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Dienstag, 21. Juni 2016

Politik und Gewalt

Es ist erst wenige Tage her, da wurde die englische Abgeordnete des House of Commons Jo Cox von einem Rechtsradikalen mit einer selbstgebauten Pistole erschossen der anschließend noch auf sie einstach.
Der Schock über diesen Mord an einer jungen Mutter wegen ihrer Politik und politischen Aktivitäten sitzt tief und der Vergleich zum Anschlag auf die heutige Kölner Bürgermeisterin Reker drängt sich auf.
An diesem Wochenende kam es zu einem weiteren Zwischenfall. Ein 20jähriger Brite versuchte auf einer Wahlkampfveranstaltung von Donald Trump die Waffe eines Polizisten zu ziehen um den Politiker zu erschießen. Er hatte am Tag zuvor gelernt, wie man eine Waffe handhabt. Zwar ist dieser Mordversuch sehr dilettantisch und von Anfang an zum scheitern verurteilt, aber er gehört in die aktuelle Reihe von Gewalt in der Politik. Es ist auch nicht der erste Versuch, mit Gewalt an Trump heranzukommen.
Hier in Deutschland sieht es nicht viel anders aus. Ich will an dieser Stelle auch nicht meine Meinung kundgeben, wer hier Verantwortlich oder welche Seite eher aktiv ist.
Es geht schlicht um eine bemerkenswerte Tatsache. Wir sind weg von Ohrfeigen, faulen Eiern und Buhrufen. Torten und nackte Brüste erscheinen mittlerweile ebenfalls fast schon überholt und können bestenfalls auf führende Linke oder in Kombination noch journalistisches Interesse erwecken.
Die blanke Gewalt mit dem Ziel zu verletzen oder zu töten zieht ein. Sprengsätze an Parteibüros, Kopfsteine die gezielt auf Personen geworfen oder geschlagen werden, Messerangriffe, Schüsse.
In den USA, in England, in Frankreich und in Deutschland.
Was sagt das über unsere "freie Gesellschaft", unsere viel zitierten "Werte", die Sicherheit und Demokratie, für die wir uns so gerne auf die Schultern klopfen?
Was sagt das über die Richtung, in der wir uns bewegen?

Dienstag, 29. März 2016

Gewalt und Liebe

Pieter Bruegels "Sturz der rebellierenden Engel"
Ob der Leiter der katholischen Bischofskonferenz oder die ehemalige Präses der evangelischen Kirche, ob Grüne Jugendchefin oder integrationspolitische Sprecher - sie alle verweisen darauf, dass wir den Terroristen, ihren An- und Bewerbern mit Liebe entgegentreten sollten. Feindesliebe als Gebot der Stunde.
Liebe und Gewalt stehen aber ohnehin in vielfältiger Beziehung. Manche Menschen ertragen aus Liebe Gewalt. Natürlich allen voran Jesus und die Märtyrer, die aus Liebe zu Gott, der Kirche, den Menschen oder allgemein ihrer Religion durch Qualen bis in den Tod gehen. Oder Opfer häuslicher Gewalt, die aus Liebe immer wieder Glauben, dass ihr Mann, Freund, Ehefrau oder Freundin diesmal wirklich bereut und sich ändert. Oder das die Eltern aus Liebe zugeschlagen haben.

Und auch hier kann man, wenn auch aus unserer heutigen Sicht schwerer verständlich, Liebe und Gewalt Hand in Hand sehen - wenn Eltern versuch(t)en ihre Kinder zu erziehen, auf die Welt vorzubereiten, ihnen Regeln beizubringen und dabei auch zu Körperstrafen greifen. "Das tut mir mehr weh als Dir" mag zwar eine Phrase sein - aber ein Kern ist bei manchem wohl drin.

Nicht zu vergessen, die sexualisierte Gewalt. Die SadoMaso-Anhänger, die "Fesselspiel"-Shade-of-Grey-Fans und leider auch die Vergewaltiger, kindesmissbrauchenden Perversen und was es da noch so alles gibt, denen Gewalt die Liebe in der Sexualität ersetzt.

