Es ist erst wenige Tage her, da wurde die englische Abgeordnete des House of Commons Jo Cox von einem Rechtsradikalen mit einer selbstgebauten Pistole erschossen der anschließend noch auf sie einstach.
Der Schock über diesen Mord an einer jungen Mutter wegen ihrer Politik und politischen Aktivitäten sitzt tief und der Vergleich zum Anschlag auf die heutige Kölner Bürgermeisterin Reker drängt sich auf.
An diesem Wochenende kam es zu einem weiteren Zwischenfall. Ein 20jähriger Brite versuchte auf einer Wahlkampfveranstaltung von Donald Trump die Waffe eines Polizisten zu ziehen um den Politiker zu erschießen. Er hatte am Tag zuvor gelernt, wie man eine Waffe handhabt. Zwar ist dieser Mordversuch sehr dilettantisch und von Anfang an zum scheitern verurteilt, aber er gehört in die aktuelle Reihe von Gewalt in der Politik. Es ist auch nicht der erste Versuch, mit Gewalt an Trump heranzukommen.
Hier in Deutschland sieht es nicht viel anders aus. Ich will an dieser Stelle auch nicht meine Meinung kundgeben, wer hier Verantwortlich oder welche Seite eher aktiv ist.
Es geht schlicht um eine bemerkenswerte Tatsache. Wir sind weg von Ohrfeigen, faulen Eiern und Buhrufen. Torten und nackte Brüste erscheinen mittlerweile ebenfalls fast schon überholt und können bestenfalls auf führende Linke oder in Kombination noch journalistisches Interesse erwecken.
Die blanke Gewalt mit dem Ziel zu verletzen oder zu töten zieht ein. Sprengsätze an Parteibüros, Kopfsteine die gezielt auf Personen geworfen oder geschlagen werden, Messerangriffe, Schüsse.
In den USA, in England, in Frankreich und in Deutschland.
Was sagt das über unsere "freie Gesellschaft", unsere viel zitierten "Werte", die Sicherheit und Demokratie, für die wir uns so gerne auf die Schultern klopfen?
Was sagt das über die Richtung, in der wir uns bewegen?
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Dienstag, 21. Juni 2016
Samstag, 2. April 2016
Die untiefen freiwilliger Propaganda - ein überholter Artikel
Folgender Beitrag sollte am Samstag morgen vom System automatisch eingestellt werden. Das klappte nicht und prompt wurde er von den Ereignissen überholt.
Die Journalisten in der DDR und dem 3. Reich hatten es in einer Hinsicht wirklich gut: sie konnten hinterher auf die Regime verweisen und sagen, dass sie nicht anders konnten. Gleichschaltung, Verdrehungen, Verheimlichung - alles auf Befehl.
Dieses "Glück" haben unsere Journalisten nicht mehr. Sie könnten auf die Pressefreiheit pochen (schönen Gruß nach Washington an Herrn Erdogan), auf die Meinungsfreiheit, auf die Notwendigkeit der gepflegten Kontroverse. Statt dessen produzieren sie immer haarsträubenderen Müll und mittlerweile beginnt die Falschaussage - aus den gleichen Motiven, wie dereinst die Schreiberlinge vom "Stürmer" u.a. Zeitschriften noch zu Weimarer Zeiten von Kindsopfern und ähnlichem erfundenem Untun fabulierten.
Andre Tauber hat in seinem WELT Artikel "Molenbeek fürchtet rechte Übergriffe auf Muslime" dabei neue Untiefen erreicht, die direkt neben seinen seichten Formulierungen gefährlich für jeden Nichtsahnenden sind.
Der WELT Artikel beschäftigt sich mit den "Rechtsradikalen", ihrem Sprachgebrauch, der durch das Wort "zurückerobern" vom Kriegswillen zeuge und von denjenigen, die am Tag des Opfergedenkens mit fremdenfeindlichen, islamfeindlichen Parolen und Gesten für Schlagzeilen gesorgt hatten.
Nebenbei: ohne das Video oder die Ankündigung um die es geht zu präsentieren, ohne eine Übersetzung oder Abschrift anzubieten, setzt Tauber vorraus, dass der Leser weiß, worum es geht. Das wäre vielleicht hilfreich gewesen.
Ich habe lediglich die Reaktion auf das Verbot gefunden. Am Ende verlinkt.
Verschiedene deutsche Medien berichten, die Bürgermeisterin habe darauf verwiesen, dass sich Muslime von den Slogans provoziert fühlen könnten. Ich so meine Schwierigkeiten, das Interview auf welches sich das Zitat beziehen soll zu finden.
Das Verbot wurde zu einem generellen Versammlungsverbot für die Hauptstadt für das jetzige Wochenende dem sich alle Bürgermeister, der Innenminister u.a. anschlossen.
Es wird sich vor allem an "den Rechten" gestoßen. Sie könnten "provozieren" und es könnte "zu kämpfen" kommen, wenn sie in dem vorwiegend islamischen Stadtteil ihre Parolen darböten.
Wortreich legt Herr Tauber die Gefahr dar. So berichtet ein muslimischer Stadtrat:
Es ist mittlerweile üblich, dass Journalisten nicht mehr recherchierte Fakten oder direkte Aussagen eines Interviewpartners veröffentlichen, sondern Hörensagen in gewünschter Form und am besten in der "er sagte, dass sie sagte" Form - so kann man noch darauf verweisen, dass dies ja nicht der eigenen Feder entstamme. Nebenbei: doch. Der Journalist, der sich entscheidet Informationen aus dritter Hand als eben solche zu verkaufen, der benutzt dafür seine Feder.
Unter den Tisch fällt auch die Festnahme des Pariser Attentäters Abdelslam, der nicht nur dort scheinbar einen Bezugspunkt hatte, sondern sich dort viele Wochen verstecken konnte - weil er von den Bewohnern gedeckt und versteckt wurde. Als die Polizei ihn festnahm kam es zur vom deutschen Journalisten so sehnlich herbeiphantasierten "Strassenschlacht" als Anwohner sich spontant versammelten und gegen die Festnahme aufbegehrten sowie mit Steinen nach der Polizei warfen.
Kurz gesagt, es sollte begrüßenswert sein, wenn eine in sich geschlossene Gesellschaft, die für ein extrem problematisches Umfeld bekannt ist, nun JEDE Form von Aufmerksamkeit bekommt, um daran etwas zu ändern.
Wenn Feministinnen in einem Stadteil, bekannt für seine Sexindustrie, sagen wir mal, die Reeperbahn, eine solche Demo abhalten oder in Kirchen auf den Altar springen, dann ist weder die Politik da noch die Medienwelt, um das Verhalten zu kritisieren oder gar zu unterbinden. Selbst wenn diese Feministinnen anfangen, Gewalt auszuüben wie Sachbeschädigung, körperliche Angriffe von der Torte über die Ohrfeige bis zu tritten und Farbanschlägen und Rufschädigung durch falsche Unterstellungen - selbst dann gibt es nichts Vergleichbares (in Relation). Im Gegenteil.
Hier darf provoziert und eskaliert werden.
Es gab in Belgien, England und Frankreich eine Reihe von Demos von Muslimen, die radikaler kaum sein könnten. Von Sprüchen wie "tot für XY" bis hin zu "Drillübungen" mit Anscheinswaffen in öffentlichen Parks war schon alles dabei. Auch hier, die Reaktion vermisst ähnliches.
Während es immer heisst, es sollte Meinungsfreiheit gelten und jeder sollte alles sagen können, so sind die Befindlichkeiten bestimmter Gruppen Sache geradezu heiliger Verehrung, während andere "vor den Bus geworfen" werden dürfen.
