Sonntag, 28. Juli 2013

Trayvon Martin und Zimmerman - Links

Da meine Antwort einige Links enthält die wiederum Informationen decken die Wikipedia scheinbar unter den Tisch fällen lässt, schreibe ich die Antwort als Beitrag. Es wird diesmal nicht so lang, wie in der letzten Diskussion.

Wikipedia ist als Wissensquelle, höchst fragwürdig. Gerade wenn es um politisch-gesellschaftliche Themen geht kann man den Einschlag von Wikipedia sehr oft klar herauslesen, zumindest wenn man die Faktenlage gut kennt. Im Fall Zimmerman ist das nicht anders:
Die "Akte Trayvon" war in den USA ein heißes Thema. Immer neue Details, und keines davon schmeichelhaft, tauchten auf, obwohl die meisten Daten dazu von seinem Handy stammten und dem Verteidiger von Anfang an hätten vorliegen müssen. Der Beamte, der dieses Versäumnis dann öffentlich machte wurde zwischenzeitlich gefeuert. Theoretisch ein weiterer Skandal.
Darunter unter anderem Texte, in denen sich Trayvon brüstet, einen anderen Zusammengeschlagen zu haben, bzw. einen verlorenen Kampf vor der tödlichen Begegnung und ein Video, in welchem er "Obdachlose" dazu bringt, um ein Fahrrad zu kämpfen und den Kampf anleitet.
Zusammen mit Texten über Waffen- und Drogenbesitz bzw. -handel werfen ein völlig anderes Bild auf den Getöteten als die jahrealten Aufnahmen und die Aussagen seiner Mutter und Freunde.
Wie man sieht sind diese Infos von den Medien nicht zusammenhängend veröffentlicht worden, mal hier ein Brocken, mal da einer.

Das hier also Grundlagen amerikanischer Justiz missachtet wurden (bspw. nur eine Anklage für ein Verbrechen möglich und der Verteidiger muss Zugang zu allen Informationen haben) ist scheinbar weniger beachtens- und aufregenswert, als das ein Nachbarschaftswächter nicht im Auto sitzen bleibt sondern einem verdächtig wirkenden Mann nachgeht. Zumindest wenn der Fakt, das Martin nicht im Auto blieb zentral diskutiert wird.
Aber auch hier wird sichtbar, dass die Informationen aus zweiter Hand eingefärbt sind. Wer sich den 911 Anruf anhört erfährt, dass Zimmerman bereits nicht mehr im Auto war, als der Beamte ihm mitteilte "we don't need to do that" nachdem seine Frage "are you following him?" von Zimmerman positiv beantwortet wurde. Er beantwortet diese Aussage nun positiv mit einem "Ok" um kurz darauf zu sagen: "i don't know where this kid is". Er hat Trayvon also zu diesem Zeitpunkt bereits aus den Augen verloren.
Das wiederum deckt sich mit seiner Aussage vor Gericht, das Trayvon ihm auflauerte, während er auf dem Rückweg zu seinem "truck" war, auch wenn es keine Büsche dort gab und dies entweder eine fehlerhafte Erinnerung, eine Ausrede oder falsch formuliert war.
Die Tatsache, dass Officer Serino aussagte, Zimmerman war 1 min. und 20 sec. von seinem Auto entfernt deckt diese Darstellung sehr wohl, während das Szenario einer penetranten und aufdringlichen Überwachung sich zerschlägt. Zimmerman kann dem jungen Mann nur ein paar Minuten gefolgt sein, die meiste Zeit davon telefonierend im Auto und für Trayvon gut sichtbar. Zimmerman erwartete die baldige Ankunft der Polizei und rechnete mit einem Treffen.
Was übrig bleibt sind eine Reihe von Falschdarstellungen die trotz umfangreicher Berichterstattung und veröffentlichten Dokumenten scheinbar fest zementiert sind. Zudem ein junger Mann der einen ihm folgenden Mann auflauert und angreift.
Womit der letzte Punkt, die Zeugen des Kampfes zu besprechen wären. Es gibt nur einen direkte Augenzeugen der Konfrontation, keinen Zeugen des Beginnes. Jonathan Good, der Nachbar, sagte aus, dass der Mann "oben" in der "dominant position" Trayvon und der Mann am Boden Zimmerman war - jedenfalls wenn man seine Beschreibung der Kleidung mit denen der Beteiligten vergleicht.
Der zweite Zeuge, der Nachbar Manalo kam erst dazu, nachdem der Schuss bereits gefallen war, sagte aber über den Zustand des Angeklagten, dass dieser wirkte als hätte er "got his butt beat".