Natürlich sind dies nicht die Formen, die Marx oder Käßmann meinen. Sie meinen die besagte Feindesliebe. Einem Hassenden mit Liebe und offenem Herzen begegnen und ihn so entwaffnen.
Das Konzept ist toll. Und es mag manches Mal funktionieren. Ein Feind, der in den Krieg zieht, weil er muss. Ein Feind, der sich ergeben hat und auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist. Ein Feind, der glaubt, gegen das Böse, gegen grausame und herzlose Gegner zu ziehen.
Ja, auch ein Individuum, dass sich gegen alles stellt, weil es keine Liebe kennt kann durch die Liebe umgestimmt werden. All das ist vorstellbar.

Aber es gibt auch in der christlichen Religion die Einsicht, dass mitunter ein Kampf nicht zu vermeiden ist. Wie wir als Sieger die Sache dann beenden, das hängt von unseren Überzeugungen und vom Verhalten der Gegner ab.
Die Forderung den Terroristen mit Liebe entgegen zu treten ist an Schwachsinnigkeit, an Selbstaufgabe und -verleugnung völlig daneben und zeugt in meinen Augen von Geistesschwäche und einer einseitigen Theologie, die nie in der Realität ankam. Sätze und Forderungen von Menschen, denen noch nie ein Messer an den Hals gehalten wurde, deren Kinder nicht auf einem Spielplatz in die Luft gesprengt, deren Hund nicht als Warnung geköpft und sein Haupt an die Eingangstür genagelt wurde. Deren Nachbarn nicht vergewaltigt und zerstückelt, die Tochter nicht entführt, zwangsislamisiert und durch Vergewaltigung geschwängert wurde.
Es ist diesen Opfern von Gewalt und Terror gegenüber eine Ungerechtigkeit die sich kaum beschreiben lässt, wenn Menschen behaupten, durch Liebe könne man diese Gewalt aufhalten oder gar besiegen. Die Täter bekehren. Sie reiht sich ein in das merkelsche Geseiere, man müsse nur mehr in die Kirche gehen, um eine Islamisierung zu stoppen.

Schuster bleib bei deinen Leisten - diesen Spruch sollten sich auch diejenigen zu Herzen nehmen, die eine Strategie vorschlagen wollen, ohne auch nur die leiseste Vorstellung zu haben, wie es im Krieg, im Kampf, ja während eines Anschlages zugeht.
Zur Erinnerung (die folgenden Videos sind nicht für Kinder geeignet): Gnade ist in den Augen der islamischen Terroristen eine Schwäche, die es zu bestrafen gilt.

Tamara Fogel ist heute 17 Jahre alt. Frau Käßmann, Herr (!) Marx, reisen Sie nach Israel und sprechen Sie mit ihr. Erzählen Sie ihr, von Ihrer tollen Idee. Und dann sehen Sie sich die Bilder an, hören Sie sich die Berichte der Polizei und des Mädchens an. Sprechen Sie mit den durch EU Fördergelder und den "Märtyergaben" der palästinensischen Behörden weiterhin unterstützten Mördern. Ich kann nur hoffen, dass Sie dann begreifen, dass so manches Böse nicht mit Liebe geändert werden kann sondern nur zum eigenen Schutz bekämpft.
Michael besiegt Luzifer, Luca Giordano

Montag, 15. Februar 2016

Calais und seine Flüchtlinge

Calais war schon oft ein Spiegel für die Geschehnisse seiner Zeit. So auch derzeit. Nahe Calais haben illegale Migranten, die sich durch den Eurotunnel einen Weg nach England in dessen Sicherheit und Sozialsysteme erhoffen, ein Lager errichtet, das sie "Jungle" nennen, mitunter auch "New Jungle". Die Berichte darüber haben im Sommer noch die Titelseiten belegt, ebenso wie die spektakulären Versuche auf LKWs zu klettern oder zu Fuß durch den engen Tunnel zu laufen. Daraus resultierten natürlich verstärkte Kontrollen und immer wieder mussten Hundertschaften der Polizei eingreifen.
Im Januar versuchten dann einige "Flüchtlinge" sich mit Gewalt Zugang zu einer Fähre zu verschaffen.

Karte der Region. Quelle: TheGuardian
Diejenigen, die scheiterten kehrten am Abend frustriert in ihre nach Ethnien unterteilten Ecken im Lager zurück - und mussten durch Teile Calais.
Dabei  machten sie sich dann Luft, demolierten Autos, versuchten in Häuser einzudringen, bedrohten die Bewohner.


