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Freitag, 20. Mai 2016

Waffengesetze schützen Kriminelle

Unsere aktuellen Waffengesetze sollen verhindern, dass Waffengewalt in Deutschland herrscht.
Wer die Nachrichten der letzten Wochen aufmerksam verfolgte hat mehrere Schiessereien zwischen Rockerbanden und orientalischen Familienclans zu lesen bekommen - der Plan funktioniert also nicht.
Dabei kam es auch zu verletzten Passanten, da teilweise wild in die Landschaft geschossen wurde, ohne Gedanken an Unbeteiligte.
Das nicht Schlimmeres passierte war lediglich Glück und weder unseren Gesetzen, unseren Gesetzeshütern oder dem Zustand unserer Gesellschaft geschuldet.
Nun hat ein Mann polizeiliche Ermittlungen zu erdulden und möglicherweise sogar eine Anklage wegen des Verstoßes gegen die Gesetze, die ihm u.U. eine schlimmere Strafe einbringen kann, als die Kriminellen, denen er begegnete. Was war passiert?

Die Polizei in Hagen hat Ermittlungen gegen einen 35 Jahre alten Mann aufgenommen, der eine Frau mit einer Schreckschußwaffe vor fünf Angreifern verteidigte. Die 36jährige gab an, nach der Rückkehr aus einem Krankenhaus von den Angreifern „grundlos geschlagen sowie an den Haaren gerissen“ worden zu sein, teilte die Polizei mit. Die Frau wurde dabei leicht am Hinterkopf verletzt.Im Zuge dessen war der Zeuge der Attackierten zu Hilfe gekommen. „Er rannte mit einer Schreckschußwaffe in der Hand aus der Wohnung und schoß in die Luft. Daraufhin sind die Männer in mehrere Richtungen geflüchtet“, teilte die Polizei mit.

Zwar ist der Erwerb einer Schreckschusswaffe legal, sie außerhalb der eigenen Wohnung oder Geschäftsräume bzw. umfriedeten Gartenanlage zu "führen", also bei sich zu tragen oder gar zu benutzen ist verboten, so man keinen "kleinen Waffenschein" beantragt und bewilligt bekam.
 Der Mann tat, was die Politiker fordern: einzuschreiten und Courage zu zeigen, wenn Unrecht geschieht. Hier aber tat er dies mit einem zwar angemessenen und vermutlich auch nötigen Mittel - mit bloßen Händen wäre er wohl nur ein weiteres Opfer der Gruppe geworden - aber eben einem verbotenen.

Und das ist es, was strenge Waffengesetze letztlich bewirken. Die Unfähigkeit sich und andere zu verteidigen.
Waffengesetze sollen Menschen davor schützen, durch Waffeneinsatz zu schaden zu kommen.
In diesem Fall schaden die Gesetze einem Menschen, der mit einer Waffe einen anderen vor Schaden bewahrte.

Es wäre wirklich an der Zeit, die eigene Einstellung in Europa sachlich und tief zu diskutieren, statt nach jedem Terroranschlag blinden und sinnlosen Aktionismus walten zu lassen...

Mittwoch, 11. Mai 2016

Welches Geschlecht haben Sie denn heute? - ein Klokommentar und Toilettengespräch...

