt gegen und vor Kindern.
In Hamburg Wilhelmsdorf spielten der FC Bingöl und der FC Bergedorf 85 gegeneinander. Es handelte sich um die E Jugend - also Kinder. Eine Schiedrichterentscheidung führte zu einem Wutbausbruch, dieser mündete in Schlägen gegen Kinder durch einen Bergedorfer Vater und schließlich eine Prügelei mit 20 Beteiligten, inklusive dem Trainer von Bingöl.
Die MoPo berichtet so ausführlich wie möglich - bis zum Angriff durch den Bergedorfer Vater. Dazu noch ein Symbolbild von absolut rein symbolischem Charakter und das war der Bericht.
Wer sich die beiden Mannschaften ansieht, bekommt doch etwas mehr Infos. Es handelte sich wohl um die 4. E-Jugend-Mannschaft von Bergedorf die scheinbar eine eigene Seite hat, diese Mannschaft selbst aber nicht präsentiert. Augenscheinlich ist der Verein vorbildlich um Integration bemüht und in seiner Jugendarbeit sehr erfolgreich. Dabei scheint zumindest bei zwei Spielerinnen auch das Geschlecht keine Rolle zu spielen.
Der FC Bingöl war durch mich nur mit einer Facebookseite aufzuspüren. Allerdings war er nicht das erste Mal in den Schlagzeilen. Das Hamburger Abendblatt bezeichnet ihn als "kurdischen Verein" - was auch mit dem Namen und seinen associates, also seinen Verbundenen, zusammen passt. Der Artikel ist nunmehr fast 6 Jahre alt, und verweist auf zwei Gewaltvorfälle während eines Erwachsenenspieles. Dabei gingen die Anhänger des kurdischen gegen solche eines türkischen Vereines vor. Zwr liegt dies nun sechs Jahre zurück - aber die Thematik dürfte doch Zusammenhängen.
Einzelheiten über die Vereine, den aggressiven bergedorfer Vater und die Vorgänge vor der Tat wären von Interesse gewesen. Und Sache von 10 Minuten (zudem bezahlter) Recherche.
Auch die Nation oder "Rasse" (erneut oha) der "Südländer" (oder sogar nur "südländisches Erscheinungsbild - also Finnen mit dunkler Haut, arabischem oder türkischem Akzent und schwarzen Haaren) wächst bei der MoPo weiterhin.
Gleich mehrere Fälle sexueller Gewalt, von denen ich hier zwei exemplarisch ausgewählt habe, sind in den letzten Tagen zu vermelden - und die Täter sind dem Zwischenzeilenleser schnell klar, denn der Code taugt spätestens seit Silvester gar nichts mehr.
Ob es einen nicht-sexuellen Hintergrund des Überfalles von vier Männern auf eine Joggerin gibt, bei der diese Misshandelt und mit einem Messer im Gesicht verletzt wurde ist auch zwei Tage nach der Tat bei der MoPo nicht zu erfahren. Auch sonst nichts...
Etwas konkreter ist der Fallbericht über die Tat von sieben "Schwarzhaarigen" (kein Scherz, das steht in diesem Artikel als einziges durchgehendes Merkmal). Ein Tourist wird auf dem Weg zu seinem Hotel von eben dieser Gruppe brutal attackiert. Er scheint sich erfolgreich gewehrt zu haben, denn sie bedrohen ihn mit einem Messer, worauf der sich von seinem Geld trennt.
Die Dinge, pardon, die Täter beim Namen zu nennen ist nicht die Sache der Morgenpost. Die MoPo gehört zur DuMont Mediengruppe, und hier besteht eine 50%ige Eignerschaft zur SPD "Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft.
MoPo Leser wissen weniger - und wollen es auch so.
Reutlingen (ots) - Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Stuttgart und des Polizeipräsidiums Reutlingen
Esslingen.