(Wie immer, sollte jemand Sprachprobleme haben, bitte melden)
Dazu kommt, dass die Touristen ausbleiben. Die Regulären aufgrund der Situation, die englischen Einkäufer aufgrund der gesunkenen preislichen Vorteile beim Shopping in Frankreich. Darüber müssen nun Läden, ja sogar Einkaufsmärkte großer Ketten schließen. Der Tod der Region rückt näher.

Und es geht auch in und um den "Jungle" nicht friedlich zu. Die Ethnien liegen z.T. im Clinch miteinander, Gewalt, Brandstiftung, Diebstahl und Übergriffe aller Art sind verbreitet. Reporter wurden vor laufender Kamera mit vorgehaltenem Messer beraubt.
Im Laufe des Novembers wurden immer wieder Polizeibeamte verletzt, bis sie im Dezember anfingen, gezielte Razzien und Festnahmen durchzuführen.
All dies führt zu dem, was die Bewohnerin im Video ausdrückt. Sie sind verzweifelt, fühlen sich allein gelassen und ausgeliefert. Die Beamten sind frustriert, fühlen sich verheizt.
Darauf aufbauend, nicht als Entschuldigung, aber zur Erklärung kommen nun Berichte der freiwilligen Helfer und von Ärzte ohne Grenzen, die von Gewalt gegen Bewohner des Camps berichten, von z.T. Uniformierten Gruppen, die Migranten abholen würden, um sie außerhalb des Lagers schwer zu misshandeln. Sogar von Messerstichen ist die Rede.
Ich hege keinen Zweifel daran, dass es Gewalt dieser Art gibt - was die Menge und Schwere der Angriffe angeht aber sehr wohl. So berichten die Helfer von ca. 50 Verletzten - während die inneren Streitigkeiten angeblich keine Verletzten mehr produzieren würden...
Währenddessen haben die angeblich untätigen Polizisten sieben Männer festgenommen, die sie rassistisch motivierter Übergriffe verdächtigen. 
Diese Nachrichten sind natürlich für unsere Medienschaffenden und "Hilfsbereiten" gute Nachrichten, denn "ihre Opfer" werden darin zu "Opfern der Anderen". Da muss man sich dann nicht mit der Situation vor Ort auseinander setzen. Und kann die nun anstehende Räumung des Lagers kritisieren - ganz gleich wie illegal die ganze Sache von Anfang an war.

Und so ist Calais Europa im Kleinen. Illegal Eingereiste werden von Menschen, die es entweder gut meinen oder sich selbst gut fühlen wollen, hofiert, beschützt, geschult und gedrillt, während sie selbst ihre Ziele mit allen Mitteln durchzusetzen gedenken und dabei eine ganze Stadt terrorisieren und zugrunde richten. Für Rassisten und Fremdenhasser ein Grund oder eine Entschuldigung, für viele andere ein Schock und eine reale Bedrohung. Es folgen neben vehementen aber diffamierten oder ignorierten Protesten Übergriffe ohne jede Differenzierung. Der Staat steht daneben und sieht zu, die Individuen machtlos, der Staat willenlos. Als er endlich eingreift wenden sich besagte "Helfer" und die Medien sofort gegen ihn.

Es ist eine verzwickte Situation und nicht leicht zu lösen, wollen wir menschlich, christlich aggieren. Das gilt aber in beide Richtungen. Die Augen vor den Problemen, die jene Menschen bei der Durchsetzung ihres Willens verursachen, dem Leid das sie sich in erster Linie selbst aber eben auch anderen zufügen zu verschließen und mit dem Finger nur auf die Bewohner zu zeigen wird die Situation nur weiter und weiter eskalieren lassen.

Dienstag, 2. Februar 2016

Die Lage ist völlig unter Kontrolle - denn sowas passiert nicht unseren Politikern oder Journalisten

Was soll man da noch schreiben. Ich weiß es nicht. Außer vielleicht, dass in meinem Umfeld immer kuriosere Verhaltensformen aus der blanken Angst und Panik geboren werden - und zwar nicht, weil es so super sicher ist, solche Dinge so selten passieren, sondern weil mittlerweile so viele Leute von solchen Ereignissen aus eigener Erfahrung oder eigenem Erleben berichten können.