In den USA hat die Obama-Regierung bzw. deren Justizministerium, welches unter Obama einen deutlichen Kurswechsel zu verzeichnen hat, nun Klage gegen den Bundesstaat North Carolina wegen Verstoßes gegen das Anti-Diskriminierungsgesetz.
Was war passiert? North Carolina hat per Gesetz den Menschen vorgeschrieben jene öffentlichen Toiletten zu benutzen, die mit dem eingetragenen Geschlecht in ihrer Geburtsurkunde übereinstimmen.
Dies wäre eine Gefährdung der Transgenderleute - sie würden sexuellen Übergriffen ausgesetzt., behauptet u.a. das Justizministerium der USA. Diese Diskussion ist in den USA nun kontrovers geführt worden und eskaliert derzeit. Dabei wurde u.a. angeführt und ignoriert, dass diese Behauptung Millionen von Menschen zu Sextätern machte - so als würde in den öffentlichen Toiletten eine Stimmung sexueller Gewalt leben, die nur darauf wartet, dass jemand eine Kabine in der falschen Kleidung betritt. Natürlich geht es hierbei eigentlich um Männer und dementsprechend um jene Umgewandelten, die sich als Frau geben oder als solche leben.
Was es allerdings weit häufiger gibt, sind sogenannte Spanner, die mitunter persönlich, oft aber mittels angebrachter Kameras eine Toilette, Dusche oder Sauna beobachten um sich ihre persönliche Befriedigung durch den Anblick der nichtsahnenden Opfer zu holen. Und Pädophile, die sich Kindern nähern und sie unsittlich berühren oder verwundbare Momente für Schlimmeres nutzen (Beispiele aus dem anglo-amerikanischen Raum und aus Deutschland bzw. Österreich). Öffentliche Toiletten sind oft Tatort solcher Vorfälle
Das ist der Hintergrund, warum North Carolina besorgter darüber ist, dass Perverse die Möglichkeit ausnutzen, sich ihre Toilette auszusuchen als die zudem bislang ohne Beispiele vorgebrachte Behauptung, Transgender würden einer Gefahr ausgesetzt. Darüber hat die Regierung erst mit Entzug der Förderungsgelder für die Universitäten und kulturellen Einrichtungen gedroht (was ihr gar nicht zusteht) worauf North Carolina den Bundesstaat verklagte (was hierzulande wenig berichtet wurde) und nun hat das Justizministerium Anzeige gegen NC eingereicht (was breit berichtet wird).

Ich persönlich habe zu Studiumszeiten mehrfach die Erfahrung gemacht, dass eine junge Dame ungeniert in die Herrentoilette kam, weil vor der weiblichen Entsprechung eine Schlange stand. Während aber dort eine Reihe von Pissoirs steht und man, wie bei diversen Freilufteinrichtungen, erwartet, dass die Herren dort mit ihrem besten Stück in der Hand klaglos hinnehmen, dass auch mal eine Frau oder ein Kind vorbeigeht und Dinge sieht, die auch heute noch eigentlich der Schamhaftigkeit unterliegen, sind die Damenklos trotz höherer Frequentierung nicht auf auf Quantität sondern Intimität ausgelegt - also alle in Kabinen.
Und nein, das soll nicht verschweigen, dass es auch echte Ferkel gibt, die sich nicht zu schade sind, irgendwo "wild zu pinkeln" oder Perverse die ihr "bestes" Stück präsentieren, ob frau und kind will oder nicht.

Nie aber wurde in meiner Anwesenheit eine Frau, und kam sie noch so aufreizend gekleidet herein (Studentinnen in der Sommerzeit in alten Schlössern oder 70er-Jahre-Bauten setzen nicht zwangsläufig auf Körperbedeckung, was ihnen unbenommen sei und hier lediglich wegen des Kontextes erwähnt wird), Opfer sexueller Übergriffe. Bis auf ein einziges Exemplar war es eher umgekehrt, dass die anwesenden Herren sich oft peinlich berührt gaben und plötzlich vor unangenehmen Folgen (Verkrampfung in just diesem Moment....) standen, meist eifrig bemüht mit ihrem Körper abzuschirmen, was die junge Frau nicht sehen sollte.
Vielen aber war es völlig egal. Lediglich der Versuch einer jungen, stark angetrunkenen Frau, ihrerseits ein Pissoir zu nutzen (die Kabinen waren alle besetzt) führte zu generell verdutzten Blicken und einer Reihe von Lachern - und ein oder zwei die lieber die Räumlichkeiten verließen.

So unangenehm oder vulgär dieses Thema und die Erzählungen sind, sie illustrieren, dass hier etwas zu einem Problem gemacht wird, was keines ist, während ein existierendes ausgeblendet wird. Wir sprechen eben nicht über Strafanstalten, in denen Menschen mit einem hohen Gewaltpotential, niedriger Hemmschwelle und möglicherweise Erfahrung in sexueller Kriminalität teilweise auf Jahre ausschließlich mit Vertretern ihres eigenen Geschlechtes eingesperrt werden. Die Gefahr für Transgender in diesem Fall ist unbestritten - auch in North Carolina.
Wir sprechen hier über reguläre Toiletten und eine doch recht überschaubare Zahl an Personen, die ihr Geschlecht ändern und/oder anders empfinden. Die Verbrechen, die dort geschehen werden durch erleichterten Zugang zu sonst vor allem für Männer gesperrte Räume gefördert, während die behaupteten Verbrechen faktisch nicht existieren. Und während man kein Problem hat vor allem allen Männern erstmal die Neigung zu Sexualverbrechen anzudichten ist dies im Falle echter oder vorgetäuschter Transgender scheinbar jenen Kreisen undenkbar. Die Diskriminierung liegt hier also eher auf Seiten der Masse.