Statt die Auseinandersetzung mit und innerhalb der Muslime in Molenbeek zu födern und zu suchen, damit dieser Ort, von dem hunderte von Islamisten kommen endlich aufhören kann, potentielle und reale Terroristen zu produzieren.
Statt dessen wird weiter behauptet, was nichts in einer Recherche verloren hat - zumindest nicht in dieser Form.So erzählt ein muslimischer Regisseur:
Wer sich die Bilder aus Molenbeek - und davon gibt es dieser Tage reichlich, ansieht, der stellt fest, dass "traditionelle Kleidung islamischer Art" Alltag ist. Von vollverschleierten Frauen bis hin zu Häckelkäppchen und lange Tunika tragenden Männern - sie sind so häufig auf den Strassen zu sehen, dass ein solcher Täter schon reichlich zu tun hätte... oder ein Unfallfahrer Probleme hätte eben NICHT jemanden in so einer Bekleidung zu treffen.
Das der Autor und vermutlich auch viele Leser die sich widersprechende Logik in den folgenden Sätzen nicht bemerken lässt mich weiter am Geisteszustand Europas zweifeln.
Was er damit meint ist nicht die systematische Vorgehensweise gegen Islamismus, Terrorsympathie usw. sondern die Aufhebung der Verfassungs- und Menschenrechte für diejenigen, die er als Fremdenfeinde, als Islamfeinde, generall als "die Problematischen" identifiziert. Nicht das, was passiert ist und weiterhin passiert, sondern das, was daraus erwachsen KÖNNTE ist für ihn Thema.
Und DAS ist es, was weiter Ressentiments, Hass und Ablehnung wachsen lässt. Würden die Bürger sehen, dass ihre Politiker, ihre Staaten und die Muslime selbst alle Zeit und Energie in die Veränderung der Umstände stecken würden, dann wüchsen die Bewegungen nicht wie Unkraut. So aber merken die Menschen mehr und mehr, dass es längst eine Unterscheidung gibt, welche die realen Verhältnisse umkehrt und jene als Opfer darstellt, aus deren Mitte Mörder und Terroristen stammen.
Der "Journalist" schließt seine Propaganda, oder besser Verfehmung, mit ein paar "wissenden" Worten.
Zusammengefasst: die Bewegung respektiert die Entscheidung, aber findet sie feige und als einen Kniefall vor den Extremisten. Die Opfer von Brüssel, die als Brüder und Schwester gesehen werden, und die Wut über ihr Schicksal werden durch die Entscheidung nicht ungeschehen gemacht und die Identitäre Bewegung ist noch nicht fertig mit den Islamisten.
Natürlich ist Molenbeek der richtige Ort um Extremismus zu bekämpfen - denn dort wächst und gedeiht er. Das sieht auch die Polizei so, und etwas zu "bekämpfen", das ist nicht "Nazisprech" oder "Kriegsrhetorik" oder "Aufruf zu Gewalt" sondern Umgangssprache. "Bekämpft den Klimawandel", "Nieder mit der ungleichen Bezahlung", "tragt den Widerstand gegen Fremdenfeindlichkeit auf die Strassen" - alles Dinge, die alltäglich gesagt und geschrieben werden, ohne dass ein Tauber sofort vom Krieg phantasiert.
Abschließend ein paar Links zu Molenbeek.
Dschihadisten in Molenbeek.
Die Journalisten in der DDR und dem 3. Reich hatten es in einer Hinsicht wirklich gut: sie konnten hinterher auf die Regime verweisen und sagen, dass sie nicht anders konnten. Gleichschaltung, Verdrehungen, Verheimlichung - alles auf Befehl.
Dieses "Glück" haben unsere Journalisten nicht mehr. Sie könnten auf die Pressefreiheit pochen (schönen Gruß nach Washington an Herrn Erdogan), auf die Meinungsfreiheit, auf die Notwendigkeit der gepflegten Kontroverse. Statt dessen produzieren sie immer haarsträubenderen Müll und mittlerweile beginnt die Falschaussage - aus den gleichen Motiven, wie dereinst die Schreiberlinge vom "Stürmer" u.a. Zeitschriften noch zu Weimarer Zeiten von Kindsopfern und ähnlichem erfundenem Untun fabulierten.
Andre Tauber hat in seinem WELT Artikel "Molenbeek fürchtet rechte Übergriffe auf Muslime" dabei neue Untiefen erreicht, die direkt neben seinen seichten Formulierungen gefährlich für jeden Nichtsahnenden sind.
Nach den Anschlägen von Brüssel wächst die Angst in der muslimischen Bevölkerung, nun Opfer von Gewalt und Islamophobie zu werden. Rechtsextreme wollen in Molenbeek einen symbolischen Krieg führen.Die Rechtsextremen, um die es geht, nennen sich "Identitäre Bewegung", die "Génération Identitaire". Die Demo sollte unter dem Motto "Islamisten ausweisen" stehen und der Forderung Ausdruck verleihen, radikale Muslime auszuweisen.
Der WELT Artikel beschäftigt sich mit den "Rechtsradikalen", ihrem Sprachgebrauch, der durch das Wort "zurückerobern" vom Kriegswillen zeuge und von denjenigen, die am Tag des Opfergedenkens mit fremdenfeindlichen, islamfeindlichen Parolen und Gesten für Schlagzeilen gesorgt hatten.
Nebenbei: ohne das Video oder die Ankündigung um die es geht zu präsentieren, ohne eine Übersetzung oder Abschrift anzubieten, setzt Tauber vorraus, dass der Leser weiß, worum es geht. Das wäre vielleicht hilfreich gewesen.
Ich habe lediglich die Reaktion auf das Verbot gefunden. Am Ende verlinkt.
Verschiedene deutsche Medien berichten, die Bürgermeisterin habe darauf verwiesen, dass sich Muslime von den Slogans provoziert fühlen könnten. Ich so meine Schwierigkeiten, das Interview auf welches sich das Zitat beziehen soll zu finden.
Das Verbot wurde zu einem generellen Versammlungsverbot für die Hauptstadt für das jetzige Wochenende dem sich alle Bürgermeister, der Innenminister u.a. anschlossen.
Es wird sich vor allem an "den Rechten" gestoßen. Sie könnten "provozieren" und es könnte "zu kämpfen" kommen, wenn sie in dem vorwiegend islamischen Stadtteil ihre Parolen darböten.
Wortreich legt Herr Tauber die Gefahr dar. So berichtet ein muslimischer Stadtrat:
"Ich habe einen Anruf von einem Freund erhalten, dessen Nichte vor den Augen ihrer zwei Kinder von vier Faschisten in Willebroek verprügelt wurde", sagt er. "Es sind schwere Stunden, die Muslime in diesem Land sind in Gefahr."Sternstunde des Journalismus. Ein muslimischer Interessensvertreter berichtet von einem Freund gehört zu haben, dass dessen Nicht ihm berichtet habe von "Faschisten" verprügelt worden zu sein.
Es ist mittlerweile üblich, dass Journalisten nicht mehr recherchierte Fakten oder direkte Aussagen eines Interviewpartners veröffentlichen, sondern Hörensagen in gewünschter Form und am besten in der "er sagte, dass sie sagte" Form - so kann man noch darauf verweisen, dass dies ja nicht der eigenen Feder entstamme. Nebenbei: doch. Der Journalist, der sich entscheidet Informationen aus dritter Hand als eben solche zu verkaufen, der benutzt dafür seine Feder.