Hier der Hintergrund dazu.

Neulich in Schweden...:


Alltag 2016


Drei kleine syrische Kinder vermutlich vom eigenen Vater aus dem Fenster geworfen


Mal abgesehen von dem, was in einer nahegelegenen Unterkunft passierte berichten immer mehr Frauen und Mädchen entweder von eigenen Erfahrungen dieser Art oder von Verwandten und Freunden, denen sowas passierte. Eine Freundin wehrte sich dagegen, dass solche Dinge so oft vorkämen, nur um dann in der anschließenden Diskussion von einem kürzlich erfolgten eigenen Erlebnis in der S Bahn zu berichten und mitten in der Erzählung die eigene Verdrängung selbst zu bemerken und sich zu wundern.

Natürlich geht es hier nur um Emotionen - aber das Ausbleiben jeglicher Reaktion, jeglichen Mitgefühls, jeglicher Maßnahmen etwas zu ändern außer ein paar Razzien deren Folgen faktisch bei Null liegen macht die Sache extrem frustrierend.
Mal abgesehen von ein paar Nazis, Rassisten und Fremdenfeinden, die ohnehin keinen Anlaß benötigten um jemanden anderer Hautfarbe zu verprügeln oder eine Feuer zu legen dürfte dies zur zunehmenden gereizten Stimmung einen wesentlichen Beitrag leisten.
Im Interesse des Friedens, der Demokratie und aller Beteiligten wird es langsam Zeit, dass die Politik mehr liefert als Feindbilder, Aufrufe und Parolen.

Mittwoch, 6. Januar 2016

Die Lehre von differenzierter Differenzierung

Kölns Bürgermeisterin, der Justizminister, der Polizeichef, der NRW Innenminister, sie alle sind damit beschäftigt zu erklären, dass keine "Flüchtlinge" beteiligt waren.
Immerhin erklären sie, dass die Täter als Nordafrikaner oder Araber identifiziert wurden. Um dann an die Presse foglende Worte zu richten:
Es gibt keinen Hinweis, dass es sich hier um Menschen handelt, die hier in Köln Unterkunft als Flüchtlinge bezogen haben“, sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) am Dienstag. Entsprechende Vermutungen halte sie für „absolut unzulässig“. Kölns Polizeipräsident Wolfgang Albers sagte: „Wir haben derzeit keine Erkenntnisse über Täter.
Keine Erkenntnisse, aber Zeugen (wie ein Türsteher eines nahen Hotels, sehr lesenswertes Interview mit einigen Ereignissen, die bislang nicht veröffentlicht wurden)  und Opfer sagen, es waren Nordafrikaner (Erkenntnis 1), was dazu führt zu sagen, dass ein Verdacht in Richtung Flüchtlinge "absolut unzulässig" ist (Erkenntnis 2).
Klingt logisch. Wenn 2+2 neuerdings die √5,6 ist.
Oder: wie differenzieren wir aus der Menge A die Menge A1 heraus? Indem wir uns auf die 1 konzentrieren...
Aber es wird noch besser im Irrenhaus. Polizeichef Albers betont ebenfalls, es wären keine 1000 Täter gewesen. Die 1000 Menschen waren eine Gruppe, die gemeinsam ankam. Aus dieser Gruppe wurde dann Feuerwerk auf andere unterhalb der Gruppe geschossen und gleichzeitig oder kurz darauf lösten sich kleine Grüppchen von gerade mal fünf bis 20 Männern aus diesen 1000 Menschen um Frauen zu berauben, belästigen, anzufassen, demütigen und wenn möglich zu vergewaltigen.
So langsam glaube ich, in ihrem bestreben, die Differenzierung anzumahnen sind unsere "Machthaber" bereit, wirklich Leben zu opfern.
Ok, also haben diejenigen unter den 1000 die nicht mitgemacht haben auch gar nicht gewusst, mit welchen Nordafrikanern oder Arabern sie sich da zusammen tun, haben nicht gesehen, wie aus ihren Reihen Raketen und Böller auf unterhalb stehende Passanten geschossen und geworfen wurde und haben natürlich auch gar nichts von den Belästigungen, dem Gebaren und den Rauben (plural laut Duden...) mitbekommen...
Ich bitte euch. Vielleicht war der ein oder andere wirklich überrascht und hat sich womöglich davon gemacht. Da aber die Beteiligten noch in der letzten Konferenz als bekannte Intensivtäter bezeichnet worden waren, will uns da der Polizeichef wirklich erklären, die anderen wären mit völlig Unbekannten dort hin gezogen, nichts ahnend von dem, was kommen würde? Von plötzlicher Blöd-, Blind-, und Taubheit ergriffen ohne Möglichkeit zu erkennen, was vor sich geht? Die Opfer zu sehen und zu hören?
Jeder Deutsche, der mit einer Gruppe irgendwohin ginge und dann daneben stünde, während diese Gruppe Verbrechen beging, der würde wenigstens in den Verdacht rücken Mittäter zu sein oder wenigstens Hilfe unterlassen zu haben.
Als an der gleichen Stelle einige wenige Hooligans vor über einem Jahr einen Polizeibus umwarfen, hat sich da irgendwer hingestellt und darauf hingewiesen, dass weit über 2500 ebenfalls anwesende Hooligans nicht daran beteiligt waren?
Mir liegt die Frage auf den Fingern, wer diesen Verantwortlichen ins Gehirn ge.... aber das ist wohl die Wut in mir.
Und es sind ja nicht nur die Politiker, Beamten und Journalisten. Vor dem Dom, also oberhalb des Bahnhofes haben sich "mehrere hundert Menschen" zusammengefunden, und demonstrieren gegen das Geschehen.
Aber nicht ohne zu differenzieren, wie das Photo beweist. Ein Schild gegen das Geschehene wird hochgehalten. Parole lautet:
"Gegen Sexismus
Gegen Rassismus".
Denn wir wissen ja, wie schlimm der Rassismus am Silvesterabend am Bahnhof wütete...