Es ist somit nicht nur unwahrscheinlich, dass der kampfgewohnte Trayvon, auf Zimmerman sitzend und seinen Kopf bearbeitend (ob nun "nur" mit Schlägen oder wirklich mit dem "hämmern auf den Asphalt") um Hilfe rief. Bleibt nur eine Person die um Hilfe schreit - etwas das in der Tat von mehreren Personen wahrgenommen und aufgezeichnet wurde.
Die einzigen Zeugen schließlich, die eindeutig sagen, es wäre Trayvon gewesen, das sind seine Mutter und seine Freundin.
Diese hervorgehobenen und herausgelösten Fakten ergeben ein klares Bild.
Es bleibt die Kritik, er hätte ihm nicht folgen dürfen, auch nicht kurz. Auf der anderen Seite: was macht ein Nachbarschaftswächter mit einem jungen Mann, der Häuser betrachtend in der Nähe eines oft aufgebrochnenen "Clubhouses"  durch sein Viertel geht und dabei keine Anstalten macht aus dem Regen zu kommen? Hätte Zimmerman einen Bruch, einen Raub, eine Vergewaltigung oder einen Mord verhindert würden ihn alle ob seiner Aufmerksamkeit und seines Mutes jetzt loben.

Kommentare:

  1. Mein Kritikpunkt ist und bleibt, daß Zimmerman nicht im Auto blieb. Ob "man" ihn als Held gefeiert hätte, falls x oder y interessiert mich nicht groß, ich bin nicht "man".
    Wie gesagt, es kann Zimmerman nichts nachgewiesen werden.
    Allerdings, was ich von einem Nachbarschaftswächter erwarte? Daß er die Polizei ruft und sich weiterhin zurückhält. Er ist nicht der verlängerte Arm der Polizei und es ist nicht seine Aufgabe, Polizist zu spielen. Darüber hinaus hatte er ne Waffe dabei (was Nachbarschaftswächter eigentlich nicht haben sollen), was die Situation noch gefährlicher machte und möglicherweise zur Eskalation beigetragen hat. Als nicht ausgebildeter Polizist hat er damit nicht nur sich und Martin in Gefahr gebracht, sondern auch Dritte (zum Glück ist nichts passiert).
    Mein Problem ist also nicht, daß Trayvon ja so ein lieber anständiger Junge war, sondern daß Zimmerman eine Gefahr einging, die sich realisierte (zum Glück nicht schlimmer) und dann noch sagt, er würde alles wieder genauso machen, auch wenn ihm leid tut, daß Martin umkam. Polizeiarbeit ist aus gutem Grund Arbeit für die Polizei.
    Nach dem folgenden Link sieht es wohl so aus, daß Zimmerman nicht nur am Telefon gesagt wurde, Martin nicht zu folgen, sondern daß Nachbarschaftswachen das auch in ihrer Ausbildung gesagt wird:
    http://news.nationalpost.com/2013/06/25/george-zimmerman-was-warned-not-to-be-vigilante-police-court-hears/
    Also wie gesagt: Rechtlich kann man ihm wohl wirklich nichts nachsagen, aber menschlich-moralisch muß er sich schon fragen lassen, ob er es mit der Meldung nicht hätte belassen sollen.
    Denn auf der anderen Seite: Es ist auch nicht nachgewiesen, daß Martin, auch wenn er ne einschlägige Vorgeschichte hatte, die Schlägerei anfing, auch wenn er dann obenauf saß. Zimmerman hatte immerhin ne Waffe, Martin nicht, Und falls mir jemand ne Waffe unter die Nase hält, dann weiß ich auch nicht, wie aggressiv ich reagieren würde. Natürlich kann nicht nicht sagen, ob es so war, aber es ist ebenfalls ein mögliches und nicht unwahrscheinliches Szenario.