Es gibt ein reges und öffentliches muslimisches Leben in Brüssel. In Molenbeek, aber auch in anderen Stadtteilen tragen viele Frauen Kopftücher, und Männer gehen in traditionellen Gewändern zum Gebet in die Moscheen. Dass die Muslime als Bedrohung wahrgenommen werden, ist nicht neu.Woher das kommt, vergißt der Journalisten zu fragen oder gar zu schreiben. Brüssel, darauf verweisen fast ausnahmslos ALLE Politiker und Journalisten, hat mit seinem Stadteil Molenbeek eine der "Brutstätten" des islamistischen Terrorismus. Sowohl der Attentäter vom Brüsseler Jüdischen Museum (längst vergessen wie es scheint), als auch der verhinderte Thalys-Massenmörder lebten hier. Genauso wie mehrere der Täter aus Paris (1 und 2) sowie ein Teil der Waffen (wie mehrere Razzien allein in den letzten Monaten nachweisen konnten).
Unter den Tisch fällt auch die Festnahme des Pariser Attentäters Abdelslam, der nicht nur dort scheinbar einen Bezugspunkt hatte, sondern sich dort viele Wochen verstecken konnte - weil er von den Bewohnern gedeckt und versteckt wurde. Als die Polizei ihn festnahm kam es zur vom deutschen Journalisten so sehnlich herbeiphantasierten "Strassenschlacht" als Anwohner sich spontant versammelten und gegen die Festnahme aufbegehrten sowie mit Steinen nach der Polizei warfen.
Kurz gesagt, es sollte begrüßenswert sein, wenn eine in sich geschlossene Gesellschaft, die für ein extrem problematisches Umfeld bekannt ist, nun JEDE Form von Aufmerksamkeit bekommt, um daran etwas zu ändern.
Wenn Feministinnen in einem Stadteil, bekannt für seine Sexindustrie, sagen wir mal, die Reeperbahn, eine solche Demo abhalten oder in Kirchen auf den Altar springen, dann ist weder die Politik da noch die Medienwelt, um das Verhalten zu kritisieren oder gar zu unterbinden. Selbst wenn diese Feministinnen anfangen, Gewalt auszuüben wie Sachbeschädigung, körperliche Angriffe von der Torte über die Ohrfeige bis zu tritten und Farbanschlägen und Rufschädigung durch falsche Unterstellungen - selbst dann gibt es nichts Vergleichbares (in Relation). Im Gegenteil.
Hier darf provoziert und eskaliert werden.
Es gab in Belgien, England und Frankreich eine Reihe von Demos von Muslimen, die radikaler kaum sein könnten. Von Sprüchen wie "tot für XY" bis hin zu "Drillübungen" mit Anscheinswaffen in öffentlichen Parks war schon alles dabei. Auch hier, die Reaktion vermisst ähnliches.
Während es immer heisst, es sollte Meinungsfreiheit gelten und jeder sollte alles sagen können, so sind die Befindlichkeiten bestimmter Gruppen Sache geradezu heiliger Verehrung, während andere "vor den Bus geworfen" werden dürfen.
Statt die Auseinandersetzung mit und innerhalb der Muslime in Molenbeek zu födern und zu suchen, damit dieser Ort, von dem hunderte von Islamisten kommen endlich aufhören kann, potentielle und reale Terroristen zu produzieren.
Statt dessen wird weiter behauptet, was nichts in einer Recherche verloren hat - zumindest nicht in dieser Form.So erzählt ein muslimischer Regisseur:
Einmal, da war er im traditionellen Gewand, der Abaya, auf dem Weg in die Moschee, da wurde er von einem Auto angefahren. Am rechten Arm wurde er verletzt. Der Fahrer flüchtete. Allouchi zieht sich seither den Umhang erst nach der Ankunft in der Moschee an.Täglich werden Menschen angefahren. Gerade in Orten wie Molenbeek, wo schon ziemlich rechtsfreie Lebensgewohnheiten Einzug hielten. Weder konnte der Angefahrene irgendeinen Beweis erbringen, dass dies absichtlich geschah noch hat er auf den Täter verweisen können - der ist ja, aufgrund Flucht, unbekannt. Lediglich seine Interpretation des Geschehens wird hier als Beweis angeführt.
Wer sich die Bilder aus Molenbeek - und davon gibt es dieser Tage reichlich, ansieht, der stellt fest, dass "traditionelle Kleidung islamischer Art" Alltag ist. Von vollverschleierten Frauen bis hin zu Häckelkäppchen und lange Tunika tragenden Männern - sie sind so häufig auf den Strassen zu sehen, dass ein solcher Täter schon reichlich zu tun hätte... oder ein Unfallfahrer Probleme hätte eben NICHT jemanden in so einer Bekleidung zu treffen.
Das der Autor und vermutlich auch viele Leser die sich widersprechende Logik in den folgenden Sätzen nicht bemerken lässt mich weiter am Geisteszustand Europas zweifeln.
Da lamentiert der gewählte stellvertretende Bürgermeister, ein Mann namens Mohammed über gestiegene Fremdenfeindlichkeit in Folge weiterer, wiederholter Terrorangriffe - lässt nebenbei die wochenlange Sperrung der Stadt, die Terrorrazzien und die Fluchthilfe wie die pro-islamistischen Kundgebungen aus, und fordert, man müsse mit aller Macht gegen diese Folge des Besagten vorgehen.Die Stadt ist alarmiert. "Die Situation für uns ist besonders schmerzhaft und besorgniserregend", sagt Mohammed Ouriaghli, stellvertretender Bürgermeister von Brüssel, der "Welt". "Unser Land war Opfer von zwei Angriffen, die viele Todesopfer und Verletzte forderte."Die Terroranschläge hätten allerdings auch "andere Schäden" verursacht, warnt der Sozialdemokrat Ouriaghli. "Es muss ein Anstieg der Fremdenfeindlichkeit und Islamophobie befürchtet werden, und wir müssen alles tun, um das zu verhindern."
Was er damit meint ist nicht die systematische Vorgehensweise gegen Islamismus, Terrorsympathie usw. sondern die Aufhebung der Verfassungs- und Menschenrechte für diejenigen, die er als Fremdenfeinde, als Islamfeinde, generall als "die Problematischen" identifiziert. Nicht das, was passiert ist und weiterhin passiert, sondern das, was daraus erwachsen KÖNNTE ist für ihn Thema.
Und DAS ist es, was weiter Ressentiments, Hass und Ablehnung wachsen lässt. Würden die Bürger sehen, dass ihre Politiker, ihre Staaten und die Muslime selbst alle Zeit und Energie in die Veränderung der Umstände stecken würden, dann wüchsen die Bewegungen nicht wie Unkraut. So aber merken die Menschen mehr und mehr, dass es längst eine Unterscheidung gibt, welche die realen Verhältnisse umkehrt und jene als Opfer darstellt, aus deren Mitte Mörder und Terroristen stammen.
Der "Journalist" schließt seine Propaganda, oder besser Verfehmung, mit ein paar "wissenden" Worten.
Zum letzten Satz, der, in Umkehrung zum Rest des Artikels eine lange Erklärung in ein paar wenige Worte zusammenfasst, hier die ganze Erklärung:Diesen Dialog werden die Rechtsextremen allerdings nicht suchen. Sie pflegen eine kompromisslose Sprache. "Das Viertel von Molenbeek in Brüssel ist ein veritabler Hort von Islamisten und die logistische Basis von mehreren Terroristen", schreibt Génération Identitaire.Und es sei der richtige Ort für den Kampf gegen Islamismus. Das Viertel sei "ein Symbol des Kriegs, der sich nicht in Palmyra oder Mossul abspielt, sondern innerhalb unserer Mauern", heißt es in einem Aufruf. Immerhin: Das Demonstrationsverbot möchten die Rechten respektieren.