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart und die Kriminalpolizeidirektion Esslingen haben nach einem ungewöhnlichen Vorfall am frühen Donnerstagmorgen in einem Esslinger Wohnhaus im Stadtteil Kennenburg Ermittlungen gegen einen 42-jährigen afghanischen Staatsangehörigen wegen des Verdachts des Wohnungseinbruchsdiebstahls, des Hausfriedensbruch, und der Körperverletzung eingeleitet. Der bereits seit längerer Zeit im Umfeld der Familie wohnhafte 42-Jährige war mittels eines entwendeten Schlüssels gegen vier Uhr in das Wohnhaus einer Familie eingedrungen und hatte sich unmittelbar in das Zimmer der 14-jährigen Tochter begeben. Als das Mädchen aufwachte und um Hilfe schrie, wurde der Vater auf das Geschehen aufmerksam. Nach einer Rangelei konnte er den 42-Jährigen überwältigen und bis zum Eintreffen der Polizei festhalten, die ihn vorläufig festnahm. Bei der Auseinandersetzung wurde niemand verletzt.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand ist es zu keinen sexuellen Übergriffen oder körperlichem Kontakt seitens des Beschuldigten gekommen. Das genaue Motiv ist noch unklar. Eigenen Angaben zufolge fühlte sich der Beschuldigte allein und suchte Kontakt zu der Familie. Er räumte ein, bereits einmal im Gebäude der Familie gewesen zu sein und dort auch Alkoholika und den Hausschlüssel entwendet zu haben. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt und ist zwischenzeitlich in einem anderen Stadtteil untergebracht. (jh)
Wer den Artikel umgekehrt liest, also von unten nach oben, erhält folgenden Ablauf.
Der 42jährige Afghane war in der Wohnung der Familie. Da nicht anders vermerkt und aufgrund der Angabe, der habe Kontakt zu genau dieser Familie gesucht, scheint dies einvernehmlich passiert zu sein. Also vermutlich auf Einladung.
Bei dieser Gelegenheit hat der Mann laut Artikel Alkohol und einen Schlüssel gestohlen. Einen Schlüssel stiehlt man nicht aus Zufall.
Was der Artikel nicht beantwortet und somit doch beantwortet: hatte der Mann dabei einen Eindruck von der Wohnung erhalten? Also wo das Bad, wo das Schlafzimmer der Eltern und das der Tochter ist?
Vermutlich nicht als Grundriß - aber eine etwaige Vorstellung, wie laut er klopfen, klingen oder rufen muss, um vor der Tür, im Wohungsflur oder im Wohnzimmer bemerkt zu werden, dürfte er erhalten haben. In meinen Augen ist es nicht unwahrscheinlich, dass er auch bemerkte, wo die Jugendliche ihr Zimmer hatte (Jugendzimmer sind nicht nur Schlafzimmer, wie die meisten von uns vielleicht noch wissen werden).
Er verschaffte sich also tief in der Nacht, wenn alle im Bett lagen Zugang. Er ging schnurstracks in das Schlafzimmer der Tochter, nicht in das ihm wohl bekannte Wohnzimmer oder die Küche, wo sich verkaufbare Gegenstände und Wertsachen aufgehalten haben dürften. Er nahm keinen Kontakt auf und ging nicht zu den Eltern - er ging in das Schlafzimmer der 14jährigen Tochter. Unmittelbar - wie selbst die Meldung gesteht.
"Als das Mädchen aufwachte" - wie das geschehen ist, wird zwar nicht gesagt, aber natürlich wird betont, es sei zu keinem sexuellen Übergriff oder körperlichem Kontakt gekommen, zumindest "seitens des Beschuldigten". Sein Motiv ist somit unklar, behauptet die Staatsanwaltschaft zusammen mit der Polizei.
Das Mädchen hat also völlig unnötig um Hilfe geschrien, der Vater griff aus falsch verstandener Sorge ein und bis auf eine kleine "Rangelei" ist auch gar nichts passiert.
Ein fremder Mann dringt in tiefer Nacht gezielt in das Zimmer eines Mädchen ein. Die "Rangelei" wird wohl ein handfester Kampf gewesen sein und die beiden "Unverletzten" haben am Ende u.a. eine Körperverletzung im Protokoll - mit dem Afghanen als Täter.
Das Mädchen, welches in tiefster Nacht einen wildfremden Mann in seinem Zimmer vorfindet und um Hilfe schreit wird das wohl anders sehen.
Und da wir in den letzten Tagen bei Pauschalverurteilungen deutscher (oha) Menschen die sich bspw. empört über Köln, Reker und ähnliches äußerten, sich jetzt in Angst Selbstverteidigungsmittel kaufen oder gemeinsam mit anderen eigene Nachbarschaftswachen aufstellen nicht zu knapp von unseren lieben Politikern versorgt wurden, will ich nun auch mal eine solche anbringen.