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    1. Ich rate erneut dazu, sich den 911-call anzuhören. Die Aufforderung "das brauchen wir nicht zu tun" im Sinne von "nicht folgen" kam nachdem er bereits ausgestiegen ist und er scheint sie befolgt zu haben. Denn just da verlor er ihn aus den Augen. Laut Band und Aussagen befand er sich bereits auf dem Rückweg zum Auto. Er hat also getan, was verlangt wurde - nachdem er die Fragen der Polizei "wer, wo, was, wie kommen wir dahin, wo ist er jetzt, folgen sie ihm?" beantwortet hatte. Ich finde es daher enorm irritierend, wenn diese 5 min. Beobachten bzw. Folgen als Rechtfertigung herhalten sollen bzw. den ganzen Rest - von Gewalt über selektive Auslassung in den Veröffentlichungen bis politischer Justiz, überdecken.
      Zur Waffe: laut Zimmermans Aussage hatte er sie mit, weil ein scharfer Hund in der Gegend lebt und sie mehrere Begegnungen mit ihm hatten (und nein, das war nicht seine erste Reaktion sondern erst die Befolgung eines Rates den man ihm gab nach mehreren "normalen" Reaktionen: http://www.reuters.com/article/2012/04/25/us-usa-florida-shooting-zimmerman-idUSBRE83O18H20120425).
      Dies wird von den Nachbarn bestätigt, der zweitgenannte Nachbar sagte aus, er hielt den Schuss als Zeichen, dass der Hund erwischt worden wäre.
      Diese Aussage wurde nicht in Zweifel gezogen - das befragte Umfeld sagt, Zimmerman würde sonst nicht bewaffnet unterwegs sein.
      Von Aussagen die wahrscheinlich bis unwahrscheinlich zutreffen zu "Zimmerman könnte auch angefangen haben" ist der Weg dann doch nur über absolute Spekuklation möglich. Und diese "er hielt ihm die Waffe unter die Nase" wird von keiner Seite in Betracht gezogen. Die Staatsanwaltschaft suchte zu beweisen, dass Trayvon von der Waffe nichts wusste, während Zimmerman aussagte, er habe danach an seiner Hüfte gegriffen - sie war also nicht in seiner Hand.
      Die weitaus meisten Menschen neigen zudem eben nicht dazu anzugreifen, wenn man ihnen eine Schusswaffe vorhält - ich widerspreche also aufgrund dieser Argumente der Einordnung in "nicht unwahrscheinlich".
      Möglich ist natürlich, dass die Version Trayvon hätte Zimmerman aufgelauert von Beginn an erlogen, geschauspielert und vorgetäuscht war. Er hätte am Telefon also sich bereits alles zurechtlegen müssen, dann einen Kampf beginnen den er scheinbar ohne einen Treffer deutlich verlor (bis auf die Schusswunde wies Trayvon lediglich an den Knöcheln Kampfspuren auf während Z. eine gebrochene Nase, zwei blaue Augen und Verletzungen am Hinterkopf aufwies) und bei der Aussage einem erfahrenen Officer vorgaukeln können, die Behauptung alles sei auf der Überwachungskamera des Centers aufgezeichnet würde ihn erleichtern. Ein kriminelles Genie der Mann. Fast 30 Jahre fürsorgende und obrigkeitshörige Christ um dann bei dieser Gelegenheit loszulegen und einen Unschuldigen zu drangsalieren und zu ermorden.
      Nicht zu vergessen, dass Trayvons Reaktion auf die Verfolgung - statt die Polizei zu rufen, seiner Freundin an von jenem "cracked ass nigger" hinter him zu berichten und diesen zu "konfrontieren" dementsprechend kein Problem darstellt.
      Da werden wir uns wohl ein weiteres Mal nicht einig.

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    2. Nachtrag: mittlerweile bin ich auf die Aussage gestoßen, er habe die Waffe sehr wohl bei seinen Nachbarschaftsrunden stets mit sich geführt. Das finde auch ich (ebenso wie den Rat auf den Hund zu schießen...) mehr als fragwürdig - andererseits habe ich nicht mal den Mut in meinem Dorf Nachts eine Runde zu drehen, bewaffnet oder nicht.