Natürlich ist Molenbeek der richtige Ort um Extremismus zu bekämpfen - denn dort wächst und gedeiht er. Das sieht auch die Polizei so, und etwas zu "bekämpfen", das ist nicht "Nazisprech" oder "Kriegsrhetorik" oder "Aufruf zu Gewalt" sondern Umgangssprache. "Bekämpft den Klimawandel", "Nieder mit der ungleichen Bezahlung", "tragt den Widerstand gegen Fremdenfeindlichkeit auf die Strassen" - alles Dinge, die alltäglich gesagt und geschrieben werden, ohne dass ein Tauber sofort vom Krieg phantasiert.
Abschließend ein paar Links zu Molenbeek.
Dschihadisten in Molenbeek.
Herr Tauber, Medienschaffende, unglaubliche Politiker: Molenbeek ist das Problem. Keine Demonstration.
Nachtrag: es kam doch zu Demonstrationen in Molenbeek. Was genau passierte, versuche ich noch herauszufinden, aber offenbar hielt sich keine Seite an das Demonstrationsverbot.
Nachtrag: es kam doch zu Demonstrationen in Molenbeek. Was genau passierte, versuche ich noch herauszufinden, aber offenbar hielt sich keine Seite an das Demonstrationsverbot.
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Sonntag, 13. März 2016
Anti-Flüchtlingsdemo in Berlin?
Tausende von Menschen, so die Nachrichten, haben in Berlin gegen die Flüchtlingspolitik demonstriert. Die Bilder der Medien zeigen verschiedene Fahnen, vom Freistaat Sachsen und der BRD bis hin zu den Fahnenideen des deutschen Widerstandes 1944 und dem Balkenkreuz mit Sprüchen der gleichen Ära darauf. Gerade die letzteren Fahnen, zusammen mit (fast oder ganz) kahlrasierten Schädeln dürften ein ziemlich deutliches Statement der Betreffenden abgeben.
Umso mehr erstaunt es dann manchen, doch sehr bürgerlich wirkende Menschen, ganz normale Familien und augenscheinlich durchschnittliche Bürger in der Demonstration wieder zu finden. Wer sich die Videos aufmerksam ansieht, bemerkt auch manchen Blick solcher Teilnehmer zu den Erstgenannten. Diese wirken m.E. irritiert, besorgt, teils abgestoßen, manchmal aber auch interessiert, gleichgültig usw.
Vermutlich haben sich diese Leute nie träumen lassen mal als "Rechte" zu gelten oder mit wirklichen Rechtsradikalen in einer Demo zu laufen. Vielleicht bereuen sie es auch oder sehen diese plötzlich anders. Man kann in die Köpfe der Menschen nicht hineinsehen.
Was aber diese Situation beinhaltet, ist eines: hätte unsere Politik und Medienwelt nicht grandios versagt und gemeinsam mit der AntiFa gnadenlos jeden kritischen oder verängstigten Menschen in einen Topf mit Rassisten und Fremdenfeinden geworfen, wäre solch eine Mischung heute noch genauso selten, wie vor sieben, acht oder neun Jahren.
Wenn sich Bürger genötigt sehen, Radikale zu dulden, weil diese nötige Handlungsenergie und Aufmerksamkeit bringen, dann ist der nächste Schritt nicht mehr weit - Schuld daran sind aber jene Verantwortliche, die sie in diese Ecke gedrängt haben und ihnen nicht zuhörten, als sie zivil einen würdigen Dialog führen, einen Protest vorbringen wollten.
Umso mehr erstaunt es dann manchen, doch sehr bürgerlich wirkende Menschen, ganz normale Familien und augenscheinlich durchschnittliche Bürger in der Demonstration wieder zu finden. Wer sich die Videos aufmerksam ansieht, bemerkt auch manchen Blick solcher Teilnehmer zu den Erstgenannten. Diese wirken m.E. irritiert, besorgt, teils abgestoßen, manchmal aber auch interessiert, gleichgültig usw.
Vermutlich haben sich diese Leute nie träumen lassen mal als "Rechte" zu gelten oder mit wirklichen Rechtsradikalen in einer Demo zu laufen. Vielleicht bereuen sie es auch oder sehen diese plötzlich anders. Man kann in die Köpfe der Menschen nicht hineinsehen.
Was aber diese Situation beinhaltet, ist eines: hätte unsere Politik und Medienwelt nicht grandios versagt und gemeinsam mit der AntiFa gnadenlos jeden kritischen oder verängstigten Menschen in einen Topf mit Rassisten und Fremdenfeinden geworfen, wäre solch eine Mischung heute noch genauso selten, wie vor sieben, acht oder neun Jahren.
Wenn sich Bürger genötigt sehen, Radikale zu dulden, weil diese nötige Handlungsenergie und Aufmerksamkeit bringen, dann ist der nächste Schritt nicht mehr weit - Schuld daran sind aber jene Verantwortliche, die sie in diese Ecke gedrängt haben und ihnen nicht zuhörten, als sie zivil einen würdigen Dialog führen, einen Protest vorbringen wollten.
Freitag, 15. Januar 2016
Eine Erweiterung zu: Bürgerwehren und das Gewaltmonopol: Ein weltfremder Justizminister! von Felix Honekamp
Das Phänomen: Bürgerwehren bilden sich. Nicht erst seit Silvester bzw. dem 4.1. als herauskam was vier Tage vorher passiert war, sondern schon seit den letzten Jahren, als die Einbruchswelle und der Verlust von Wertgegenständen sowie Vertrauen und Sicherheitsgefühl von der Polizei mit Aktionen wie "Riegel vor" beantwortet wurde. Also der Aufforderung sich zu verbunkern und sein Haus, seine Wohnung oder das Mietverhältnis für tausende von Euro aufzurüsten.
Schon damals wurde von NRW Innenminister Jäger u.a. kräftig gemotzt.
Jetzt sehen die Bürger sich genötigt, nicht nur auf Einbrecher zu achten, sondern auch auf potentielle Vergewaltiger und Räuber. Auch das ist nicht neu, das letzte Mal ist lediglich fast 200 Jahre her.
Herr Honekamp hat in einem sehr lesenswerten Artikel auf seinem Blog bzw. der "Freie Welt" ein paar Reaktionen eingefangen und eine, wie so oft, durchdachte und vielschichtige Stellungsnahme geschrieben.
An diese möchte ich an dieser Stelle anknüpfen.
Zuerst möchte ich ihm und unserem Minister widersprechen.
§127 Absatz 1
Das hat nichts mit "Polizei-Spielen" zu tun, sondern mit einem Rechtsstaat, in dem die Institutionen die Bürger nicht unter den Generalverdacht des Hassgedankens, der Selbstjustiz und der Gewalttätigkeit sowie Pauschalisierung stellen.
Zumindest bei Maas und Jäger ist dieses Vertrauen in Richtung der Bürger einfach nicht da. Wer einer Bürgerwehr sofort unterstellt, nicht nur Verbrecher abschrecken zu wollen und inflagranti ertappte Täter der Polizei zu übergeben, zumal in einem Bundesland, in welchem zahntausende von Notrufen nicht angenommen wurden, die Reaktionszeiten der Polizei unberechenbar sind und just eben in Köln 500 Frauen einem Mob ausgeliefert wurden, der demonstriert damit ein ungerechtfertigtes Vertrauen in die Polizei und ein ebenso ungerechtfertigtes Misstrauen in die Bevölkerung.
Denn zuerst an Tatorten sind vor allem Bürger. Die Beamten kommen meist erst, wenn sie gerufen werden und benötigen eine gewisse Anfahrtszeit. Es erschließt sich daraus, dass sie in der Regel "zu spät" dran sind, um ein Verbrechen zu verhindern. Was bleibt, ist meist das Geschehen zu dokumentieren und Ermittlungen aufzunehmen. Im Falle einer zerbrochenen Scheibe ist das halb so wild, allerdings so halbwild, dass die Polizei heute auch meist wegen Überlastung darauf verzichtet. Bei einem Mord ist das für das Opfer und seine Angehörigen hingegen eine extrem ungünstige und für die Überlebenden auch eine extrem belastende Situation.