Wäre der Täter ein weißer, deutscher Mann mit 42 Jahren, so wäre die Meldung völlig zu Recht in einem anderen Ton geschrieben worden. Ich mag mich irren. Es gibt schon seit Jahren Justizskandale, völlig ohne den Hintergrund zu beachten - aber dieser hier hat im Kontext der aktuellen Vorgänge etwas, das nur ein Wort einer Mundart richtig wiedergibt: ein Gschmäckle.
Wie es geht und wie es nicht geht kann die Morgenpost (MoPo) demonstrieren.
So berichtet sie über einen Somalier, der eine 10jährige auf einem Schulhof erfolgreich ansprach, sie zum Telefontausch und einem Treffen überreden konnte. Scheinbar berauscht von so viel Erfolg wurde er noch am Ort zudringlich, berührte sie intim und küsste sie. Das 10jährige Mädchen "ging weg" und berichtete ihrer Mutter davon. Der Mann wurde dann anhand der ausgetauschten Daten und des wohl einseitig so gesehenen Stelldicheins ermittelt, festgenommen und wieder laufen gelassen.
Der Artikel beantwortet viele Fragen nicht, die ein guter Journalist stellen würde. So etwa, wieso das Mädchen so vertrauensseelig gegenüber einem völlig Fremden war (mal völlig abgesehen von der Hautfarbe und Sprache). Wieso sexueller Missbrauch ein Vergehen und keine Straftat darstellt und ob da nicht andere Möglichkeiten bestehen - denn das dieser Mann offensichtlich auf Sex aus war und eine 10jährige als probaten Partner ansah sollte Anlaß zur Mutmaßung geben, dass sich dies wiederholt.
Immerhin, und allein darum ist dieser Artikel auf der positiven Seite: er nennt die Herkunft des Täters und seinen Status - er sucht Schutz in unserer Gesellschaft.
Die Liste des "wie es nicht geht" ist allerdings ungleich länger und geht eben über die offenen Fragen hinaus.
So wurden gleich vier Mädchen im Intimbereich begrapscht, als sie in einem Schwimmbad in Flensburg auf eine Gruppe junger Afghanen trafen. Diese bedrängten, belästigten, berührten und beleidigten sie. Die Mädchen, zwischen 14 und 16, wandten sich mutigerweise an den Bademeister (wer Opfer sexueller Gewalt kennt, der weiß wie viele aus Angst nichts unternehmen, was kein Vorwurf sein soll). Dieser wiederum informierte die Polizei - das gleiche Spiel wie in Köln oder bei dem oben zitierten Fall. Festnahme, Identitätsfeststellung, Freilassung.
Die MoPo berichtet zwar über den Fall - nicht aber über die Herkunft der Täter. Immerhin meldete die Polizei diese.
Etwas stärker wird die Debatte im nächsten Fall unterdrückt - der wenistens keine sexuelle Straftat enthält. Schlimm genug, es geht um Gewalt gegen und vor Kindern.
In Hamburg Wilhelmsdorf spielten der FC Bingöl und der FC Bergedorf 85 gegeneinander. Es handelte sich um die E Jugend - also Kinder. Eine Schiedrichterentscheidung führte zu einem Wutbausbruch, dieser mündete in Schlägen gegen Kinder durch einen Bergedorfer Vater und schließlich eine Prügelei mit 20 Beteiligten, inklusive dem Trainer von Bingöl.
Die MoPo berichtet so ausführlich wie möglich - bis zum Angriff durch den Bergedorfer Vater. Dazu noch ein Symbolbild von absolut rein symbolischem Charakter und das war der Bericht.
Wer sich die beiden Mannschaften ansieht, bekommt doch etwas mehr Infos. Es handelte sich wohl um die 4. E-Jugend-Mannschaft von Bergedorf die scheinbar eine eigene Seite hat, diese Mannschaft selbst aber nicht präsentiert. Augenscheinlich ist der Verein vorbildlich um Integration bemüht und in seiner Jugendarbeit sehr erfolgreich. Dabei scheint zumindest bei zwei Spielerinnen auch das Geschlecht keine Rolle zu spielen.