Welches der beiden Probleme also das Schlimmere in den Augen der Demonstranten ist, das geschehene Verbrechen an unzähligen Menschen oder die möglicherweise aus dem Geschehenen geborene Geisteshaltung, wird dem Betrachter bei kurzem Nachdenken ziemlich schnell klar.
Und somit, mit welchem Schlag Mensch wir es zu tun haben.

Am Ende möchte ich nochmal zurück zur Bürgermeisterin, welche in ihrer Wortgewalt bereits deutlich macht, welche unfähige Verwalterin sich Köln da in der Folge eines Wahlbetruges (ein Ratssitz der SPD war unrechtmäßig durch Falschauszählung der CDU vorenthalten worden, der Inhaber war der eigentliche Kandidat der SPD und musste nach bekannt werden den Platz räumen) ins Amt gewählt hat.
Nachdem sie ja zuvor bereits zu Stift und Papier gab, dass Besucher in Schutz zu nehmen seien und somit indirekte sagte, dass ihre eigenen Bürger ihr egal sind, setzte sie noch einen drauf, indem sie von Kölnern und Kölnerinnen als Opfern der Gewalt sprach - obwohl bislang lediglich weibliche Opfer bekannt wurden.
Darüber vergisst sie aber nicht darauf hinzuweisen, dass die 1000 "völlig unbekannten und unidentifizierten" aber als "Intensivstraftäter bekannten" aus Nordafrika stammenden Menschen nicht aus den Aufnahmestellen kämen und darum keine Flüchtlinge seien. Soweit man dies nachvollziehen könne. Also gar nicht.
Es ist geradezu geisteskrank selbstironisch, wenn so erzählt wird. Denn der Begriff "Flüchtling" ist in deren Köpfen damit ausschließlich temporär besetzt und definiert. Nur Menschen, die in den letzten Monaten hier ankamen (und dementsprechend in solchen Unterkünften leben) sind "Flüchtlinge". Menschen die vor der merkelschen Völkerwanderung aus Nordafrika oder sonstwo hierher kamen, dass sind keine Flüchtlinge. Sollte sie mal den Asylantragbearbeitern sagen. Die würden sich freuen ihre Prüfungen beenden zu können. Denn wenn die Leute wie die Opfer und Zeugen sagen alle aus Nordafrika kamen "oder" Araber waren, die meisten von ihnen nur rudimentär der deutschen Sprache mächtig, dann kann man davon ausgehen, dass sie hier eingereist sind - als erkannte Intensivtäter von mehrmonatiger oder -jähriger Aktivität scheinbar mit der Absicht zu bleiben.