Diese misstrauische, ja ablehende Haltung findet ihren Ausgang nicht bei den Beamten an den Schreibtischen. Diese haben die Daten immer und immer wieder vor Augen. Die Bürger, welche bei ihnen den kleinen Waffenschein beantragen sind i.d.R. nicht diejenigen, die ihnen Sorgen machen müssen.
Das wissen sie, und das lassen sie uns auch spüren. Irgendwo auf dem Weg aus diesem Büro aber müssen die Erfahrungswerte und Daten verloren gehen, dass, wie nun in Düsseldorf, die Polizei klare Stellung gegen den verantwortungsbewussten Bürger bezieht. Vermutlich spielen die Medien dabei eine ebenso wichtige Rolle, wie die reale Gefahr durch Rechtsextremisten.
Selbst die in der Vergangenheit vielfach wiederholten Aktionen für und Forderungen nach Zivilcourage, besonders nach dem Tod von Dominik Brunner 2009, scheint vergessen, wenn sie sich nicht nur auf "Hintern hoch, Zähne auseinander" bezieht. Einschreiten ja, aber nur selbstgefährdend unorganisiert.
Ein wichtiger Fakt wird dabei aber ignoriert: verschiedene Bundesländer nutzen bereits Bürger als Polizisten. Sogenannter Freiwilliger Polizeidienst, Sicherheitswacht oder auch Hilfspolizei (aber aufgrund der Verwendung des Begriffes 1933 ungern öffentlich so genannt), gibt es seit den frühen 60er Jahren in einem Bundesland und mittlerweile in insgesamt vier. Weitere sollen darüber nachdenken. Die Freizeitpolizisten, die diesen Job ehrenamtlich machen, erhalten eine kurze, meist weniger als drei Wochen, i.d.R. kaum mehr als ein Wochenendseminar dauerende Ausbildung bzw. erweiterte Einführung.
Weitere Bundesländer arbeiten daran.
Auch die bestehenden, traditionellen, dörflichen Strukturen zu nutzen, wäre eine Möglichkeit. Schützenvereine bestehen zumindest im ländlichen Raum meist aus einem respektablen Querschnitt der Gesellschaft und sind, schon wegen des Waffenbesitzes, meist gut kontrolliert. Auch hier würden sich Gespräche und mögliche, gut ausgearbeitete Programme anbieten.
Lieber aber wird weiter verdächtigt, unterstellt und beschimpft.
Natürlich macht der Kölner Stadtanzeiger daraus die Unterwanderung durch Rechtsradikale und die Teilname von brutalen Massenmördern. Immerhin sei ein Mitglied von "Dügida" (der Düsseldorfer Pegida) und einer von "Fortuna Terror" dabei - behauptet der Stadt Anzeiger und verweist auf "vorliegende Informationen. Er will damit sagen, dass die Versuche des Gründers keine Radikalen aufzunehmen nicht funktioniert habe, und bereits die Teilnahme an der Demonstration einen Bürger außerhalb von Recht und Ordnung stelle - was freilich diverse Politiker und Beamte nicht daran hindert, mit Teilnehmern von Occupy oder Antikapitalismus Aktionen in Kontakt zu bleiben. Die Zahl Grüner und Linker Politiker die bspw. mit der "Roten Hilfe" verbandelt ist, einem Verein der in den meisten Bundesländern als linksextremistisch gilt und Gewalt verherrlicht bzw. rechtfertigt (so beklagte der Verein eine Verunglimpfung der RAF - einer Organisation die Morde, Sprengfallen, Brandstiftung, Entführung uvm zu verantworten hat), sollte jeden aufhorchen lassen, der von "Rechtsstaat" spricht. Franziska Drohsel sei nur als ein Beispiel genannt, die dann auch offen in einem Cicero Streitgespräch zugab "die deutsche Nation politisch bekämpfen" zu wollen.
Ein Photo des Artikels zeigt die Beamten der Polizei, welche immer in der Nähe der ersten und letzten Wachrunde der Bürgerwehr blieben. Damit sprach die Polizei der Bürgerwehr ihr misstrauen aus - nein, sie verdächtigte sie viel mehr. Statt eine Streife in Reichweite zu haben, um sofort hinfahren zu können, wurde eine große Zahl an Beamten abgeordert, die in Rufweite blieben. Die Bürgerwehr hatte in ihren Augen also Ärger im Sinn. Und zwar großen.
Somit hatte die Bürgerwehr zwar auch ihr Ziel erreicht - mehr Polizei in dem Raum, aber natürlich sollte es jeden verwundern, warum dies möglich ist, wenn Bürger nach eigener Aussage versuchen Gesetze zur Geltung zu verhelfen, während im gefährlicher werdenden Alltag eine solche Präsenz fehlt. Hier erlebt der aufmerksame Bürger das gleiche Bild, wie in Köln. Als Frauen belästigt und vergewaltigt wurden, da fehlte deutschlandweit Polizeipräsenz - aber, als Pegida aufmarschierte, da war sie mehr als genug da.
Eine Wiederholung in Düsseldorf, die Jäger und der NRW Polizei nicht zum Ruhme gereicht.
Schon damals wurde von NRW Innenminister Jäger u.a. kräftig gemotzt.
Jetzt sehen die Bürger sich genötigt, nicht nur auf Einbrecher zu achten, sondern auch auf potentielle Vergewaltiger und Räuber. Auch das ist nicht neu, das letzte Mal ist lediglich fast 200 Jahre her.
Herr Honekamp hat in einem sehr lesenswerten Artikel auf seinem Blog bzw. der "Freie Welt" ein paar Reaktionen eingefangen und eine, wie so oft, durchdachte und vielschichtige Stellungsnahme geschrieben.
An diese möchte ich an dieser Stelle anknüpfen.
Zuerst möchte ich ihm und unserem Minister widersprechen.
Das Gewaltmonopol und das Gesetz
Nein, es ist nicht die alleinige Aufgabe des Staates, "Polizei zu spielen". Und es ist bedauerlich, dass unser Justizminister einmal mehr seine große Klappe und sein kleines Wissen unter Beweis stellt. Man möge mir den Ton verzeihen, aber der Mann ist eine solche Katastrophe aber eine solche mit einem solchen Getöse...§127 Absatz 1
Wird jemand auf frischer Tat betroffen oder verfolgt, so ist, wenn er der Flucht verdächtig ist oder seine Identität nicht sofort festgestellt werden kann, jedermann befugt, ihn auch ohne richterliche Anordnung vorläufig festzunehmen. Die Feststellung der Identität einer Person durch die Staatsanwaltschaft oder die Beamten des Polizeidienstes bestimmt sich nach § 163b Abs. 1.
Das hat nichts mit "Polizei-Spielen" zu tun, sondern mit einem Rechtsstaat, in dem die Institutionen die Bürger nicht unter den Generalverdacht des Hassgedankens, der Selbstjustiz und der Gewalttätigkeit sowie Pauschalisierung stellen.
Vertrauen ist keine Einbahnstrasse
Das ist sozusagen die Zustimmung ddie Umkehrung von Honekamps' Satz:Notwendig ist das Vertrauen der Bürger in den Staat, dass dieser – also insbesondere Regierung, Polizei und Gerichte – diese Gewalt effektiv ausübt, für die richtigen Dinge einsetzt.Notwendig ist auch das Vertrauen des Staates zu seinen und auf seine Bürger. Vertrauen ist keine Einbahnstrasse. Ist das Vertrauen verspielt, ist das Pochen auf ein Gewaltmonopol ein Stinkefinger der Arroganz.