Der FC Bingöl war durch mich nur mit einer Facebookseite aufzuspüren. Allerdings war er nicht das erste Mal in den Schlagzeilen. Das Hamburger Abendblatt bezeichnet ihn als "kurdischen Verein" - was auch mit dem Namen und seinen associates, also seinen Verbundenen, zusammen passt. Der Artikel ist nunmehr fast 6 Jahre alt, und verweist auf zwei Gewaltvorfälle während eines Erwachsenenspieles. Dabei gingen die Anhänger des kurdischen gegen solche eines türkischen Vereines vor. Zwr liegt dies nun sechs Jahre zurück - aber die Thematik dürfte doch Zusammenhängen.
Einzelheiten über die Vereine, den aggressiven bergedorfer Vater und die Vorgänge vor der Tat wären von Interesse gewesen. Und Sache von 10 Minuten (zudem bezahlter) Recherche.
Auch die Nation oder "Rasse" (erneut oha) der "Südländer" (oder sogar nur "südländisches Erscheinungsbild - also Finnen mit dunkler Haut, arabischem oder türkischem Akzent und schwarzen Haaren) wächst bei der MoPo weiterhin.
Gleich mehrere Fälle sexueller Gewalt, von denen ich hier zwei exemplarisch ausgewählt habe, sind in den letzten Tagen zu vermelden - und die Täter sind dem Zwischenzeilenleser schnell klar, denn der Code taugt spätestens seit Silvester gar nichts mehr.
Ob es einen nicht-sexuellen Hintergrund des Überfalles von vier Männern auf eine Joggerin gibt, bei der diese Misshandelt und mit einem Messer im Gesicht verletzt wurde ist auch zwei Tage nach der Tat bei der MoPo nicht zu erfahren. Auch sonst nichts...
Etwas konkreter ist der Fallbericht über die Tat von sieben "Schwarzhaarigen" (kein Scherz, das steht in diesem Artikel als einziges durchgehendes Merkmal). Ein Tourist wird auf dem Weg zu seinem Hotel von eben dieser Gruppe brutal attackiert. Er scheint sich erfolgreich gewehrt zu haben, denn sie bedrohen ihn mit einem Messer, worauf der sich von seinem Geld trennt.
Die Dinge, pardon, die Täter beim Namen zu nennen ist nicht die Sache der Morgenpost. Die MoPo gehört zur DuMont Mediengruppe, und hier besteht eine 50%ige Eignerschaft zur SPD "Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft.
MoPo Leser wissen weniger - und wollen es auch so.
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Mittwoch, 9. Dezember 2015
Rotherham, Freiheit und Multikulti
Mittlerweile hätte es auch der isolierteste Eremit wissen können, aber erstaunlicherweise hält sich der Bekanntheitsgrad des Falles in Grenzen. Die Rede ist vom Vergewaltigungs- und Justizskandal in Rotherham.
Wem es so ging wie mir und es nicht kennt, Rotherham ist eine Stadt von knapp 260 000 Einwohnern im südwestlichenlichen Yorkshire, Nordengland.
Die Täter waren fast ausschließlich Pakistanis oder Briten pakistanischer Herkunft.
Über diesen offensichtlich auch rassistisch motivierten Mißbrauchsring waren die Behörden nachweislich seit 2001 informiert, aber erst nachdem 2012 ein Bericht in der Times über den Fall und das Versagen der Behörden berichtete, wurden ernsthafte Schritte eingeleitet. 2010 gab es allerdings bereits ein wenig erfolgreiches Verfahren gegen fünf Personen aus der besagten Tätergruppe.
Mir hat diese Vorstellung wahnsinnige Wut, Frustration und Angst verursacht.
Aber damit nicht genug. Ein offizieller Bericht über die Zustände wurde bereits 2001 den zuständigen Stellen und Behörden in Rotherham vorgelegt und war auch den Ministern in London zugänglich. Diese hatten nämlich aufgrund der gestiegenen Kriminalität in bestimmten Bereichen eine Kampagne gestartet, welche Probleme in den Polizeibehörden aufdecken und beseitigen sollte.
