Sonntag, 21. April 2013

Von Schafen, Hirten, Kindern und intellektuellen Schwätzern

Einer der Priester unserer Gemeinde fand heute deutliche Worte wie ich sie mir öfter wünsche.
Thema war das Wort von den fehlenden Hirten, er fragte aber auch ob wir nicht vielleicht zu viele Hirten sehen, mit ganz unterschiedlichen Absichten und Zielen, die auch bei uns unterschiedliche Sehnsüchte ansprechen oder wecken.
Darin erinnerte er mich etwas (nicht falsch verstehen, das soll keine übersteigerte Verehrung dieses Priesters sein) an Pius XI. und Pius XII. die beide vor den falschen Hirten warnten, von der Welt aber ignoriert wurden, worauf Deutschland und Russland jahre- bzw. jahrzehntelang Blut fließen liessen und lassen mussten.
Er warnte vor "intellektuellen Schwätzern", welche anderen Menschen einreden, wegen ihres Glaubens seien sie dumm und beim Wort der Schafe sofort auf mangelnde Intelligenz dieser Tiere hinweisen. Dagegen sprach er sich aus, Schafe seien nicht dumm, dumm seien die Menschen die so argumentieren und dann trotzdem dem Herdentrieb frönen oder als als (Selbst-) Entschuldigung nutzten.

Ich kann natürlich nur grob und in eigenen, vielleicht unpassenden Worten wiedergeben, hoffe aber, es ungefähr getroffen zu haben. Es hat für mich jedenfalls wie die Faust aufs Auge gepasst und natürlich auch mich selbst gemahnt, weniger "Stacheldraht" zu ziehen, statt dessen lieber einzuladen. Ich bete, dass mir dies gelingt.

Und noch etwas lobend. Beim Kreuzknappen las ich jüngst wieder über Eltern, die Störung durch ihre (Klein-)Kinder relativieren und sich empören, wenn bei der Messe eine gewisse Stille und Würde gefordert wird. Dazu einen Verweis auf eine Diskussion im General-Anzeiger (leider scheinbar gelöscht) bei der auch ich teilnahm.
Und heute erlebte ich zwei Elternpaare mit kleinen Kindern in der Messe. Das eine noch im Kinderwagen, das zweite durchaus schon flott unterwegs. Beide Paare haben sich rührend gekümmert, ein wenig Freiraum gegeben, aber als es störend wurde sofort (liebevoll!) gehandelt. Eine Mutter nahm ihr Kind auf den Arm, ging in den hinteren Teil und als auch das nicht half erstmal nach draußen - ca. 5 Minuten später kam sie zurück, das Kind war leise und machte ein ganz fasziniertes Gesicht.
Solchen Menschen möchte ich danken. Sie leben Gemeinde und lieben ihre Kinder darum kein Stück weniger.

Kommentare:

  1. Liebevoll einladen ist eine gute Sache. Ich komme gerade vom Gottesdienst und unser Kaplan erzählte von seiner Beziehung zu Jesus, die ein Auf und Ab war. Leider gibt es bei uns keinen Kinderwortgottesdienst mehr. Das war für die Familien mit Kindern eine große Bereicherung.

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    1. Ich drücke die Daumen, dass es solche Gottesdienste bald wieder gibt.
      Schönen Sonntag wünsche ich.

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