Zumindest bei Maas und Jäger ist dieses Vertrauen in Richtung der Bürger einfach nicht da. Wer einer Bürgerwehr sofort unterstellt, nicht nur Verbrecher abschrecken zu wollen und inflagranti ertappte Täter der Polizei zu übergeben, zumal in einem Bundesland, in welchem zahntausende von Notrufen nicht angenommen wurden, die Reaktionszeiten der Polizei unberechenbar sind und just eben in Köln 500 Frauen einem Mob ausgeliefert wurden, der demonstriert damit ein ungerechtfertigtes Vertrauen in die Polizei und ein ebenso ungerechtfertigtes Misstrauen in die Bevölkerung.
Denn zuerst an Tatorten sind vor allem Bürger. Die Beamten kommen meist erst, wenn sie gerufen werden und benötigen eine gewisse Anfahrtszeit. Es erschließt sich daraus, dass sie in der Regel "zu spät" dran sind, um ein Verbrechen zu verhindern. Was bleibt, ist meist das Geschehen zu dokumentieren und Ermittlungen aufzunehmen. Im Falle einer zerbrochenen Scheibe ist das halb so wild, allerdings so halbwild, dass die Polizei heute auch meist wegen Überlastung darauf verzichtet. Bei einem Mord ist das für das Opfer und seine Angehörigen hingegen eine extrem ungünstige und für die Überlebenden auch eine extrem belastende Situation.
Diese misstrauische, ja ablehende Haltung findet ihren Ausgang nicht bei den Beamten an den Schreibtischen. Diese haben die Daten immer und immer wieder vor Augen. Die Bürger, welche bei ihnen den kleinen Waffenschein beantragen sind i.d.R. nicht diejenigen, die ihnen Sorgen machen müssen.
Das wissen sie, und das lassen sie uns auch spüren. Irgendwo auf dem Weg aus diesem Büro aber müssen die Erfahrungswerte und Daten verloren gehen, dass, wie nun in Düsseldorf, die Polizei klare Stellung gegen den verantwortungsbewussten Bürger bezieht. Vermutlich spielen die Medien dabei eine ebenso wichtige Rolle, wie die reale Gefahr durch Rechtsextremisten.
Selbst die in der Vergangenheit vielfach wiederholten Aktionen für und Forderungen nach Zivilcourage, besonders nach dem Tod von Dominik Brunner 2009, scheint vergessen, wenn sie sich nicht nur auf "Hintern hoch, Zähne auseinander" bezieht. Einschreiten ja, aber nur selbstgefährdend unorganisiert.
Ein wichtiger Fakt wird dabei aber ignoriert: verschiedene Bundesländer nutzen bereits Bürger als Polizisten. Sogenannter Freiwilliger Polizeidienst, Sicherheitswacht oder auch Hilfspolizei (aber aufgrund der Verwendung des Begriffes 1933 ungern öffentlich so genannt), gibt es seit den frühen 60er Jahren in einem Bundesland und mittlerweile in insgesamt vier. Weitere sollen darüber nachdenken. Die Freizeitpolizisten, die diesen Job ehrenamtlich machen, erhalten eine kurze, meist weniger als drei Wochen, i.d.R. kaum mehr als ein Wochenendseminar dauerende Ausbildung bzw. erweiterte Einführung.
Weitere Bundesländer arbeiten daran.
Mögliche Lösung
Statt also auf die Bürger, die nicht einfach nur mehr Sicherheit wollen sondern sogar große Opfer zu bringen bereit sind, zu schimpfen und ihnen arrogante Belehrungen und Unterstellungen zuzurufen, wäre es doch eine willkommene Gelegenheit, ihnen Selbstvertrauen und Staatsnähe zu vermitteln. Solche Programme auszubauen und sowohl die Sicherheit als auch den sozialen Frieden zu stärken ist doch kein ferner Gedanke.Auch die bestehenden, traditionellen, dörflichen Strukturen zu nutzen, wäre eine Möglichkeit. Schützenvereine bestehen zumindest im ländlichen Raum meist aus einem respektablen Querschnitt der Gesellschaft und sind, schon wegen des Waffenbesitzes, meist gut kontrolliert. Auch hier würden sich Gespräche und mögliche, gut ausgearbeitete Programme anbieten.
Lieber aber wird weiter verdächtigt, unterstellt und beschimpft.
Aktuelle Entwicklung
Abschließend eine aktuelle Meldung Meldung dazu: die Düsseldorfer Bürgerwehr hat bereits aufgegeben (oder besser aufgeben müssen). Als Grund wird die Angst des Gründers Tofigh Hamid angegeben:"Die Gefahr besteht, dass jemand von euch in einen politischen Streit verwickelt wird, obwohl wir nur Menschen sind, die für mehr Frieden ihre Freizeit opfern."
Natürlich macht der Kölner Stadtanzeiger daraus die Unterwanderung durch Rechtsradikale und die Teilname von brutalen Massenmördern. Immerhin sei ein Mitglied von "Dügida" (der Düsseldorfer Pegida) und einer von "Fortuna Terror" dabei - behauptet der Stadt Anzeiger und verweist auf "vorliegende Informationen. Er will damit sagen, dass die Versuche des Gründers keine Radikalen aufzunehmen nicht funktioniert habe, und bereits die Teilnahme an der Demonstration einen Bürger außerhalb von Recht und Ordnung stelle - was freilich diverse Politiker und Beamte nicht daran hindert, mit Teilnehmern von Occupy oder Antikapitalismus Aktionen in Kontakt zu bleiben. Die Zahl Grüner und Linker Politiker die bspw. mit der "Roten Hilfe" verbandelt ist, einem Verein der in den meisten Bundesländern als linksextremistisch gilt und Gewalt verherrlicht bzw. rechtfertigt (so beklagte der Verein eine Verunglimpfung der RAF - einer Organisation die Morde, Sprengfallen, Brandstiftung, Entführung uvm zu verantworten hat), sollte jeden aufhorchen lassen, der von "Rechtsstaat" spricht. Franziska Drohsel sei nur als ein Beispiel genannt, die dann auch offen in einem Cicero Streitgespräch zugab "die deutsche Nation politisch bekämpfen" zu wollen.
Ein Photo des Artikels zeigt die Beamten der Polizei, welche immer in der Nähe der ersten und letzten Wachrunde der Bürgerwehr blieben. Damit sprach die Polizei der Bürgerwehr ihr misstrauen aus - nein, sie verdächtigte sie viel mehr. Statt eine Streife in Reichweite zu haben, um sofort hinfahren zu können, wurde eine große Zahl an Beamten abgeordert, die in Rufweite blieben. Die Bürgerwehr hatte in ihren Augen also Ärger im Sinn. Und zwar großen.
Somit hatte die Bürgerwehr zwar auch ihr Ziel erreicht - mehr Polizei in dem Raum, aber natürlich sollte es jeden verwundern, warum dies möglich ist, wenn Bürger nach eigener Aussage versuchen Gesetze zur Geltung zu verhelfen, während im gefährlicher werdenden Alltag eine solche Präsenz fehlt. Hier erlebt der aufmerksame Bürger das gleiche Bild, wie in Köln. Als Frauen belästigt und vergewaltigt wurden, da fehlte deutschlandweit Polizeipräsenz - aber, als Pegida aufmarschierte, da war sie mehr als genug da.
Eine Wiederholung in Düsseldorf, die Jäger und der NRW Polizei nicht zum Ruhme gereicht.