Die für Rotherham zuständige Sachbearbeiterin stieß dabei auf besagten Vergewaltigungs- und Prostitutionsring. Da sie intern ermittelte kamen ihr aber nicht die Verbrecher vor die Finger, sondern Daten. Darunter nicht weitergeleitete Aussagen, nicht angenommene Anzeigen, Verhaftungen minderjähriger Prostituierter bei Razzien - erstaunlicherweise ohne verhaftete männliche Täter usw.
Es folgen Drohungen und Anfeindungen persönlicher Art gegen die Gutachterin, so dass diese schließlich nicht an die Öffentlichkeit tritt. Vom Bürgermeister, den zuständigen Stadtabgeordneten bis zum Polizeichef soll dieses mobbing gegangen sein.
Die Presse stieß 11 Jahre später trotzdem drauf und publizierte ein oder zwei Artikel, nachdem zwei Jahre zuvor bereits bei der Verhaftung und Verurteilung von fünf Pakistanis klar geworden war, dass da ein riesiger Sumpf lag.
2014 dann die Studie von Alexis Jay. Wer sie lesen will, clicke bitte diesen Link (englisch).
In ihr wurde nicht nur erstmals ein ungefährer Umfang klargestellt, sondern auch eine Beschreibung der Täter- und Opfergruppe und warum die Behörden nichts unternahmen.
Der erste Skandal hinter dem Mißbrauchsskandal: obwohl hier aufgrund der Tatsache, dass Mitglieder einer Ethnie fast ausschließlich Mitglieder einer anderen Ethnie attackierten und quälten rassistische Verbrechen vorliegen, fürchteten Ermittler und Verantwortliche selbst als "Rassisten" gebrandtmarkt zu werden, wenn sie die Untersuchungen aufnehmen und entsprechende Angaben veröffentlichen würden. Die Angst vor dem Schwert der politischen Korrektheit, der "social justice warriors", der selbstgerechten Weltenretter oder, wie in Deutschland heute verbreitet, der "Gutmenschen" hielt Polizisten, Beamte und Politiker davon ab, junge Mädchen aus der Hölle auf Erden zu retten.
Der zweite Skandal: die aufrechten Menschen unter den besagten Gruppen, Sozialarbeiter welche die Fälle trotzdem meldeten und versuchten zu helfen, Polizisten die trotzdem ermittelten, Politiker die Eingaben formulierten oder Untersuchungen veranlassen wollten wurden massiv unter Druck gesetzt. Bislang ist nicht nachgewiesen, dass jemand deswegen gefeuert wurde, aber Anweisungen, Versetzungen und Herabstufungen ebenso wie Abmahnungen und Drohungen sind dokumentiert bzw. bezeugt. Auch das Polizisten sich weigerten die Aussagen von Mädchen aufzunehmen, sie sogar anbrüllten und zwangen zu schweigen bis hin zur Abmahnung und Arretierung von Eltern der Betroffenen, die sich an die Wachen gewandt hatten steht zweifelsfrei fest. Ein Polizist namens Hassan Ali starb dieses Jahr vor seiner Vernehmung wegen des Vorwurfes, seinerseits versucht zu haben eines der minderjährigen Opfer welches sich bei ihm meldete mit Annäherungsversuchen belästigt zu haben.
Politiker sagten u.a. sie haben auf diese Weise gehandelt, weil sie nicht wollten, dass die konservative Partei, die EDL (englisch defence league) oder neuerdings die UKIP in ihren fremdenfeindlichen oder islamfeindlichen Haltungen gestärkt würde.
Dafür opferte man dann eben hunderte Mädchen.
Der dritte Skandal: Der Polizeichef und verschiedene Mitglieder der politischen Gremien weigerten sich, die Verantwortung auf sich zu nehmen und zurück zu treten - jahrelang. Erst dieses Jahr ist der Stadtrat nach heftiger Kritik aus London geschlossen zurückgetreten und Rotherham erhielt eine komissarische Regierung.