Da die Definition von Flüchtlingen somit rein temporär ist und nicht inhaltlich (also "vor etwas oder jemandem Geflüchtete") ausgebreitet wird, ist die inhaltliche Debatte durch diese semantische (wortdeutende) Willkür von vorneherein abgewürgt. Man kann nichts diskutieren, wenn die Namen und Begriffe ihre Bedeutung nach gusto der einen Partei erhalten und Informationen je nach Nutzungswunsch betont oder vergessen werden.
Arabisches Siedungsgebiet. Quelle: wikipedia
Das fängt schon bei "Nordafrikaner oder Araber" an. Bitte mal auf die Karte der Ausbreitung der Araber sehen...

Immerhin regt sich ein wenig Widerstand. Die gleiche Plattform, welche die beiden oben genannten Artikel anbietet, veröffentlichte immerhin einen halbherzigen Versuch, den Kern der Debatte nicht aus den Augen zu verlieren: Eine Männergruppe und ihr Hintergrund.
Wirklich lesenswert aber ist der Kommentar: Mitten in Köln. Sachlich und präzise analysiert er, was da gerade passiert. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
Wenn die Sache in die ein oder andere Richtung kippen sollte, so kann sich die FAZ wenigstens rühmen "wir waren stets bemüht". Mehr als die meisten anderen Medien behaupten können...

Dienstag, 5. Januar 2016

Politiker mit Timing

In meinem Umfeld wird seit Sonntag über die Berichte aus Köln gesprochen und auch ich, wie man an den beiden Beiträgen wohl merkt, habe mir das sehr zu Herzen genommen. Meine Gedanken kommen momentan öfter auf den Zustand der Gesellschaft die sowas ermöglicht aber auch das konkrete Ereignis, die Opfer und die Beteiligten selbst zurück.

Kölner Hauptbahnhof, Vorplatz zur Innenstadt, vor dem Dom.
So auch die Frage: wo war die Polizei bzw. warum ist sie nicht massiv dazwischen gegangen? Immerhin war es ein öffentlicher Platz und bei all den Anschlägen und Terrorwarnungen an Silvester, hätte ich da eine hohe Einsatzbereitschaft erwartet.
Statt dessen wurden die Frauen allein gelassen. Ihnen wurde nicht geholfen. Sie wurden nicht gerettet. Obwohl Polizei vor Ort war. Das Notrufe nicht mehr angenommen werden, an diesen Gedanken habe ich mich mittlerweile gewöhnt. Aber das direkt vor der Nase von Polizisten sowas passiert und diese nicht eingreifen...
Wie bitter ist dieses Land.

Aber das diese Vorfälle eine innere Auseinandersetzung verursachen, das ist wohl nur bei meinem Umfeld und bei mir so.
So hat der neue Parteichef der LINKE Riexinger erstmal gefordert schärfer gegen Rassismus und
Riexinger
Rechtsextremismus per se vorzugehen. Hintergrund sind die Schüsse auf ein Asylbewerberheim, bei welchem ein Syrer leicht verletzt wurde. In diesen sieht Riexinger Terrorismus. Zwar weiß man noch nicht mal, wer es war, geschweige denn warum, aber Riexinger wie Hofreiter ist das ebenso egal, wie die aktuellen Ereignisse in Köln. Die bringen ihn nicht dazu, irgendwas zu fordern oder zu beklagen.
Auch hat man ähnliche Worte von ihm bislang nicht zu Brandanschlägen auf Polizeifahrzeuge samt Besatzung, Attacken auf Polizeiwachen wie in Leipzig oder den Schlag ins Gesicht eines Polizisten mit Hilfe eines schweren Steines nicht gehört... Sehr selektiv gewählt.