Die Gefahr
besteht, dass jemand von euch in einen politischen Streit verwickelt
wird, obwohl wir nur Menschen sind, die für mehr Frieden Ihre Freizeit
opfern
Angst vor Streit auf der Straße: Düsseldorfer Bürgerwehr gibt auf | NRW - Kölner Stadt-Anzeiger - Lesen Sie mehr auf:
http://www.ksta.de/nrw/buergerwehr-sote-duesseldorf-gibt-auf,27916718,33524878.html#plx1205188779"Die Gef
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opfern
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besteht, dass jemand von euch in einen politischen Streit verwickelt
wird, obwohl wir nur Menschen sind, die für mehr Frieden Ihre Freizeit
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Die Gefahr
besteht, dass jemand von euch in einen politischen Streit verwickelt
wird, obwohl wir nur Menschen sind, die für mehr Frieden Ihre Freizeit
opfern
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Donnerstag, 7. Januar 2016
Liebe Bloggerkollegen
Wir stehen an einem entscheidenden Punkt. Darum hoffe ich, mit dem folgenden Text ein wenig zum Nachdenken anzuregen.
Viele von euch fordern momentan auf, nicht zu pauschalisieren, "nicht einfach drauf" zu gehen. Damit sprecht ihr darüber, dass die Dummschwätzer, meist in Foren, Kommentarbereichen oder bei bestimmten Veranstaltungen und Parteien darüber schwadronieren, alle auszuweisen oder schlimmeres zu unternehmen. Vielleicht spielt ihr auch auf die Verbrecher an, die Heime anzünden, manchmal das leerstehende Gebäude aber manchmal auch ein bewohntes.
Letztere haben aber keinen Grund nötig. Es ist die gleiche Denkweise, wie seinerzeit in Rostock und Solingen. Das sind Menschen, die hassen und die zur Gewalt greifen. Das taten sie damals ohne realen Grund, und das tun sie auch heute. Lasst uns dieses Problem also als eigenständiges begreifen und angehen. Denn pauschalisierenden Vorwürfen gegen AfD, Pegida und konservativen und / oder katholischen Aktivisten, sie seien die geistigen Brandstifter dazu zum Trotz.
Macht euch bitte klar, was die Diskussion über Pauschalisierung und Differenzierung im Moment bedeutet.
Wir haben ein Problem, ein neues, ein importiertes. Wir haben Opfer zu umsorgen. Weit über hundert Opfer, in aller Öffentlichkeit, in einer Nacht - und das ist nicht vergleichbar mit allem, was wir hier in Deutschland seit dem Weltkrieg erlebt haben, schon gar nicht mit einem Alkoholzelebtrationstreffen wie dem Oktoberfest.
Zu den ersten Reaktionen der Stadt Köln gehörten Verleugnung ("friedliche Silvesternacht"), Desinformation ("keine Informationen über die Täter") und schließlich als erste direkte Reaktion Worte wie "Missverständnisse vermeiden" und "unangemessen Flüchtlinge zu verdächtigen" - letzteres über die Haarspalterei ob Asylbewerber aus dem letzten Jahr wohl auch Flüchtlinge genannt werden dürften.
Wärt ihr ein Verbrechensopfer und würdet solche Worte auf euer Hilfegesuch hören - wie würdet ihr euch fühlen?
Wir sind noch immer in der Reaktionsphase - und in ihr sich Sorgen um die Gruppe aus der die Täter kamen und in der sie bislang unerkannt, nicht gemeldet und nicht identifiziert verschwanden, statt alles zu tun um den Opfern zu helfen, sie zu trösten und durch direkte Maßnahmen wieder ein Gefühl von Sicherheit zu ermöglichen ist arm und empörend. Ich bin wirklich kein Feminist im aktuellen Wortsinn, aber im alten. Und wenn jemand solch ein Verbrechen begeht, dann ist meine erste Reaktion mich an die Gruppe zu wenden, in der ich den Täter weiß und solange nachzufragen und einen Weg zu bahnen, bis ich den Täter habe. Und da ist es mir egal, ob dieser ein katholischer Priester, ein amerikanischer Tourist, ein jüdischer Geschäftsmann, irgendein alter, weißer Mann oder ein türkischer DITIP-Beamter ist. Und wenn es aus einer Gruppe viele oder sogar sehr viele sind, und die Gruppe springt nicht sofort zur Hilfe, hilft auch nicht die Täter zu finden, dann gehe ich auch mit der Gruppe ins Gericht. Neben der direkten Tat ist hier auch die unterlassene Hilfeleistung, die Beihilfe und die Verschleierung ein Verbrechen - und damit wächst die Zahl der Täter in der Nacht nochmal beträchtlich - und noch immer kann man darüber nicht jeden "Norafrikaner und Araber" pauschal zur Verantwortung ziehen. Das wir aber anders an diese Gruppen, an das bei diesen vorhandene Denken herangehen müssen, dass wir nun offen und schonungslos das Problem anerkennen und bearbeiten, dass sind wir den Opfern und den zukünftigen potentiellen Opfern schuldig.
Das Verbrechen wird nicht pauschalisiert. Es wird außer bei Radikalen nirgendwo behauptet, ALLE wären so und wären aktiv beteiligt. Aber es wird festgestellt, dass es überhaupt passiert und das diese Denkweise verbreitet ist. Schaut euch die Frauensituation in Nordafrika an, seht euch die Videos vom Tahrir-Platz an, bei dem Gasflaschen als Flammenwerfer genutzt werden müssen, um den Mob von einer Frau mitten auf dem Platz zu bekommen. Seht euch an wie vergewaltigte Frauen in Afghanistan, Pakistan, Bangladesh gesteinigt oder mit ihren Vergewaltigern verheiratet werden - weil man ihnen die Schuld gibt. Erinnert euch an die Europäerinnen, die in Quatar oder Saudi-Arabien oder Kuwait vergewaltigt wurden und als sie Anzeige erstatteten verhaftet - aus dem gleichen Grund.
Lest die Schlagzeilen von vor zwei Wochen, als gemeldet wurde, dass noch immer 1/3 der Ehen in der Türkei mit minderjährigen Mädchen geschlossen werden und vergleicht das mit der Warnung, wie viele Türkinnen in Deutschland von Zwangsheirat bedroht sind.
Geht in Freibäder in Berlin, im Pott oder in Köln und seht euch das Verhalten der "jungen Männergruppen" an, fragt die Bademeister und lest, wie oft die Polizei anrückt und die Bäder schliesst. Googlet nach der "Refugee welcome" Boot Party aus Bonn.
Es ist völlig Latte, ob dieses Verhalten und diese Denkweise 4 oder 8 von 10 junge Männer mit "Migrations- oder Fluchthintergrund" betrifft. Es tritt häufiger und heftiger auf, als in unserer Gesellschaft üblich. Macht diese Verbrecher nicht sakrosankt, weil sie einer bestimmten Gruppe entspringen und macht ihre "gnadenlose Strafverfolgung" und "harte Bestrafung" nicht zu etwas bemerkenswertem - denn das sollte sie nicht sein. Es sollte selbstverständlich sein und kein Mittel, die Diskussion eines besonderen Umstandes zu beenden.
Relativiert nicht, indem ihr eine Silvesternacht am Bahnhof mit einem Bierfest vergleicht und die dort gut dokumentierten und strafverfolgten Belästigungen und Vergewaltigungen einzelner durch einzelne mit dem vergleicht, was in Köln passierte.
Genau das unternehmt ihr aber, wenn ihr lieber darüber diskutiert, was passieren könnte als über das, was passiert.
Ich kann nur für mich und meine Familie sprechen - aber jetzt will ich erstmal die besagte gnandelose Strafverfolgung und eine ebenso gnadenlose Aufarbeitung sehen. Ich will dieses Problem gelöst sehen. Ich will mir keine Sorgen um meine kleine, blonde Tochter machen und nicht um meine Erwachsene, wunderschöne und beste Ehefrau von allen.