Der vierte Skandal: Die Mehrheit der Opfer hat sich noch immer nicht gemeldet und wird es wohl niemals tun. Die Zustände sind zu dramatisch, die gezeigte Zurückhaltung in den betroffenen Gebieten hat ihre Spuren hinterlassen. Die dortige Bevölkerung hat kein Vertrauen zu Polizei oder Politik mehr. Es gibt allerdings auch noch immer keine Gegenmaßnahmen, keine Versuche sie zu erreichen. Lediglich drei Millionen britische Pfund wurden mobilisiert um den Opfern zu helfen, lediglich acht weitere Täter sitzen seit diesem Monat wieder auf der Anklagebank, nachdem sie das letzte Jahr, nach Anklageerhebung sich frei bewegen konnten. Dabei wird ihnen der Missbrauch an lediglich 14 Opfern vorgeworfen.
Warum das so ist, dass kann jeder von der Hand einer der Betroffenen lesen. Die damals erst 11 Jahre alte Sarah Wilson hat ihre Erlebnisse und ihr Leben in einem Buch geschildert (englisch). Es ist keine schöne Geschichte und sie stellt Biographien wie die Kinder vom Bahnhof Zoo an einigen Stellen in Sachen Grausamkeit in den Schatten - was etwas heißen will.
Der fünfte Skandal: neue Berichte sind bekannt geworden. Mittlerweile geht man von ähnlichen Banden in mindestens 10 weiteren Städten aus. Mit der gleichen Zusammensetzung. Als wären 1400 alleingelassene Vergewaltigungsopfer nicht bereits schlimm genug, so zeichnet sich ab, dass wir über zehntausende Reden - ein Skandal weit größer als die kirchlichen Mißbrauchsskandale - und diese zogen ungleich größere Presseaufmerksamkeit auf sich.
Der sechste Skandal: Trotzdem hatte der ursprüngliche Bericht von Prof Jay, bei aller gebotenen Kritik und den genannten Fakten eingeleitet mit dem Hinweis, dass die Mehrheit der Kinderschänder und Leiter solcher Ringe weiße Engländer seien. Nicht, dass dies nicht faktisch richtig sein kann (ich würde angesichts der Dimension und der laufenden Ausweitung allerdings erstmal Fakten abwarten) - aber diese Reaktion entspricht dem, was kritisiert wird und war an dieser Stelle, in der Zusammensetzung der Opfer und Täter ein Hohn gegenüber den ersteren. Dem Bedürfnis niemanden schlechter darzustellen, weil er nicht weiß und aus dem betreffenden Land stammt - auch wenn man diese Gruppe dafür aufgibt.
Es gibt noch das ein oder andere Detail mehr, was man als Skandal oder zumindest als Sauerei bezeichnen müsste. Aber ich denke, mehr verkraftet eine gute Seele in einem Bericht nicht.
Der französische Autor Houellebecq hat dieses Jahr einen Roman herausgebracht, "Unterwerfung" im Titel, der letztlich fast das schildert, was in Rotherhamd seit über 15 Jahren passiert. Dafür wurde er angefeindet, als Rassist bezeichnet und als Rechtsradikaler verschrien.
Die Realität überholt die Phantasie mittlerweile - aber wir schwelgen auf rosa Wolken, auch wenn dies nur das verwaschene Rot derer ist, die für die Träume bluten .
Wem es so ging wie mir und es nicht kennt, Rotherham ist eine Stadt von knapp 260 000 Einwohnern im südwestlichenlichen Yorkshire, Nordengland.
Der Skandal
Seit 1997 bis 2012 (und vermutlich auch noch heute) wurden fast ausschließlich weiße Mädchen aus problematischen oder verarmten Familien (und von denen gibt es in der ehemaligen Industriehochburg viele) missbraucht. Laut einer Studie beläuft sich das Verbrechen auf mindestens 1400 Opfer.Die Täter waren fast ausschließlich Pakistanis oder Briten pakistanischer Herkunft.
Über diesen offensichtlich auch rassistisch motivierten Mißbrauchsring waren die Behörden nachweislich seit 2001 informiert, aber erst nachdem 2012 ein Bericht in der Times über den Fall und das Versagen der Behörden berichtete, wurden ernsthafte Schritte eingeleitet. 2010 gab es allerdings bereits ein wenig erfolgreiches Verfahren gegen fünf Personen aus der besagten Tätergruppe.