Leutheusser-Schnarrenberger
Und auch unsere ehemalige Justizminister, Frau Leutheusser-Schnarrenberger meldet sich zu Wort. In ein Holocaust-Vergleich seie wegen unterschiedlicher Ansichten geschmacklos". Die gute Dame bewies damit eine derartige Bildungslücke und ein solches Kommunikationsunvermögen, dass es vielleicht an Letzterem liegt, wenn sie ausgerechnet jetzt als dringendstes Problem die zeitlich begrenzten Grenzkontrollen in Dänemark und Schweden sieht und sofortiges Handeln fordert. Vize-Chef der FDP Kubicki ist da mit ihr einer Meinung.
guter Erinnerung ist sie ja geblieben, weil sie auf die Äußerung des damaligen Erzbischofs Müller, "die steigenden Angriffe und Verbalattacken auf Priester und Kirchen seien bedenkenswert, es ziehe eine pogromartige Stimmung auf" mit dem Hinweis reagierte, "
Warum sollte man auch die inneren Probleme angehen, wenn man erstmal anderen Ländern wie Dänemark, Polen, Tschechei und Schweden vorschreiben kann, was sie zu tun und lassen haben...

Tipi setzt sich gegen die Salafisten-Verteilaktion ein.

Da sei an dieser Stelle Ismail Tipi gelobt, der sich immerhin mit dem Vorfall und der Frage nach der Polizei beschäftigt. Auch wenn er gleichzeitig ehrliche und zügige Aufklärung fordert und auf der anderen Seite die Zugehörigkeit der Tätergruppe ignfür Lösungen einsetzt, sehe ich dies hier nicht als Versuch der Kleinrederei sondern als eine persönliche Gewichtung. Daher, danke Herr Tipi.
oriert sehen will. Da er sich aber sonst meist sehr offen und ehrlich mit Terrorismus und Integration in all ihren Facetten auseinander und

Sonntag, 17. März 2013

Sport und Moral

Fußball ist nicht meine Welt. Ehrlich gesagt, er interessiert mich gar nicht. Gelegentlich habe ich versucht mir Spiele anzusehen, aber ich kann dem nichts abgewinnen. Die sportliche Leistung, da 90 Minuten über den Rasen zu rennen kann ich nicht bestreiten, aber bei mir kommt keine Spannung auf, kein Interesse.
Daher war es lediglich eine Nachrichtenempfehlung auf meinem Smartphone, die mich auf diese Schlagzeile aufmerksam machte:
Auch so wäre das für mich eher uninteressant gewesen, weiß ich  doch von meinen wenigen Versuchen und Schlagzeilen um Hertha und Pauli-Spiele, dass Beleidigungen nicht unbedingt selten sind. Was mich wunderte war, die Meldung kam bei mir unter der Kategorie "Rassismus" als Nachricht. Also habe ich mir den Artikel, oder besser, die paar Sätze durchgelesen. Und ja, der Kenianer Ikenna Onukogu war tatsächlich Rassismus ausgesetzt in Wort und Tat.
Und ja, er hat sich dagegen mit einem Flaschenwurf gewehrt. Aus diesem Grund halte ich eine Strafe für Ikenna im Grunde für Richtig. Nicht nur, dass er mit einer Form von Gewalt reagierte, sein Wurf hätte jeden Treffen können, auch Unschuldige. Eine volle Flasche, es findet sich im Text kein Hinweis ob die Flasche leer oder voll war - ich nehme Letzteres an, da PET Flaschen sonst nicht besonders gut und weit geworfen werden können, kann durchaus Verletzungen verursachen, von der Beule bis zur gebrochenen Nase.
Jetzt kommt das ABER: da ich aus dem Schweigen zu den Folgen des Wurfes nichts fand, gehe ich von Folgenlosigkeit aus. Damit ist für mich eine "unbegrenzte Sperre" vom Tisch. Dazu kommen die Umstände, die dazu führten, dass der Torwart so handelte. Die Strafe der Fans bzw. für den Verein der Fans sollte, neben der Tatsache ihrer Existenz, bedeutend schwerer ausfallen. Nicht allein wegen dem Rassismus, sondern weil diese Menschen in ihrem Rassismus ebenfalls zur Gewalt griffen und nach dem Towart warfen.
Ich bin erstaunt über die Vorgänge, gerade angesichts der sonst üblichen Bestrebungen bei Verdacht bspw. Bands von Publikumspreisverleihungen auszuschließen...
Oder sehe ich das so falsch?