Und wenn aus den Brandstiftern der Rechtsradikalen eine ebensolche verbreitete Alltagshaltung und -handlung wird, dann bin ich gerne bereit mich im Schulterschluss mit euch auch dagegen zu stellen. Aber jedes Problem zu seiner Zeit.
Wehret den Anfängen - dafür ist es schon zu spät.
Viele von euch fordern momentan auf, nicht zu pauschalisieren, "nicht einfach drauf" zu gehen. Damit sprecht ihr darüber, dass die Dummschwätzer, meist in Foren, Kommentarbereichen oder bei bestimmten Veranstaltungen und Parteien darüber schwadronieren, alle auszuweisen oder schlimmeres zu unternehmen. Vielleicht spielt ihr auch auf die Verbrecher an, die Heime anzünden, manchmal das leerstehende Gebäude aber manchmal auch ein bewohntes.
Letztere haben aber keinen Grund nötig. Es ist die gleiche Denkweise, wie seinerzeit in Rostock und Solingen. Das sind Menschen, die hassen und die zur Gewalt greifen. Das taten sie damals ohne realen Grund, und das tun sie auch heute. Lasst uns dieses Problem also als eigenständiges begreifen und angehen. Denn pauschalisierenden Vorwürfen gegen AfD, Pegida und konservativen und / oder katholischen Aktivisten, sie seien die geistigen Brandstifter dazu zum Trotz.
Macht euch bitte klar, was die Diskussion über Pauschalisierung und Differenzierung im Moment bedeutet.
Wir haben ein Problem, ein neues, ein importiertes. Wir haben Opfer zu umsorgen. Weit über hundert Opfer, in aller Öffentlichkeit, in einer Nacht - und das ist nicht vergleichbar mit allem, was wir hier in Deutschland seit dem Weltkrieg erlebt haben, schon gar nicht mit einem Alkoholzelebtrationstreffen wie dem Oktoberfest.
Zu den ersten Reaktionen der Stadt Köln gehörten Verleugnung ("friedliche Silvesternacht"), Desinformation ("keine Informationen über die Täter") und schließlich als erste direkte Reaktion Worte wie "Missverständnisse vermeiden" und "unangemessen Flüchtlinge zu verdächtigen" - letzteres über die Haarspalterei ob Asylbewerber aus dem letzten Jahr wohl auch Flüchtlinge genannt werden dürften.
Wärt ihr ein Verbrechensopfer und würdet solche Worte auf euer Hilfegesuch hören - wie würdet ihr euch fühlen?
Wir sind noch immer in der Reaktionsphase - und in ihr sich Sorgen um die Gruppe aus der die Täter kamen und in der sie bislang unerkannt, nicht gemeldet und nicht identifiziert verschwanden, statt alles zu tun um den Opfern zu helfen, sie zu trösten und durch direkte Maßnahmen wieder ein Gefühl von Sicherheit zu ermöglichen ist arm und empörend. Ich bin wirklich kein Feminist im aktuellen Wortsinn, aber im alten. Und wenn jemand solch ein Verbrechen begeht, dann ist meine erste Reaktion mich an die Gruppe zu wenden, in der ich den Täter weiß und solange nachzufragen und einen Weg zu bahnen, bis ich den Täter habe. Und da ist es mir egal, ob dieser ein katholischer Priester, ein amerikanischer Tourist, ein jüdischer Geschäftsmann, irgendein alter, weißer Mann oder ein türkischer DITIP-Beamter ist. Und wenn es aus einer Gruppe viele oder sogar sehr viele sind, und die Gruppe springt nicht sofort zur Hilfe, hilft auch nicht die Täter zu finden, dann gehe ich auch mit der Gruppe ins Gericht. Neben der direkten Tat ist hier auch die unterlassene Hilfeleistung, die Beihilfe und die Verschleierung ein Verbrechen - und damit wächst die Zahl der Täter in der Nacht nochmal beträchtlich - und noch immer kann man darüber nicht jeden "Norafrikaner und Araber" pauschal zur Verantwortung ziehen. Das wir aber anders an diese Gruppen, an das bei diesen vorhandene Denken herangehen müssen, dass wir nun offen und schonungslos das Problem anerkennen und bearbeiten, dass sind wir den Opfern und den zukünftigen potentiellen Opfern schuldig.
Das Verbrechen wird nicht pauschalisiert. Es wird außer bei Radikalen nirgendwo behauptet, ALLE wären so und wären aktiv beteiligt. Aber es wird festgestellt, dass es überhaupt passiert und das diese Denkweise verbreitet ist. Schaut euch die Frauensituation in Nordafrika an, seht euch die Videos vom Tahrir-Platz an, bei dem Gasflaschen als Flammenwerfer genutzt werden müssen, um den Mob von einer Frau mitten auf dem Platz zu bekommen. Seht euch an wie vergewaltigte Frauen in Afghanistan, Pakistan, Bangladesh gesteinigt oder mit ihren Vergewaltigern verheiratet werden - weil man ihnen die Schuld gibt. Erinnert euch an die Europäerinnen, die in Quatar oder Saudi-Arabien oder Kuwait vergewaltigt wurden und als sie Anzeige erstatteten verhaftet - aus dem gleichen Grund.
Lest die Schlagzeilen von vor zwei Wochen, als gemeldet wurde, dass noch immer 1/3 der Ehen in der Türkei mit minderjährigen Mädchen geschlossen werden und vergleicht das mit der Warnung, wie viele Türkinnen in Deutschland von Zwangsheirat bedroht sind.
Geht in Freibäder in Berlin, im Pott oder in Köln und seht euch das Verhalten der "jungen Männergruppen" an, fragt die Bademeister und lest, wie oft die Polizei anrückt und die Bäder schliesst. Googlet nach der "Refugee welcome" Boot Party aus Bonn.
Es ist völlig Latte, ob dieses Verhalten und diese Denkweise 4 oder 8 von 10 junge Männer mit "Migrations- oder Fluchthintergrund" betrifft. Es tritt häufiger und heftiger auf, als in unserer Gesellschaft üblich. Macht diese Verbrecher nicht sakrosankt, weil sie einer bestimmten Gruppe entspringen und macht ihre "gnadenlose Strafverfolgung" und "harte Bestrafung" nicht zu etwas bemerkenswertem - denn das sollte sie nicht sein. Es sollte selbstverständlich sein und kein Mittel, die Diskussion eines besonderen Umstandes zu beenden.
Relativiert nicht, indem ihr eine Silvesternacht am Bahnhof mit einem Bierfest vergleicht und die dort gut dokumentierten und strafverfolgten Belästigungen und Vergewaltigungen einzelner durch einzelne mit dem vergleicht, was in Köln passierte.
Genau das unternehmt ihr aber, wenn ihr lieber darüber diskutiert, was passieren könnte als über das, was passiert.
Ich kann nur für mich und meine Familie sprechen - aber jetzt will ich erstmal die besagte gnandelose Strafverfolgung und eine ebenso gnadenlose Aufarbeitung sehen. Ich will dieses Problem gelöst sehen. Ich will mir keine Sorgen um meine kleine, blonde Tochter machen und nicht um meine Erwachsene, wunderschöne und beste Ehefrau von allen.
Und wenn aus den Brandstiftern der Rechtsradikalen eine ebensolche verbreitete Alltagshaltung und -handlung wird, dann bin ich gerne bereit mich im Schulterschluss mit euch auch dagegen zu stellen. Aber jedes Problem zu seiner Zeit.
Wehret den Anfängen - dafür ist es schon zu spät.
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