Die Skandale hinter dem Skandal
Das ist bereits eine Geschichte, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen dürfte. Mädchen ab dem Alter von 11 Jahren wurden gezielt vergewaltigt, manchmal von ganzen Gruppen, und zur Prostitution gezwungen. Mitunter wie Pakete in Transportern auf den Weg zu verschiedenen Städten in England verladen. Mittlerweile sind sogar Überwachungsvideos aus Rotherham u.a. Städten veröffentlicht worden, die zeigen, wie die Täter scheinbar ziellos durch die Strassen fahren, bis sie ein oder mehrere Mädchen aufgreifen können. Dabei spielten u.a. auch Drogen und das sogenannte "Loverboy"-Verhalten eine Rolle (einer der Täter gewinnt das Vertrauen der Mädchen, bis sie ihn für ihren Freund halten. Sobald er sie zum Sex überreden konnte beginnt eine perfide Spirale von emotionaler und direkter Erpressung).Mir hat diese Vorstellung wahnsinnige Wut, Frustration und Angst verursacht.
Aber damit nicht genug. Ein offizieller Bericht über die Zustände wurde bereits 2001 den zuständigen Stellen und Behörden in Rotherham vorgelegt und war auch den Ministern in London zugänglich. Diese hatten nämlich aufgrund der gestiegenen Kriminalität in bestimmten Bereichen eine Kampagne gestartet, welche Probleme in den Polizeibehörden aufdecken und beseitigen sollte.
Die für Rotherham zuständige Sachbearbeiterin stieß dabei auf besagten Vergewaltigungs- und Prostitutionsring. Da sie intern ermittelte kamen ihr aber nicht die Verbrecher vor die Finger, sondern Daten. Darunter nicht weitergeleitete Aussagen, nicht angenommene Anzeigen, Verhaftungen minderjähriger Prostituierter bei Razzien - erstaunlicherweise ohne verhaftete männliche Täter usw.
Es folgen Drohungen und Anfeindungen persönlicher Art gegen die Gutachterin, so dass diese schließlich nicht an die Öffentlichkeit tritt. Vom Bürgermeister, den zuständigen Stadtabgeordneten bis zum Polizeichef soll dieses mobbing gegangen sein.
Die Presse stieß 11 Jahre später trotzdem drauf und publizierte ein oder zwei Artikel, nachdem zwei Jahre zuvor bereits bei der Verhaftung und Verurteilung von fünf Pakistanis klar geworden war, dass da ein riesiger Sumpf lag.
2014 dann die Studie von Alexis Jay. Wer sie lesen will, clicke bitte diesen Link (englisch).
In ihr wurde nicht nur erstmals ein ungefährer Umfang klargestellt, sondern auch eine Beschreibung der Täter- und Opfergruppe und warum die Behörden nichts unternahmen.
Der erste Skandal hinter dem Mißbrauchsskandal: obwohl hier aufgrund der Tatsache, dass Mitglieder einer Ethnie fast ausschließlich Mitglieder einer anderen Ethnie attackierten und quälten rassistische Verbrechen vorliegen, fürchteten Ermittler und Verantwortliche selbst als "Rassisten" gebrandtmarkt zu werden, wenn sie die Untersuchungen aufnehmen und entsprechende Angaben veröffentlichen würden. Die Angst vor dem Schwert der politischen Korrektheit, der "social justice warriors", der selbstgerechten Weltenretter oder, wie in Deutschland heute verbreitet, der "Gutmenschen" hielt Polizisten, Beamte und Politiker davon ab, junge Mädchen aus der Hölle auf Erden zu retten.
Der zweite Skandal: die aufrechten Menschen unter den besagten Gruppen, Sozialarbeiter welche die Fälle trotzdem meldeten und versuchten zu helfen, Polizisten die trotzdem ermittelten, Politiker die Eingaben formulierten oder Untersuchungen veranlassen wollten wurden massiv unter Druck gesetzt. Bislang ist nicht nachgewiesen, dass jemand deswegen gefeuert wurde, aber Anweisungen, Versetzungen und Herabstufungen ebenso wie Abmahnungen und Drohungen sind dokumentiert bzw. bezeugt. Auch das Polizisten sich weigerten die Aussagen von Mädchen aufzunehmen, sie sogar anbrüllten und zwangen zu schweigen bis hin zur Abmahnung und Arretierung von Eltern der Betroffenen, die sich an die Wachen gewandt hatten steht zweifelsfrei fest. Ein Polizist namens Hassan Ali starb dieses Jahr vor seiner Vernehmung wegen des Vorwurfes, seinerseits versucht zu haben eines der minderjährigen Opfer welches sich bei ihm meldete mit Annäherungsversuchen belästigt zu haben.