Schade das dieses unsinnige Thema dazu führte, dass Unterhaltungsgrößen wie Bruce Springsteen und der Cirque du Soleil ihre Auftritte in diesem Bundesstaat mit mehreren Millionen Einwohnern absagten. Sie glauben damit ein Zeichen zu setzen, in Wirklichkeit bestrafen sie ihr Publikum, die mit der Sache vermutlich gar nichts zu tun haben. Solidarität sieht anders aus.

Montag, 8. Februar 2016

Kunstfreiheit im Karneval

Dieser Tage ist mir die pure Einfallslosigkeit vieler Jecken aufgefallen. Wie vielen dicken Mönchen, "sexy" Nonnen und goldlackierten riesenkreuztragenden Prunkpriestern ich begegnet bin, kann ich gar nicht sagen.
Ganze Wagenladungen von Hippie-Jesus wurden über Freunde und Bekannte abgeladen, die im Umland auf den ersten Umzügen waren - dabei der ein oder andere Papst. Ein besonders "lustiger" junger Mann hatte sich als Kardinal gekleidet und eine Puppe eines Kindes auf den Schoß geklebt.

Das ist der Katholik aber gewohnt. Jede Kritik am Christentum, die meiste Kritik an der Religion allgemein und natürlich sämtliches zur katholischen Kirche selbst kommt am Karneval groß auf die Leinwand bzw. die Strasse. Und das Kirchenpersonal, die Glaubensinhalte oder die Gläubigen zu verspotten oder selbstironisch zu verarbeiten gehörte schon immer dazu. Auch wenn mir manches nicht gefällt, es ist halt so und es ist das Recht der Leute.
Mir ist nicht bekannt, dass der Staat, Gemeinden oder irgendwelche Tugendwächter wegen einer solchen Darstellung oder einem Wagen eine Anzeige wegen Volksverhetzung gestellt hätten. Keine Polizei fühlte sich genötigt in den Metropolen des Karnevals Photos zu machen, kein Staatsanwalt den Verdacht zu prüfen.
Angesicht dessen, was gerade in einem kleinen bayerischen Ort passiert, bei dem Teilnehmer eines von 500 Leuten besuchten Umzuges einen Panzer aus Pappe gebaut hatten und diesen als Sinnbild für das Militär zur Abwehr der nächsten Flüchtlingswelle "auffahren" ließen, ist das erstaunlich. Zwar wurde er nicht an der Teilnahme gehindert, aber dokumentiert und "weiter geleitet" zur Staatsanwaltschaft. Diese winkt nicht ab - es wäre ja Karneval - sondern ermittelt nun.
Und Grund genug hätte es gegeben. Gerade Herr Tilly, der sich gerne darüber aufregt, dass "Karneval von der katholischen Kirche vereinnahmt wird", als lägen dort nicht der Ursprung, Tradition und Festivitätsschwerpunkte genau dort, bietet immer wieder Wagen, bei denen von "Pauschalisierung" und "Hetze" die Rede sein KÖNNTE. In der Regel aber nicht ist, denn es ist ja keine geschützte Minderheit, die da aufs Korn genommen wird....
Tilly bezeichnet Benedikt XVI als Nazi-Teufel














 
Tilly stellt Priester bzw. die Kirche als Kinderschänder dar
Der Prügel-Papst - Zitate verwursten wo es geht

Nicht nur die Kirche, auch bestimmte Politiker oder Parteien bekommen regelmäßig Aufmerksamkeit und Kostüme gewidmet.
Geschmackvoll oder witzig sind viele davon nicht. Manche arbeiten nach dem Motto "sex sells" und zeigen Kopulation oder einfach nur Nackte, in der Hoffnung ein verschämtes aber lachendes "Ohoooo" zu bekommen. Andere wollen mit Gewalt erschrecken, wenn Blut fließt, wie bei einem Wagen, der zeigte, wie ein Propeller den Kopf des damaligen Bürgermeisters von Berlin zerhackt.