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  2. "von Gewalt über selektive Auslassung in den Veröffentlichungen bis politischer Justiz, überdecken"
    Mir geht es nicht um die Berichterstattung. Die habe ich wie gesagt nicht verfolgt und kann daher nichts dazu sagen.
    Ich denke vielmehr aus Sicht des Opfers. Da ist ein Mann in einem Auto, der ein wenig gruselig rüberkommt, der steigt dann aus und verfolgt einen. Wer kriegt da keine Angst? Zumal, wenn die Gegend so ne miese ist. Ich denke, daß es der Angst auch nicht sonderlich abträglich ist, wenn man Marihuana konsumiert oder selbst ein mieser Typ sein sollte.
    Wer die Schlägerei anfing ist soweit ich das sehe noch offen. Martin hat Zimmerman wohl konfrontiert. Daran ist nichts verkehrt, jemanden anzusprechen, wieso er einen verfolgt. Und man erkennt nicht, wer eine Schlägerei angefangen hat daran, wer obenenauf ist zu einem bestimmten Zeitpunkt.
    Wenn mir jemand verdächtig vorkommt, dann ruf ich die Polizei, und zwar ob ich normaler Mensch bin oder Nachbarschaftswächter (bei ner Security sähe das wohl wieder anders aus, aber gäbe es ne echte Security würden die die Anwohner wohl auch kennen).
    Falls Martin Zimmerman tatsächlich angegriffen hat, hätte er dafür natürlich zur Rechenschaft gezogen werden sollen. Aber wenn ein Nachbarschaftswächter sich ohne Not in eine gefährliche Situation bringt (er weiß ja schon von seiner Ausbildung als Nachbarschaftswächter, daß er niemandem folgen soll - und übrigens auch keine Waffe dabei haben soll), dann hat er IMHO zumindest moralisch eine Mitschuld für das, was passiert.
    Auch wenn er die Waffe nicht gleich gezogen hatte sah Martin sie wohl an einem Zeitpunkt. Was denkt man da wohl: Ein unbekannter, gruseliger Typ, der einen ohne erkennbaren Grund verfolgt und ne Waffe dabei hat, da kann man schon mal um sein Leben fürchten, was einen Angriff von Seiten Martins auch verständlicher machen würde, wenn er ihn auch nicht rechtfertigt.

    Aber wie gesagt, rein rechtlich ist Zimmerman wohl nicht beizukommen, obwohl man in Florida schon mal 20 Jahre für Warnschüsse kriegen kann:
    http://www.cbsnews.com/8301-201_162-57433184/fla-mom-gets-20-years-for-firing-warning-shots/
    und ein Polizist käme in dem Fall wohl auch in Teufels Küche:
    http://www.dailykos.com/story/2013/07/14/1223459/-A-Cop-s-take-on-the-Verdict
    Aber das sind auch ganz anders gelagerte Fälle.

    Allmählich verstehe ich aber glaube ich das Problem der schwarzen Gemeinde in den USA. Martin hatte nichts falsch gemacht, außer daß er ein Kapuzenshirt anhatte. Sonst ist ihm nichts nachzuweisen, auch hatte er keine Waffe dabei. Trotzdem kam er zu Tode, ohne daß jemand Schuld daran ist, was unreflektierte Zeitgenossen sicherlich dazu bringen kann zu denken: Da wird wohl gesagt, er sei selbst schuld.
    Nur warum? Weil er ein Kapuzenshirt trug? Oder weil er vermutlicherweise einen bewaffneten Mann angriff, der ihn verfolgt hatte?
    In dem Fall hinkt die Verhältnismäßigkeit enorm. Und Trayvons Nichtpolizeirufen? Rufst Du die Polizei wegen aller Typen, die Dir komisch vorkommen?
    Nicht eingegangen bin ich jetzt auf all die Hinweise, daß Zimmerman wohl selbst gern Polizist gewesen wäre und sich womöglich auch für fast nen richtigen Polizisten hielt. Daß er öfters den Polizeiruf angerufen hatte wegen verdächtigen Personen und es sich dabei wohl auch meist um Schwarze gehandelt hatte. Natürlich kann man daraus noch nichts ableiten, aber es sind Hinweise, die zusammen auch ein Bild ergeben. Vor diesem Hintergrund wäre es zumindest wünschenswert gewesen, daß das Gericht auf die Gefahren hinweist, die aus Übermotivation von unausgebildeten Ordnungshütern herrühren.
    Mag sein, daß wir uns wieder nicht einig werden. Bei der juristischen Beurteilung sind wir es ja. Man kann Zimmerman nichts nachweisen in Bezug auf die Tötung. Nur bin ich der Meinung, daß es nicht sein kann, daß mutmaßlich übermotivierte Menschen andere ohne richtigen Anhalt mit Waffen verfolgen und nicht mal nen Rüffel kriegen. Das verstehe ich nicht. Und zwar unabhängig von der Hautfarbe.