Politiker sagten u.a. sie haben auf diese Weise gehandelt, weil sie nicht wollten, dass die konservative Partei, die EDL (englisch defence league) oder neuerdings die UKIP in ihren fremdenfeindlichen oder islamfeindlichen Haltungen gestärkt würde.
Dafür opferte man dann eben hunderte Mädchen.
Der dritte Skandal: Der Polizeichef und verschiedene Mitglieder der politischen Gremien weigerten sich, die Verantwortung auf sich zu nehmen und zurück zu treten - jahrelang. Erst dieses Jahr ist der Stadtrat nach heftiger Kritik aus London geschlossen zurückgetreten und Rotherham erhielt eine komissarische Regierung.
Der vierte Skandal: Die Mehrheit der Opfer hat sich noch immer nicht gemeldet und wird es wohl niemals tun. Die Zustände sind zu dramatisch, die gezeigte Zurückhaltung in den betroffenen Gebieten hat ihre Spuren hinterlassen. Die dortige Bevölkerung hat kein Vertrauen zu Polizei oder Politik mehr. Es gibt allerdings auch noch immer keine Gegenmaßnahmen, keine Versuche sie zu erreichen. Lediglich drei Millionen britische Pfund wurden mobilisiert um den Opfern zu helfen, lediglich acht weitere Täter sitzen seit diesem Monat wieder auf der Anklagebank, nachdem sie das letzte Jahr, nach Anklageerhebung sich frei bewegen konnten. Dabei wird ihnen der Missbrauch an lediglich 14 Opfern vorgeworfen.
Warum das so ist, dass kann jeder von der Hand einer der Betroffenen lesen. Die damals erst 11 Jahre alte Sarah Wilson hat ihre Erlebnisse und ihr Leben in einem Buch geschildert (englisch). Es ist keine schöne Geschichte und sie stellt Biographien wie die Kinder vom Bahnhof Zoo an einigen Stellen in Sachen Grausamkeit in den Schatten - was etwas heißen will.
Der fünfte Skandal: neue Berichte sind bekannt geworden. Mittlerweile geht man von ähnlichen Banden in mindestens 10 weiteren Städten aus. Mit der gleichen Zusammensetzung. Als wären 1400 alleingelassene Vergewaltigungsopfer nicht bereits schlimm genug, so zeichnet sich ab, dass wir über zehntausende Reden - ein Skandal weit größer als die kirchlichen Mißbrauchsskandale - und diese zogen ungleich größere Presseaufmerksamkeit auf sich.
Der sechste Skandal: Trotzdem hatte der ursprüngliche Bericht von Prof Jay, bei aller gebotenen Kritik und den genannten Fakten eingeleitet mit dem Hinweis, dass die Mehrheit der Kinderschänder und Leiter solcher Ringe weiße Engländer seien. Nicht, dass dies nicht faktisch richtig sein kann (ich würde angesichts der Dimension und der laufenden Ausweitung allerdings erstmal Fakten abwarten) - aber diese Reaktion entspricht dem, was kritisiert wird und war an dieser Stelle, in der Zusammensetzung der Opfer und Täter ein Hohn gegenüber den ersteren. Dem Bedürfnis niemanden schlechter darzustellen, weil er nicht weiß und aus dem betreffenden Land stammt - auch wenn man diese Gruppe dafür aufgibt.
Es gibt noch das ein oder andere Detail mehr, was man als Skandal oder zumindest als Sauerei bezeichnen müsste. Aber ich denke, mehr verkraftet eine gute Seele in einem Bericht nicht.
Der französische Autor Houellebecq hat dieses Jahr einen Roman herausgebracht, "Unterwerfung" im Titel, der letztlich fast das schildert, was in Rotherhamd seit über 15 Jahren passiert. Dafür wurde er angefeindet, als Rassist bezeichnet und als Rechtsradikaler verschrien.
Die Realität überholt die Phantasie mittlerweile - aber wir schwelgen auf rosa Wolken, auch wenn dies nur das verwaschene Rot derer ist, die für die Träume bluten .
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