All dies muss man nicht gut, gelungen oder angebracht finden. Es ist Karneval. Ausnahmezustand. Da darf auch mal was gesagt und gezeigt werden, was in den Köpfen der Menschen umgeht - vielleicht kann man danach ja darüber sprechen.

So geschmacklos einen Panzer, der auch noch dem berühmten "Tiger" PzKmpfw. VI aus dem letzten Weltkrieg nachempfunden wurde, erscheinen mag bzw. ist: es ist das Recht der Leute. Redet mit ihnen drüber, wenn ihr wissen wollt, was genau gemeint ist und warum dies so aussieht. Aber "Volksverhetzung"? Haben wir es nicht mehr kleiner?


In diesem Sinne allen ein trockenen, fröhlichen, bunten, sicheren und ausgelassenen Rosenmontag. Denkt daran, liebe Narren, am Aschermittwoch ist alles vorbei und ein wenig Buße hat noch niemandem geschadet. Ein Aschekreuz ist auch eine Zier.

Montag, 21. Dezember 2015

Witz des Monats - Volker Becks Ansicht über "Recht auf Leben"

Mitunter gibt es Momente, da klappt einem die Kinnlade runter.
Am 14.12. strahlte der Sender Phoenix ein Doppelinterview - angeblich eine Debatte, u.a. mit Volker Beck, Bundestagsabgeordneter und aktiv in Sachen "Homosexuellenrechte".
Bei der Debatte ging es eigentlich um Terror - aber natürlich wurde von Seiten Becks wieder nur die Rechte Seite als wirkliche und bekämpfenswerte Bedrohung gesehen.
Als es um das Thema Asyl ging, gab es folgenden Satz von ihm zu hören
"Wenn es um das Grundrecht auf Asyl oder Schutz nach der Genfer Flüchtlingskonvention geht kann es keine Obergrenze geben. Das wär wie wenn wir beim Recht auf Leben, beim Recht auf Freiheit, bei der Menschenwürde sagen - da gibt's Obergrenzen..."
 Also "Recht auf Leben" und "Recht auf Freiheit". Von Volker Beck. Der gleiche Politiker, der den Marsch für das Leben, welcher sich genau für jenes Recht auf Leben einsetzt, mit Schimpf und Schande überhäufte. Der Beck, der am 11.4.2008 zwar die Abtreibung und Nutzung zu Forschungszwecken verdammte, aber die Abtreibung per se als ein Recht der Frau beschrieb - und offensichtlich das "Recht auf Leben" erstmal nicht als "Leben" definiert.
Der gleiche Volker Beck, welcher sich 2012 für die Legalisierung religiös begründeter Beschneidung einsetzt (selbst wer mit der Entfernung der männlichen Vorhaut kein Problem hat sollte sich über die Probleme der weiblichen Genitalverstümmelung besonders in islamisch geprägten Kulturen bewusst sein).
Der Volker Beck, der sich in den 80er Jahren in einem Sammelband zum Thema "Entkriminalisierung" von Pädophilie vertrat.
Der Volker Beck, der Gift und Galle ergießt über jeden, der ein anderes Lebensbild, eine andere Moral oder Meinung vertritt als er.
Der Volker Beck, der mit Anzeigen um sich wirft - sei es gegen Polizisten die beim Tod eines Asylanten zwar eine Autopsie anordneten, aber vorläufig nicht von einem Mord ausgingen oder wegen Beleidigung gegen Mitglieder der NSU Arbeitskreises, dem Kölner Stadtrat Uckermann und und und.

Der Volker Beck setzt jetzt eine Begrenzung der Kapazitäten Deutschlands mit der Aufgabe des Rechtes auf Leben und Freiheit gleich.
Vielleicht sollte Herr Beck diese Rechte selbst erstmal anerkennen, bevor er anderen diktieren will, was sie darunter zu verstehen haben.