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  3. Angst: am Telefon klang Trayvon weder ängstlich noch sprach er davon, das er Angst oder Befürchtungen hatte - vielmehr wurde er ausfallend und hochmütig.
    Wer hat angefangen: Trayvon ist mehrfach in Verbindung mit Schlägereien gebracht worden, Zimmerman gar nicht, Trayvons einzige Kampfverletzungen finden sich an seinen Knöcheln - einer aggressiven Verletzung und keiner passiven während Z. mehrere z.T. deutliche Verletzungen aufweist und den Kampf nach allen Zeugenaussagen deutlich verlor. Ein letzter Zweifel ist legitim, von "offen" zu sprechen aber parteilich.
    "Martin hat nichts falsch gemacht" "Weil er ein Kapuzenshirt trug?"? Ich finde, du misst mit zweierlei Maß. Z. hielt sich nicht ans Handbuch, was du ihm als Schuld o. Verfehlung anlasstest, während du seine Rückkehr nach Anweisung und seinen Polizeiruf mit Erwartung baldiger Abgabe der Sache an Beamte völlig ignorierst. Das Martin durch eine "guarded Neighbourhood" bei (strömendem?) Regen als Mitglied der Bevölkerungsgruppe die dort beständig und bekannter Weise mit Einbrüchen und Raub auffällt (laut Aussage einer schwarzen Anwohnerin) marschiert und seinen Verfolger beschimpft, aggressiv konfrontiert und wahrscheinlich attackiert (was du ebenfalls entgegen der vorliegenden Daten nicht in Betracht ziehst) statt die Polizei zu rufen (was bei einem Stalker von der Polizei ebenso geraten wird wie die Unterlassung einer Beschattung auf eigene Faust), was du sogar entschuldigst mit Aussagen wie "Z. hielt ihm eine Waffe unter die Nase, da ist ein Angriff verständlich" etc.all das führt dich dazu, Verständnis mit Rassismusrufern zu entwickeln? Das ist für mich eindeutig zugunsten Trayvons ausgelegt statt vorliegende Informationen zu berücksichtigen.

    Wären es Latinos die immer wieder dort Verbrechen verübt hätten, dann hätte Z. wohl bei einem jungen Mexikaner oder Puerto genauso gehandelt. Das sich niemand aufregt weil es um einen "jungen Mann" geht, dass "bei einer Frau ganz anders reagiert worden wäre" oder bei einem Senioren hat bislang keine Demonstrationsgruppe aufgebracht obwohl dies ebenso richtig wäre, ist ein Indiez worum es in Wirklichkeit geht. Nach wie vor steht im Raum: 1. sterben in den USA junge schwarze Männer mit hoher Wahrscheinlichkeit an Gewalt - ausgeübt i.d.R. durch junge schwarze Männer. Der Vorwurf des Rassismus wäre hier also doch eigentlich ebenso angebracht.
    2. Der größte Teil schweren Verbrechen in den USA geht von jungen schwarzen Männern aus. http://www.sueddeutsche.de/panorama/studie-zu-gewalt-in-den-usa-schwarze-taeter-schwarze-opfer-1.378459 (nur ein Beispiel) Das da Sicherheitskräfte und -wächter ein nachts, im Regen, umherlaufendes Mitglied dieser Bevölkerungsgruppe im Auge behalten mag "Profiling" sein, sollten sich die Statistiken je ändern wird sich allerdings auch dieses Profiling ändern - und falls nicht, DANN kann man von Rassismus sprechen.

    Rüffel: Z. wurde verletzt während des Kampfes und seine Familie (Eltern, Frau, Tante), seine Anwälte und selbstredend er selbst können noch immer nicht nach Hause weil erstzunehmende Morddrohungen in Massen eintrudeln. Er steht noch immer unter Polizeischutz und trug zumindest die letzten Monate stets eine schusssichere Weste. Außerdem hat er glaubhaft versichert, dass ihn der Tod des Jungen keineswegs unbelastet weiterleben lässt - auch wenn berichtet wurde, er würde alles nochmal so machen. Und Du findest, er ist noch nicht genug gestraft?

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  4. Ich wurde mal wieder zu lang. Deshalb geht's hier weiter:
    http://blog.debenny.de/2013/08/02/antwort-auf-ne-neue-diskussion/

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